Es soll Menschen geben, die sich einige Tage Urlaub nehmen, um ein wichtiges Sportereignis in aller Ruhe im Fernsehen zu schauen. Eine Fußball-Europameisterschaft etwa, um bloß nicht den Vorrundenklassiker Nordmazedonien gegen Island zu verpassen. Oder die Olympischen Spiele, schließlich kommentiert Béla Rethy nur alle vier Jahre ein paar Feldhockey-Spiele.
Ein etwas seltsames Urlaubshobby nur für Sportverrückte? Nicht mehr! Seit diesem Superwahljahr lohnen sich Fernsehferien endlich auch für Politikinteressierte. Wer Überstunden und freie Tage abbauen will, kann von jetzt an bis zum 26. September vor dem Bildschirm campen. Sich den Bundestagswahlkampf ins Wohnzimmer holen. Front-row seat to history im Ohrensessel. Irgendwas läuft immer. Ständig