Junkers G 38 – wenn Passagiere im Flügel sitzen
Eine schöne Formgebung oder gar elegante Linienführung hatte Hugo Junkers nicht im Sinn, als er sein Verkehrsflugzeug „G 38“ konstruierte. Die Flügel waren so dick, dass Passagiere in ihnen sitzen konnten und durch die Fenster an der Flügelnase einen fantastischen Blick auf die unter ihnen mit gemächlichen 180 km/h vorbeiziehende Landschaft hatten. Unmittelbar neben den Motoren muss der Lärm indes infernalisch gewesen sein. Ihrer Zeit war die 1929 in Dienst gestellte „Junkers G38“ voraus. Gleich bei den ersten Flügen stellte sie Weltrekorde in Flugdauer, Reichweite und Nutzlast auf.
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