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Zum Nachlesen: So lief der Eurovision Song Contest

Ein deutlicher Sieg für Schweden, ein Platz im vorderen Mittelfeld für Roman Lob. Ansonsten war der Eurovision Song Contest mal wieder eine schaurig-schöne Veranstaltung.

+++ 00:27 Uhr: "Euphoria"! +++

Auch das hat Tradition beim Eurovision Song Contest: Am Ende wird der Siegertitel nochmal gesungen - und selten hat ein Titel besser gepasst als diesmal: "Euphoria". Die gute Loreen weinte vorher noch vor Glück - und steht tatsächlich schon wieder knöcheltief im Kunstschnee. Dennoch: Der Eurovision Song Contest 2012 hat mit ihr einen eindeutigen und verdienten Sieger.

+++ 00:17 Uhr: 372 von 492 Punkten! +++

Wow, was für ein beeindruckender Sieg! Am Ende siegt Loreen eindeutig und haushoch mit 372 von 492 möglichen Punkten. Auf Platz zwei kamen die russischen Großmütter von Buranowskije Babuschki, Serbien belegt Platz drei. Für Schweden ist es schon der fünfte Sieg in der Grand-Prix-Geschichte.

Roman Lob hat am Ende auch noch einmal an Punkten zulegen können: Am Ende springt für den 21-Jährigen Platz acht heraus. Auch hier: Gratulation, das hatte dem Sänger mit der Kappe nicht jeder zugetraut.

+++ 00:14 Uhr: "Es ist gut, eine Wahl zu haben" +++

Die deutsche Punktabgabe wäre vor lauter Siegestrubel der Schweden fast untergegangen: Anke Engelke verkündet die deutsche Länderwertung - und überbringt dabei auch eine politische Botschaft: "Es ist gut, abzustimmen, es ist gut, eine Wahl zu haben." Auch aus Deutschland gehen zwölf Punkte an Sieger Schweden, zehn Punkte bekommt Serbien und acht gibt es für die Türkei. Die weiteren Punkte: Russland (7), Albanien (6), Dänemark (5), Estland (4), Island (3), Italien (2) und Griechenland (1).

+++ 00:09 Uhr: Sieg für Schweden +++

Das ist der Sieg für Schweden! Loreen liegt bereits acht Wertungen vor Schluss uneinholbar vorn. Herzlichen Glückwunsch! Der nächste Eurovision Song Contest findet in Stockholm statt.

+++ 00:04 Uhr: Lob holt auf +++

Na, es geht doch: 10 Punkte aus Estland für Roman Lob. Und die schöne Moderatorin aus Dänemark findet unseren Roman ziemlich "handsome" - und hat auch gleich zehn Punkte für ihn dabei. Deutschland steht damit bei 69 Punkten - das ist aktuell Platz zehn.

+++ 23:59 Uhr: Desaster für Engelbert +++

212 Punkte für Schweden - nach 27 von 42 Länderwertungen steht Serbien zweitplatziertes Land bei 173 Punkten. Kann da noch was schief gehen für die Pop-Hexe Loreen? In Dänemark und Schweden wischt man sich indes den Angstschweiß von der Stirn. Beide Länder standen lange bei null Punkten - jetzt sind es zumindest 7 bzw. 9. Schlusslicht ist der gute Engelbert mit einem mageren Pünktchen.

+++ 23:50 Uhr: Schweden zur Halbzeit vorn +++

Halbzeit. Die Hälfte aller Länder hat nun abgestimmt - und es läuft langsam aber eindeutig auf Schweden und Loreen hinaus. Mit 179 Punkten hat sie einen deutlichen Abstand auf Serbien auf Platz zwei (128). Darauf folgen die russischen Großmütter mit 124 Punkten.

+++ 23:44 Uhr: Nur zehn Punkte für Serbien +++

"Good evening Baku - this ist Sarajevo calling". Und die zwölf Punkte gehen natürlich - nein, nicht nach Serbien - sondern an einen anderen Nachbarstaat, die frühere jugoslawische Republik Mazedonien. Zehn Punkte für die serbische Ballade sind natürlich trotzdem drin.

+++ 23:41 Uhr: Kleinvieh macht auch Mist +++

Ok, es geht los: Sieben Punkte aus Frankreich, sechs aus Großbritannien. Zum Gewinnen ist das definitiv zu wenig. Aber die Blamage à la No Angles wird es wohl auch nicht für Roman Lob.

+++ 23:37 Uhr: Keine Punkte für Norwegen +++

Yeah! Zehn Punkte aus Malta für Italien. Grazie! Für Roman Lob dagegen sieht es nicht so gut aus: Momentan steht der nette Junge mit der Kappe bei acht Punkten. Dänemark, Island und Norwegen haben noch gar nichts geholt.

+++ 23:35 Uhr: Wo ist Italien? +++

Nach Abstimmung in Belgien liegt Schweden weiter vorn. Dahinter wie erwartet Russland und Serbien. Doch wo bloß ist Italien mit Nina Zilli? Platz 12 ist es momentan. Was für eine Enttäuschung! Doch wie heißt es so schön? Guter Geschmack macht einsam.

+++ 23:33 Uhr: Nur vier Pünktchen aus Österreich +++

Buh! Vier Punkte nur für Roman Lob aus Österreich! Serbien ist schon wieder mit zehn Punkten dabei, zwölf gehen aber an den neuen Spitzenreiter Schweden.

+++ 23:31 Uhr: Montenegro beschenkt Serbien +++

Na was für eine Überraschung: Die zwölf Punkte aus Montenegro gehen in das Nachbarland Serbien. Die liegen mit ihrer Ballade jetzt auch vorne.

+++ 23:29 Uhr: "Here are the first results" +++

Jetzt geht es los: die ersten Punkte werden vergeben. Sie kommen aus Albanien. Und die ersten zwölf Punkte gehen nach Griechenland. Für Deutschland springen immerhin zwei Punkte raus.

+++ 23:23 Uhr: Die Prognose: Italien macht es +++

Fertig. Aus. Das war's. Die Leitungen sind zu, der Gewinner steht fest. Und in etwa einer Dreiviertelstunde werden wir alle wissen, wer den Eurovision Song Contest 2012 gewonnen hat. Hier der Tipp aus dem Newsroom: 1) Italien, 2) Schweden, 3) Die Babuschkas aus Russland. Und Roman Lob: Irgendwo zwischen Platz 5 und 8.

+++ 23:14 Uhr: Ein Mann wie Urgestein +++

Das Tolle an Peter Urban ist ja: Wenn man seine Stimme hört, denkt man unweigerlich, der Mann wäre bereits bei der ersten Ausgabe des Grand Prix vor über 50 Jahren dabei gewesen. In Wirklichkeit moderiert er den schrillen Gesangswettbewerb "erst" seit 1997. Dennoch: Für viele Fans hierzulande ist ESC ohne Peter Urban gar nicht denkbar!

+++ 23:07 Uhr: Engelbert, ein junger Hüpfer? +++

Die Drähte glühen, die Zuschauer können nun abstimmen. In der Halle muss man nun irgendwie die Zeit rumbekommen, da zeigt man gern noch mal die russischen Omas von Buranowkije Babuschki. Die sechs Omis, die älteste von ihnen ist fast 80, haben vom Publikum vor Ort den meisten Applaus bekommen. "Gegen sie, sieht ja sogar Engelbert aus wie ein junger Hüpfer", witzelt ARD-Kommentator Peter Urban.

+++ 22:59 Uhr: Moldawien setzt den Schlusspunkt +++

"The artists' work is done", sagt Moderatorin Leyla nach dem letzten Song des Abends, einer überraschend guten Charleston-Nummer aus Moldawien. Nun aber heißt es: Anrufen, anrufen, anrufen - und dabei mindestens ein Dutzend Schnelldurchläufe ertragen. Doch nicht mehr lang, dann steht der spannendste Teil des Abends an.

+++ 22:55 Uhr: Die Ukraine, ein gutes Siegerland? +++

Als vorletzter Beitrag ist die Ukraine durch: "Be my Guest", ein durchaus hörenswertes Stück. Doch was macht man bei der Eurovision eigentlich, wenn mit der Ukraine das nächste Land gewinnt, in dem es mit den Menschenrechten nicht so arg weit her ist?

+++ 22:49 Uhr: Wutgeige aus Serbien +++

Sie wollen dieses Mal gewinnen: Der serbische Sänger Željko Joksimović mit seiner starken Ballade "Nije Ljubav Stvar". Er ist schon ein alter Hase, hat schon dreimal beim Song Contest teilgenommen und wird daher ganz gern mal als der serbische Ralph Siegel bezeichnet. Tatsächlich hat der Song Siegerpotential. Es sei denn, diese unglaublich finster dreinblickende Geigerin im Hintergrund, die so aussah, also wolle sie gleich jemanden mit ihrem Steg durchbohren, hat den geneigten Serbien-Fans in Europa nicht zuviel Angst gemacht.

+++ 22:43 Uhr: Die Starkstromzwillinge +++

Ach du Schreck! Da haben wir die Beiträge aus Malta und den Gianna-Nannini-Klon aus Mazedonien unbeschadet überstanden, da turnen auf einfall diese beiden über die Bühne: Jedward, die beiden aufgedrehten Zwillinge mit den Flash-Frisuren, die immer so aussehen als hätten sie eine Hand an der Starkstromleitung. Viel dünner als ihr Song "Waterline" lässt sich Pop-Musik aber kaum interpretieren.

+++ 22:34 Uhr: Stolz auf Roman Lob +++

"Super! Klasse! Auf diesen Auftritt können wir stolz sein!". ARD-Moderator und ESC-Urgestein Peter Urban hat sich festgelegt. Tatsächlich lief der Auftritt von Roman Lob fehlerfrei, und eingängig ist der Song ja ohnehin. Aber ob der Auftritt des 21-Jährigen tatsächlich für den Sieg reicht?

+++ 22:32 Uhr: Roman Lobs großer Auftritt +++

Jetzt kommt er auf die Bühne: Roman Lob mit dem deutschen Beitrag "Standing Still". Die Kappe, diesmal in beige, sitzt, die Knopfaugen glänzen...

+++ 22:29 Uhr: Laut und deutlich +++

"Brüll-esk" nannte Entertainerin Anke Engelke den Eurovision Song Contest vor Beginn auf dem Hamburger Spielbudenplatz. Ist natürlich ein doofes neues Adjektiv. Obwohl - wenn man sich die volle Stimme von Spaniens Pastora Soler anhört ... Egal, gleich kommt Roman Lob. Daumen drücken!

+++ 22:24 Uhr: Türkische Matrosen +++

Erst die Kapitänsmütze aus Dänemark, jetzt türkische Matrosen. Der Song "Love me back" ist eine Art orientalischer Seemanns-Song. Höchst gewöhnungsbedürftig, dafür gibt es aber ordentlich Pyro-Technik auf der Bühne. Ob es wohl wieder für eine hohe Punktzahl aus Deutschland reichen wird?

+++ 22:20 Uhr: Schneeflocken in Baku +++

Bei den Buchmachern ist sie der Favorit: die schwedische Sängerin Loreen mit ihrem Song "Euphoria". Tatsächlich ein starker Song mit treibendem Beat - nur Loreens Tanzstil mutet ein wenig wahnwitzig an. Und im deutschen Frühsommer auch schön anzuschauen: Am Schluss des Songs schneit es sogar auf der Bühne. Man darf gespannt sein, wo der Beitrag landet.

+++ 22:15 Uhr: Ist das ein Rock oder ein Gürtel? +++

Oh, oh, oh, oooh, ah, ah, ah, aaaah - den griechischen Sangesbeitrag hätte man auch nachsingen können, ohne ihn je gehört zu haben. Weil das griechische Fernsehen sparen musste, hat sich Sängerin Eleftheria Eleftheriou beim Vorentscheid in einem Einkaufszentrum durchgesetzt. Immerhin: Bisher hat sie eindeutig den kürzesten Rock des Abends - noch ein Finger breit weniger Stoff, und wir müssten uns von den Zuschauern unter 16 verabschieden.

+++ 22:10 Uhr: Geheimfavorit Dänemark +++

So, nachdem der Dudelsack vom rumänischen Auftritt von der Bühne geräumt ist, kommt nun eine Art Geheimfavorit: Soluna Samay aus Dänemark mit ihrem Song: "Should've known better", eine angenehm entspannte Uptermpo-Ballade Solunas Vater ist übrigens Deutscher und kommt aus Stuttgart. Mit ihm war sie früher immer als Straßenmusikerin unterwegs.

+++ 22:04 Uhr: Bye bye, music +++

Klassisch kommt Gastgeber Aserbaidschan daher. Diesmal kein Pop-Liedchen oder ordentlich Party-Bumm-Bumm - sondern die ganz große Inszenierung von Sängerin Sabina Babayeva im weißen Kleid und einem Song, der auch locker als Motto der Veranstaltung durchgehen könnte: "When music dies".

+++ 21:59 Uhr: Akute Soundamnesie +++

Dass der Songbeitrag aus Norwegen "Stay" heißt, wirkt wie pure Ironie. Ist es doch nun wirklich ein Song, den direkt beim Hören schon wieder vergessen hat. Mit anderen Worten: Vermutlich handelt es sich beim ESC um einen Favoriten auf den Sieg.

+++ 21:55 Uhr: Starke Stimme, lahmer Song +++

Donnerwetter! Was hat der Mann für eine Stimme! Ott Lepland aus Estland. Einziger Schönheitsfehler: Der Sound seines Songs "Kuula" wirkt leider in etwa wie ein verschreibungspflichtiges Sedativium. "Zuhören" heißt der Titel übersetzt, doch das spätestens nach zwei Minuten nicht mehr ganz so einfach ...

+++ 21:49 Uhr: Der Sieger des Abends? +++

Das beste Lied des Abends bisher: Nina Zilli: "L'amore e femmina". Sollte nichts dramatisches Gutes mehr passieren - was nach den bisherigen Auftritten durchaus möglich erscheint - legt sich der Newsroom hiermit fest: Der Sieg geht nach Italien.

+++ 21:45 Uhr: Was für ein Kleid! +++

Immerhin: Das schönste Kleid des Abends ist gefunden. Es weht und wallt an der französischen Sängerin Anggun. Ihr Song "Echo" kann da nicht so wirklich mithalten.

+++ 21:42 Uhr: Es klingt wie La La Love +++

Erst ein durchaus hörbares Duett aus Island ("Never forget"), nun springen einige leicht bekleidete Zypriotinnen über die Bühne. Man weiß nicht genau, was sie wollen, aber es klingt wie "La La Love". Bei diesem Wettbewerb MUSS das ein Hit werden.

+++ 21:35 Uhr: "Party for everybody" +++

Ganz klar: Wäre Knuffigkeit das Hauptkriterium beim ESC, die Sieger stünden bereits fest: es wären natürlich die Omas von Buranowkije Babuschki. Daran kann auch ihr Dancefloor-Song "Party for everybody" nichts ändern.

+++ 21:34 Uhr: Sechs Omas für ein Halleluja +++

Uff - fast den Auftritt der russischen Omas verpasst. Wie war es nun? Ist da eine Babuschka aus der anderen gestiegen?

+++ 21:33 Uhr: Lichtermeer und Ballade +++

Das ist ESC pur: Ein Lichtermeer auf der Bühne und dazu eine schwülstige Ballade, dass alle Milchprodukte sauer werden. Andere hingegen nennen es: Den Gesangsbeitrag von Bosnien-Herzegowina. Schaurig.

+++ 21:28 Uhr: Donnys Blindflug +++

Donny Montell aus Litauen steht mindestens anderthalb Minuten mit einer Augenbinde auf der Bühne. Sollte man ihm vielleicht mitteilen, dass wir den Zusammenhang mit seinem Song "Love is blind" schon irgendwie verstanden haben? Immerhin: Zum Ende hin wird es peppiger.

+++ 21:22 Uhr: Schrille Schreie +++

Und da ist sie: Die erste Belastungsprobe für das gute Geschirr in der Kommode. Die Albanerin Rona Nishli stößt bei ihrem Song "Sinus" diverse spitze Schreie aus, die sicher als Höhepunkt des Gesangsbeitrag gemeint sind.

+++ 21:19 Uhr: Ungarische Disco +++

Compact Disco? Das ist doch kein Name für eine Band! Und überhaupt spielen die Herren aus Ungarn überhaupt keine Discomucke. Der Song "Sound of our Hearts" ertrinkt im Synthesizer-Sound. Doch vermutlich ist das beim ESC noch nicht mal von Nachteil ...

+++ 21:15 Uhr: Jetzt kommt Engelbert! +++

Schnallt eure Großmütter fest - jetzt kommt Engelbert! Der 76-Jährige ist für sein Heimatland Großbritannien am Start. Doch wer Schnauzbart und Föhnwelle erwartet hat, wird enttäuscht: Dem Schnulzenbarden sieht mein sein Alter doch unzweifelhaft an - was nichts daran ändert, dass er seine im 6/8-Takt schwappende Ballade "Love will set you free" professionell und gefühlvoll intoniert.

+++ 21:11 Uhr: Energiesparen? Wir?? +++

In Baku ist es bereits Mitternacht. Über der erleuchteten Crystal Hall explodiert ein Feuerwerk. Alles glitzert und funkelt - auch in der Arena. Eine perfekte Inszenierung mit traditionellen Klängen und einer hypermodernen Tanzeinlage von Jungs in Lichtschlauch-Kostümem. Insgesamt wird deutlich: Engergiesparen is' hier nicht.

+++ 21:04 Uhr: Party in der Crystal Hall +++

Es geht los! Die ARD hat nach Baku geschaltet. In der voll besetzten Crystal Hall kocht die Stimmung hoch - die Aseris (= Einwohner von Aserbaidschan) setzten zum Auftakt natürlich auf: Folklore. Dann noch der Vorjahressiegersong von Eldar und Nikki.

+++ 20:57 Uhr: Das Wort zum Sonntag +++

Das ist ja mal eine sehr spezielle Idee: Die ARD spielt "Das Wort zum Sonntag" unmittelbar vor Beginn des ESC ein: Pastorin Nora Steen prangert die Verletzung der Menschenrechte und die Unterdrückung anderer Religionen in Aserbaidschan an. Dann wünscht sie noch Roman Lob alles Gute, dann doch dann will auch sie sich nur "mitreißen von den Rythmen und Melodien". Amen!

+++ 20:48 Uhr: Schnell noch ein paar Schwulenwitze +++

Roman-Lob-Mentor Thomas D ist aus Baku zugeschaltet - und erzählt mal wieder die Geschichte, wie sein Schützling in der Fußgängerzone von Baku immer wieder von weiblichen Groupies angesprochen wird - "sogar ganz ohne zu singen, hihi".

Er würde ja auch bei den Jungs so gut ankommen, fragt Rakers krampfig zurück. Klar, die fänden ihn auch gut, meint Thomas D. Überhaupt seien hier viele "schwule Paare auf der Promenade unterwegs. Nee, quatsch, das sind wohl doch nur Männer, die Händchenhalten", versucht der Rapper den nächsten Witz. Und wir fragen uns: War das bereits der Tiefpunkt des Abends? Vermutlich nicht.

+++ 20:34 Uhr: Party in Hamburg +++

Die größte deutsche ESC-Party steigt traditionell in Hamburg auf dem Spielbudenplatz. Judith Rakers, im Hauptberuf Nachrichtensprecherin, aber auch schon im letzten Jahr in Düsseldorf als blonde Grand-Prix-Fee auf der Bühne, führt durch das ARD-Programm. Nasal wie üblich singen Udo Lindenberg und Jan Delay "Reeperbahn", dann ist Tim Bendzko an der Reihe und singt: "Sag einfach ja"

+++ 20:28 Uhr: Russen-Omas als Titelfavoriten +++

Ob Roman Lob wohl eine Chance auf den Sieg hat? Sein Mentor Thomas D von den Fanta 4 sagt: "Ich glaube an ein Wunder". Das tun die meisten Buchmacher nicht: Sie sehen den deutschen Beitrag eher im Mittelfeld. Als Favoriten auf die Musikkrone gelten aber vor allem die schwedische Sängerin Loreen mit ihrem Mystik-Dance-Popsong "Euphoria" und die russische Oma-Gruppe Buranowskije Babuschki mit dem Feiersong "Party for Everybody".

+++ 20:21 Uhr: Lob, ganz ungeschminkt +++

Dem Vernehmen nach hat der deutsche Teilnehmer Roman Lob die Generalprobe vor seinem großen Auftritt ohne Probleme hinter sich gebracht. Er sang seinen Song "Standing Still" ungeschminkt, aber selbstverständlich mit Kappe auf dem Kopf. Der 21-Jährige geht erst auf Startplatz 20 in den Wettbewerb.

+++ 20:17 Uhr: Erneut Kritik an Alijew-Regime +++

Es bleibt dabei, und da kann das Regime um Präsident Ilcham Alijew die Stadt noch so blank putzen: Dieser Eurovision Song Contest ist überschattet von der Menschenrechsfrage in Asebaidschan. Auch heute gab es wieder schwere Kritik an der autoritären Regierung. Regierungsgegner teilten mit, die Polizei habe bei einer friedlichen Protestaktion am Vorabend in der Zwei-Millionen-Metropole zahlreiche Oppositionelle verprügelt. Mehr als 70 Menschen seien festgenommen und zum Teil erst Dutzende Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ausgesetzt worden, hieß es.

+++ 20:15 Uhr: Gleich geht es los! +++

Herzlich Willkommen zum Eurovision Song Contest! In gut einer Stunde beginnt in Aserbaidschans Hauptstadt Baku der größte Gesangswettbewerb des Planeten. Auch die nunmehr 57. Ausgabe mitten im Südkaukasus präsentiert gewohnt laut, schrill und geschmacksverirrt. Teilnehmer aus 26 Ländern treten in der Crystal Hall in den akustischen und optischen Nahkampf um Herzen und Telefonstimmen.

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