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Gesundheitsminister Spahn kritisiert Berlins Corona-Management: "Partys passen nicht zu dieser Infektionslage"

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Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister: "Was ich mir viel mehr wünschte, wäre, dass wir in Berlin wie in Bremen, wo wir sehr hohe Inzidenzen haben, ein sehr dynamisches Infektionsgeschehen, wo übrigens auch die umliegenden Bundesländer berichten, dass aus den beiden Städten heraus es eben auch getragen wird in die Regionen drumherum, dass dort eben mit der notwendigen, mit dem notwendigen Willen auch der Durchsetzung von Regeln herangegangen wird. Es ist ohne Zweifel eine nachvollziehbare Maßnahme, Masken in Büroräumen zu tragen. Aber genauso wichtig und nachvollziehbar fände ich es, wenn keine Partys mehr so stattfinden, wie wir es jetzt auch am Wochenende wieder gesehen haben. Das passt nicht zur Infektionslage einer Stadt wie Berlin. ://: Die Kolleginnen und Kollegen in Berlin werden die Dinge im Blick haben. Gleichwohl hilft es auf Dauer nicht, Berlin irgendwie in Bezirke zu unterteilen. Das ist hier eine große, dynamische Stadt. Wir alle sind jeden Tag in verschiedenen Bezirken im Zweifel unterwegs. Und ich wünsche mir sehr, dass es einen auf gesamt Berlin bezogenen Ansatz gibt. Und ich kann Bilder, wie ich sie am Wochenende wieder gesehen habe, von Partys, die hier stattfinden, nicht verstehen. Ich kann nicht verstehen, dass es in dieser Stadt Restaurants gibt, in die ich reingehe, der einzige mit Maske bin und wo Du dann noch angeguckt wirst, als wärst Du irgendwie vom anderen Mond, wenn Du eine Maske trägst, und Dir dann noch gesagt wird: die brauchen Sie hier nicht tragen. Sage ich: Doch, brauche ich nicht nur, muss ich sogar nach den Regeln dieser Stadt. Aber Regeln müssen dann auch durchgesetzt werden. Das dient vor allem übrigens auch, um all diejenigen zu unterstützen, die sich jeden Tag an Regeln halten. ://: Und gerade diese vielen haben es doch verdient, dass die wenigen, aber in manchen Städten eben zu viele wenige, die sich nicht an Regeln halten, nicht an Regeln halten wollen, die sagen: Ich bin 20, jung und unsterblich - das reicht aber eben nicht, jeder 20-Jährige trifft auch mal Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen -, dass diejenigen dann halt gesagt kriegen: Regeln gelten für alle. Und das gilt insbesondere dann eben auch, wenn es um Partys und Veranstaltungen geht. Wenn ich mir jeden Tag den Lagebericht anschaue, wo haben wir Infektionsherde? Dann sind das alles Bereiche, für die es schon Regeln gibt. Es liegt nicht an zu wenig Regeln. Es liegt eher an der Frage, wo werden welche Regeln durchgesetzt? Und da geht zumindest in manchen Bereichen dieser schönen Hauptstadt, glaube ich, noch mehr."
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert die Städte Berlin und Bremen angesichts stark steigender Corona-Neuinfektionen auf, die bestehenden Corona-Beschränkungen strikter umzusetzen. In der Hauptstadt vermisst er zudem einen auf gesamt Berlin bezogenen Ansatz.

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