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Verlust mobiler Geräte: Dem Laptop auf der Spur

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel verlieren. In den Fundbüros großer deutscher Flughäfen häufen sich immer mehr mobile Geräte. Was tun, wenn der Griff nach dem Handy ins Leere geht oder der Laptop unauffindbar bleibt?

Von Andrea Gläser

In der Schalterhalle des Flughafens herrscht Hektik. Noch ein kurzer Duty-Free-Einkauf, schon geht es auf die Suche nach dem Gate, beim Einchecken und der Sicherheitskontrolle muss es schnell gehen. Nur einen kurzen Augenblick abgelenkt, im Stress oder mit den Gedanken einfach woanders, und es ist passiert: Ob Gepäckstücke, Laptops, Handys oder andere mobile Geräte, sie sind verloren. Gerade sensible oder wertvolle Informationen auf Unternehmens-Notebooks können bei Verlust erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten. So sind laut der Sicherheitssoftwarefirma Utimaco im vergangenen Jahr mehr als 5000 Laptops und andere mobile Geräte auf Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz abhanden gekommen. Das muss aber nicht heißen, dass sie unauffindbar bleiben.

Jedoch fällt den Reisenden nur selten sofort auf, dass ein Gegenstand nicht mehr dort ist, wo sie ihn vermuten. Die Aufregung ist erst groß, wenn der Griff nach dem Handy plötzlich ins Leere geht oder die Laptoptasche samt Inhalt nach dem Ausräumen des Kofferraums unauffindbar bleibt. Auf Flughäfen sind die ersten Anlaufstellen Fundbüros, die teilweise 24 Stunden lang geöffnet sind, um Verlustmeldungen entgegenzunehmen.

Software hilft bei der Suche

Ludwig Lauer ist Leiter der Terminaldienste am Flughafen Köln/Bonn und betreut auch das Fundbüro. "Es sind nicht viele Notebooks, die verloren gehen, und falls doch ein Gerät abhanden kommt, wird es zu 99 Prozent wieder abgeholt." Die Daten seien in den meisten Fällen nicht zugänglich, da eine Benutzerkennung die Laptops schütze. Ebenso sichere eine PIN-Abfrage den Großteil von Handys. Das Fundbüro am Köln-Bonner Flughafen arbeitet mit einer Software, die Beschreibungsmerkmale wie Farbe, Material, Fabrikat und Hersteller erfasst. Aufgrund dieser Angaben findet das Programm verlorene Gegenstände - oder auch nicht. Bei erfolgreicher Suche beispielsweise eines Handys gibt der Geschädigte entweder per Telefon oder persönlich die PIN-Nummer an, und so kann das Mobiltelefon identifiziert werden.

Gute 60 Kilometer entfernt im Fundbüro am Flughafen Düsseldorf sieht die Herangehensweise etwas anders aus. Gefundene Handys lassen die Mitarbeiter des Fundbüros in jedem Fall eingeschaltet, denn die meisten Passagiere wählen ihre eigene Nummer, um herauszufinden, wo sie ihr mobiles Telefon verloren oder vergessen haben. Geht am Tag des Verlustes kein Anruf ein, verständigt das Fundbüro den jeweiligen Handy-Betreiber, denn anhand der SIM-Kartennummer lässt sich der Besitzer des Mobiltelefons ausfindig machen.

Sicherheitskontrolle ist der Knackpunkt

"Am Düsseldorfer Flughafen geht pro Woche maximal ein Laptop verloren", sagt Dirk Graß, Leiter des Fundbüros. Das Flughafenpersonal gibt die Geräte größtenteils mitsamt der dafür vorgesehenen Tasche im Fundbüro ab. Darin findet sich laut Graß meistens eine Visitenkarte, die den schnellstmöglichen Kontakt zum Besitzer des Notebooks ermöglicht, damit dieser sich den Weg zur Polizei sparen kann. Die meisten Flughafenbesucher melden sich jedoch selbst im Fundbüro. Oftmals können sie sich daran erinnern, wo sie ihren tragbaren Computer haben stehen oder liegen lassen.

Aber wie geht ein Notebook verloren? Dirk Graß hat die Erfahrung gemacht, dass Passagiere beim Einchecken am häufigsten ihre Laptops vergessen. "Dort muss das Gerät aus der Laptop-Tasche in eine Kunststoffwanne gelegt und mit Hilfe eines Röntgenautomaten durchleuchtet werden, um durch die Sicherheitskontrolle zu kommen." Anschließend vergessen viele Fluggäste, ihren mitreisenden Computer wieder einzupacken, und er bleibt samt Tasche zurück.

Holger Hirm, stellvertretender Leiter des Fundbüros am Frankfurter Flughafen, erklärt die Situation ähnlich. "Wenn das Flughafenpersonal den Passagieren signalisiert, dass sie nach dem Sicherheitscheck weitergehen können, drehen die Reisegäste sich um und lassen ihr Notebook in der Hektik liegen." Für jedes verwaiste Gerät, in Frankfurt ist das durchschnittlich eines am Tag, stellt das Personal eine Fundmeldung aus und notiert Zeitpunkt des Findens und die entsprechende Sicherheitskontrolle. Mit diesen Informationen leitet das Personal die Laptops schnellstmöglich an das Fundbüro weiter.

Hobbybastler schlachten die Geräte aus

Von diesem Zeitpunkt an bleiben den Besitzern vier bis sechs Monate Zeit, um ihre Fundsachen abzuholen. Ist die Frist überschritten werden die Gegenstände versteigert. In Düsseldorf kommt der Auktionator mit seinem berüchtigten Hammer jedes halbe Jahr vorbei. "Notebooks haben wir bis jetzt noch nie versteigert", erinnert sich Dirk Graß. Bei Handys sieht das anders aus. Nachdem die tragbaren Telefone ihre Frist im Fundbüro abgelegen haben, sind sie nicht mehr die jüngsten und daher bewegen sich die Preise, für die sie unter den Hammer kommen, zwischen zehn und 30 Euro. "Viele Interessenten benutzen die Handys dann nicht mehr als solche, sondern schlachten die Geräte aus. Die Edelmetalle auf der Platine sind vor allem bei Hobbybastlern beliebt."

Auf dem Frankfurter Flughafen sind Laptops, die in die Versteigerung gehen, keine Seltenheit, weiß Holger Hirm. Nach viermonatiger Aufbewahrungsfrist bringt der Auktionator die Geräte gemeinsam mit anderen Fundsachen unter die Leute. Auf eine Preisspanne möchte Hirm sich allerdings nicht festlegen.

Bis vor einigen Jahren arbeitete das Fundbüro mit einem Auktionator zusammen, der Kontakte zu einer Softwarefirma pflegte. Die entfernte sämtliche Daten von den Notebooks und so gingen die tragbaren Computer jungfräulich in die Versteigerung. Mit einem Wechsel des Auktionators änderte sich auch der Umgang mit den Daten. Nach Rücksprache mit einem Datenschutzbeauftragten markieren die Mitarbeiter des Fundbüros die Laptops und Handys jetzt mit einem Aufkleber. Der verweist auf einen entsprechenden Paragraphen und macht darauf aufmerksam, dass der spätere Käufer ein Gerät erwirbt, auf dem sich noch Daten befinden. Diese muss der neue Besitzer vor der ersten Benutzung direkt löschen, sonst macht er sich strafbar.

Virtuelle Fundbüros

Deutschlands große Flughäfen, wie Frankfurt oder München, bieten auf ihren Internetseiten Suchformulare für verlorene Gegenstände an. Der Hamburger Flughafen stellt online eine "aktuelle Fundliste" bereit, die täglich aktualisiert wird. Dort sind alle Fundsachen aufgeführt, die am Airport Office abgegeben wurden. Die Liste ist nach Datum und Fundort des jeweils laufenden Monats sortiert.

Mittlerweile stellt fast jede Kommune deutschlandweit eine Online-Suche für Fundstücke zur Verfügung. Ein komplett virtuelles Fundbüro hat auf der Seite www.fundbuero24.de 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Der Benutzer durchforstet keine ellenlangen Fundlisten, sondern das System sucht in einer Datenbank nach Einträgen, die mit der Anfrage übereinstimmen. Kann die Anwendung Treffer verzeichnen, informiert Fundbuero24 sowohl den Finder als auch den Suchenden. Der bezahlt für die Anzeige eines Suchergebnisses 99 Cent und die anfallenden Versandkosten des Fundstücks. Die wären unter Berücksichtigung des Gewichts eines Laptops zwar nicht billig, aber dafür, dass das gute Stück wieder auf dem Schreibtisch des Besitzers steht, sicher zu verkraften.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.