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Tsunami-Warnungen: Fukushima bleibt nach Erdbeben von größeren Schäden verschont

Ein schweres Erdbeben hat das japanische Fukushima erschüttert. Viele Menschen konnten sich in Sicherheit bringen. Starke Flutwellen und damit auch größere Schäden blieben glücklicherweise jedoch aus.

Das Erdbeben in der Region Fukushima erreichte eine Stärke von 7,4. Koji Nakamura informierte anschließend über die Werte

Das Erdbeben in der Region Fukushima erreichte eine Stärke von 7,4, schwere Flutwellen blieben aber aus

Trotz eines Erdbebens der Stärke 7,4 sind in Fukushima keine größeren Schäden entstanden. Am Morgen (Ortszeit) brachten sich tausende Menschen vor einem möglichen Tsunami in Sicherheit. Die Behörden hatten eine Warnung herausgegeben. 

Am 11. März 2011 hatte ein deutlich schwereres Beben der Stärke 9,0 und ein gewaltiger Tsunami die Region bereits verwüstet. 18.500 Menschen kamen damals ums Leben, im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war es zu Kernschmelzen gekommen. Diesmal erreichten die Flutwellen lediglich eine Höhe von stellenweise über einem Meter. Größere Schäden blieben aus.

Bewohner von Fukushima reagierten schnell

In der Atomruine Fukushima sowie anderen Reaktoren in der Region, die alle abgeschaltet sind, gab es nach Angaben der Betreiber keine weiteren Unregelmäßigkeiten. Auch die zunächst durch das Beben abgeschaltete Kühlung in einem Abklingbecken des Atomkraftwerks Fukushima Daini, das sich zwölf Kilometer südlich der Atomruine befindet, laufe wieder, meldete der japanische Fernsehsender NHK.

"Das Geräusch der Siren hat die Erinnerungen an das schwere Erdbeben (von 2011) wieder wach gerufen", sagte die Japanerin Tomomi Nagakubo. Sie brachte sich und ihren 13-jährigen Sohn in der angrenzenden Provinz Ibaraki in Sicherheit. Auch andernorts fuhren Bewohner der Region am frühen Morgen in ihren Autos schnell weg von der Küste.

Ein Dutzend Verletzte durch das Erdbeben

Der Nachrichtensprecher beim Sender NHK hatte die Bewohner der japanischen Katastrophenregion an der Pazifikküste am Morgen immer wieder mit erregter Stimme aufgefordert, sich sofort auf Anhöhen in Sicherheit zu bringen. Sie sollten zudem noch Schlafende aufwecken. Tausende folgten der Aufforderung und suchten sofort Schutz in Schulen und anderen Notunterkünften. Man habe aus der Katastrophe von 2011 gelernt, hieß es in lokalen Medienberichten. Panik brach auch diesmal nicht aus.

Ein Dutzend Verletzte wurden gemeldet. Ein Brand in einer Forschungsanlage des Chemieunternehmens Kureha konnte demnach schnell gelöscht werden. Das japanische Fernsehen zeigte zudem aus den Regalen gefallene Waren eines Geschäfts. Einige Unternehmen, darunter einzelne Supermärkte stellten vorübergehend den Betrieb ein, andere öffneten später. Auch der Autokonzern Nissan ließ die Fertigung in einem Motorenwerk ruhen, da sich die Arbeiter in Sicherheit brachten. Das Verteidigungsministerium in Tokio schickte Flugzeuge und Hubschrauber in die Region, um nach Schäden Ausschau zu halten.

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Weitere Beben in Fukushima möglich

Der regionale Bahn- und Flugverkehr wurde vorübergehend beeinträchtigt. Dutzende Schulen blieben sicherheitshalber geschlossen. Es gab Berichte, wonach einzelne kleinere Boote gekentert sein sollen. Die Zentralregierung in Tokio richtete einen Krisenstab ein. Nach Angaben der nationalen Wetterbehörde handelte es sich um ein Nachbeben der Erschütterung von 2011. Die Behörde warnte, dass es auch in den nächsten Tagen zu weiteren Nachbeben von ähnlicher Intensität kommen könne. Etwa eine Woche lang sollten die Bewohner der Küstenregion weiter erhöhte Wachsamkeit üben.

Auch in der rund 250 Kilometer entfernten Hauptstadt des Landes gerieten Häuser ins Schwanken. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von 25 Kilometern unter dem Meer vor der Küste Fukushimas. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben betroffenen Länder der Welt. Im Frühjahr war erst der Süden des fernöstlichen Inselreiches getroffen worden. Dabei hatte es Tote und schwere Schäden gegeben.

fri / DPA