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Pannen beim Kampf gegen Corona Mehrfach-Dosen und unterbrochene Kühlketten – was beim Impf-Start in Deutschland alles schief lief

Sehe Sie im Video: Pannen bei Impfstart in Deutschland – 1000 Biontech-Dosen nicht verwendet.




In Bayern ist es zum Start der groß angelegten Impfungen gegen das Coronavirus zu Pannen gekommen. In sieben Landkreisen in Oberfranken werden die ersten rund 1000 Dosen erst gar nicht verwendet, nachdem die Transportbox zeitweise nicht ausreichend gekühlt wurde. Obwohl der Mainzer Impfstoff-Entwickler Biontech keine Bedenken gegen die Verwendung geäußert hatte, sei "nach reiflicher Überlegung" entschieden worden, die Charge zunächst nicht zu verimpfen, sagte der Lichtenfelser Landrat Christian Meißner am Montag: "Das Problem der gelieferten Charge ist, der Impfstoff darf ja laut Biontech nicht wärmer als acht Grad werden. Und in den Behälterboxen da ist so ein kleines Gerät dabei, das die Temperatur aufzeichnet, und das war in unserem Beispiel halt bei 14 Grad, teilweise noch mehr in anderen oberfränkischen Landkreisen. Und damit bestanden Zweifel, ob die Kühlketten auch jederzeit eingehalten worden sind." Am Wochenende waren die ersten gut 150.000 Impfdosen auf die 16 Bundesländer verteilt worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits gewarnt, dass es zum Auftakt "an der einen oder anderen Stelle ruckeln" könne. Am Montag folgten weitere Lieferungen, bis zum Donnerstag sollten 1,3 Millionen Dosen bereitgestellt werden. Jedem Geimpften sollen zwei Einheiten im Abstand von drei Wochen gespritzt werden. Eine weitere Panne ereignete sich in Mecklenburg-Vorpommern. In einem Pflegeheim in Stralsund bekamen acht Mitarbeiter eines Pflegeheims irrtümlich die fünffache Dosis des BioNTech-Impfstoffs gespritzt, wie der Landkreis Vorpommern-Rügen am Montag einräumte. Die ersten Impfungen gegen das Coronavirus werden in Alten- und Pflegeheimen sowie auf Intensivstationen vorgenommen. In einem zweiten Schritt sollen dann die über 80-Jährigen eine Impfung erhalten. "Die Jüngeren und die Gesünderen werden sich noch Gedulden müssen", betonte Spahn.
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In Deutschland ist es zum Start der groß angelegten Impfungen gegen das Coronavirus zu mehreren Pannen gekommen. In sieben oberfränkischen Landkreisen waren die Impfdosen zu hohen Temperaturen ausgesetzt gewesen.

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