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Soundbar: Sonos Beam im Test: Alexa, schalte den Fernseher ein

Sonos bringt seine erste Soundbar mit Alexa auf den Markt. Sie kostet 449 Euro, hat einen guten Klang und kann Witze erzählen. Manchmal hört sie allerdings zu gut zu. Ob sich ein Kauf lohnt, verrät unser Test.

Moderne Fernseher sind schön flach und haben ein brillantes Bild. Doch sobald jemand im Film den Mund aufmacht, stellt sich meist große Ernüchterung ein: Der Ton klingt blechern und wenig druckvoll. Deshalb konzentrieren sich viele Gerätehersteller seit Jahren auf den wachsenden Markt der . Das sind längliche Riegel, die vor dem Fernseher platziert oder direkt darunter gehängt werden.

Der US-Hardwarehersteller Sonos, bekannt für seine Multiroom-Lautsprecher, hat mit der Beam nun ein für seine Verhältnisse günstiges Modell im Angebot: Die Beam kostet 449 Euro und ist eine der ersten Soundbars mit Alexa an Bord. Was sie taugt, verrät unser Test.

Kompakte Box mit HDMI-Buchse

Beim ersten Auspacken fällt auf: Die Beam ist deutlich kleiner als die meisten anderen Soundbars. In der Breite misst sie 65 Zentimeter und ist damit schmaler als die meisten Fernseher, unter denen sie stehen wird. Die SJ9 von LG ist mit 1,20 Meter fast doppelt so breit. Die ebenfalls von Sonos erhältliche Playbar misst 90 Zentimeter in der Breite. Die Beam ist in zwei Farben erhältlich, Weiß und Schwarz. Ein störendes Detail: Das Stromkabel der weißen Variante ist Schwarz, das wirkt bei der Wandmontage nicht stimmig.

Die zweite Überraschung erwartet einen beim Anschließen: Sonos hat erstmals eine HDMI-Buchse verbaut. Die ist in der Branche zwar seit vielen Jahren Standard, bislang weigerten sich die Kalifornier jedoch standhaft, den Schritt Richtung HDMI zu wagen. Dabei hat die Buchse viele Vorteile: Die Einrichtung ist simpler, man muss nicht mehr wie bisher mit einem optischen Kabel herumhantieren und gegebenenfalls die Fernseher-Einstellungen anpassen. Außerdem wird nun ARC unterstützt. Die Abkürzung steht für "Audio Return Channel". Dadurch kann man den Ton auch mit der normalen Fernbedienung regulieren. Toll: Für ältere Fernseher ist im Lieferumfang auch ein HDMI-auf-Toslink-Adapter enthalten, über den man das Audiosignal des Fernsehers abgreifen kann.

Soundbar mit Alexa-Support …

Zur Einrichtung der Beam benötigt man zwingend eine Internetverbindung (Wlan oder Ethernet), außerdem ein Smartphone (Android/iOS) oder einen Computer (PC/Mac). Wenn möglich sollte man die Einrichtung mit einem iOS-Gerät, also einem iPhone oder iPad, durchführen. Denn nur auf diesen Geräten kann die sogenannte TruePlay-Funktion eingerichtet werden. Damit wird die Umgebung akustisch ausgemessen und der Klang auf den Raum angepasst. Für Android steht diese Funktion nicht zur Verfügung. Eine automatische Justierung wie bei Apples HomePod gibt es nicht.

Auf der Oberseite befinden sich die üblichen Sonos-Bedienelemente wie "Pause/Play" oder "Nächster Track". Außerdem leuchtet eine kleine Mikrofonanzeige. Sie weist auf die dritte Besonderheit der Soundbar hin: Die Beam lässt sich mit Sprachbefehlen steuern. Vorinstalliert ist Alexa, Googles Assistant soll per Update folgen.

… die den Wetterbericht vorliest

Mit dem Alexa-Support kann man den TV per Sprachbefehl ein- und ausschalten oder die Lautstärke regulieren. Ist am Fernseher zusätzlich ein Fire TV oder Fire TV Stick angeschlossen, kann man spezifischere Befehle wie "Suche Filme mit Til Schweiger" ausführen. Ansonsten werden alle bereits bekannten Alexa-Funktionen geboten: Man kann Rezepte heraussuchen, die Wettervorhersage starten, Musik wiedergeben oder etwaige Smart-Home-Geräte steuern.

Das ist praktisch, hat aber auch einen Nachteil: Springt die Spracherkennung an, wird der Fernseherton leiser. Leider passiert das häufiger, als man will. Wenn eine Filmfigur Alexander heißt, ist das noch verständlich. Manchmal reicht aber auch schon ein Wort, das so ähnlich klingt. In unserem Test ist die Soundbar sogar auf Babygebrabbel angesprungen. Um einen Film entspannt zu genießen, sollte man das Mikrofon währenddessen stummschalten, auch wenn das eigentlich nicht Sinn der Sache ist. Dieses Problem ist übrigens nicht Sonos-spezifisch, sondern betrifft auch andere Alexa-Geräte (etwa den Echo). Googles Home oder Apples HomePod haben seltener Fehlalarme.

Modulares Sound-System

Das Wichtigste bei einer Soundbar ist der Klang. Wir haben die Sonos Beam mit aktiviertem TruePlay getestet. Das Ergebnis kann sich für diese kompakten Maße hören lassen: Der Klang ist überraschend klar, die Lautstärke für mittelgroße Räume ausreichend. Auch der Bass ist für die Größe in Ordnung, aber natürlich ist vor allem in Actionfilmen schnell das Ende der Fahnenstange erreicht. Wer druckvollere Bässe will, benötigt den separat erhältlichen Sonos-Subwoofer, der mit 800 Euro aber alles andere als ein Schnäppchen ist.

Kombiniert man die Beam mit zwei Rücklautsprechern, stellt sich Kinofeeling ein. Dazu nutzt man entweder zwei Play:1 oder zwei Sonos One - ein Mix der Modelle ist nicht möglich -, in der App baut man die Lautsprecher dann zum Surround-Setup zusammen. Anschließend hört man das Raumschif von links nach rechts zischen oder die Tür hinter sich zuschlagen. Die Play:1 bekommt man gelegentlich bereits für 150 Euro pro Stück. Den Sonos One bekommt man bereits ab 200 Euro pro Stück.

Wer bevorzugt zu späterer Stunde Filme schaut, kann einen Nachtmodus aktivieren, der bestimmte Frequenzen herausfiltert. Außerdem lässt sich die Beam mit einer Sprachverstärkung für Dialoge optimieren, was in unserem Test zuverlässig funktionierte.

Der Allesfresser unter den Lautsprechern

Der große Pluspunkt des Sonos-Systems ist neben der Modularität die App, die mit nahezu allen Musikdiensten funktioniert. Ob Deezer, Tidal, Spotify oder Apple Music, alle großen Streamingdienste werden unterstützt. Per Sprachsteuerung sind es derzeit allerdings nur Spotify, Audible, TuneIn und Amazon Prime Music.

Die Beam ist auch eine der ersten Soundbars, die Apples Funkstandard AirPlay 2 unterstützt. Damit kann man von iPhone oder iPad mit einem Fingertipp die Musik direkt auf dem Speaker wiedergeben. Auf diese Weise kann man sogar Lautsprecher verschiedener Hersteller miteinander koppeln: In unserem Test klappt die synchrone Wiedergabe auf zwei HomePods und drei Sonos-Lautsprechern, die Lautstärke konnte auf jedem einzeln angepasst werden.

Kein DTS und Dolby Atmos

Schade: Das hochauflösende Tonformat DTS, das auf vielen Blu-Rays angeboten wird, unterstützt Sonos nicht. Die Begründung: "Die Sonos Beam wurde für die gängigsten Streaming-Dienste entwickelt, von denen keiner DTS unterstützt. Aus diesem Grund unterstützen Playbar und Playbase auch kein DTS." Wer DTS-codierte Audioinhalte wiedergeben möchten, muss DTS mit Hilfe des Abspielgeräts in Dolby Digital umcodieren, sofern diese Funktion unterstützt wird.

Auch das 3D-Tonformat Dolby Atmos wird nicht unterstützt. Dabei werden Toninformationen über die Decke zum Zuhörer reflektiert - etwa ein über dem Kopf kreisender Hubschrauber -, wodurch der Sound nicht nur von vorne, sondern auch von oben kommt. Das sorgt für einen noch räumlicheren Eindruck. Bislang ist das Tonformat allerdings ein Nischenprodukt, nur wenige Filme auf Netflix liegen mit Atmos-Tonspur vor. "Da Sonos Beam auf Kunden zugeschnitten ist, die nach einer kompakten Lautsprecherlösung mit großartigem Klang suchen, wurde Beam nicht für die Verwendung mit Atmos optimiert", erklärt das Unternehmen. Konkurrenten wie die LG SJ9, die Sony HT-ZF9 oder Samsungs HWK-950 unterstützen dagegen Dolby Atmos.

Bluetooth wird wie immer bei Sonos nicht unterstützt. Musik wird nur via Wlan oder AirPlay 2 übertragen.

Fazit

Gut gefallen haben uns an der Sonos Beam die simple Einrichtung, der für die Größe gute Klang, die modulare Erweiterbarkeit des Systems und die mit anhezu allen Streamingdiensten kompatible App. Auch dass Sonos endlich eine (nächstes Mal dürfen es gerne mehr sein) HDMI-Buchse verbaut ist zeitgemäß. Gestört haben uns eigentlich nur die regelmäßigen Alexa-Fehlalarme. Wünschenswert wäre eine TruePlay-Unterstützung für Android-Geräte und eine DTS-Unterstützung, beides könnte per Software-Update nachgelegt werden.

Die Sonos Beam gibt es ab 17. Juli und kostet 449 Euro

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.