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Indien Folge der Corona-Welle? Im Ganges werden vermehrt Leichen gefunden

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Es ist ein gruseliger Anblick und in diesem Ausmaß weit über dem Bekannten. Immer wieder entdecken Anwohner im indischen Fluss Ganges Leichen, die im Strom treiben. Vor allem ärmere Menschen, die sich die Einäscherung ihrer Verwandten nicht leisten können, greifen in ihrer Not zu einer behelfsmäßigen Form der Beisetzung, wie ein Anwohner der Millionenstadt Prayagraj im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh kürzlich erklärte: "Die Leute begraben die Leichen im Sand vom Ufer des Flusses Ganges in großer Zahl. Früher wurden nur ab und zu ein bis zwei Leichen gefunden. Aber jetzt werden jeden Tag Hunderte von Toten begraben. Wenn der Fluss steigt, werden diese Leichen vom Wasser weggespült und treiben dann im Strom.” Hintergrund ist vermutlich, dass die Corona-Pandemie in Indien für einen sprunghaften Anstieg der Todesfälle gesorgt hat. Das führte wiederum vielerorts zu Rückstaus in den Krematorien. Außerdem haben sich dadurch die Kosten für die rituelle letzte Ölung vervielfacht. In Indien gibt es offiziellen Angaben zufolge seit fast zwei Wochen etwa 4.000 coronabedingte Todesopfer täglich. Auch wenn Experten davon ausgehen, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.
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Immer wieder werden im indischen Fluss Ganges Leichen entdeckt. Vor allem ärmere Menschen, die sich die Einäscherung ihrer Verwandten nicht leisten können, greifen in ihrer Not zu dieser Form der Beisetzung. Eine Folge der Corona-Welle im Land?

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