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News des Tages: Bericht: Nord- und Südkorea wollen Friedensvertrag abschließen

Bericht: Nord- und Südkorea wollen Friedensvertrag abschließen +++ Markus Anfang neuer Köln-Trainer +++ 15-Jähriger bei Schlägerei in Passau getötet +++ Razzia gegen Rechtsextremisten +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Südkoreanische Soldaten patrouillieren an der Grenze zu Nordkorea

Südkoreanische Soldaten patrouillieren an der Grenze zu Nordkorea

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Bericht: Nord- und Südkorea planen Friedensvertrag (17.26 Uhr)
  • Fanzug-Verdächtiger ist verurteilter Vergewaltiger (14.36 Uhr)
  • 15-Jähriger stirbt nach Schlägerei in Passau (12.08 Uhr)
  • Razzia gegen Rechtsextreme in drei Bundesländern (10.36 Uhr)
  • Medienbericht: Deutscher in Türkei festgenommen (7.22 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.25 Uhr: Starbucks schließt US-Filialen für Anti-Rassismus-Training +++

Starbucks schließt als Reaktion auf die unberechtigte Festnahme von zwei Afroamerikanern in einer seiner Filialen für einen halben Tag alle seine Cafés in den USA. Die mehr als 8000 Filialen im Land blieben am Nachmittag des 29. Mai geschlossen, um sämtliche 175.000 Mitarbeiter in dieser Zeit ein Training gegen "rassistische Vorurteile" und Diskriminierung absolvieren zu lassen, teilte Starbucks-Chef Kevin Johnson mit. 

Johnson hatte sich bereits am Sonntag für den Vorfall in Philadelphia entschuldigt, der eine Welle der Empörung ausgelöst hatte. Die Afroamerikaner waren von Beamten in Handschellen abgeführt worden, nachdem ein Angestellter die Polizei angerufen hatte. Er warf den beiden Männern nach Polizei-Angaben Hausfriedensbruch vor, weil sie nichts bestellt hatten.  

+++ 20 Uhr: Mehr Geld für öffentlichen Dienst in drei Stufen geplant +++

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen sollen nach einem vorläufigen Tarifergebnis mehr Einkommen in drei Stufen erhalten. Rückwirkend zum 1. März 2018 soll es im Schnitt 3,19 Prozent mehr geben, zum 1. April 2019 3,09 Prozent mehr und zum 1. März 2020 weitere 1,06 Prozent, wie die Deutsche Presse-Agentur und der WDR erfuhren. Die Gremien von Arbeitgebern und Gewerkschaften mussten dem Ergebnis am Abend noch zustimmen.

+++ 17.59 Uhr: Polizei weist Kritik nach Todesschüssen in Fulda zurück +++

Nach den tödlichen Polizei-Schüssen auf einen gewalttätigen Flüchtling in Fulda hat der Polizeipräsident Kritik am Vorgehen der Beamten zurückgewiesen. "In der öffentlichen Diskussion und in den sozialen Netzwerken verschaffen sich auch Stimmen Gehör, die der Polizei schwerwiegende Vorwürfe machen. Ich sehe dies nicht so und verurteile die Art und Weise von vorschnellen und undifferenzierten Urteilen über das Handeln der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen", sagte Günther Voß. "Ich habe bisher keinen Zweifel an dem rechtmäßigen Handeln der eingesetzten Kräfte."

Bei einem Polizeieinsatz war am Freitag ein 19-jähriger Flüchtling aus Afghanistan erschossen worden. Er hatte erst vor einer noch für Kunden geschlossenen Bäckerei randaliert und einen Lieferfahrer mit einem Stein schwer am Kopf verletzt. Als er auch zur Hilfe gerufenen Beamte mit Steinen und einem Schlagstock attackierte, wurde er von einem Beamten erschossen. Das Landeskriminalamt ermittelt.

Nach dem Einsatz wurde die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes in Frage gestellt. Kritik kam unter anderem von der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen.

+++ 17.39 Uhr: Lebenslänglich für 28 Soldaten in der Türkei +++

Im Zusammenhang mit dem Putschversuch vom Juli 2016 in der Türkei sind 28 Soldaten zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Die Urteile seien in drei verschiedenen Prozessen in Istanbul und den Provinzen Mus und Sirnak gesprochen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Soldaten seien unter anderem für den Versuch, die verfassungsmäßige Ordnung aufzuheben verurteilt worden.

+++ 17.26 Uhr: Bericht: Nord- und Südkorea planen Friedensvertrag +++

68 Jahre nach dem Ausbruch des Koreakrieges berichtet eine südkoranische Zeitung laut US-Sender CNBC über den bevorstehenden Abschluss eines Friedensvertrages zwischen Nord- und Südkorea. Dieser soll dem Bericht zufolge beim Treffen der beiden Staatsoberhäupter Kim Jong-un (Nordkorea) und Moon Jae-in (Südkorea) am 27. April zum Thema werden. Die Zeitung "Munhwa Ilbo" berufe sich bei ihren Angaben auf einen südkoreanischen Beamten, berichtet CNBC. Eine offizielle Erklärung der beiden Staaten gibt es nicht.

Der Koreakrieg führte zur Teilung des Landes in den kommunistischen Norden und den kapitalistischen Süden. Bislang gibt es lediglich ein Waffenstillstandsabkommen zwischen den beiden Ländern.

+++ 16.48 Uhr: Forscher stellen zufällig Plastik fressendes Enzym her +++

Durch Zufall haben Forscher aus den USA und Großbritannien ein Plastik zerstörendes Enzym geschaffen, welches das Problem der Vermüllung beheben könnte. Die Wissenschaftler der britischen Universität Portsmouth und des Labors für erneuerbare Energien des US-Energieministeriums hatten ein in Japan entdecktes Bakterium untersucht, welches den Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) "frisst", aus dem viele Plastikflaschen hergestellt sind. Das US-britische Forscherteam wollte untersuchen, wie eines der Enzyme des Bakteriums, das PETase, funktioniert. "Aber sie sind etwas weiter gegangen und haben aus Versehen ein Enzym hergestellt, das noch effizienter ist, um PET-Plastik zu zersetzen", heißt es in der Fachzeitschrift "Proceedings of the American Academy of Sciences" (PNAS) veröffentlichten Studie.

Nach ihrer Zufalls-Entdeckung wollen die Wissenschaftler versuchen, das Enzym zu perfektionieren, damit es eines Tages zur industriellen Vernichtung von Plastik verwendet werden kann.

+++ 16.44 Uhr: Deutsch-türkischer Journalist in Istanbul in U-Haft +++

Ein deutsch-türkischer Journalist ist laut einem Medienbericht fünf Tage nach seiner Festnahme in Istanbul wegen Terrorvorwürfen in Untersuchungshaft genommen worden. Ein Gericht in der türkischen Metropole habe U-Haft für Adil Demirci wegen des Verdachts auf "Mitgliedschaft" und "Propaganda" für eine "Terrororganisation" angeordnet, meldete die linke Nachrichtenagentur ETHA, für die der Kölner gearbeitet hatte.

+++ 16.23 Uhr: Passagier wollte Kabinentür öffnen - unfreiwillige Zwischenlandung +++

Ein offenbar psychisch kranker Passagier hat auf einem Flug von Paphos auf Zypern nach Dublin versucht, die hintere Kabinentür des Flugzeugs zu öffnen. Nur der Einsatz mehrerer beherzter Passagiere konnte verhindern, dass der 38 Jahre alte Mann tatsächlich die Flugzeugtür öffnete, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Pilot entschloss sich wegen des Zwischenfalls zu einer ungeplanten Zwischenlandung in Frankfurt.

Als Polizeibeamte an Bord kamen, berichtete die Begleiterin des 38-Jährigen von einer psychischen Vorerkrankung, hieß es. Der Mann leistete erheblichen Widerstand und wurde mit Handfesseln fixiert in Schutzgewahrsam genommen. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Flugzeug der Airline Ryanair landete den Angaben zufolge nach dem unfreiwilligen Zwischenstopp mit fast vier Stunden Verspätung in Dublin.

+++ 16.06 Uhr: Westernhagen will alle "Echos" zurückgeben +++

Marius Müller-Westernhagen will nach den Antisemitismus-Schlagzeilen um den Musikpreis "Echo" alle seine Trophäen zurückgeben. Das kündigte der Musiker auf Facebook an.

+++ 15.49 Uhr: EU-Kommission empfiehlt Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Mazedonien +++

Die EU-Kommission hat die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Mazedonien empfohlen. Dies sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Straßburg. Von den sechs Westbalkan-Staaten gibt es bisher nur Beitrittsverhandlungen mit Serbien und Montenegro.

+++ 15.07 Uhr: Markus Anfang neuer Trainer beim 1. FC Köln +++

Der derzeitige Trainer von Fußball-Zweitligist Holstein Kiel, Markus Anfang, wird in der kommenden Saison neuer Chef-Coch beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln. Das bestätigten die Domstädter auf ihrer Vereinshomepage. Der 42-Jährige bekommt demnach einen Dreijahresvertrag.

+++ 15.01 Uhr: Chemiewaffenexperten in Duma eingetroffen +++

Die Experten der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) sind nach Informationen der syrischen Staatsmedien in der Stadt Duma eingetroffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete das Eintreffen der Experten. Sie wollen den Ort in der einstigen Rebellenbastion untersuchen, wo die syrische Führung nach Angaben des Westens am 7. April Chemiewaffen einsetzte und zahlreiche Menschen tötete.

+++ 14.53 Uhr: Gericht prüft mögliches Verfahren gegen früheren Auschwitz-Wärter +++

Nach der Anklage gegen einen 94 Jahre alten ehemaligen SS-Wachmann des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau prüft das Landgericht Mannheim nach eigenen Angaben die Eröffnung eines Hauptverfahrens. "Prüfungsmaßstab ist, ob ein hinreichender Tatverdacht besteht, das heißt, ob bei vorläufiger Bewertung eine spätere Verurteilung wahrscheinlich ist", teilte das Gericht mit. Die Justiz könne vor einer Entscheidung die Erhebung weiterer Beweise anordnen. Prüfungsgrundlage seien derzeit zwölf Ordner mit rund 6000 Seiten.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte zuvor Anklage gegen den Mann erhoben. Ihm wird Beihilfe zum Mord in 13.335 Fällen zur Last gelegt. Über seine Verteidigerin hatte der Mann erklärt, dass ihm die Hintergründe, die Zielrichtung und der Ablauf des Tötungsgeschehens nicht bekannt gewesen seien, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Landgericht Mannheim kündigte an, über Entscheidungen der Strafkammer in der Sache jeweils zeitnah auf der Internetseite zu informieren.

+++ 14.51 Uhr: Anstehende Rentenerhöhung kostet offenbar zehn Milliarden Euro +++

Die für den 1. Juli angesetzte Rentenerhöhung um 3,2 Prozent im Westen und 3,4 Prozent im Osten führt nach einem Medienbericht zu jährlichen Mehrausgaben von rund zehn Milliarden Euro. Das gehe aus der "Rentenwertbestimmungsverordnung 2018" des Arbeitsministeriums hervor, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nächste Woche solle das Papier vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden. Dem Bericht zufolge ergeben sich dadurch bis Ende 2018 zunächst Mehraufwendungen von 5,03 Milliarden Euro, davon entfallen 4,81 Milliarden Euro auf die gesetzliche Rentenversicherung. "219 Millionen Euro trägt der Bund. Ab dem Jahr 2019 ergeben sich ausschließlich aus der Rentenanpassung zum 1. Juli 2018 je Jahr Mehraufwendungen von insgesamt rund 10.070 Millionen Euro", heißt es demnach in der Verordnung. Davon sind rund 9,6 Milliarden Euro von der gesetzlichen Rentenversicherung zu tragen. Der Bund steuere ab 2019 jeweils rund 438 Millionen Euro bei.

+++ 14.36 Uhr: Fanzug-Verdächtiger war schon als Vergewaltiger verurteilt +++

Der Mann, der in einem Sonderzug für Fußballfans eine junge Frau sexuell missbraucht haben soll, war bereits wegen einer Vergewaltigung rechtskräftig verurteilt. Die Ladung zum Haftantritt sei aber noch nicht erfolgt, sagte Staatsanwalt Benjamin Kluck in Mönchengladbach. Das Urteil gegen den Verdächtigen - eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten - erging demnach am 29. November vergangenen Jahres. "Der Umstand, dass es einen zeitlichen Verzug zwischen rechtskräftiger Verurteilung und Ladung zum Strafantritt gibt, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches", sagte Kluck. Wie es sich in dem konkreten Fall verhalten habe, könne er nicht sagen. Das werde derzeit noch geprüft.

+++ 14.33 Uhr: Tierfreunde planen Mahnwache für getöteten Hund "Chico" +++

Für den getöteten Hund "Chico" planen Tierfreunde eine Mahnwache. Für Sonntag sei eine Versammlung mit 80 bis 100 Teilnehmern angekündigt worden, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor war bei Facebook eine Veranstaltungsankündigung aufgetaucht: "Ihr dürft Kerzen und Plakate mitbringen", heißt es darin. Der Staffordshire-Mischling hatte Anfang April seine Besitzer totgebissen, eine 52 Jahre alte Frau im Rollstuhl und deren 27 Jahre alten Sohn. Gestern war das Tier nach einer Untersuchung eingeschläfert worden. "Chico" litt an einer Kieferverletzung, die vermutlich in der Zeit um die Beißattacke entstanden ist.

+++ 14.10 Uhr: Schiedsrichter-Boss Fröhlich: Halbzeitelfer für Mainz war regelkonform +++

Der kuriose Halbzeitelfmeter für den FSV Mainz 05 im Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg (2:0) war laut DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich regelkonform. "Wichtig ist, dass der Hinweis des Video-Assistenten noch erfolgte, bevor das Schiedsrichterteam das Spielfeld verlassen hat. Das ist hier der Fall", sagte Fröhlich der "Bild"-Zeitung. "Bibiana Steinhaus kontaktierte Guido Winkmann, als dieser noch auf dem Spielfeld war. Das belegen die Aufzeichnungen aus dem Video-Center in Köln." Ein möglicher Einspruch der Freiburger gegen die Wertung des Spiels hätte damit keine Erfolgschancen.

Die Breisgauer hatten einen Protest zunächst ohnehin nicht in Erwägung gezogen. Dieser wäre nur sinnvoll gewesen, wenn Winkmann bei der ersten Kontaktaufnahme nicht mehr auf dem Spielfeld gestanden hätte, da es sich dann um einen Regelverstoß gehandelt hätte.

+++ 14.07 Uhr: Rasenmähermotor lässt Radler in Mecklenburg-Vorpommern rasen +++

Weil er ungewöhnlich zügig auf einer Landstraße unterwegs war, hat die Polizei in der Nähe von Altenbreptow in Mecklenburg-Vorpommern einen Fahrradfahrer aus dem Verkehr gezogen. Der 37 Jahre alte Radler hatte anstelle des Gepäckträgers den Motor eines Rasenmähers montiert und damit dem Hinterrad seines Damenfahrrads einen zusätzlichen Antrieb verpasst, wie die Beamten in Neubrandenburg mitteilten. Die Probefahrt eines Polizisten ergab, dass das Vehikel bis zu 52 Kilometer pro Stunde schnell war. Für ein solches motorisiertes Fahrzeug hatte der Mann allerdings keine Fahrerlaubnis. Die Beamten untersagten ihm daher, mit dem Rad weiterzufahren.

+++ 14.03 Uhr: Merkel kündigt Treffen mit Putin "in absehbarer Zeit" an +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich angesichts der Konflikte mit Russland bald persönlich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. "Ich glaube, wir werden uns treffen in absehbarer Zeit", sagte die CDU-Politikerin am Rande eines Treffens mit der neuseeländischen Regierungschefin Jacinda Ardern in Berlin. Ein Datum sei aber noch nicht ausgemacht worden. "Aber ich glaube, die Zahl der Themen, die wir haben, von Ukraine über Gas bis hin zu dem großen, großen Thema Syrien erfordert auch, dass man sich in absehbarer Zeit direkt austauscht." Sie habe heute mit Putin telefoniert, dabei sei es um den Syrien-Konflikt und um die Gas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland gegangen. Man müsse immer wieder das Gespräch mit Moskau suchen.

+++ 13.49 Uhr: Nervengift im Fall Skripal war laut britischer Regierung flüssig +++

Das beim Anschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal verwendete Nervengift war flüssig. Das teilte das britische Umweltministerium vor Journalisten in Salisbury mit, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Die britischen Behörden gehen davon aus, dass es sich dabei um den in der früheren Sowjetunion verwendeten Kampfstoff Nowitschok handelt. Bei dem Attentat sei nur eine sehr kleine Menge verwendet worden, hieß es. Die höchste Konzentration wurde demnach im Haus der Skripals gefunden.

Skripal und seine Tochter waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in Salisbury gefunden worden. Julia Skripal wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen und befindet sich nach eigenen Angaben an einem sicheren Ort. Ihr Vater wird weiter in der Klinik behandelt. Er ist seiner Tochter zufolge ernsthaft krank. Auch sie selbst leide noch unter den Folgen der schweren Vergiftung. Russland streitet jegliche Verantwortung für den Anschlag ab.

+++ 13.30 Uhr: Zoll zieht 2017 Rekordmenge an Kokain aus dem Verkehr +++

Der Zoll hat letztes Jahr mehr als sieben Tonnen Kokain aus dem Verkehr gezogen. Das war fast fünfmal mehr als im Jahr 2016, wie das Bundesfinanzministerium erklärte. Grund waren große Funde am Hamburger Hafen. Neben der Rekordmenge Kokain fanden die Fahnder demnach auch deutlich mehr Crystal (83 Kilo gegenüber 23 Kilo im Jahr 2016) sowie Marihuana (2800 Kilo gegenüber 2250 Kilo). Die Entdeckungen von Haschisch, Opium und Zigaretten waren hingegen deutlich rückläufig.

Insgesamt nahm der Zoll 130 Milliarden Euro Zölle und Steuern ein - 40 Prozent der Steuereinnahmen des Bundes. Das waren 1,5 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr, was aber hauptsächlich an einer Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer an die Energiekonzerne lag.

+++ 13.09 Uhr: Singender 29-Jähriger raubt Nachbarn den Schlaf +++

Nächtelang hat ein singender Nachbar anderen den Schlaf geraubt - bis es ihnen schließlich zu bunt wurde: Wegen der Arien eines 29-Jährigen ist in der Nacht zum Dienstag im Kreis Lörrach in Baden-Württemberg die Polizei ausgerückt. "Der Singsang, so die Anrufer, ertöne stets zu nachtschlafender Zeit und strapaziere mittlerweile die Nerven der gesamten Nachbarschaft", teilten die Beamten mit. Die Polizisten klingelten daraufhin bei dem singenden Mann in Schliengen und stellten ihn zur Rede. "Er war total einsichtig und ist dann auch gleich ins Bett gegangen", sagte ein Sprecher. Warum der Mann nachts gesungen habe, könne er nicht sagen. Der 29-Jährige habe versprochen, es zu lassen.

+++ 12.58 Uhr: Bei Brandschutzübung verletztes Mädchen weiter im Krankenhaus +++

Ein bei einer Brandschutzübung für Schüler in Baden-Württemberg schwer verletztes Mädchen muss weiter im Krankenhaus behandelt werden. Das teilte eine Polizeisprecherin mit. Bei der Übung an der Realschule in Bad Urach war am Montag unter Aufsicht der Feuerwehr die Kleidung der Zehnjährigen durch eine Stichflamme in Brand geraten. Nach Angaben von heute verbrannte sich ein Feuerwehrmann leicht an den Händen, als er dem Mädchen helfen wollte. Vier weitere Mädchen wurden nach jüngsten Erkenntnissen leicht verletzt. Schulleiter Stefan Dietz zeigte sich heute betroffen. An der Schule sei man in Gedanken bei den Verletzten.

Bei der Aktion sollte das Löschen von brennender Flüssigkeit geübt werden. Dabei gossen Einsatzkräfte auf dem Schulhof Spiritus in einen Topf und zündeten den Brennstoff an. Die Flamme sollte durch das Abdecken des Topfs erstickt werden. Aus zunächst unbekannter Ursache entstand jedoch eine Stichflamme. Die Polizei vernimmt Beteiligte und Beobachter, um den genauen Hergang zu rekonstruieren. Die Aktion hat laut Polizei bisher jährlich an der Schule stattgefunden, an mehreren Stationen wurde Kindern das richtige Verhalten im Brandfall vermittelt.

+++ 12.56 Uhr: Forscher entwickeln versehentlich Enzym gegen Plastikmüll +++

Eine neue Enzymvariante könnte Wissenschaftlern zufolge beim Plastik-Recycling helfen. Sie zersetze das unter anderem für Flaschen verwendete Material PET, berichtete die britische University of Portsmouth. Das Forscherteam aus den USA und Großbritannien will das Enzym nun weiterentwickeln, um PET und eventuell andere Kunststoffe industriell abbauen zu können.

Die Wissenschaftler hatten die neue Enzymvariante per Zufall geschaffen. Sie untersuchten ein Enzym, das Bakterien aller Wahrscheinlichkeit nach selbstständig in einer Recyclinganlage in Japan entwickelt hatten. Es half ihnen, Plastik zu verdauen und somit als Nahrung zu nutzen. Um die Struktur des Enzyms zu erkunden, veränderten es die Forscher und stellten so zufällig eine neue Variante her, die Plastik noch besser abbaut als die ursprüngliche. Diese "moderate" Verbesserung weise darauf hin, dass es noch Raum für weitere Fortschritte zum Recycling des "ständig wachsenden Bergs von Plastikmüll" gebe, sagt Professor John McGeehan von der University of Portsmouth. PET gibt es noch nicht lange in der Natur, es wurde erst 1940 patentiert.

+++ 12.52 Uhr: 18 Festnahmen nach Ausschreitungen von Jugendlichen in Toulouse +++

In der südfranzösischen Stadt Toulouse haben Jugendliche zwei Nächte in Folge randaliert. Mehrere Gruppen griffen im Problemviertel Mirail am Sonntag- und Montagabend Sicherheitskräfte an und setzten Autos und Mülleimer in Brand, wie die Polizei mitteilte. 18 Verdächtige seien festgenommen worden. Während der ersten Nacht warfen Jugendliche nach Angaben der Sicherheitskräfte vier Stunden lang Steine auf die Polizeistation und steckten rund zehn Autos in Brand. Am Montagabend sei es erneut zu Zusammenstößen gekommen.

Die Gewalt war offenbar durch den Tod eines Bewohners von Mirail in einem Gefängnis ausgelöst worden. In der Folge verbreiteten sich Gerüchte, wonach die Gefängniswärter für den Tod verantwortlich gewesen seien. Laut Staatsanwaltschaft wird der Vorfall derzeit untersucht. Allerdings habe eine Autopsie ergeben, dass sich der Häftling selbst getötet habe. Zusätzlich verschärft wurde die Lage in Mirail durch die Kontrolle einer vollverschleierten Frau durch die Polizei am Sonntag. Die Frau habe sich geweigert, den Beamten ihren Ausweis zu zeigen, sagte der örtliche Polizeichef. Das von Kriminalität geprägte Viertel Mirail besteht vorwiegend aus Hochhäusern, die meisten sind Sozialbauten. Mehrere Dschihadisten stammen aus Mirail.

+++ 12.46 Uhr: Den Haag verbietet Haschisch-Konsum in der Innenstadt +++

Bekiffte Touristen und Haschisch-Geruch sollen im Zentrum von Den Haag bald Geschichte sein: Als erste niederländische Stadt erließ die Metropole an der Nordsee ein Cannabis-Verbot für die Innenstadt. "An 13 Orten in Den Haag ist es verboten, weiche Drogen in der Öffentlichkeit zu konsumieren", teilte die Stadtverwaltung mit. Der starke Geruch der Droge und der Lärm von Haschisch-Konsumenten hatten zu zahlreichen Beschwerden von Bewohnern der Innenstadt geführt. Auch jene Touristen, die dem Cannabis nicht zugeneigt seien, störten sich an den Konsumenten, die die Straßen und Kanalufer bevölkerten.

Bis Ende April sollen Verstöße gegen das Verbot lediglich mit einer Verwarnung belegt werden. Danach sind Geldstrafen vorgesehen, deren Höhe jeweils von der Staatsanwaltschaft festgelegt wird. Mit einer Internet-Kampagne und Flugblättern klärt die Stadtverwaltung derzeit über die neue Regelung auf. Eine englische Version wurde in Hotels und Jugendherbergen ausgelegt.

+++ 12.27 Uhr: Führungsriege von Rockergruppe bei Razzia festgenommen +++

Die komplette Führungsriege der Rockergruppe "Road Gang" ist bei einem Großeinsatz von Zoll und Polizei im Saarland verhaftet worden. Die sechs Männer im Alter von 30 bis 53 Jahren stünden im Verdacht, mit Drogen in nicht geringer Menge gehandelt und illegal Schusswaffen besessen zu haben, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes Frankfurt, Hans-Jürgen Schmidt, in Saarbrücken. Bei der Razzia, die am frühen Morgen startete, wurden rund 20 Objekte durchsucht. "Das ist wirklich ein dicker Fisch, den wir hier an Land gezogen haben", sagte Schmidt.

Die Aktionen, an denen gut 250 Beamte beteiligt waren, fanden schwerpunktmäßig in Wohn- und Geschäftsräumen in Saarbrücken und in Völklingen statt. Zudem sei ein Objekt im französischen Forbach durchsucht worden. Im Zentrum stand das Clubhaus der Rocker in Saarbrücken, das "Road House

+++ 12.08 Uhr: 15-Jähriger bei Schlägerei in Passau getötet +++

In Passau ist ein 15-Jähriger bei einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten und Zuschauern getötet worden. Der Jugendliche sei während der Auseinandersetzung am Montagabend zusammengebrochen und kurz darauf im Klinikum gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Eine Obduktion solle nun klären, ob die Schläge oder eine Vorerkrankung Ursache für den Tod waren. Der 15-Jährige hatte sich der Behörde zufolge mit einem Gleichaltrigen unter einer Brücke im Innenstadtbereich getroffen, um etwas zwischen den beiden zu klären. Ob damit bereits eine Verabredung zur Schlägerei verbunden war, müssten die Ermittlungen noch zeigen. An der Auseinandersetzung der beiden Jugendlichen hätten sich dann bald weitere Anwesende beteiligt. Die Polizei habe fünf der Beteiligten im Alter zwischen 14 und 25 Jahren vorläufig festgenommen, darunter auch den Kontrahenten des Todesopfers. Ein Haftrichter soll nun entscheiden, ob Haftbefehl erlassen werde.

Der Staatsanwaltschaft zufolge gab es außerdem noch eine große Zuschauergruppe von etwa 20 Menschen, die derzeit als Zeugen gelten. Es werde aber geprüft, ob sie etwa wegen Zurufen auch als Beteiligte an der Schlägerei eingestuft werden oder sich unterlassener Hilfeleistung schuldig gemacht haben könnten. Alle Tatverdächtigen und das Todesopfer stammen den Ermittlern zufolge aus Passau und Umgebung.

+++ 12.04 Uhr: Dividenden-Rekord: Erstmals mehr als 50 Milliarden Euro +++

Deutschlands Aktiengesellschaften zahlen ihren Anteilseignern einer Studie zufolge in der Summe in diesem Jahr so viel Dividende wie nie zuvor. Die Ausschüttung von rund 600 untersuchten Unternehmen steigt im Vergleich zum Vorjahr kräftig um 11,6 Prozent auf den Rekord von insgesamt 52,6 Milliarden Euro, wie aus einer vorgestellten Untersuchung der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), der privaten FOM Hochschule in Essen und der Research-Plattform "Dividenden-Adel" hervorgeht.

Den Löwenanteil des Geldes überweisen erneut die 30 Börsenschwergewichte im Leitindex Dax mit zusammengerechnet rund 35,8 Milliarden Euro (plus 11,5 Prozent). Die 50 mittelgroßen Unternehmen im MDax schütten mit insgesamt rund 9,5 Milliarden Euro gut 8 Prozent mehr aus als 2017. Im SDax sind es satte 46 Prozent, im TecDAX lediglich 4,3 Prozent mehr. Von den 160 Firmen in den vier Indizes zahlen den Angaben zufolge 88 Prozent eine Dividende.

+++ 11.45 Uhr: Zahl der deutschen Brauereien wächst weiter +++

Der Trend zu handwerklich gebrauten Craft-Bieren lässt immer mehr Brauereien in Deutschland entstehen. Ihre Zahl stieg im vergangenen Jahr um 82 auf 1492, wie das Statistische Bundesamt zum Tag des deutschen Bieres (23. April) mitteilte. Die meisten neuen Unternehmen sind sehr kleine Brauereien mit einem jährlichen Ausstoß von unter 1000 Hektolitern. Besonders viele Brauereien sind in Bayern ansässig: Das Land kommt auf 642 Braustätten und damit fast die Hälfte aller Betriebe in Deutschland. Auf den Plätzen folgen Baden-Württemberg (204 Brauereien) und Nordrhein-Westfalen (140).

+++ 11.11 Uhr: Kalifornien lehnt Entsendung von Nationalgardisten an Grenze zu Mexiko ab +++

Kalifornien lehnt die von US-Präsident Donald Trump geforderte Entsendung von Nationalgardisten an die Grenze zu Mexiko ab. Gouverneur Jerry Brown habe die Pläne für eine Grenzschutzmission vorerst abgelehnt, teilten die Zoll- und Grenzschutzbehörde und das Verteidigungsministerium mit.

Demnach weigerte sich Kalifornien, 237 Nationalgardisten für den Einsatz an zwei Grenzübergängen in Südkalifornien zu mobilisieren. Die Verhandlungen dauerten aber an, womöglich könnten die Soldaten der kalifornischen Reservetruppe bei der Gepäckkontrolle eingesetzt werden.

Gouverneur Brown von den oppositionellen Demokraten hatte bereits zuvor erklärt, dass sich die Nationalgarde seines Bundesstaats nicht an der Festnahme von Migranten ohne gültige Papiere beteiligen werde. Die Regierung in Kalifornien hat sich zum "Zufluchtsstaat" für Einwanderer ohne gültige Papiere erklärt und steht Trumps Einwanderungspolitik äußerst kritisch gegenüber.

+++ 11.07 Uhr: Pendler legen immer weitere Wege zurück +++

Berufspendler legen immer weitere Wege zurück. Die mittlere Pendlerdistanz von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg von 2000 bis 2014 von 8,7 auf 10,4 Kilometer, ergab eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Das ist ein Zuwachs von 21 Prozent. Ein Grund für die weiteren Wege sind demnach die stark gestiegenen Mieten in Großstädten: Die Beschäftigten wohnen eher in Vororten und müssen zur Arbeit ins Zentrum fahren.

Laut der am Dienstag veröffentlichten Studie geht der Anteil von Pendlern mit Fahrtstrecken bis zehn Kilometer zum Arbeitsplatz zurück - der Anteil der Beschäftigten mit einem Arbeitsweg zwischen zehn und 50 Kilometern steigt hingegen. Ein Grund sei auch, dass vermehrt nicht nur vom Land in die Stadt, sondern auch zwischen städtischen Regionen gependelt werde, heißt es in der IAB-Studie.

+++ 11.05 Uhr: Mindestens sieben Obdachlose in vergangenem Winter in Deutschland erfroren +++

In Deutschland sind im zurückliegenden Winter mindestens sieben Obdachlose erfroren. In weiteren elf Verdachtsfällen seien die genauen Todesumstände unklar, sagte die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Werena Rosenke. Bei diesen Verdachtsfällen deute "vieles darauf hin, dass die Menschen einen Kältetod gestorben sind".

Nicht nur ein sehr strenger Winter sei für Wohnungslose gefährlich. "Menschen erfrieren auch bei Temperaturen über null Grad Celsius", sagte Rosenke. So hätten viele keine ausreichende Kleidung gegen die Kälte. Zudem befänden sie sich oft in einem schlechten Gesundheitszustand, so dass sie geschwächt seien.

Den ersten Kältetoten dieses Winters, einen 60-jährigen Mann, gab es demnach Anfang November in Hannover. Zuletzt erfor Ende März eine 61-jährige Frau in Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen.

+++ 11.00 Uhr: EuGH: Fluggäste können auch bei wilden Streiks entschädigt werden +++

Fluggesellschaften können nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs auch bei wilden Streiks verpflichtet sein, Entschädigungen an Fluggäste zahlen. Wenn es wegen tarifrechtlich unerlaubter Arbeitsniederlegungen zu Flugausfällen oder Verspätungen komme, seien Airlines nicht automatisch von ihrer Entschädigungspflicht befreit, urteilten die Luxemburger Richter. Vielmehr müsse von Fall zu Fall entschieden werden.

Hintergrund des Verfahrens ist der wilde Streik von Tuifly-Mitarbeitern im Herbst 2016. In dessen Folge waren mehr als 100 Flüge gestrichen worden. Viele andere starteten mit erheblichen Verspätungen. Betroffene klagen seitdem vor deutschen Gerichten auf Ausgleichszahlungen. Ihre Chancen dürften sich nun deutlich verbessert haben.

+++ 10.36 Uhr: Razzia gegen Rechtsextremisten in drei Bundesländern +++

Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft die Wohnungen von vier Beschuldigten in drei Bundesländern durchsuchen lassen. Ziel der von ihnen gegründeten Vereinigung soll es gewesen sein, "den Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen", wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Sie hätten auch Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen.

+++ 10.31 Uhr: EuGH: Kirchliche Arbeitgeber dürfen Konfession nicht immer fordern +++

Kirchliche Arbeitgeber dürfen nicht bei jeder Stelle von Bewerbern eine Religionszugehörigkeit fordern. Dies hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg zu einem Fall aus Deutschland entschieden. Zur Bedingung darf die Zugehörigkeit zu einer Konfession nur gemacht werden, wenn dies für die Tätigkeit "objektiv geboten" ist. Außerdem muss die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. (Rechtssache Nr. C-414/16)

Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung hatte in einer Stellenausschreibung für eine befristete Referentenstelle für das Projekt "Parallelberichterstattung zur UN-Antirassismuskonvention" die Zugehörigkeit zu einer protestantischen Kirche gefordert. Bewerber sollten diese auch in ihrem Lebenslauf ausweisen.

Eine konfessionslose Bewerberin wurde nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Da sie annahm, sie habe die Stelle wegen ihrer Konfessionslosigkeit nicht bekommen, verklagte sie die evangelische Institution und forderte knapp 10.000 Euro Entschädigung.

Die Entscheidung zu dem Einzelfall muss nun erneut das Gericht in Deutschland treffen und das EuGH-Grundsatzurteil berücksichtigen.

+++ 10.26 Uhr: Abholzung in polnischem Urwald verstößt gegen EU-Recht (EuGH) +++

Die Abholzung zehntausender Bäume im geschützten polnischen Bialowieza-Urwald verstößt gegen das Naturschutzrecht der Union. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem in Luxemburg verkündeten Urteil auf die Klage der EU-Kommission. Polen hatte die erheblichen Baumfällarbeiten in Europas letztem Urwald mit der angeblichen Ausbreitung des Borkenkäfers gerechtfertigt.

+++ 10.18 Uhr: Abschlussprüfungen an Realschulen in Baden-Württemberg werden verschoben +++

Wegen eines geöffneten Umschlags mit Prüfungsaufgaben werden in Baden-Württemberg die Abschlussprüfungen an Realschulen für das Fach Deutsch verschoben. Die landesweiten Prüfungen finden nicht wie geplant am Mittwoch, sondern erst am Freitag kommender Woche statt, wie das Kultusministerium in Stuttgart mitteilte. An einer Schule in Bad Urach war demnach am Freitag ein vollständig geöffneter Umschlag mit beschädigtem Siegel aufgetaucht.

Das Kultusministerium sah deshalb die Gefahr, dass die Prüfungsaufgaben bekannt geworden sein könnten. Das Siegel des Umschlags mit den Aufgaben wurde laut dem Ministerium "vollständig und augenscheinlich durch Fremdeinwirkung" geöffnet.

+++ 10.04 Uhr: Studie: Mittelständler zögern bislang mit Nutzung von Big Data +++

Nur wenige mittelständische Unternehmen in Deutschland nutzen einer Umfrage zufolge bislang die Möglichkeiten großer Datenmengen (Big Data) für ihre Geschäfte. Nur 8 Prozent der Befragten gaben an, Daten systematisch zu erfassen, zu analysieren und Nutzen daraus zu ziehen. Das geht aus einer repräsentativen Erhebung des Marktforschungsinstituts Kantar TNS im Auftrag der Commerzbank hervor, die in Frankfurt vorgestellt wurde. Als Gründe wurden vor allem Datenschutzprobleme, Fachkräftemangel sowie mangelnde Bereitschaft der Führungskräfte genannt.

Zugleich sind 68 Prozent der Unternehmen beunruhigt wegen der Monopolstellung von Tech-Giganten wie Google, Facebook oder Amazon. Jedes fünfte Unternehmen fürchtet zudem die Konkurrenz der Konzerne. Allerdings gaben auch 34 Prozent der Firmen an, von den Technologie-Riesen Denkanstöße für eigene Prozesse zu bekommen. Befragt wurden rund 2000 Mittelständler im Zeitraum November 2017 bis Januar 2018 - also vor Bekanntwerden des Facebook-Datenskandals.

+++ 9.34 Uhr: US-Zoo freut sich über seltenen Gorilla-Nachwuchs +++

Ein westlicher Flachlandgorilla hat im Washingtoner Zoo das Licht der Welt erblickt. Moke (Wort aus einer afrikanischen Sprache, übersetzt etwa "Kleiner") ist das erste Männchen seiner vom Aussterben bedrohten Art seit neun Jahren, das im National Zoo geboren wurde, wie die Einrichtung am Montag (Ortszeit) mitteilte. Ein vom Zoo veröffentlichtes Video zeigt, wie Gorilla-Mama Calaya den Nachwuchs unmittelbar nach der Geburt liebkost.

Im Sommer 2017 hatten Mitarbeiter des Zoos die 15-jährige Calaya und den 26-jährigen Baraka für ein Arterhaltungsprojekt zusammengebracht. Wenige Monate später war klar: Calaya wird Mutter. "Die Geburt des Babys löst viele Emotionen aus - Freude, Aufregung, Erleichterung und Stolz", sagte Tierpflegerin Melba Brown.

+++ 9.10 Uhr: Nach Studie: US-Football-Liga NFL verbietet zehn Helm-Modelle +++

Die US-amerikanische Football-Liga NFL hat sich zum ersten Mal für ein Verbot von Helm-Modellen ausgesprochen. Das gaben die Liga und die Spielergewerkschaft NFLPA gemeinsam bekannt. Das Verbot betrifft zehn Helm-Modelle und soll die Sicherheit der Profis erhöhen. Es ist das Resultat einer Untersuchung von insgesamt 34 verschiedenen Helmen. Laut der Mitteilung wurden die nun verbotenen Helme von etwa 200 Spielern in der vergangenen Saison getragen. Zu den verbotenen Helmen gehört auch das Model von Tom Brady, dem Star-Quarterback der New England Patriots. Das Verbot tritt offiziell zur Saison 2019/20 in Kraft. 

"Dies ist ein weiterer Schritt, um die Sicherheit der Spieler zu verbessern", sagte Jeff Miller, der für die Gesundheit und Sicherheit in der NFL zuständig ist. Die Profi-Liga versucht seit einiger Zeit, die Fälle von Gehirnerschütterungen im Spiel zu reduzieren, um das Risiko etwaiger Spätfolgen zu minimieren. In der abgelaufenen Saison war die Zahl der Gehirnerschütterungen jedoch auf 291 gestiegen.

+++ 9.01 Uhr: Heil will Rückkehrrecht auf Vollzeit bereits im kommenden Jahr +++

Teilzeitbeschäftigte sollen nach den Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bereits im kommenden Jahr leichter in Vollzeit zurückkehren können. Mit der Neuregelung solle den Beschäftigten eine Brücke zurück in die Vollzeit gebaut werden, sagte Heil im Deutschlandfunk. Die Arbeitszeit müsse sich an Lebenslagen anpassen können. Union und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, ein Recht auf befristete Teilzeit einzuführen. Dies läuft auf ein Rückkehrrecht auf Vollzeit hinaus, allerdings sehen die Koalitionspläne dafür eine Reihe von Bedingungen vor. Die SPD dringt seit langem auf ein Recht, von Teilzeit wieder in Vollzeit zu gehen.

+++ 8.40 Uhr: Bericht: USA fordern Unterstützung durch arabische Truppen in Syrien +++

Die US-Regierung fordert einem Medienbericht zufolge militärische Unterstützung durch arabische Staaten zur Stabilisierung Syriens. Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten sollten Truppen in den Nordosten des Landes senden, um die US-Einheiten dort nach einem Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu ersetzten, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf Regierungskreise. Schon zuvor habe US-Präsident Donald Trump arabische Staaten um finanzielle Unterstützung für Syrien in Milliardenhöhe gebeten.

In der Nacht zum Samstag hatten die USA, Frankreich und Großbritannien Ziele in Syrien aus der Luft angegriffen. Hintergrund war ein mutmaßlicher Chemiewaffeneinsatz in der ehemaligen Rebellenhochburg Duma am 7. April, für den der Westen die syrische Regierung verantwortlich macht. Trump will seine Truppen schnellstmöglich aus Syrien abziehen. Die USA sind in dem Bürgerkriegsland im Kampf gegen den IS im Einsatz.

+++ 8.33 Uhr: Barley will bis zum Sommer Nachbesserung der Mietpreisbremse vorlegen +++

Bundesverbraucherministerin Katarina Barley (SPD) will Nachbesserungen bei der Mietpreisbremse rasch auf den Weg bringen. Sie wolle noch vor der Sommerpause neue Regelungen vorlegen, sagte die Ministerin im ARD-"Morgenmagazin". "Wohnen ist viel mehr als ein Recht, es ist Zuhausesein", betonte die SPD-Politikerin. In Ballungsräumen und Universitätsstädten gebe es kaum noch bezahlbaren Wohnraum.

Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, die weitgehend wirkungslos gebliebene Mietpreisbremse nachzuschärfen. Am vergangenen Samstag hatten mehr als 10.000 Menschen in Berlin gegen steigende Mieten demonstriert.

+++ 8.11 Uhr: Lula meldet sich erstmals aus der Haft zu Wort +++

Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat sich erstmals aus der Haft zu Wort gemeldet. "Ich bin ruhig, aber empört, so wie jeder Unschuldige sich empört, wenn er ungerecht behandelt wird", schrieb Lula in einem Brief an die Senatorin Gleisi Hoffmann, die auch Vorsitzende seiner Arbeiterpartei ist. Er richtete sich in dem in der Nacht veröffentlichten Schreiben auch an seine Unterstützer, die vor dem Gefängnis in Curitiba ein Protestcamp errichtet haben. Lula dankte den Demonstranten für ihren "Widerstand" und ihre Solidarität.

+++ 7.52 Uhr: Europas Ligen lehnen Fußball-WM mit 48 Teilnehmern schon 2022 ab +++

Europas Fußball-Ligen haben sich gegen die Idee einer Erhöhung der WM-Teilnehmerzahl auf 48 Teams schon im Jahr 2022 ausgesprochen. "Wir sind nicht für Änderungen an unserem Kalender für eine Erweiterung der WM 2022 bereit", sagte Lars-Christer Olsson, Chef der European Professional Football Leagues (EPFL). "Wir waren schon flexibel und haben es ermöglicht, dass die WM im Winter gespielt wird und haben dem Zeitraum zugestimmt", ergänzte der Schwede, der auch dem Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA angehört.

Die Weltmeisterschaft in Katar findet im Winter 2022 (21. November bis 18. Dezember) statt. Der Weltverband FIFA hatte im Januar 2017 entschieden, die Zahl der WM-Teilnehmer ab dem Weltturnier 2026 von 32 Mannschaften auf 48 zu erhöhen. Der südamerikanische Verband CONMEBOL hatte zuletzt gefordert, schon vier Jahre früher eine WM mit 48 Teams zu spielen.

+++ 7.22 Uhr: Medienbericht: Deutscher wegen Terrorverdacht in der Türkei festgenommen +++

Seit Freitag befindet sich ein weiterer Deutscher in türkischer Haft, berichtet das Nachrichtenportal "Spiegel Online" unter Berufung auf die Anwältin des Festgenommenen. Demnach wird dem Mann von der Türkei vorgeworfen, Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) zu sein. Diese wird vom türkischen Staat als Terrororganisation eingestuft, berichtet das Portal weiter. Am Dienstag soll er gegenüber der Istanbuler Staatsanwaltschaft aussagen.

Der 33-jährige besitzt, so wie der einst in der Türkei inhaftierte "Welt"-Journalist Deniz Yücel, offenbar eine türkische als auch deutsche Staatsbürgerschaft. Er wurde dem Bericht zufolge in Istanbul inhaftiert, sein Wohnsitz liegt offenbar in Deutschland. 

Die Inhaftierung hat die Journalistin Mesale Tolu via Twitter öffentlich gemacht, die - so wie der Inhaftierte - für die Nachrichtenagentur Etha gearbeitet hat und in türkischer Haft saß.

+++ 6.25 Uhr: Myanmar verkündet Amnestie für mehr als 8000 Gefangene +++

Durch eine große Amnestie kommen in (ehemals: Birma) mehr als 8000 Häftlinge aus den Gefängnissen des südostasiatischen Landes frei. Der Gnadenerlass wurde vom neuen Präsidenten Win Myint zum birmanischen Jahreswechsel verkündet. Unter den Entlassenen sind nach Angaben einer Hilfsorganisation auch 36 politische Gefangene. Der Großteil - mehr als 6000 Häftlinge - saß jedoch wegen Drogendelikten im Gefängnis.

+++ 5.42 Uhr: G7-Außenminister fordern Antworten von Russland zu Giftanschlag von Salisbury +++

Die G7-Außenminister haben zur Offenlegung des Chemiewaffenprogramms Nowitschok und zur Beantwortung aller Fragen im Zusammenhang mit der Vergiftung des russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien aufgefordert. "Wir fordern Russland dringend dazu auf, alle Fragen im Zusammenhang mit dem Vorfall in Salisbury zu beantworten", erklärten die G7-Außenminister am Montag in einer gemeinsamen Erklärung.

"Entsprechend seiner internationalen Verpflichtungen" müsse Moskau zudem "sein bislang nicht erklärtes Nowitschok-Programm" gegenüber der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) "vollständig" offenlegen, forderten die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas, Italiens, Japans und der USA. Gemeinsam mit der Europäischen Union verurteilten sie den Angriff in Salisbury "auf das Schärfste".

+++ 5.19 Uhr: Industrie fordert mehr Mut der Bundesregierung bei EU-Reform +++

In der Debatte um eine Reform der hat die deutsche Industrie mehr Mut von der Bundesregierung gefordert. "Die Bundesregierung muss den europäischen Reformkurs konstruktiv und mit eigenen Vorschlägen gestalten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, der Deutschen Presse-Agentur.

Für die Industrie in Deutschland sei die Reform der Währungsunion von überragender Bedeutung, so Lang weiter: "Stabile und risikoarme Bankensysteme sind unumgänglich für Investitionen und Wachstum." Vor einem guten halben Jahr hatte der französische Präsident Emmanuel Macron ehrgeizige Vorschläge zur Reform der EU und der Eurozone vorgelegt - unter anderem mit einem Umbau der Währungsunion und der Verteilung eines Teils der EU-Abgeordnetensitze über transnationale Listen.

+++ 4.49 Uhr: Hohe Fehlwurfquote beim Verpackungsmüll +++

In der gelben Tonne landet oft Müll, der dort gar nicht hingehört: Die Quote der sogenannten Fehlwürfe liegt nach Schätzung von Branchenexperten zwischen 40 und 60 Prozent. Das teilte der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) in Bonn mit. Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) in Berlin vermutet hinter mangelnder Trennbereitschaft zum Teil eine fehlende Aufklärung über das Trennsystem in einigen sozialen Milieus. Laut einem VKU-Sprecher könnte etwa auch die zunehmende Migration ein Grund für mangelnde Trennbereitschaft sein: Das deutsche System sei eben auch für Ausländer schwer zu verstehen und müsse ihnen erklärt werden.

+++ 4.36 Uhr: Neuseelands Regierungschefin mit Schwangerschaftsbeschwerden auf Europatour +++

Schmerzende Füße und behäbiges Treppensteigen: Neuseelands im siebten Monat schwangere Regierungschefin Jacinda Ardern hat bei ihrer Europatour am Montag auf ihre Beschwerden verwiesen. Allerdings beeinflussten diese nicht ihre Arbeit als Premierministerin, versicherte sie: "Kein Zweifel, meine Füße schmerzen schon etwas, aber das wirkt sich nicht auf meine Fähigkeit aus, meinen Job zu machen", sagte Ardern der Nachrichtenagentur AFP am Montag in Paris. "Ich bin ein bisschen langsam beim Treppensteigen, aber das war's dann auch schon."

Nach ihrem Besuch in Paris am Montag wird Ardern heute zu einem Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erwartet. Anschließend reist sie weiter nach London. Baby soll im Juni zur Welt kommen, es ist ihr erstes Kind. Nach der Geburt will sie sechs Wochen in den Mutterschutz gehen.

+++ 4.34 Uhr: Chinas Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 6,8 Prozent +++

Vor dem Hintergrund einer möglichen Eskalation im Handelsstreit mit den USA zeigt Chinas Wirtschaft robustes Wachstum: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte die zweitgrößte Volkswirtschaft im ersten Quartal um 6,8 Prozent zu, wie das Pekinger Statistikamt mitteilte. Damit liegt das Wachstum bislang über dem Jahresziel der Regierung, das mit "rund 6,5 Prozent" angegeben wird. Ökonomen gingen davon aus, dass der Handelskonflikt mit den USA - selbst, wenn er sich zuspitzt- vorerst nur einen geringen Einfluss auf das chinesische Wachstum haben wird. 

+++ 3.44 Uhr: AfD beklagt "Verweichlichung" der Bundeswehr-Soldaten +++

Die AfD ist mit den Ausbildungsstandards bei der Bundeswehr unzufrieden. "Ich beobachte bei der Bundeswehr einen Trend zur Verweichlichung", sagte Jan Nolte, der die AfD im Verteidigungsausschuss vertritt. Natürlich sollte man Rekruten nicht unnötig quälen. Er habe jedoch den Eindruck, "dass die Soldaten nicht mehr richtig ausgebildet werden, und zwar auch weil die Ausbilder Angst haben, sie zu hart anzufassen", sagte Nolte, der vor der Bundestagswahl Soldat war.

+++ 3.14 Uhr: Innenministerium will durch Prozessrechtsform Vertrauen in Rechtsstaat stärken +++

Das Bundesinnenministerium fordert eine Reform des Prozessrechts, um das Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat zu stärken. Wirtschaftsprozesse zum Beispiel seien mitunter "undurchführbar" geworden, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Günter Krings (CDU), den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. "Die Menschen nehmen dann enttäuscht zur Kenntnis, dass Steuerhinterzieher nicht belangt werden."
Konkret kritisierte Krings etwa Missbrauchsmöglichkeiten bei Beweis- oder Befangenheitsanträgen. "Oft gibt es dann für den Richter keinen anderen Ausweg mehr als den Deal", sagte der Innenstaatssekretär. "Und Deal heißt eben auch: erheblicher Strafrabatt." Für ihn sei eine Reform des Strafprozessrechts ein "Herzstück" des von Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbarten "Pakts für den Rechtsstaat".

+++ 2.39 Uhr: Berichte über Raketenangriffe auf Syrien offenbar nur falscher Alarm +++

Ein falscher Alarm hat die syrische Flugabwehr in der Nacht zum Dienstag in höchste Bereitschaft gesetzt und den Einsatz von zahlreichen Flugabwehrraketen und Flugabwehrgeschützen bewirkt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus syrischen Militärkreisen.

Zuvor hatten syrische Staatsmedien berichtet, dass israelische Kampfflugzeuge verschiedene Ziele in Vororten von Damaskus als auch bei Homs angegriffen hätten. Die syrische Luftabwehr habe dabei mindestens neun gegnerische Raketen abgefangen, hieß es unter anderem.

+++ 1.39 Uhr: Deutscher Tourist in Bolivien tödlich verunglückt +++

Ein deutscher Tourist ist beim Bergsteigen in Bolivien tödlich verunglückt. Die Leiche des etwa 45-jährigen Mannes wurde 25 Kilometer nördlich von La Paz auf dem Hang des 6088 Meter hohen Bergs Huayna Potosí geborgen, erklärte der Polizeioberst Freddy Tambo, wie die Nachrichtenagentur AFN berichtete. Der Bergsteiger war nach Angaben der Rettungsbrigade am Wochenende abgestürzt.

+++ 0.31 Uhr: Pulitzer-Preis für Berichterstattung über den Fall Weinstein +++

Die Zeitung "New York Times" und das Magazin "New Yorker" sind für ihre Berichterstattung über die Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Hollywoodmogul Harvey Weinstein mit dem prestigeträchtigen Pulitzer-Preis geehrt worden. Den Preis bekamen beide Publikationen in der Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" verliehen. Konkret ging dieser Preis an ein von Jodi Kantor and Megan Twohey geleitetes Rechercheteam der "New York Times" sowie den "New Yorker"-Autor Ronan Farrow. Die Journalisten hatten mit ihren Artikeln über die mutmaßlich von Weinstein über Jahrzehnte hinweg verübten Übergriffe und Missbräuche nicht nur den Absturz des Filmproduzenten bewirkt, sondern auch die breite "MeToo"-Kampagne gegen die sexuelle Drangsalierung und Ausbeutung von Frauen ausgelöst. Weinstein wird von inzwischen mehr als hundert Frauen - darunter zahlreichen Filmstars - beschuldigt, sie sexuell belästigt oder gar vergewaltigt zu haben.

Der nach einem 1911 verstorbenen New Yorker Verleger benannte Pulitzer-Preis ist einer der renommiertesten Journalistenpreise der Welt. Er wird in insgesamt 21 Kategorien verliehen.

+++ 0.14 Uhr: Khloé Kardashian und Tristan Thompson nennen ihr Töchterchen True +++

Reality-TV-Star Khloé Kardashian hat vier Tage nach der Geburt ihres ersten Kindes den Namen ihrer Tochter verraten. "Unser kleines Mädchen, True Thompson, hat völlig unsere Herzen gestohlen und wir sind von Liebe überwältigt", schrieb die 33-Jährige auf Instagram. "Mommy und Daddy lieben dich, True!". Dazu postete Kardashian ein Foto von einem mit rosa Ballons und Blumen geschmückten Raum. Vater ist der Basketball-Profi Tristan Thompson. Das Mädchen kam am Donnerstag in der Stadt Cleveland zur Welt.

fs/wue / DPA / AFP