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Reaktionen auf stern-Enthüllung: ADAC-Überflieger in Erklärungsnot

Die stern-Enthüllung, dass ADAC Präsident Meyer für Dienstreisen auf die eisernen Engel der ADAC-Luftrettung zurückgegriffen hat, sorgt für Turbulenzen. Auch der Staatsanwalt wird neugierig.

Das hat noch gefehlt: Hubschrauber der gemeinnützigen Flugrettung dienen als Transportmittel für Dienstreisen der ADAC-Führung. Der bereits wegen Manipulationen bei der Auszeichnung "Gelber Engel" unter Druck stehende Automobilclub ist erneut in die Kritik geraten. ADAC-Präsident Peter Meyer und die weiteren Präsidiumsmitglieder dürften in "begründeten Ausnahmefällen" Reservemaschinen nutzen, sagte ein Sprecher des ADAC am Freitag und bestätigte damit einen stern-Bericht.

In den vergangenen zehn Jahren habe es rund 30 solcher Flüge gegeben. "Es wurde in keinem Fall ein Hubschrauber zu privaten Zwecken genutzt", sagte der Sprecher. Für den ADAC seien solche Flüge keinesfalls die Regel: "Das ist beileibe nicht an der Tagesordnung." Die Hubschrauberflüge seien vom Verein "komplett und voll transparent" bezahlt worden.

Dennoch hat die Praxis inzwischen auch die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen: "Wir beziehen den Sachverhalt in die laufende Vorprüfung mit ein", erklärte ein Sprecher gegenüber der "Welt".

Keine öffentlichen Gelder verwendet

Der ADAC-Sprecher sagte, alle 30 Flüge seien intern überprüft worden. Es seien "keine öffentlichen Gelder" dafür verwendet worden. Die Luftrettung GmbH habe dem ADAC e.V. die Flüge in Rechnung gestellt. Wie hoch die Kosten waren, konnte der Sprecher nicht sagen. Er betonte, auf Hubschrauber werde nur zurückgegriffen, wenn keine andere Möglichkeit bestehe, rechtzeitig zu Terminen zu reisen. Zudem sei der Einsatz der eigenen Maschinen günstiger als gemietete Hubschrauber.

Der ADAC ist die größte Luftrettungsorganisation in Deutschland mit 51 gelben Rettungshubschraubern und 36 Luftrettungsstationen. Hilfe aus der Luft bieten im Notfall aber auch die gemeinnützige DRF Luftrettung und Hubschrauber des für den Zivilschutz zuständigen Bundesinnenministeriums.

Der ADAC steht bereits wegen der Manipulationen bei der Wahl des beliebtesten Autos in Deutschland in der Kritik. Die Staatsanwaltschaft München befasst sich bereits mit diesem Vorgang.

Künast legt ADAC-Führung Rückzug nahe

Die Vorsitzende des Verbraucherausschusses im Bundestag, Renate Künast (Grüne), hat unterdessen einen Rückzug der ADAC-Führung gefordert. "Rettungshubschrauber sollen Menschenleben retten und nicht einem Präsidenten ein angenehmes Arbeitsleben bereiten", sagte Künast der "Stuttgarter Zeitung".

"Kunden und Mitglieder haben ein Recht darauf, dass ein anderes Management aufgebaut wird", so Künast weiter. Geschäftsführer, Präsident und Präsidium des ADAC müssten für "Organisationsverschulden" gerade stehen. Abgesehen von personellen Konsequenzen müsse der gesamte Autoclub reformiert werden.

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen sieht in der Nutzung der Luftrettung durch ADAC-Präsident Meyer nur die Spitze des Eisberges. "Es zeigt, wie merkwürdig und intransparent der ADAC ist. Da wird es noch mehr geben, noch mehr kommen", sagt er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Dudenhöffer plädiert für eine völlige Neuausrichtung des Automobilklubs. "Der ADAC macht Pannenstatistik und verkauft für viel Geld seine Pannenassistenz den Autobauern, das passt nicht."

Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), rief den ADAC zu "höchster Transparenz" auf. Auch wenn solche Flüge möglicherweise rechtlich nicht zu beanstanden seien, aus moralischer Sicht seien die Vorgänge bedenklich, sagte er "Handelsblatt Online".

kng/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.