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Navi-Missgeschicke: "In 100 Metern fahren Sie" ... in den Fluss

Navigationssysteme sind hilfreiche Wegweiser im Niemandsland. Das Denken nehmen Sie den Fahrern allerdings nicht ab - auch wenn einige das zu glauben scheinen. Und so enden einige Navi-geführte Fahrten im Fluss, auf dem Acker oder im falschen Land - wie diese Beispiele zeigen.

Wer ein Navigationssystem im Auto benutzt, kennt diese Situation: Die Stimme macht freundlich, aber bestimmt einen kastrophalen Vorschlag: "Bitte wenden" auf der Autobahn. "Biegen Sie links ab", obwohl man sich mitten in einem Kreisverkehr befindet. "Sie sind am Ziel" mitten auf dem Feldweg.

Der gesunde Menschenverstand darf also während der Fahrt nicht abgeschaltet werden. Sonst passieren solche Missgeschicke, wie diese, die stern.de links zusammengestellt hat.

Fataler Fußgängermodus

Sein Navigationsgerät hat einem Taxifahrer aus Hannover eine unfreiwillige Landung im Morast beschert. Der 37-jährige Fahrer habe auf dem Rückweg von Eimbeckhausen nach Hannover aus Versehen den Fußgänger-Modus des Navis eingestellt, sagte ein Polizeisprecher. Das Gerät zeigte daraufhin die kürzeste Route an, die für das Taxi allerdings im Matsch endete. Die telefonisch zu Hilfe gerufene Polizei konnte das Taxi nicht frei schleppen. Dazu war ein Bergefahrzeug erforderlich.

DPA

Falsche Insel dank Vertipper

Weil sie sich vertippt hatte, ist eine Autofahrerin trotz Navigationsgeräts auf der falschen Insel gelandet. Die Frau wollte mit ihren beiden Kindern nach Dänemark, hatte aber statt des Fährhafens Puttgarden auf Fehmarn versehentlich Putgarten auf Rügen einprogrammiert - und war der Stimme aus dem Navigationsgerät vertrauensvoll zu dem 350 Kilometer von Fehmarn entfernten Ziel gefolgt. Verzweifelt meldete sie sich dort bei der Polizei, wie die Beamten in Stralsund am Montag berichteten. Da von dem kleinen Ort auf Rügen keine Fähre nach Dänemark fährt, nahm die Frau sich für eine Nacht ein Zimmer auf der Insel.

DPA

Festgeklemmt in der Sackgasse

Ein 53-jähriger Lkw-Fahrer aus Thüringen hat vermutlich zwar die richtige Zielstraße aber eine falsche Hausnummer in sein Navigationssystem eingegeben. Sein kleiner elektronischer Helfer führte den Mann am Steuer eines großen Getränke-Sattelzuges geradewegs in den Teil der Bremelbachstraße in Kassel, der in einer Sackgasse endet. Dies erkannte der 53-Jährige um kurz nach 6 Uhr offenbar zu spät. Am Ende der Sachgasse versuchte er, das lange, sperrige Gefährt über einen kleinen Kreisel zu wenden. Dabei beschädigte er zwei geparkte Fahrzeuge und fuhr den Sattelzug schließlich auf dem erhöhten Blumenbeet in der Mitte des Kreisels fest. Ein schwerer Abschleppwagen musste den Sattelzug aus dem Nadelöhr ziehen. Der Sachschaden, so die Polizeibeamten des Reviers Südwest, liegt bei rund 20.000,-

Polizeipräsidium Nordhessen

Auch Adlige kann es treffen

Als eine der Töchter des Earl Spencer, des Bruders von Lady Di, sich ein Taxi kommen ließ, um nach Stamford Bridge zu fahren, wollte sie eigentlich einen der Höhepunkte der britischen Premier League miterleben: Chelsea gegen Arsenal. 136 Kilometer ist das Fußballstadion im Westen Londons vom Landsitz der Spencers, Althorp, entfernt.

Als die adlige Teenagerin aus dem Taxi stieg, war sie 370 Kilometer vom Fußballspiel weg - im Örtchen Stamford Bridge, in der Nähe von York im Norden Englands. Wie die Zeitung "The Guardian" berichtet, hatte der Fahrer den Ortsnamen in sein Navigationssystem eingegeben und dann das falsche der möglichen Ziele ausgewählt. Der Besitzer des Taxiunternehmens sagte, nicht nur der Fahrer habe einen Fehler gemacht, auch in der Zentrale sei das falsche Ziel trotz Nachfragen nicht erkannt worden.

san

Zum Shoppen ins falsche Land

Die Büroangestellten einer Firma im britischen Gloucester wollten mit einem Bus eigentlich einen weihnachtlichen Wochenendeinkaufsbummel in der französischen Stadt Lille machen. Da der Busfahrer das Navigationgerät aber neu programmieren musste, landeten sie stattdessen im belgischen Dorf Lille, wie der britische TV-Sender "Sky News" berichtet.

Die Passagiere wunderten sich zwar lautstark, als während der Fahrt Wegweiser nach Eindhoven auftauchten, doch der Busfahrer setzte seine Fahrt unbeirrt fort. Als der Mann seinen Fehler endlich korrigierte, blieben nur noch zwei Stunden zum Shoppen.

san

Es heißt FUSSGÄNGER-Treppe

Einen kuriosen Verkehrsunfall hat die Polizei im niedersächsischen Einbeck aufgenommen: Der Wagen eines 33-Jährigen steckte auf einer Fußgängertreppe im Stadtgebiet fest. Vergeblich versuchte er, das Auto wieder auf die Straße zu fahren. Auf die Frage, warum er auf die abwärtsführende Treppe abgebogen sei, sagte der 33-Jährige, sein elektronisches Navigationssystem habe ihm diesen Weg gewiesen.

DPA

Zu schmal für den 40-Tonner

Ein 40-Tonner aus Italien ist von einem Navigationsgerät im Allgäu in die Irre geführt worden. Der Sattelzug auf der Fahrt nach München blieb nachts auf der schmalen Verbindungsstraße Eschach - See Alm stecken, nachdem er eine Mauer beschädigt und Flurschaden angerichtet hatte. Das Sträßchen ist für Fahrzeuge über 5,5 Tonnen gesperrt. Der Polizei erklärte der Fahrer: "Das Navi hat mich auf diese Straße geschickt!"

AP

Ein Auto ist kein Schienenfahrzeug

Eine 37-jährige Autofahrerin hat die Anweisung ihres Navigationsgerätes falsch verstanden und ist auf Bahngleisen gelandet. Die Frau war laut Bundespolizei im Osten von Hamburg mit ihrem Wagen unterwegs, als das Navigationsgerät vor einem Bahnübergang den Hinweis übermittelte, an der nächsten Möglichkeit rechts abzubiegen. Die Frau sei jedoch nicht in die nächste Straße hinter dem Bahnübergang gefahren, sondern direkt rechts abgebogen und im Gleisbett gelandet. Ein Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn, der den Vorfall beobachtete, ließ die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck umgehend sperren. Die Fahrerin wurde laut Polizei nicht verletzt. Die Strecke bleib rund 20 Minuten gesperrt, vier Züge kamen verspätet.

AP

Allein im dunklen Wald

Zu großes Vertrauen in die Technik: Ein 25-Jähriger ist auf der Suche nach seiner Ferienunterkunft vom Navigationsgerät mit dem Auto tief in einen dichten Wald gelotst worden. Der junge Mann folgte in der Nacht blindlings den Anweisungen der Computerstimme, auch als sie ihn bei Crispendorf (Thüringen) "über Feld- und Wiesenwege" in den Forst führte.

Als er doch Zweifel bekam und wieder wenden wollte, blieb der Mann mit seinem Auto stecken, wie die Polizei mitteilte. Über sein Mobiltelefon rief der Mann die Polizei zu Hilfe, ohne zu wissen, wo er sich befand. Nach etwa einstündiger Suche mit zwei Streifenwagen entdeckten die Beamten den Verirrten und lotsten ihn aus dem Wald.

DPA

Gefeuert nach Fehlbedienung

Ein orientierungsloses Navigationsgerät hat einen Lastwagenfahrer in die Irre geführt und ihn den Job gekostet. Der Mann war mit seinem Fahrzeug in Rheinland-Pfalz unterwegs. Vom Hunsrück-Flughafen Hahn wollte er die Autobahn Ludwigshafen-Koblenz (A 61) erreichen. Wie die Polizei mitteilte, lotste ihn das Navigationsgerät aber mitten in der Nacht "durch den tiefsten Hunsrück", bis er in der kleinen Gemeinde Jeckenbach in einer Sackgasse landete.

Beim Rangieren beschädigte der Fahrer eine Straßenlaterne und fuhr die Zugmaschine schließlich an einem Abhang fest. Der Lastwagen, der auf eine Landstraße zu kippen drohte, musste von einem Kran geborgen werden. "Für den Unglücksraben war jedoch Jeckenbach Endstation seiner beruflichen Karriere", hieß es im Polizeibericht. Der Fahrer sei noch in der Nacht über Handy von seinem Chef gefeuert werden.

DPA

Geisterfahrt dank GPS

Ein italienischer Autofahrer ist auf der Autobahn A13 im Schweizer Kanton Graubünden zum Geisterfahrer geworden, weil er blind seinem Navigationsgerät vertraute. Wie die Polizei mitteilte, konnte er aber nach wenigen Metern von einer zufällig anwesenden Polizeistreife gestoppt werden. Menschen wurden nicht verletzt. Der Mann war laut Polizei beim Autobahnanschluss Rappagugg auf die Autobahn in Richtung Zürich eingefahren, als das GPS-Gerät ihm meldete, er solle bitte wenden. Er tat dies wie befohlen und fuhr auf der Nordspur in Richtung Süden. Es kam in der Folge zu mehreren Ausweichmanövern, jedoch zu keiner Kollision.

AP

Fast ins Klo

Weil er sich blind auf das Navigationsgerät in seinem Geländewagen verlassen hat, ist ein Mann im ostthüringischen Rudolstadt neben einem Toilettenhäuschen gelandet. An einer Baustelle folgte der 53-Jährige aus Südbaden in der Nacht den Anweisungen seines Bordcomputers, bog rechts ab und fuhr seinen Wagen auf einer Treppe direkt neben einem Toilettenhäuschen fest, wie die Polizei mitteilte. Die gesuchte Kreuzung kam erst 30 Meter später. An der Treppe entstand 2000 Euro Schaden, am Wagen 100 Euro. Der unaufmerksame Freiburger muss außerdem 35 Euro Bußgeld zahlen.

DPA

Frontal in die Alster - beinahe

Eine 72 Jahre alte Mercedes-Fahrerin ist in Hamburg auf einem schmalen Wanderweg an der Alster spazieren gefahren, wohin sie das eingebaute Navigationsgerät ihres Autos treu geführt hatte. Das berichtete die Hamburger Polizei. Der Ausflug endete mit einem im Matsch festgefahrenen Wagen, den erst die Polizei wieder flott bekam.

Wie die Beamten mitteilten, war die Hamburgerin in einem ihr fremden Stadtteil verabredet und verließ sich auf das Navigationsgerät in ihrem Mercedes. "Das Gerät zeigte an, dass die Frau die nächste Straße rechts abbiegen sollte, was sie auch treu tat. Die Dame befand sich allerdings auf dem Alsterwanderweg und fuhr sich so fest, dass ihr Polizeibeamte helfen mussten", teilte die Polizei mit. Rechts und links vom Auto waren je nur noch zehn Zentimeter Platz zum Rangieren. Mit Hilfe einiger Passanten gelang es den Polizisten, den Wagen wieder auf die richtige Straße zu rangieren. Die Fahrerin nahm anschließend ihr Fahrzeug nach der Mitteilung "frohen Herzens" wieder in Empfang.

DPA