In Sachsen ist zum Monatsbeginn die tagesaktuelle Waldbrandüberwachung gestartet. Bis zum Jahresende wird für 31 Regionen im Land täglich das Waldbrandrisiko in fünf Gefahrenstufen angegeben, teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst in Pirna mit. Manche Regionen sind durch sandige Böden und geringe Niederschläge besonders gefährdet. Dort startet zudem die kameragestützte Waldbrandüberwachung.
Im vergangenen Jahr hatte ein Waldbrand in der kampfmittelbelasteten Gohrischheide im Kreis Meißen Hunderte Einsatzkräfte rund zwei Wochen lang in Atem gehalten. Der überwiegende Anteil der rund 2.000 Hektar verbrannter Waldfläche im vergangenen Jahr sei auf dieses Feuer zurückzuführen, so der Sachsenforst.
Größter Risikofaktor für Waldbrände bleibe der Mensch, so Landesforstpräsident Utz Hempfling, etwa durch riskantes und fahrlässiges Verhalten. "Es ist daher an uns allen, Waldbrände und die daraus folgenden Belastungen zu verhindern." Vor diesem Hintergrund erinnert die Landesforstanstalt daran, dass der Umgang mit offenem Feuer im und um den Wald ganzjährig verboten ist. Zudem könnten auch abgestellte Fahrzeuge auf trockenen Waldböden Brände verursachen - etwa durch aufgeheizte Auspuffanlagen. Ab der Waldbrandgefahrenstufe 4 sollten Waldbesuche zudem nur unter größter Vorsicht oder gar nicht stattfinden.