VG-Wort Pixel

Coronavirus Corona-Spürhunde der Bundeswehr: Vierbeiner erschnüffeln das Virus – fast immer

Sie könnten das Corona-Virus demnächst erschnüffeln. Die ersten Corona-Schnüffelhunde wurden am Freitag in der Bundeswehr-Kaserne in Ulmen in Rheinland Pfalz vorgeführt. Dass Hunde mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn neben Drogen und Sprengstoffen auch Krankheiten entdecken können, ist bekannt. Das Corona-Virus erfordert aber eine Spezialausbildung. Etwa eine Woche Training sei nötig, um zwischen Proben von Sars-CoV-2-infizierten Patienten und nicht infizierten Kontrollen zu unterscheiden, heißt es. Nicht, weil die Tiere das Virus an sich riechen können, sondern die Veränderungsprozesse, die das Virus in Körperflüssigkeiten auslöst. Dafür reichen den Hunden schon geringe Mengen Flüssigkeit. In Ulmen erhalten die Hunde Belohnungen, wenn sie vom Virus befallenen Speichel erkennen. Die Schnüffelnasen liegen nach Angaben der Verantwortlichen hier zu 94 Prozent richtig. Wann die Hunde das Virus in der Praxis aufspüren sollen, sei noch nicht sicher, sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die am Freitag in Ulmen zu Besuch war. "Aber ich will hier auch noch ganz deutlich sagen, die wesentlichen weiteren Schritte, also die Unterscheidung etwa zu einem normalen Influenza-Virus oder auch die Frage von einem wirklich aktiven Träger, das sind alles Phasen, die jetzt noch folgen müssen. Und deswegen müssen wir uns die nächsten Monate auch noch vornehmen, um hier zu sauberen Ergebnissen zu kommen." Die Hunde könnten künftig in öffentlichen Bereichen wie Flughäfen, an Grenzen oder bei Massenveranstaltungen zum Einsatz kommen. Und die herkömmlichen Corona-Tests ergänzen.
Mehr
Sie könnten das Corona-Virus demnächst erschnüffeln. Die ersten Corona-Schnüffelhunde wurden jetzt in der Bundeswehr-Kaserne in Ulmen in Rheinland Pfalz vorgeführt.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker