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News des Tages: "hart aber fair": Frank Plasberg fällt lange aus – Susan Link moderiert

Moderator Frank Plasberg fällt länger aus +++ Mann rast wohl absichtlich in Auto mit Teenager +++ Ex-Interpol-Chef Meng in China zu 13 Jahren Haft verurteilt +++ Mordrate in Mexiko 2019 so hoch wie noch nie seit Beginn der Zählung +++Die News des Tages im stern-Ticker.

"hart aber fair" - ARD-Talker Plasberg will Gauland nicht mehr

Frank Plasberg fällt für die Moderation der ARD-Talkshow "hart aber fair" länger aus

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Erster Fall von neuartigem Coronavirus in den USA (20.23 Uhr)
  • Senat beginnt Debatte in Impeachment-Prozess gegen Trump (19.29 Uhr)
  • Neue russische Regierung vorgestellt - Minister Lawrow bleibt (18.21 Uhr)
  • Knalltrauma: ARD-Talker Frank Plasberg fällt länger aus (12.11 Uhr)
  • Iranische Ermittler bestätigen Abschuss zweier Raketen auf ukrainische Maschine (11.31 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:   

+++ 23.38 Uhr: Guterres: UN-Resolution zu Berliner Libyen-Einigung "sehr wichtig" +++

UN-Generalsekretär António Guterres wünscht sich, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Berliner Libyen-Einigung unterstützt. "Ich glaube, dass die Bestätigung dieser Schlussfolgerungen durch den Sicherheitsrat und andere Schritte danach sehr wichtig sein könnten", sagte Guterres in New York auf die Frage, wie er zu einer Resolution für das Abkommen vom Wochenende stehe. Der Vorteil einer UN-Resolution für die Beschlüsse wäre, dass diese rechtlich bindend wäre und den Ergebnissen so zusätzlichen Nachdruck verleihen könnte. 

+++ 23.17 Uhr: Bolsonaro kontert Kritik mit neuem Amazonas-Rat +++

Nach heftiger Kritik an ihrer Umwelt- und Klimapolitik hat Brasiliens Staatsführung angekündigt, zwei Gremien für den Schutz des Amazonas-Gebiets ins Leben zu rufen. Ziel sei, "die verschiedenen Aktionen jedes Ministeriums für den Schutz, die Verteidigung und nachhaltige Entwicklung Amazoniens zu koordinieren", schrieb Präsident Jair Bolsonaro auf Twitter. Zum Koordinator des sogenannten Amazonien-Rates und der Umwelt-Nationalgarde habe er Vize-Präsident Hamilton Mourão bestimmt.

Der rechte Politiker, der die Öffnung Amazoniens für die wirtschaftliche Ausbeutung befürwortet, hatte sich in seinem ersten Jahr als Präsident auch internationaler Kritik ausgesetzt gesehen. Er beschuldigte wegen der verheerenden Waldbrände im Amazonas-Gebiet Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler, legte sich mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie dem Schauspieler Leonardo DiCaprio an.

+++ 21.46 Uhr: Einigung auf Ministerien für Minderheitsregierung in Thüringen +++

Nach drei Verhandlungsrunden haben sich Linke, SPD und Grüne auf die Zuschnitte von neun Ministerien für eine geplante Minderheitsregierung in Thüringen verständigt. Demnach sollen die Linken weiterhin vier, die SPD drei und die Grünen zwei Ministerien verantworten, wie Spitzenpolitiker der drei Parteien bekanntgaben. 

Die Grünen sollen demnach das Umweltministerium behalten, das um den Bereich Verbraucherschutz erweitert werden soll. Auch das Justizministerium soll weiterhin von den Grünen geführt werden - allerdings ohne den Bereich Migration, der in das Linke-geführte Sozialministerium wandert. Dafür soll ein neuer Bereich Bürgerbeteiligung zum Justizministerium hinzugefügt werden. Die Linke soll weiterhin den Chef der Staatskanzlei sowie den Minister für Kultur stellen. Neben dem Sozialministerium sollen auch das Bildungsministerium und das Agrar- und Infrastrukturministerium in den Händen der Linken bleiben. Die SPD soll - mit kleineren Änderungen - weiterhin die drei Ministerien für Wirtschaft, Finanzen und Inneres behalten.

+++ 21.38 Uhr: 36 Zivilisten bei Anschlag in Burkina Faso getötet +++

Bei einem Anschlag im Norden von Burkina Faso sind 36 Zivilisten getötet worden. Drei weitere Menschen seien bei der Attacke auf Dörfer in der Provinz Sanmatenga am Montag verletzt worden, teilte die Regierung des westafrikanischen Landes mit. Kommunikationsminister Remis Fulgance Dandjinou sprach von einem "Terroranschlag". Die Regierung habe mit "Bestürzung und Empörung" vom Tod der 36 Zivilisten erfahren.

+++ 21.37 Uhr: Monatelange Hängepartie beendet: Libanon hat neue Regierung +++

Nach landesweiten Massenprotesten und einer monatelangen Verzögerung hat der Libanon eine neue Regierung. Der neue Ministerpräsident Hassan Diab stellte sein 20 Mitglieder zählendes Kabinett vor. Mit ihm soll das Mittelmeerland aus der schwersten politischen und wirtschaftlichen Krise seit dem Ende des Bürgerkriegs vor 30 Jahren finden. "Es ist Zeit, an die Arbeit zu gehen", sagte Diab nach der Kabinettsbildung.

+++ 20.28 Uhr: US-Medien: Boeing rechnet mit 737-Max-Flugverbot bis in den Sommer +++

Boeing geht laut US-Medien davon aus, dass das Flugverbot für den Krisenjet 737 Max noch Monate andauert. Der US-Luftfahrtkonzern rechne nicht damit, dass die Baureihe vor Juni oder Juli wieder zugelassen wird, berichteten der US-Sender CNBC und auch der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Insider. Boeing selbst äußerte sich zunächst nicht. 

Die 737 Max darf nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten seit Mitte März 2019 rund um den Globus nicht mehr abheben. US-Fluggesellschaften hatten sich bereits auf einen Ausfall bis mindestens in den Juni eingestellt. Anleger reagierten dennoch nervös und ließen Boeings Aktien an der Börse um mehr als fünf Prozent fallen. Danach wurden die Papiere zunächst vom Handel ausgesetzt.

+++ 20.23 Uhr: Erster Fall von neuartigem Coronavirus in den USA +++

In den USA ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus aus China festgestellt worden. Das Virus wurde nahe Seattle im US-Bundesstaat Washington bei einem Mann nachgewiesen, der aus China eingereist war, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC mitteilte. Der Mann wurde als Vorsichtsmaßnahme in ein Krankenhaus der Stadt Everett eingeliefert.

+++ 19.29 Uhr: Senat beginnt Debatte in Impeachment-Prozess gegen Trump +++

Der US-Senat hat seine Debatte im Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump begonnen. Dabei ging es zunächst um die Verfahrensregeln, mit denen der Ablauf des Prozesses festgelegt wird. Das Thema hat zu einem erbitterten Streit zwischen Trumps Republikanern und den oppositionellen Demokraten geführt.    

Die Demokraten werfen dem Senats-Mehrheitsführer Mitch McConnell vor, einen "fairen Prozess" mit Zeugenaussagen und einer Auswertung von Regierungsdokumenten verhindern zu wollen. Sie sprechen von "Vertuschung". Hintergrund ist eine von McConnell vorgelegte Resolution zum Verfahrensablauf. Der Text sieht hohe Hürden für eine von den Demokraten geforderte Vorladung von Zeugen vor; außerdem soll die Frage erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Zudem sieht McConnells Resolutionsentwurf nicht vor, dass die vom Repräsentantenhaus zusammengetragenen Elemente zur Ukraine-Affäre automatisch als Beweismittel vom Senat anerkannt werden.

+++ 18.40 Uhr: AfD schließt Berliner Politiker Nerstheimer aus +++

Die AfD hat den Berliner Politiker Kay Nerstheimer aus der Partei ausgeschlossen. Eine entsprechende Entscheidung habe das Bundesschiedsgericht der Partei getroffen, sagte der AfD-Landesvorsitzende Georg Pazderski der Deutschen Presse-Agentur. Nerstheimer ist fraktionsloses Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus. Er hatte bei der Abgeordnetenhauswahl 2016 in Lichtenberg ein Direktmandat für die AfD gewonnen, anschließend aber auf eine Mitgliedschaft in der AfD-Fraktion verzichtet. Zuvor hatte die "Berliner Zeitung" über das Urteil des Schiedsgerichts berichtet.

Vor zwei Jahren war Nerstheimer wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 7000 Euro verurteilt worden. Er hatte dem Gericht zufolge auf Facebook Homosexuelle beschimpft und verächtlich gemacht. Im Dezember 2014 hatte er bei drei Einträgen im Rahmen einer Diskussion auf Facebook unter anderem von einer "degenerierten Spezies" geschrieben. Umstritten ist der Politiker auch wegen einer früheren Mitgliedschaft in einer vom Bremer Verfassungsschutz 2014 als rechtsextrem und islamfeindlich eingestuften Organisation.

+++ 18.21 Uhr: Neue russische Regierung vorgestellt - Minister Lawrow bleibt +++

Der neue russische Regierungschef Michail Mischustin hat in Moskau im Beisein von Kremlchef Wladimir sein Kabinett vorgestellt. Demnach arbeiten Außenminister Sergej Lawrow, der seit fast 16 Jahren im Amt ist, und Verteidigungsminister Sergej Schoigu in der neuen Regierung weiter. Auch Innenminister Wladimir Kolokolzew bleibt. Zahlreiche Posten wurden aber neu besetzt.

Russland: "Die Regierung ist zurückgetreten. Welche Regierung?" – So reagieren russische Twitternutzer auf Medwedews Verkündung

In der vergangenen Woche war Dmitri Medwedew samt Kabinett zurückgetreten. Inmitten großer Unzufriedenheit der Menschen über die wirtschaftliche Lage im Land und mieser Umfragewerte hatte er den Schritt damit begründet, Präsident Putin freie Hand zu geben für die geplanten Reformen im Land. Dazu zählt auch eine Verfassungsänderung. Medwedew wird künftig an der Seite Putins stellvertretender Chef im russischen Sicherheitsrat.

+++ 18.15 Uhr: Junge Frau in den USA gesteht Tötung ihrer drei kleinen Kinder +++

Eine 22 Jahre alte Frau in den USA hat nach Polizeiangaben ihre drei kleinen Kinder umgebracht. Der drei Jahre alte Junge sowie eine zwei Jahre und eine sieben Monate alte Tochter seien tot im Haus der Frau entdeckt worden, teilte die Polizei in Phoenix im Bundesstaat Arizona mit. Die Mutter hatte zuerst angegeben, dass die Kinder krank gewesen seien. Danach habe sie aber gestanden, am Tod der drei schuld zu sein, so die Polizei. Die mutmaßliche Täterin wurde des dreifachen Mordes angeklagt. Nähere Details wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

+++ 17.43 Uhr: Mehr als 35 500 Mordopfer 2019 in Mexiko +++

In Mexiko sind nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr 35.588 Menschen Opfer von Morden geworden. Das teilte das Amt für öffentliche Sicherheit in seiner Kriminalitätsstatistik für 2019 mit. Darunter sind 1006 Frauen, die Opfer von sogenannten Femiziden - also wegen ihres Geschlechts umgebracht - wurden. Beide Zahlen stiegen im Vergleich zum Jahr davor. Die Zahlen werden im Laufe des Jahres aktualisiert und dann voraussichtlich noch höher ausfallen.

Es handelt sich um die höchste Zahl an Mordopfern, die das Amt je registrierte, seit es im Jahr 1997 begann, die vorläufigen Zahlen zu veröffentlichen. Es waren 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr - die Wachstumsrate sank damit aber deutlich. Im vergangenen Jahr lag sie noch bei 17 Prozent, im Jahr davor bei 28,6 Prozent. Nach endgültigen Zahlen gab es im Jahr 2018 knapp 36 000 Morde.

+++ 17.23 Uhr: Frankreich will bis 2035 mehrere AKW-Reaktoren vom Netz nehmen +++

Frankreich möchte bis 2035 mehrere Reaktoren in Atomkraftwerken vom Netz nehmen. Der Energiekonzern EDF habe vorgeschlagen, die Abschaltung von Reaktorpaaren an sieben Standorten zu prüfen, hieß es in Unterlagen des französischen Umweltministeriums, die am Montag als Teil des Energie-Fahrplans des Landes veröffentlicht wurden. 

Die Öffentlichkeit kann zu dem Projekt noch bis Ende Februar Kommentare einreichen. Den Unterlagen zufolge, sollte die Schließung von Reaktoren an den Standorten Blayais, Bugey, Chinon, Cruas, Dampierre, Gravelines und Tricastin überprüft werden. Da die Kernkraftwerke über jeweils mehr als zwei Reaktoren verfügen, würde der Schritt keine komplette Schließung der AKW bedeuten.

+++ 17.13 Uhr: Abschied von Manfred Stolpe — Hunderte bei Gedenkfeier +++

Brandenburg hat Abschied von seinem früheren Ministerpräsidenten Manfred Stolpe genommen. Zur Gedenkfeier des Landes in der Potsdamer Nikolaikirche kamen am Dienstag Hunderte Weggefährten und Bürger. Die Flaggen vor Landesbehörden wehten auf halbmast. Der SPD-Politiker war in der Nacht zum 29. Dezember im Alter von 83 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben.

Stolpe war von 1990 bis 2002 der erste Ministerpräsident Brandenburgs im wiedervereinten Deutschland, danach bis 2005 Bundesverkehrsminister. In den 1980er Jahren war er Konsistorialpräsident der Ostregion der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. Als Kirchenfunktionär hatte er Kontakte mit der Stasi. Die Leitung der evangelischen Kirche erklärte Mitte der 1990er Jahre nach einer Untersuchung, Stolpe sei ein Mann der Kirche und nicht der Stasi gewesen. Das Bundesverfassungsgericht entschied 2005, er sei nicht als Stasi-Mitarbeiter zu bezeichnen.

+++ 17.02 Uhr: Aktivisten: 15 Zivilisten bei Luftangriffen in Syrien getötet +++

Bei russischen Luftangriffen auf ein Rebellengebiet im Nordwesten Syriens sind Aktivisten zufolge mindestens 15 Zivilisten getötet worden, darunter zehn Kinder. Die Jets hätten unter anderem einen Ort westlich der Stadt Aleppo bombardiert, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. Dort sei eine achtköpfige Familie ums Leben gekommen. Die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete von 13 Toten. Die Zahl könne weiter steigen, da noch mehrere Verletzte unter Trümmern lägen.

+++ 16.49 Uhr: Weltkriegsbombe nahe Berliner Alexanderplatz gefunden +++

Mitten in Berlin soll noch am Dienstag eine Weltkriegsbombe entschärft werden. Wie die Polizei in der Hauptstadt mitteilte, wurde der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper auf einer Baustelle an der Grunerstraße in der Nähe des Alexanderplatzes gefunden. Die Details des weiteren Vorgehens und den Umfang des nötigen Absperrbereichs wollten die Einsatzkräfte nach Angaben einer Sprecherin der Polizei bei einer Besprechung am Dienstagnachmittag festlegen.

+++ 16.26 Uhr: Mario Draghi erhält Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland +++

Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird Draghi die Auszeichnung am 31. Januar im Berliner Schloss Bellevue verleihen, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Terminen des Staatsoberhaupts für die kommenden beiden Wochen hervorgeht. Weitere Angaben machte das Präsidialamt nicht.     Draghi stand acht Jahre lang an der Spitze der EZB mit Sitz in Frankfurt am Main. Seine Nachfolge trat Anfang November 2019 die Französin Christine Lagarde an. Der Italiener Draghi hinterließ ein streitbares Erbe: Er stand für die Rettung des Euros, aber auch für eine umstrittene ultralockere Geldpolitik.

+++ 16.13 Uhr: Priester nach Missbrauch aus Klerikerstand entlassen +++

Papst Franziskus hat einen 58 Jahre alten Priester, der im Bistum Würzburg wegen Kindesmissbrauchs aufgefallen war, aus dem Klerikerstand entlassen. Das gab das Bistum am Dienstag in Würzburg bekannt. Es handele sich um einen Priester der rumänischen griechisch-katholischen Diözese Oradea Mare. Er habe mehrere Jahre Dienst im Bistum Würzburg getan. Das Bistum bedauere zutiefst das schwere Leid, das Opfern und deren Familien widerfahren ist, heißt es in der Mitteilung der Diözese. Der Mann war in den Jahren 2000 bis 2002 als Pfarradministrator im Bistum Würzburg. Im Jahr 2002 soll es zum Missbrauch eines elfjährigen Jungen gekommen sein. Der Mann sei rechtskräftig von einem Amtsgericht zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. 2017 habe es dann einen weiteren Hinweis in einem österreichischen Kloster in den 1990er Jahren gegeben. 

2018 soll er im Ehrenamt Kontakt zu Kindern gehabt haben, obwohl ihm die Seelsorge eigentlich nicht mehr gestattet war. 2019 sei ein weiterer Verdacht aus den 1980er Jahren hinzugekommen. Würzburgs Bischof Franz Jung habe den Papst schließlich um die Entlassung des Mannes aus dem Klerus gebeten. Der Pontifex habe der Bitte mit Entscheidung vom 5. Dezember vergangenen Jahres stattgegeben.

+++ 15.53 Uhr: Merkel ruft zu Zivilcourage auf: "Nicht schweigen und wegschauen" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger aufgerufen, Zivilcourage zu zeigen. Bei der Eröffnung einer Ausstellung mit Porträts von Holocaust-Überlebenden sagte sie am Dienstag in Essen: "Und so ist auch jedes Porträt hier eine Mahnung an uns, für Menschlichkeit einzutreten, eine Mahnung, im Alltag eben nicht zu schweigen und wegzuschauen, wenn jemand angegriffen, gedemütigt und in seiner Würde verletzt wird." Die Menschenwürde zu achten und zu schützen sei die vornehmste Pflicht des Staates und "unser aller Verantwortung". Merkel sprach in Anwesenheit des Holocaust-Überlebenden Naftali Fürst (87), der am Morgen mit einer Maschine der Luftwaffe aus Tel Aviv nach Deutschland geflogen worden war. 

+++ 15.36 Uhr: Berliner Verkehrssenatorin will Diesel und Benziner aus Innenstadt verbannen +++

Die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) will Autos mit Diesel- und Benzinmotoren binnen zehn Jahren aus der Innenstadt verbannen. Ab dem Jahr 2030 sollten Pkw mit Verbrennungsmotoren auf fossiler Basis in der Umweltzone möglichst ausgeschlossen werden, heißt es in der Senatsvorlage, die AFP am Dienstag vorlag. Ab 2035 soll das Verbot dann von dem Gebiet innerhalb des S-Bahn-Rings auf die gesamte Stadt ausgeweitet werden.

+++ 15.27 Uhr: EU investiert Millionen in die Raumfahrt +++

Die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB) stecken 200 Millionen Euro in die europäische Raumfahrt. Während der 12. Europäischen Raumfahrtkonferenz in Brüssel habe die EIB mit der ArianeGroup ein Darlehen über 100 Millionen Euro für das neue Ariane-6-Raketenprogramm unterzeichnet, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

Mit dem Europäischen Investmentfonds habe die Kommission zudem ein 100-Millionen-Euro-Programm gestartet, das kleinen und mittleren Unternehmen in der Branche zu den nötigen Finanzmitteln verhelfen soll. Die EU-Unterstützung erlaube es der EIB und dem Investitionsfonds, in risikovollere Geschäfte zu investieren und weitere öffentliche und private Investitionen einzubinden, erklärte Forschungskommissarin Mariya Gabriel.

+++ 15.14 Uhr: Vier Tote in Spanien durch Sturmtief "Gloria" — Schulen geschlossen +++

Das Sturmtief "Gloria" mit starken Winden, eisigen Temperaturen und heftigen Schneefällen hat Teile Spaniens weiterhin fest im Griff. Betroffen war seit dem Wochenende vor allem der Osten des Landes. Insgesamt vier Menschen sind der Kaltfront bereits zum Opfer gefallen, wie die Nachrichtenagentur Europa Press am Dienstag berichtete. Erst ab der Wochenmitte sollte das Sturmtief abflauen.

+++ 15.02 Uhr: Erdgasstreit um Zypern: Türkisches Schiff startet neue Probebohrungen +++

Die Türkei hat nach einem Medienbericht ihre unbefugten Ergasbohrungen vor Zypern fortgesetzt. Ein türkisches Bohrschiff, die "Yavuz", führe seit einigen Tagen Bohrungen auf dem Meeresgrund  südlich der zyprischen Hafenstadt Limassol durch, berichtete die zyprische Zeitung "Phileleftheros" am Dienstag. Es sei die sechste unbefugte Bohrung nach Erdgas, die die Türkei in der zyprischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) durchführt, berichtete das Blatt.

Die zyprische Regierung hat für das gleiche Gebiet bereits Lizenzen an die italienischen und französischen Energieunternehmen Eni und Total vergeben. Die Regierung in Nikosia bezeichnete die Aktionen Ankaras jüngst als "Piraterie". Auch die EU hat die Handlungen der Türkei wiederholt verurteilt und erste Sanktionen verhängt. Unter anderem wurden am Wochenende wegen der unbefugten Bohrungen der Türkei vor Zypern die Vorbeitrittshilfen der EU für Ankara gekürzt.

+++ 14.36 Uhr: Behörden wappnen sich weiter gegen Afrikanische Schweinepest +++

Die deutschen Behörden wappnen sich weiter gegen die Afrikanische Schweinepest. Konkret sollen im Fall eines Ausbruchs in Deutschland in einem größeren Radius Zäune und andere Barrieren aufgestellt werden können, die Wildschweine aufhalten sollen. Dafür wird derzeit eine entsprechende Verordnung erweitert, wie das Bundesagrarministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Beschließen muss sie dann noch der Bundesrat. Solche Sperrbereiche um Fundorte von Tierkadavern mit dem Virus legen Behörden vor Ort fest.

Zuletzt war in Polen 21 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt ein an der Schweinepest gestorbenes Wildschwein gefunden worden. Brandenburg hat wegen der grenznahen Fälle schon einen 120 Kilometer langen Schutzzaun errichtet. Auch in Sachsen starteten Arbeiten.

+++ 14.17 Uhr: Gericht: Italienischer Diplomat schmuggelte Artefakte aus Ägypten +++

Weil er fast 200 historische Artefakte und mehr als 21.000 Münzen aus Ägypten schmuggelte, ist ein früherer italienischer Diplomat zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Strafgericht in Kairo verhängte das Urteil gegen Italiens früheren Honorarkonsul für Luxor, Ladislav Otakar Skakal, am Dienstag in dessen Abwesenheit. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass er in Luxor — bekannt für seine Vielzahl antiker kultureller Stätten und beliebtes Touristenziel — mit drei Ägyptern an illegalen Ausgrabungen beteiligt war. 

Für den Schmuggel machte der Honorarkonsul sich die Privilegien seines Ehrenamts zunutze: In diplomatischen Containern ließ er die Artefakte von Alexandria aus nach Italien verschiffen. Behörden in der italienischen Hafenstadt Salerno entdeckten die Ware. 

+++ 14.03 Uhr: Wrack der "Titanic" unter besonderem Schutz von Großbritannien und den USA +++

Das Wrack der vor mehr als hundert Jahren gesunkenen "Titanic" steht von nun an unter dem besonderen Schutz von Großbritannien und den USA. Am Dienstag trat ein Abkommen zwischen beiden Ländern in Kraft, das den Zugang von Forschern und Touristen zu den weitestgehend intakten Überresten des Schiffs in internationalen Gewässern im Atlantischen Ozean begrenzen soll, wie die zuständige britische Ministerin Nusrat Ghani mitteilte.    

Das Wrack solle mit "Sensibilität und Respekt" gegenüber den 1500 Toten geschützt werden, betonte sie. Es gibt wachsende Sorgen, dass Besucher Artefakte entwenden, Müll hinterlassen oder unerlaubt Plaketten im Gedenken an die Opfer des Untergangs anbringen. Bislang war die "Titanic" nur durch eine Konvention der UN-Kulturorganisation Unesco geschützt. Großbritannien hatte den Vertrag mit den USA zum Schutz des Schiffes bereits 2003 unterzeichnet. Dieser wurde allerdings erst im November auch von den USA ratifiziert und kann deshalb erst jetzt in Kraft treten.    

Die "Titanic" war am 10. April 1912 von Southampton aus in Richtung New York ausgelaufen. Fünf Tage später stieß das Schiff mit einem Eisberg zusammen, brach auseinander und sank. Von den mehr als 2200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord kamen knapp 1500 bei der Tragödie ums Leben. Das Wrack wurde 1985 rund 650 Kilometer vor der kanadischen Küste entdeckt.

+++ 13.41 Uhr: Polizei sucht verschollene Migranten an belgischer Küste +++

Acht verschollene Migranten sucht die Polizei an der belgischen und nahen französischen Kanalküste. Sie sollen mit anderen ein Boot zur Überfahrt nach Großbritannien bestiegen haben. Sechs Flüchtlinge seien am Dienstag gefunden und festgenommen worden, nachdem sie bei De Panne in See gestochen waren, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Polizei.

Zunächst hatte die Polizei demnach einen Hinweis auf einen unterkühlten Migranten im Eingang eines Gebäudes bekommen. Sie habe sofort eine Suche an der Küste gestartet. Der unterkühlte Mann habe gesagt, er sei mit 13 anderen Flüchtlingen in das Boot gestiegen. Fünf weitere Menschen fand die Polizei später in einem Bus nach Frankreich. Unter den acht noch Vermissten seien vermutlich auch zwei Minderjährige. "Das konnten wir anhand der Kleidung feststellen, die wir gefunden haben", erklärte die Polizei.

+++ 13.01 Uhr: Isolierte Familie: Vater hielt Kinder auf Hof "psychisch gefangen" +++

Der Vater, der mit seiner Familie isoliert auf einem niederländischen Bauernhof lebte, hat der Anklage zufolge seine sechs Kinder über Jahre hinweg misshandelt. Der Niederländer Gerrit Jan van D. (67) habe sie neun Jahre lang "psychisch gefangen gehalten", erklärte Staatsanwältin Diana Roggen am Dienstag in Assen vor Gericht. "Es sind Straftaten gegen Kinder in einer extrem abhängigen Situation." 

Gut drei Monate nach Entdeckung der Familie auf dem Hof im ostniederländischen Dorf Ruinerwold wurde der bizarre Fall jetzt erstmals dem Gericht vorgelegt. Der Vater sowie der Österreicher Josef B. (58), der den Hof gemietet hatte, werden der Freiheitsberaubung und Geldwäsche beschuldigt. Der nach einem Schlaganfall gelähmte Gerrit Jan van D. erschien nicht vor Gericht.

+++ 12.43 Uhr: Schnee und Überschwemmungen — "Gloria" zieht über Südfrankreich +++

Heftiger Regen und Schnee haben in Süden Frankreichs Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen verursacht. Das Sturmtief "Gloria" zog seit Montagabend über das Département Pyrénées-Orientales an der spanischen Grenze. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt, wie die zuständige Präfektur am Dienstag mitteilte. Die Behörden warnen vor Überschwemmungen und Glätte. Medienberichten nach waren Tausende Haushalte ohne Strom, mancherorts gab es Erdrutsche. In der Region herrschte die zweithöchste Alarmstufe. Nach Angaben des französischen Wetterdiensts wird in Höhenlagen ab 500 Metern mit "erheblichen Schneemengen" gerechnet, in den Ebenen wird noch bis Donnerstag heftiger Regen erwartet.

+++ 12.17 Uhr: Spielbanken in Deutschland legen deutlich zu +++

Die staatlich konzessionierten Spielbanken in Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Besucher angezogen und Geld eingenommen. 6,4 Millionen Spieler sorgten 2019 an Automaten und Tischen für ein Plus beim Bruttospielertrag (BSE) von 25,6 Prozent auf mehr als 860 Millionen Euro, teilte der Vorstandschef des Deutschen Spielbankenverbandes, Otto Wulferding, in Baden-Baden mit. Der BSE gibt die Differenz zwischen den Einsätzen und den Gewinnen der Spieler an und entspricht dem Umsatz. 2018 waren rund 5,7 Millionen Besucher in die Casinos gekommen.

+++ 12.13 Uhr: Tod des kleinen Julen: Finca-Besitzer zu Bewährungsstrafe verurteilt +++

Die juristische Aufarbeitung der Tragödie um den in einem südspanischen Brunnenschacht gestorbenen zweijährigen Julen ist abgeschlossen: Der einzige Angeklagte in dem Fall - der Finca-Besitzer, auf dessen Grundstück das Unglück im Januar 2019 passierte - ist zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung und zu Schadenersatzzahlungen verurteilt worden. Das zuständige Gericht in Málaga bestätigte damit eine außergerichtliche Einigung, die die Anwälte des Mannes am Montag mit der Nebenklage erreicht hatte, die die Eltern Julens vertrat.

+++ 12.11 Uhr: "hart aber fair": Frank Plasberg fällt lange aus – Susan Link moderiert +++

Die Talk-Sendung "hart aber fair" wird für einige Ausgaben vertretungsweise von Susan Link moderiert. Der Grund: Moderator Frank Plasberg leidet an einem temporären Ausfall des rechten Gleichgewichtsorgans. Das Ohr war durch ein lange zurückliegendes Knalltrauma vorgeschädigt. Die Ärzte haben ihm deshalb Ruhe verordnet. Die Zuschauer kennen Susan Link unter anderem als Moderatorin des "ARD-Morgenmagazins" und der WDR-Talkshow "Kölner Treff".

+++ 12.10 Uhr: Weltkriegsbombe in Köln entschärft — Sperrungen aufgehoben +++

Die am Kölner Rheinufer gefundene Weltkriegsbombe ist entschärft. "Um 11.53 Uhr meldeten die Sprengstoffexperten dem Ordnungsamt Entwarnung. Von der Weltkriegsbombe mit einem Aufschlagzünder geht keine Gefahr mehr aus", teilte die Stadt mit. Der Blindgänger werde nun verladen, in einem spezialisierten Fachbetrieb zerlegt und entsorgt. Alle Sperrungen könnten nun aufgehoben werden, die rund 10.000 betroffenen Beschäftigten verschiedener Firmen könnten zurück an den Arbeitsplatz.

+++ 12.05 Uhr: Erster Nachweis der neuartigen Lungenkrankheit in Taiwan  +++

Die Gesundheitsbehörden in Taiwan haben erstmals eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus aus China gemeldet. Betroffen sei eine etwa 50-jährige Taiwanesin, die in der zentralchinesischen Stadt Wuhan gearbeitet habe und von dort zurück nach Taiwan geflogen sei. Laut der Mitteilung wurde die Frau direkt nach ihrer Ankunft in ein Krankenhaus gebracht und unter Quarantäne gestellt. In Wuhan hatte die Infektionswelle im Dezember ihren Ursprung gehabt, noch immer werden die allermeisten Fälle dort erfasst.

+++ 11.56 Uhr: Teilerfolg für Künast nach umstrittenem Gerichtsurteil zu Beleidigungen +++

Die Grünen-Politikerin Renate Künast hat nach einem umstrittenen Gerichtsurteil zu Beleidigungen gegen sie doch noch einen Teilerfolg errungen. Sechs von 22 Nutzerkommentaren auf Facebook enthielten "jeweils einen rechtswidrigen Inhalt im Sinne einer Beleidigung", wie das Berliner Landgericht mitteilte. Im ursprünglichen Urteil vom September hatte das Gericht bei keinem der Kommentare Rechtsverstöße erkannt.

Auslöser war ein Facebook-Post zu einer Äußerung Künasts aus dem Jahr 1986 im Berliner Abgeordnetenhaus zum Thema Sex mit Kindern. Unbekannte überzogen Künast unter dem Facebook-Post mit einer ganzen Serie übelster Beschimpfungen. Das Landgericht Berlin urteilte am 9. September, die Kommentare bewegten sich "haarscharf an der Grenze des von der Antragstellerin noch Hinnehmbaren".

Die Bundestagsabgeordnete legte daraufhin Beschwerde ein. Infolgedessen untersuchte die Zivilkammer die Kommentare noch einmal und gab Künast nun in sechs Fällen recht. Diese Kommentare hätten einen "ehrherabsetzenden Inhalt, der aus der Sicht des unbefangenen Durchschnittslesers als gezielter Angriff auf die Ehre der Antragstellerin erscheine und sich auch in der persönlichen Herabsetzung der Antragstellerin erschöpfe", hieß es nun.

+++ 11.55 Uhr: Zwei Drittel der Äpfel in Deutschland aus heimischem Anbau +++

Zwei Drittel der in Deutschland angebotenen Äpfel kommen aus heimischem Anbau. Im Jahr 2018 lag der Anteil bei 67 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Insgesamt ernteten die deutschen Apfelbauern demnach in dem Jahr eine Rekordmenge von 1,2 Millionen Tonnen. Rund 67.000 Tonnen wurden 2018 ins Ausland exportiert - nach Deutschland eingeführt wurden rund 658.000 Tonnen Äpfel.

+++ 11.47 Uhr: Australisches Gericht urteilt: Trivago führt Kunden in die Irre +++

Verbraucherschützer in Australien haben dem Hotelvergleichsportals Trivago vorgeworfen, seine Kunden zu täuschen. Sie verlangen dafür eine Strafe in Millionen-Dollar-Höhe, nachdem ein Gericht zu ihren Gunsten entschieden hatte. Kern der Vorwürfe: Das Internetportal biete nicht die günstigsten Hotels an, sondern empfehle die Hotels je nachdem, wer am meisten zahle. 

Trivagos Verhalten sei "besonders ungeheuerlich", sagte der Chef der Verbraucherschutzorganisation ACCC, Rod Sims. Er verwies dabei auf eine Entscheidung des Bundesgerichts. Diese solle anderen Unternehmen eine Warnung sein. "Wir wollen an Trivago und andere die Botschaft senden, Verbraucher nicht zu täuschen und Verbraucher nicht mehr zahlen zu lassen als sie müssten", sagt Sims vor Journalisten. Die Webseite von Trivago biete entgegen dem Eindruck, den sie erwecke, kein unparteiisches, objektives und transparentes Preisvergleichs-System, erklärte Richter Mark Moshinsky am Montag. "Die Tatsache, das Trivago von den Onlinebuchungs-Seiten bezahlt wurde, wurde nicht deutlich gemacht." Der Fall soll für eine Entscheidung erneut vor Gericht kommen. Wann, ist noch offen.

+++ 11.31 Uhr: Iranische Ermittler bestätigen Abschuss zweier Raketen auf ukrainische Maschine +++

Ein erster iranischer Ermittlungsbericht hat den Abschuss von zwei Raketen auf die ukrainische Passagiermaschine bestätigt. Zwei Raketen vom Typ TOR-M1 seien "in Richtung" des Flugzeugs abgefeuert worden, hieß es in dem Bericht, den die Luftfahrtbehörde in der Nacht zum Dienstag auf ihrer Internetseite veröffentlichte. Sie räumte zugleich ein, dass der Iran die Flugschreiber ohne ausländische Unterstützung nicht auswerten kann.

US-Medien hatten bereits vor Tagen berichtet, die Maschine sei von zwei iranischen Raketen getroffen worden. Die "New York Times" veröffentlichte unter anderem Videomaterial, das den Angaben zufolge zeigt, dass zwei Projektile auf das Flugzeug abgegeben worden seien. TOR-M1 sind Boden-Luft-Raketen mit einer Kurzstrecken-Reichweite. Sie wurden in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt, um Flugzeuge oder Marschflugkörper abzuschießen.

+++ 11.22 Uhr: Philippinen: Mehr als 235.000 Menschen auf der Flucht vor Vulkan +++

Der Vulkan in der Nähe der philippinischen Hauptstadt Manila bleibt gefährlich. Mehr als eine Woche nach dem ersten Ausbruch hat er fast eine Viertelmillion Menschen in die Flucht getrieben. Das staatliche seismologische Institut Phivolcs teilte mit, es gelte für den Taal weiter die zweithöchste Warnstufe, solange eine gefährliche Explosion möglich sei. Es habe den Anschein, dass der Vulkan weniger aktiv sei, aber das heiße nicht, dass die Gefahr vorbei sei, sagte die Phivolcs-Expertin Maria Antonia Bornas. 

Philippinen: Die graue Apokalypse: Der Vulkan Taal speit Asche und Lava auf die Menschen
Der Vulkan Taal auf den Philippinen hat die Landschaft unter einen Grauschleier gelegt, die Menschen flüchten. Eine Frau trägt in dem Ort Boso-Boso eine Statue des Jesuskindes in Sicherheit.

Der Vulkan Taal auf den Philippinen hat die Landschaft unter einen Grauschleier gelegt, die Menschen flüchten. Eine Frau trägt in dem Ort Boso-Boso eine Statue des Jesuskindes in Sicherheit.

DPA

+++ 11.22 Uhr: Zahl der Toten durch Lungenkrankheit in China steigt auf sechs +++

Die neue Lungenkrankheit in China hat zwei weitere Patienten das Leben gekostet. Das teilte die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Metropole Wuhan mit. Damit sind nun sechs Todesfälle seit dem Ausbruch der Krankheit im Dezember bestätigt. Wie der staatliche Sender CCTV berichtete, stieg die Zahl der bestätigten Infektionen um 77 Patienten auf 291. 

+++ 11.01 Uhr: Polizei ermittelt nach Zugunfall in Frankfurt gegen Lokführer +++

Nach einem Zugunfall im Frankfurter Hauptbahnhof mit fünf Verletzten hat die Bundespolizei Ermittlungen gegen den Lokführer aufgenommen. Die Beamten vermuten einen Fahrfehler als Unfallursache und werfen dem Fahrer des Regionalexpresses eine Gefährdung des Bahnverkehrs vor. Einen technischen Defekt schloss die Bundespolizei nach Angaben eines Sprechers zunächst aus.

+++ 10.50 Uhr: 10.000 Beschäftigte von Bombenentschärfung in Köln betroffen +++

Rund 10.000 Beschäftigte müssen wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Köln vorübergehend ihre Arbeitsplätze verlassen. Das sagte eine Sprecherin der Stadt Köln der Deutschen Presse-Agentur. Die Bombe liegt am rechten Rheinufer in einer Gegend mit vielen Firmenzentralen. Die Bombe sei durch Zufall bei Bauarbeiten gefunden worden. "Wir haben eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe mit einem Aufschlagzünder, das ist auf jeden Fall schon sicher, und der muss dann halt entschärft werden", sagte die Sprecherin in dem ntv-Interview.

+++ 10.48 Uhr: Regisseur Urs Egger mit 66 Jahren gestorben +++

Der Schweizer Regisseur Urs Egger ist tot. Egger starb am Samstag in Berlin nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren, wie ein Freund der Familie bestätigte. Der in Bern geborene Egger lebte in Berlin. Der Regisseur zahlreicher Fernsehfilme war zuletzt mit seiner Produktion "Das Wunder von Wörgl" für den Grimme-Preis nominiert.

Auch das ZDF verwies auf zahlreiche erfolgreiche Fernsehfilme und Mehrteiler. "Urs Egger war eine wichtige Säule unseres Fiktion-Programms im ZDF, und er beherrschte souverän die große Bandbreite der Genres von Krimi, über Komödie bis zum Drama. Die Zuschauer liebten seine Filme", sagte ZDF-Fernsehfilm-Chef Frank Zervos in einer Mitteilung.

+++ 10.17 Uhr: Charité-Experte: Auch in Deutschland mit Fällen von neuem Coronavirus zu rechnen +++

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Teilen Asiens rechnet ein Experte der Berliner Charité auch mit Fällen hierzulande. "Wir müssen damit rechnen, dass wir Fälle nach Deutschland bekommen und wir müssen uns im gesamten Gesundheitssystem darauf vorbereiten", sagte der Virologe Christian Drosten am Dienstag im Deutschlandfunk.

Die Krankenhäuser in Deutschland müssten jetzt über die Behandlung solcher Patienten nachdenken, die teils isoliert werden oder auf Intensivstationen aufgenommen werden müssten, wo Behandlungsplätze ohnehin immer rar seien. Die Charité habe bereits "alle Testsysteme hoch gefahren", um eine Infektion mit dem neuen Coronavirus bei Bedarf schnell nachweisen zu können.

+++ 09.53 Uhr: Verbraucher wählen Mirácoli zur "Mogelpackung des Jahres" +++

Verbraucher haben das Nudelfertiggericht Mirácoli zur "Mogelpackung des Jahres 2019" gewählt. Mehr als ein Drittel von insgesamt 43.044 abgegebenen Stimmen ging der Verbraucherzentrale Hamburg zufolge an das Produkt von Mars, das seit vergangenem Jahr ohne Käse verkauft wird.

+++ 09.47 Uhr: Greta Thunberg fordert in Davos mehr Anstrengungen im Kampf gegen Klimawandel +++

Im Kampf gegen den Klimawandel ist nach Ansicht der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg bislang "nichts getan" worden. "Wir kämpfen alle für die Umwelt und das Klima", sagte Thunberg zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos. Aus "übergeordneter Perspektive betrachtet" sei allerdings bisher "im Grunde nichts getan" worden. Es sei "viel mehr" nötig. "Das ist erst der Anfang", mahnte die junge Klimaaktivistin.

+++ 08.32 Uhr: Polizei: Mann rast wohl absichtlich in Auto mit Teenagern — drei Tote +++

Ein Mann in den USA ist Ermittlern zufolge wohl absichtlich mit seinem Auto in ein Fahrzeug mit sechs Teenagern gerast - drei Insassen starben. Der 18 Jahre alte Fahrer des gerammten Wagens habe bei dem Aufprall auf einer Straße nahe der Stadt Corona in Südkalifornien die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sei gegen einen Baum gefahren, berichteten örtliche Medien am Montag (Ortszeit). Der 42 Jahre alte mutmaßliche Verursacher des Unfalls sei festgenommen worden. Die Polizei wirft ihm den Angaben zufolge Mord in drei Fällen sowie versuchten Mord in drei weiteren Fällen vor.

Einer der Teenager sei noch an der Unfallstelle gestorben. Zwei weitere erlagen demnach später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die anderen drei Jugendlichen seien nicht lebensbedrohlich verletzt.

+++ 08.32 Uhr: Ex-Interpol-Chef Meng in China zu 13 Jahren Haft verurteilt +++

Der frühere Interpol-Chef Meng Hongwei ist in China wegen Korruption zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Tianjin verhängte neben der Haftstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten eine Geldstrafe von zwei Millionen Yuan (260.000 Euro). Meng Hongwei war im September 2018 während eines Besuchs in China verschwunden, später wurde er der Korruption beschuldigt.

+++ 08.00 Uhr: Mordrate in Mexiko 2019 so hoch wie noch nie seit Beginn der Zählung +++

In Mexiko hat es 2019 so viele Mordfälle gegeben wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1997. Insgesamt seien knapp 35.000 Morde im vergangenen Jahr registriert worden, teilten die Behörden am Montag mit. Mit fast 3000 Fällen seien die meisten Menschen im Monat Juni getötet worden. Die Mordrate des Gesamtjahres entspricht demnach 95 Morden pro Tag.

Die Behörden machten keine Angaben dazu, wie viele Fälle in Verbindung zur organisierten Kriminalität stehen. Die Gewalt in dem Land hat seit dem Jahr 2006 massiv zugenommen. Damals startete die Regierung eine umstrittene Militäroffensive gegen Drogenkartelle. Seither wurden fast 275.000 Menschen in Mexiko getötet. 2018 hatte es landesweit gut 33.700 Morde gegeben.

+++ 07.53 Uhr: Elf Menschen sterben in Sibirien bei Brand in Holzhaus +++

Bei einem Brand in einem Holzhaus sind in Sibirien mindestens elf Menschen getötet worden. Das Feuer sei am frühen Morgen aus noch unbekannter Ursache in dem einstöckigen Gebäude in einem Dorf östlich der Großstadt Tomsk ausgebrochen, teilte der Zivilschutz der Region mit. Als die Feuerwehr eingetroffen sei, habe das Haus bereits lichterloh gebrannt. Nur zwei Menschen konnten sich aus dem Gebäude befreien. Bei den Opfern soll es sich Medienberichten zufolge vor allem um Gastarbeiter aus dem zentralasiatischen Usbekistan handeln. Eine elektrische Störung könnte zu dem Brand geführt haben, hieß es.

+++ 06.51 Uhr: UN-Sondergesandter Salamé spricht sich gegen Friedenstruppe in Libyen aus +++

Der UN-Sondergesandte für Libyen Ghassan Salamé hat sich gegen eine internationale Friedenstruppe für das nordafrikanische Land ausgesprochen. "Es gibt in Libyen keine Akzeptanz für ausländische Truppen", sagte Salamé der "Welt". Er sehe zudem in der internationalen Gemeinschaft "auch nicht die Bereitschaft, Truppen zu entsenden". Er strebe deshalb diese Option nicht an. Wichtiger sei es, die derzeitige Waffenruhe in einen dauerhaften Waffenstillstand zu überführen, betonte der UN-Sondergesandte. Dafür seien aber keine Blauhelme nötig, sondern nur eine kleine Zahl von Militärbeobachtern.

+++ 06.26 Uhr: Tiere in Australien bekommen Futter aus der Luft +++

Um die von den Buschbränden betroffenen Tiere wie etwa die Kängurus zu versorgen, wollen Helfer in Australien wieder Futter aus der Luft abwerfen. Im Bundesstaat Victoria wurde mit einem Kontrollflug ermittelt, wo dies derzeit am wichtigsten ist. Auch am Boden wollten die Hilfsteams den Tieren Nahrung bringen. "Dieser gezielte Ansatz bedeutet, dass das Futter in die Gegenden geht, wo es den meisten Nutzen für unsere Känguru-Arten hat", teilte die Umweltministerin von Victoria, Lily D'Ambrosio, mit. In New South Wales gab es bereits vergangene Woche eine ähnliche Aktion: Helfer warfen für die Wallabys Karotten und Süßkartoffeln aus der Luft ab. Seit Monaten wüten vor allem im Südosten des Kontinents heftige Buschbrände.

+++ 05.06 Uhr: Münchner benötigen die höchste Baufinanzierung +++

Für die Finanzierung einer Wohnimmobilie brauchen Münchner das meiste Geld: Im Schnitt benötigen sie 539.000 Euro "für den Kauf oder Bau eines Hauses oder einer Eigentumswohnung", wie das Vergleichsportal "Check24" nach einer Auswertung aller 2019 angefragten Baufinanzierungen mitteilte. Bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 97 Quadratmetern in München ergibt sich demnach ein Preis von knapp 5600 Euro pro Quadratmeter.

Unter den 20 größten deutschen Städten ist die Finanzierung der eigenen vier Wände der Auswertung zufolge in Duisburg am günstigsten: Hier benötigten die Kunden des Vergleichsportals im vergangenen Jahr durchschnittlich 242.000 Euro - für 152 Quadratmeter Wohnfläche.

+++ 03.47 Uhr: Thüringer CDU-Chef fordert Verschiebung von Ministerpräsidenten-Wahl +++

Der Thüringer CDU-Chef Mike Mohring fordert wegen Verfassungsfragen die Verschiebung der Wahl des Ministerpräsidenten. Über die Regeln bei der Wahl müsse noch vor der Landtagsabstimmung Rechtssicherheit geschaffen werden, sagte Mohring den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Diese Klärung dürfe "nicht im Nachhinein dem Thüringer Verfassungsgericht überlassen" werden.

Mohrings Forderung bezieht sich auf die Frage, ob im dritten Wahlgang nur die Ja-Stimmen zählen oder eine relative Mehrheit unter Einbezug der Nein-Stimmen erforderlich ist. In Thüringen ist eine rot-rot-grüne Minderheitsregierung geplant, die vom bisherigen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) angeführt werden soll. Die Linke strebt seine Wiederwahl durch den Landtag für Anfang Februar an.

+++ 03.01 Uhr: Lungenkrankheit breitet sich aus - weiterer Todesfall in China +++

In China hat eine neuartige Lungenkrankheit einem weiteren Patienten das Leben gekostet. Wie die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Metropole Wuhan mitteilte, starb ein 89-jähriger Mann, der mit dem Coronavirus infiziert war, bereits am Sonntag im Krankenhaus. Damit sind seit dem Ausbruch der Krankheit vier Todesfälle in China bestätigt. Zudem wurde das Virus bei mindestens 15 Krankenhausangestellten in Wuhan nachgewiesen, wo das Virus Ende Dezember ausgebrochen war. Demnach gibt es unter den medizinischen Angestellten einen weiteren Verdachtsfall. Am Montag hatten die Behörden erstmals mitgeteilt, dass Pflegepersonal betroffen ist und die Übertragbarkeit des Erregers von Mensch zu Mensch bestätigt.

+++ 02.25 Uhr: Zahl der Menschen mit mehreren Jobs nimmt zu +++

In Deutschland arbeitet eine wachsende Zahl von Menschen gleichzeitig in mehreren Jobs. Laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit gab es Ende Juni 2019 bundesweit 3,538 Millionen Multi-Jobber, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Das waren 3,62 Prozent mehr als Ende Juni 2018, als noch 3,414 Millionen Menschen mehrere Jobs zugleich hatten. Im Jahr 2004 hatte es nur 1,86 Millionen Mehrfachbeschäftigte gegeben.

mis / ivi / kng / fs / dpa / AFP