Umfrage
Warum Menschen das Handy ihres Partners durchsuchen

Handy heimlich durchsuchen
Nur mal kurz reingeschaut oder absichtlich durchsucht? Viele Menschen interessieren sich sehr für die Handy-Inhalte ihrer Partner 
© Toni Rantala / Imago Images

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Fast jeder Zweite unter 30 hat schon mal heimlich das Handy des Partners durchsucht. Was treibt sie dazu – und wie fühlen sie sich danach? Eine Umfrage gibt Einblicke.

Misstrauen, Neugier oder Untreueverdacht: Zahlreiche Menschen in Deutschland haben laut einer Umfrage schon mal heimlich das Smartphone der Partnerin oder des Partners durchsucht. Das geht aus einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter rund 1450 Internetnutzern in Deutschland hervor.

Demnach haben 26 Prozent der Befragten mit Beziehungserfahrung schon einmal ohne ausdrückliche Erlaubnis einen Blick ins Partnerhandy geworfen – zehn Prozent davon sogar mehrfach. Besonders verbreitet ist das unter Jüngeren: Bei den 16- bis 29-Jährigen gibt fast jeder Zweite an, dies schon getan zu haben.

Ein Viertel fühlt sich beim Blick ins Handy bestätigt

Als häufigste Motive werden Neugier und der Verdacht auf Untreue genannt – jeweils 31 Prozent. Weitere Gründe sind vermutete Unehrlichkeit in anderen Dingen und frühere Vertrauensbrüche in der Beziehung.

Die Gefühle nach dem heimlichen Blick sind gemischt: Rund ein Viertel fühlte sich bestätigt, knapp ein Viertel erleichtert. Gleichzeitig berichteten den Angaben nach viele von Enttäuschung, schlechtem Gewissen oder Wut.

Auf der anderen Seite sagen 16 Prozent aller Befragten, ihr eigenes Handy sei bereits ohne Erlaubnis durchsucht worden – weitere 8 Prozent vermuten es. Zwanzig Prozent haben in einer Beziehung bereits freiwillig ihre Social-Media-Passwörter geteilt.

Grüner Punkt am Handy
Unerlaubter Zugriff am Handy? Dieser kleine Punkt enttarnt Spione
© n-tv.de
Unerlaubter Zugriff am Handy? Dieser kleine Punkt enttarnt Spione
© n-tv.de

Als Schutz gegen ungewollte Blicke rät der Verband zu starken Displaysperren inklusive Fingerabdruck- und Gesichtserkennung. Zudem sei es hilfreich, keine Nachrichteninhalte auf dem Sperrbildschirm anzeigen zu lassen.

DPA

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