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UN-Bericht: USA und China hängen Europa bei der Zukunftsindustrie Künstlicher Intelligenz ab

Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren zu einer Flut von Patenten geführt. In wenigen Jahren wird KI Software und Industrie bestimmen. Es scheint, als hätten die EU-Staaten das Rennen schon verloren.

KI spielt nicht nur in der Robotik eine Rolle - in China werden bereits medizinische Diagnosen mit der Hilfe von KI erstellt.

KI spielt nicht nur in der Robotik eine Rolle - in China werden bereits medizinische Diagnosen mit der Hilfe von KI erstellt.

Getty Images

Unter Robotern kann sich jeder etwas vorstellen, unter Künstlicher Intelligenz (KI) weniger. Aber diese Software, die in der Lage ist selbstständig zu lernen und Fehler zu erkennen, ist die Grundlage für kommende Innovationen in der Robotik, der medizinischen Diagnose oder bei den autonomen Fahrzeugen.

Ohne KI wird es in Zukunft keine Spitzentechnik mehr geben. Künstliche Intelligenz bestimme die Zukunft der gesamten Menschheit, sagte Wladimir Putin schon 2017. "Wer in diesem Bereich die Führung übernimmt, wird Herrscher der Welt". Inzwischen sieht es so aus, als würde das Rennen um die Führung in diesem Bereich zwischen den USA und China ausgetragen. Russland aber auch die Staaten der EU wurden von den Techno-Giganten abgehängt.11-Boston Dynamics: Video zeigt rennende und selbstnavigierende Roboter-5783687337001

Das besagt eine neue Studie der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) der Vereinten Nationen. Die Studie führt aus, dass der US-Technologiekonzern IBM mit 8920 Patenten das größte KI-Patentportfolio hat, dann folgt Microsoft mit 5930 Patenten. Danach weitere asiatische Konzerne. Allerdings wird nur ein kleiner Teil der chinesischen Patente überhaupt im Ausland angemeldet.

Strategische aufgebaute Spitzenstellung

Doch in China sitzen 17 der 20 weltweit besten Universitäten und Institutionen, die sich mit KI befassen. Besonders stark ist China beim "Deep Learning" - einer maschinellen Lerntechnik, die auch Spracherkennungssysteme umfasst. Neben den großen akademischen Anstrengungen profitiert die KI-Forschung in China von massiver staatlicher Förderung und vom sehr laxen Datenschutz. Dadurch haben Forscher und Firmen Zugriff auf enorme Datenbestände, mit denen ihre Software arbeiten und sich weiter verbessern kann. Es ist kein Zufall, dass Internetriesen wie Google und Baidu die KI-Revolution anführen.

"Wegen der Daten... wegen des Zugriffs auf die Daten", erklärt Francis Gurry, Generaldirektor der WIPO. "Die USA und China haben offensichtlich die Spitze erobert. Sie sind in diesem Bereich führend, sowohl was die Zahl der Anträge als auch die wissenschaftlichen Veröffentlichungen betrifft."

Derzeit erheben die USA massive Vorwürfe gegen China. US-Präsident Trump behauptet, dass China amerikanische Innovationen und Technologien gestohlen habe. Die WIPO hingegen weist darauf hin, dass die Zeiten des Raubrittertums beim geistigen Eigentum im Reich der Mitte vorbei sind. China besitzt das weltweit größte Patentamt und weist die größte Anzahl von inländischen Patentanmeldungen aus. Die Europäer tun sich dagegen schwer. USA und China verfügen nicht nur über große Bevölkerungen, die Entwicklung der KI wird dort auch mit strategischem Weitblick gefördert. Die kulturelle und sprachliche Vielfalt Europas und der Datenschutz fördern dagegen "nicht unbedingt die Bildung großer Datenbestände. Und wir alle wissen: Je mehr Daten desto besser für das maschinelle Lernen", so Gurry.

In den nächsten zehn Jahren wirksam

Die WIPO führt eine quantitative Analyse durch, über die Qualität und Innovationskraft der einzelnen Patente kann die Organisation keine Aussagen treffen. Die Organisation weiß aber, dass eine Flut von Patenten mit einem gewissen Abstand auch zu wirtschaftlichen Aktivitäten führt. Derzeit ist KI ein ganz heißes Thema. In den Jahren seit 2013 gab es ebenso viele Patentanmeldungen für KI wie in den 50 Jahren zuvor. Seit 2013 entfallen 50 Prozent aller Patente auf KI. In den nächsten zehn Jahren dürften diese Patente das wirtschaftliche Handeln bestimmen. Spätesten dann wird sich zeigen, ob Europa wirklich so abgehängt ist, wie es jetzt scheint.

Quelle: WIPO Technology Trends – Artificial Intelligence

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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