Die Inflationsrate in Sachsen hat sich im Februar nicht verändert. Wie schon im Januar lagen die Verbraucherpreise nach vorläufigen Daten um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte.
Überdurchschnittliche Teuerungen gab es vor allem im Bildungswesen (plus 5,9 Prozent) sowie bei anderen Waren und Dienstleistungen (plus 5,6 Prozent). Höhere Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen (9,6 Prozent) und gestiegene Entgelte an weiterführenden Schulen in freier Trägerschaft (7,8 Prozent) wirkten sich hier aus.
Auch viele Dienstleistungen wurden deutlich teurer – etwa chemische Reinigungen (plus 8,2 Prozent), Reparaturen und Änderungen von Bekleidung (plus 16,1 Prozent) oder Autoreparaturen (plus 5,8 Prozent). Bei Friseurbesuchen machten sich die seit Januar geltenden Mindestlohnanpassungen mit Preisaufschlägen von 6,1 Prozent für Herren und Kinder sowie 4,5 Prozent für Damen bemerkbar.
Valentinstag: Pralinen und Schmuck deutlich teurer
Zum Valentinstag mussten Verbraucher für typische Geschenke tiefer in die Tasche greifen: Pralinen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 13,2 Prozent, Schmuck um 11,4 Prozent. Schnittblumen waren mit plus 1,6 Prozent vergleichsweise moderat teurer.
Im Monatsvergleich zeigte sich vor allem bei Nahrungsmitteln die saisonübliche Entwicklung. Frisches Obst verteuerte sich um 1,5 Prozent, Gemüse einschließlich Kartoffeln um 4,2 Prozent. Günstiger wurden dagegen Molkereiprodukte und Eier (minus 1,2 Prozent).
Im Vergleich zum Januar zogen die Preise insgesamt voraussichtlich um 0,3 Prozent an. Die endgültigen Ergebnisse für Februar sollen am 5. März veröffentlicht werden.