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News des Tages: Bewegende Szenen: 106-jährige Mutter von John McCain nimmt Abschied von ihrem Sohn

Anführer prorussischer Separatisten stirbt bei Anschlag +++ Messerangriff in Amsterdam: Polizei schießt Verdächtigen am Hauptbahnhof nieder +++ Feuerwehr findet zwei Kinderleichen in brennendem Haus +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Roberta McCain nimmt Abschied von ihrem Sohn John

Roberta McCain nimmt Abschied von ihrem Sohn John

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • 106-jährige Roberta McCain nimmt Abschied von ihrem Sohn (20.28 Uhr)
  • Anführer prorussischer Separatisten stirbt bei Anschlag (17.36 Uhr)
  • Fast zehn Jahre Haft nach Sprengstoffanschlag auf Dresdner Moschee (15.25 Uhr)
  • Amsterdam: Polizei schießt Mann am Hauptbahnhof nieder (12.55 Uhr)
  • Australien hebt Preis für Schachtel Zigaretten auf 16,80 Euro (4.05 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:   

+++ 22.56 Uhr: USA stellen Hilfe für Palästinenser-Hilfswerk bei UN ein +++

Die Vereinigten Staaten werden ihre Zahlungen für das Flüchtlingsprogramm der Vereinten Nationen für Palästina (UNRWA) einstellen. Das teilte das US- Außenministerium in Washington mit. Die USA müssten einen überproportionalen Teil der Last schultern, hieß es zur Begründung. Das Programm hat einen Umfang von 1,1 Milliarden Dollar jährlich. Die USA bestritten bisher rund ein Drittel. Zudem wurde kritisiert, dass das UNRWA zu viele Personen als Flüchtlinge anerkenne.

US-Präsident Donald Trump hatte zu Jahresbeginn amerikanische Hilfen für die Palästinenser auf Eis gelegt, weil er diese für den Stillstand im Friedensprozess mit Israel für verantwortlich hält.

+++ 20.48 Uhr: 106-jährige Roberta McCain nimmt Abschied von ihrem Sohn +++

Bewegende Szenen im Kapitol in Washington: Am Sarg des mit 81 Jahren gestorbenen US-Senators John McCain hat auch dessen Mutter Abschied von ihrem Sohn genommen. Die 106-jährige Roberta McCain saß in einem Rollstuhl. Während der Zeremonie, bei der unter anderem Vize-Präsident Mike Pence redete, tupfte sie sich Tränen aus den Augen. 

Eine Woche nach McCains Tod nehmen an diesem Samstag in Washington hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft bei einem Trauergottesdienst Abschied von dem Ausnahmepolitiker. Dabei sollen die früheren Präsidenten Barack Obama und George W. Bush sprechen. Aus Deutschland wird Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) erwartet. US-Präsident Donald Trump nimmt an der Trauerfeier für seinen innerparteilichen Widersacher nicht teil. 

McCain war 1982 als Abgeordneter in den Kongress eingezogen. Von 1986 an bis zu seinem Tod gehörte er dem US-Parlament als Senator an. 2008 war McCain als Präsidentschaftskandidat der Republikaner dem Demokraten Obama unterlegen.

+++ 17.36 Uhr: Anführer der prorussischen Separatisten in der Ostukraine stirbt bei Explosion +++

Der Anführer der prorussischen Separatisten in Donezk in der Ostukraine, Alexander Sachartschenko, ist Medien zufolge getötet worden. Er starb demnach bei einer Bombenexplosion, wie russische Medien am Freitag berichteten.

Video: Schwere Überflutungen nach Rekordregen in der Ukraine

+++ 17.24 Uhr: Zustimmung für die AfD liegt bundesweit bei 17 Prozent +++

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 17 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei der AfD machen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer. In den Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute hatte die Partei von Alexander Gauland und Jörg Meuthen diesen Wert schon früher erreicht. Bei der Forschungsgruppe Wahlen noch nie.

Die Union käme laut Politbarometer unverändert auf 31 Prozent. Die SPD verharrt ebenfalls konstant bei 18 Prozent. Keine Veränderung gibt es auch bei der FDP (8 Prozent). Linke (8 Prozent) Grüne (14 Prozent) würden jeweils einen Punkt verlieren.

Video: Gauland: Kann verstehen, dass Menschen ausrasten

+++ 17.20 Uhr: Barley rügt Teilnehmer der rechten Demo in Chemnitz +++

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat scharfe Kritik an den Teilnehmern der rechtsgerichteten Demonstrationen in Chemnitz geübt, bei denen es Anfang der Woche zu Ausschreitungen gekommen war. "Wer auf solchen Demos unterwegs ist, der muss sich das zurechnen lassen", sagte Barley am Freitag im Südwestrundfunk (SWR). Sie forderte ein hartes Vorgehen gegen derartige Auftritte von Radikalen.

Einwände, viele Teilnehmer der Kundgebungen seien bloß "besorgte Bürger" gewesen, ließ Barley nicht gelten. Wenn jemand "auf einer Demo unterwegs ist, wo die Leute rechtsradikale Sprüche brüllen, Menschen angreifen und den Hitlergruß zeigen, der kann sich nicht mehr verstecken und sagen: 'Ich bin ja nur ein besorgter Bürger'", sagte sie im SWR. "Dann ist man Teil eines rechtsradikalen Mobs."

+++ 16.49 Uhr: Drei Menschen sterben bei Explosion in russischer Rüstungsfabrik +++

Bei einer Explosion in einer Rüstungsfabrik in Russland sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Fünf Menschen würden vermisst, sagte der Fabrikdirektor Michail Lebedew laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tass. Während des Vorfalls hätten sich 43 Menschen auf dem Gelände aufgehalten. Die Fabrik befindet sich in Dserschinsk, rund 350 Kilometer östlich von Moskau, in der Region Nischni Nowgorod.

Nach Angaben des regionalen Katastrophenschutzministeriums wurden drei Leichen gefunden. Sechs Menschen wurden verletzt, darunter mehrere . Eine Frau erlitt Verbrennungen an 80 Prozent der Körperoberfläche. Sie wurde in eine Spezialklinik eingeliefert.

+++ 16.35 Uhr: Eltern stehen nach Fund von Kinderleichen unter Mordverdacht +++

Nach einem Familiendrama im hessischen Mörlenbach ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes gegen die Eltern. Das Amtsgericht werde am Samstag entscheiden, ob der 58 Jahre alte Mann und seine 46 Jahre alte Frau in Untersuchungshaft müssen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mit. Eine Obduktion soll klären, wie der 13 Jahre alte Junge und seine zehn Jahre alte Schwester gestorben sind.

Feuerwehrleute hatten die Leichen der Kinder am Freitagmorgen bei Löscharbeiten im Haus der Familie in Mörlenbach gefunden. Die Eltern wurden kurz darauf aus der Garage vor dem Tod durch Autoabgase gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Sie sind nicht in

Lebensgefahr. Hintergrund des Familiendramas seien ersten Ermittlungen zufolge "massive Finanzielle Probleme" der Familie, teilte die Polizei mit. Die Familie hatte nach einer Zwangsversteigerung das Haus an diesem Freitag räumen müssen.

+++ 16.00 Uhr: Busunglück mit sieben  Toten in New Mexico +++

Bei einem schweren Busunglück im US-Staat New Mexico sind am Donnerstag (Ortszeit) mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei bestätigte in der Nacht zu Freitag sieben Todesopfer. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, als ein Reisebus auf dem Highway 40 in der Nähe von Thoreau im Nordwesten New Mexicos mit einem Sattelschlepper zusammenstieß.

Die Polizei teilte auf Twitter mit, nach ersten Ermittlungen sei ein Reifen des Sattelschleppers geplatzt. Der Lastwagen sei dann über den Mittelstreifen in den Gegenverkehr geraten und frontal mit dem Bus zusammengeprallt. Die meisten Passagiere seien mit unterschiedlich schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. Der Fahrer des Sattelschleppers sei nicht lebensgefährlich verletzt worden.

+++ 15.25 Uhr: Fast zehn Jahre Haft für Sprengstoffanschläge in Dresden +++

Fast zwei Jahre nach den Sprengstoffanschlägen auf eine Moschee und ein Kongresszentrum in Dresden ist der Angeklagte Nino K. zu neun Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht in der sächsischen Hauptstadt verurteilte K. unter anderem wegen versuchten Mordes, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und versuchter besonders schwerer Brandstiftung. K. soll am 26. September 2016 selbstgebaute Rohrbomben vor der Fatih-Moschee und am Internationalen Congress Centrum gezündet haben.

+++ 14.02 Uhr: Verschwundenes Mädchen aus Freiburg nach fünf Jahren wieder da +++

Ein im Mai 2013 aus Freiburg verschwundenes Mädchen ist wieder zu Hause. Die heute 18 Jahre alte Maria H. sei wieder bei ihrer Mutter, bestätigte die Polizei. Die damals 13-Jährige war mit einem 40 Jahre älteren Mann untergetaucht. Nach ihm wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Beide hatten sich über das Internet kennengelernt. 

+++ 13.33 Uhr: Mutmaßlicher Mörder von Sophia L. nach Deutschland ausgeliefert +++

Der mutmaßliche Mörder der Studentin Sophia L. ist nach Deutschland ausgeliefert worden. Der 41 Jahre alte Lastwagenfahrer sitze in einem Gefängnis in Oberfranken, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayreuth mit. Kripo-Beamte hätten den Marokkaner am Donnerstag in Spanien abgeholt und nach Bayern gebracht. Am Freitag habe ihm ein Richter am Amtsgericht Bayreuth den Haftbefehl wegen Mordes eröffnet.

Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-jährige Sophia L. hatte Mitte Juni von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen wollen. Dabei nahm der Lkw-Fahrer sei den Ermittlungen zufolge an einer Tankstelle an der Autobahn 9 in Sachsen mit und brachte sie in Oberfranken um. Anfang der Woche war ihre Leiche zur Bestattung freigegeben worden.

+++ 13.15 Uhr: Formel 1 fährt wieder in Deutschland +++

Die Formel 1 macht im kommenden Jahr nun doch wieder Station in Deutschland. Im am Freitag veröffentlichten Renn-Kalender für die nächste Saison ist das Rennen in Hockenheim für den 28. Juli geplant, nachdem sich die Streckenbetreiber mit der Rennserie nach langen Verhandlungen doch auf die finanziellen Bedingungen für einen weiteren Grand Prix geeinigt haben.

+++ 12.55 Uhr: Polizei schießt am Amsterdamer Hauptbahnhof Mann nieder +++

Polizisten haben am Freitag im Hauptbahnhof von Amsterdam einen Mann niedergeschossen, der auf andere Menschen eingestochen haben soll. Insgesamt habe es drei Verletzte gegeben, darunter den Verdächtigen, teilte die Polizei mit. Zu den Hintergründen des Vorfalls war zunächst nichts bekannt. Die Polizei sprach lediglich von einem "Stichwaffenvorfall". Teile des Bahnhofsgeländes im Norden der Amsterdamer Innenstadt wurden den Angaben zufolge evakuiert.

+++ 12.15 Uhr: AfD in Stuttgarter Landtag macht suspendierten Justizbeamten Jobangebot +++

Der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple hat den Justizbeamten, der den Haftbefehl eines mutmaßlichen Täters der Messerattacke von Chemnitz veröffentlicht hat, als Helden bezeichnet und ihm eine Stelle angeboten. Der Betreffende könne sein Team im baden-württembergischen Landtag verstärken, sagte Räpple der dpa. Auf Facebook schrieb er: "Sie sind ein Held und genau so, wie alle meiner genialen Mitarbeiter Helden auf ihrem Gebiet sind, kann ich Sie und Ihre Expertise sehr gut in meinem Team brauchen."

Der Justizvollzugsbedienstete war am Donnerstag mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert worden, wie das sächsische Justizministerium mitteilte. Der illegal veröffentlichte Haftbefehl hatte für viel Kritik gesorgt. Das teilweise geschwärzte Dokument war unter anderem auf Internetseiten von Pro Chemnitz, einem Kreisverband der AfD sowie des Pegida-Gründers Lutz Bachmann verbreitet worden.

+++ 11.55 Uhr: Gesine Schwan soll Sarrazins Buch für die SPD überprüfen +++

Die SPD lässt das neue Buch ihres umstrittenen Parteimitglieds Thilo Sarrazin auf mögliche parteischädigende Äußerungen überprüfen. Der SPD-Parteivorstand habe Experten wie Gesine Schwan und Herta Däubler-Gmelin damit beauftragt, die Äußerungen von Sarrazin "ganz genau zu prüfen", sagte Generalsekretär Lars Klingbeil der Parteizeitung "vorwärts.de". Diese seien  gerade dabei, "sich das Buch und sein sonstiges Handeln sorgfältig anzuschauen". Am Ende werde eine Empfehlung stehen, "welche Konsequenzen die SPD ziehen sollte".

+++ 11.40 Uhr: Nach Chemnitz-Demos: Schweiz rät zur Vorsicht in Deutschland +++

Nach den Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz hat das Schweizer Außenministerium in einem Tweet zur Vorsicht geraten. "#Deutschland: Lassen Sie in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht walten, da Ausschreitungen möglich sind", heißt es in dem Tweet von Donnerstagabend.

Derselbe Satz steht auf der Webseite des Ministeriums mit den Reisehinweisen für Deutschland, mit den Vorschaltsätzen: "Das Land ist stabil. In den grossen Städten kann es aber zu Demonstrationen kommen. Lassen Sie in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht walten, da Ausschreitungen möglich sind."

+++ 10.33 Uhr: Deutschland tauscht Gebietstausch zwischen Serbien und Kosovo ab +++

Deutschland lehnt einen Gebietstausch zur Lösung des jahrzehntelangen Konflikts zwischen Serbien und dem Kosovo ab. "Wir glauben, dass das zu viele alte Wunden in der Bevölkerung aufreißen kann", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag bei einem EU-Außenministertreffen in Wien. Er halte die Diskussionen über einen Gebietstausch "nicht für zielführend".

Auch die EU-Ratspräsidentschaft Österreich zeigt sich skeptisch. "Grenzänderungen, das haben wir immer wieder gesehen, haben ihre Probleme aufgeworfen", sagte Außenministerin Karin Kneissl. Der Vorschlag für einen Gebietstausch sieht vor, dass sich Teile des von vielen Serben bewohnten Nordkosovos der Republik Serbien anschließen könnten. Im Gegenzug würde die Region Presevo in Südserbien mit ihrer Albanermehrheit dem Kosovo angegliedert.

+++ 9.57 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern: Züge überfahren 61 Schafe +++

Zwei Züge haben auf der Schnellstrecke zwischen Berlin und Hamburg eine Schafherde erfasst und 61 Tiere getötet. Die Schafe weideten auf einem Solaranlagenfeld in der Nähe von Melkhof in Mecklenburg-Vorpommern und entwichen am Donnerstagabend durch ein Loch im Zaun, wie die Polizei in Rostock am Freitag mitteilte. Erst raste ein ICE auf dem Weg nach Hamburg in die Herde. Kurz darauf wurden weitere Tiere von einem Güterzug in Richtung Berlin erfasst. Durch den Unfall verspäteten sich insgesamt 56 Züge. Weil noch weitere Kadaver geborgen werden müssen, wurden auch für Freitag Verspätungen erwartet.

+++ 9.48 Uhr: Hessen: Mutmaßliches Familiendrama - zwei Kinder tot +++

Bei einem mutmaßlichen Familiendrama sind in Südhessen zwei Kinder ums Leben gekommen. Am Freitagmorgen wurden nach einem Brand in einem Haus in Mörlenbach zwei Leichen gefunden, wie die Polizei Darmstadt mitteilte. Dabei handle es sich nach erstem Anschein um zwei Kinder. Die Feuerwehr rettete laut Polizei zwei Menschen lebend aus einem laufenden Auto, das in einer zum Haus gehörenden geschlossenen Garage stand. Die Ermittler gehen davon aus, dass es die Eltern der Kinder sind.

Zu den möglichen Hintergründen erklärte die Polizei lediglich, ein Familiendrama sei nicht auszuschließen. Weitere Angaben machte die Behörde zunächst nicht.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

+++ 9.08 Uhr: "Politbarometer": Drei Viertel der Bürger sieht Gefahr durch Rechtsextreme +++

Nach den Auseinandersetzungen in Chemnitz halten laut einer Umfrage drei Viertel der Bürger die Demokratie durch Rechtsextreme für gefährdet. Eine große oder sehr große Gefahr sehen laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" 76 Prozent der Befragten. Knapp ein Viertel (23 Prozent) sieht das nicht so. Unter den AfD-Anhängern erkennen dagegen nur 34 Prozent eine solche Gefährdung, eine Mehrheit von 65 Prozent sieht diese nicht.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 17 Prozent. Sie legte damit im Vergleich zur vorherigen Umfrage um einen Prozentpunkt zu. Die AfD erreichte damit ihren bislang besten Wert in einer "Politbarometer"-Umfrage. Die Union liegt unverändert bei 31 Prozent, die SPD verharrt bei 18 Prozent. Die Grünen sacken um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent ab. Die Linkspartei verliert auch einen Punkt und kommt auf acht Prozent. Die FDP liegt unverändert ebenfalls bei acht Prozent.

+++ 9.01 Uhr: Jean-Claude Juncker kündigt Abschaffung der Zeitumstellung an +++

In der EU wird die Zeitumstellung abgeschafft. Das sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im ZDF. "Das werden wir heute beschließen", sagte er laut "Welt" mit Blick auf die laufende Kommissionsklausur. Es wäre sinnlos, die Menchen erst zu einem Thema zu befragen, und dann, wenn es einem nicht passe, dem nicht zu folgen. In einer EU-Umfrage zur Sommerzeit hatten sich mehr als 80 Prozent dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung abzuschaffen.

+++ 8.46 Uhr: Chemnitz: Familienministerin legt am Tatort Blumen nieder +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat am Morgen in Chemnitz des 35-jährigen Mannes gedacht, dessen gewaltsamer Tod zu Ausschreitungen geführt hatte. Giffey legte Blumen an dem Ort in der sächsischen Stadt nieder, an dem der Mann niedergestochen worden war, wie das Familienministerium im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Anschließend wolle sie Vertreter der Zivilgesellschaft treffen.

"Mir war klar, dass ich herkommen muss - um zu hören, was Sie brauchen in Ihrem so wichtigen Einsatz für Demokratie und Zusammenhalt", erklärte Giffey. Sie ist das erste Mitglied der Bundesregierung, das nach den Vorfällen von Chemnitz die Stadt besucht.

+++ 8.06 Uhr: Kambodscha: Australischer Filmer wegen Spionage verurteilt +++

Wegen angeblicher Spionage ist ein australischer Dokumentarfilmer in Kambodscha zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Phnom Penh befand den Journalisten James Ricketson am Freitag für schuldig, Informationen gesammelt zu haben, die die nationale Sicherheit des südostasiatischen Landes gefährdeten. International gibt es an dem Spionageprozess viel Kritik. In Kambodscha geht Ministerpräsident Hun Sen, der seit mehr als drei Jahrzehnten amtiert, seit einiger Zeit hart gegen Opposition und Presse vor. Die wichtigste Oppositionspartei CNRP wurde vergangenes Jahr verboten, so dass Hun Sen bei der Parlamentswahl im Sommer keinerlei ernste Konkurrenz hatte. Seine Partei holte schließlich alle Mandate, so dass Hun Sen praktisch ohne demokratische Kontrolle weiter regieren kann.

Ricketson hatte im Juni vergangenen Jahres - als die CNRP noch nicht verboten war - über eine Versammlung der Opposition berichtet. Dabei filmte der heute 69-Jährige auch mit einer Kamera-Drohne aus der Luft. Dies nahm die Polizei zum Anlass, ihn festzunehmen. Alle Aufforderungen, den Dokumentarfilmer freizulassen, blieben ohne Erfolg. Sein Sohn Jesse Ricketson sagte der dpa nach dem Urteil: "Wir sind am Boden zerstört."

+++ 7.26 Uhr: Thailand: Deutscher stirbt am Strand von Koh Phi Phi +++

Auf der thailändischen Ferieninsel Koh Phi Phi ist ein deutscher Urlauber ums Leben gekommen. Der 50-Jährige stürzte nach Polizeiangaben zu Tode, als er allein an einem der vielen Strände unterwegs war. Nach bisherigen Ermittlungen rutschte er auf einem Felsen aus und schlug mit dem Kopf auf den Stein. Dort wurde auch seine Leiche gefunden. Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es nach Angaben eines Polizeisprechers nicht. Auch die Wertsachen des Mannes lagen noch am Strand.

Nach Angaben der geschah das Unglück vermutlich am vergangenen Dienstag. Die Letzten, die den Mann noch lebend sahen, waren Angestellte seines Hotels. Der 50-Jährige aus Hagen (Nordrhein-Westfalen) war vergangene Woche nach Thailand gekommen und wollte eigentlich bis zu diesem Wochenende bleiben. Weitere Angaben zu seiner Identität machte die Polizei nicht.

+++ 7.23 Uhr: Niederlande: Rechtspopulist Wilders sagt Karikaturen-Wettbewerb ab +++

Der niederländische Rechtspopulist hat einen geplanten Wettbewerb für Karikaturen des Propheten Mohammed abgesagt. Die Absage vom Donnerstag erfolgte zwei Tage nach mehreren Morddrohungen, die Wilders nach eigenen Angaben erhalten hatte. In der Öffentlichkeit und von Politikern waren Wilders Pläne als Provokation gegenüber Muslimen kritisiert worden.

Am Dienstag hatte die Polizei in den einen Mann wegen mutmaßlicher Anschlagspläne gegen Wilders festgenommen. Der Verdächtige wurde demnach am Hauptbahnhof von Den Haag gefasst. Der 26-Jährige, der mutmaßlich aus Pakistan stammt, wurde am Donnerstag einem Richter vorgeführt. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben durch ein Video bei Facebook auf den Verdächtigen aufmerksam, in dem der 26-Jährige über ein Attentat auf Wilders sowie auf das niederländische Parlament gesprochen habe. Wilders und seine Freiheitspartei (PVV) haben mit islamfeindlichen Aktionen bereits wiederholt Proteste von Muslimen heraufbeschworen.

+++ 4.52 Uhr: Japan: Sechs Tote bei Unfall mit drei Motorrädern +++

Bei einem schweren Motorradunfall in sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien schwer verletzt worden, berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Vier der Todesopfer seien Jugendliche im Alter von 14 und 18 Jahren, zwei weitere Leichen konnten zunächst nicht identifiziert werden, hieß es. Wie es zu dem Unfall mit drei Motorrädern in der westjapanischen Stadt Nara kam, sei unklar.

+++ 4.28 Uhr: Kanada: Einkaufszentrum in Toronto nach Schüssen evakuiert +++

Im kanadischen ist ein Einkaufszentrum nach Schüssen evakuiert worden. Zwei Gruppen von Männern seien am Donnerstag in Streit geraten, es seien "mindestens zwei Schüsse" abgefeuert worden, der Schütze sei geflüchtet, teilte die Polizei mit. Ein Mensch habe mit einem Rettungswagen fortgebracht werden müssen, dies sei aber "keine direkte Folge der abgegebenen Schüsse" gewesen. Mehrere weitere Menschen erlitten demnach Verletzungen, als sie vor den Schüssen zu den Ausgängen des Einkaufszentrums rannten. Die Gegend rund um das Einkaufszentrum wurde vorübergehend abgeriegelt, als die Polizei nach den Verdächtigen suchte.

+++ 4.05 Uhr: Australien erhöht Zigarettenpreis auf 16,80 Euro pro Packung +++

Australien macht das Rauchen immer teurer. Durch eine abermalige Erhöhung der Tabaksteuer um 12,5 Prozent kostet die 20er-Packung Zigaretten von diesem Samstag an knapp 27 australische Dollar - umgerechnet etwa 16,80 Euro. Im nächsten und im übernächsten Jahr soll der Preis nochmals um jeweils 12,5 Prozent steigen. Ziel ist, die Leute vom Rauchen abzuhalten.

Nach einem globalen Überblick des Magazins "Economist" sind Zigaretten in Australien damit so teuer wie nirgendwo sonst auf der Welt. Zum Vergleich: In Deutschland kostet die gebräuchliche 20er-Packung nach Angaben des Zigarettenverbands derzeit durchschnittlich 6,40 Euro. Die australische Politik folgt einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nach deren Einschätzung sind Tabaksteuern "mit Abstand der effektivste Weg, um Raucher zum Verzicht zu bewegen und Kinder davon abzuhalten, mit dem Rauchen anzufangen".

+++ 3.35 Uhr: Spanien: Wohl keine schnelle Auslieferung von Ali S. +++

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Düsseldorfer Frauenmörders Ali S. in Sevilla ist eine schnelle Abschiebung nach Deutschland unwahrscheinlich. Eine Anfrage dazu bei den spanischen Behörden brachte am Donnerstag kein Ergebnis. Zuständig für die Entscheidung über eine Auslieferung ist nach spanischem Recht die Staatsanwaltschaft. Die Verfahren dauern erfahrungsgemäß lang. In Deutschland laufen Mordermittlungen gegen den Mann.

Die spanische Polizei hatte den 44-jährigen Iraner am Mittwoch unweit der historischen Altstadt von Sevilla festgenommen. Nach einer spanischen Polizeimitteilung, über die auch die "Bild"-Zeitung berichtete, hatte der Verdächtige versucht zu fliehen und sich dann aggressiv gewehrt. Er sitzt nun in Spanien in Haft.

+++ 3.34 Uhr: Martin Schulz besucht Brasiliens Ex-Präsidenten in Haft +++

Der frühere SPD-Vorsitzende und Ex-EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat den inhaftierten brasilianischen Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva im Gefängnis besucht und ihm seine Unterstützung ausgesprochen. "Keine Macht der Welt kann mich daran hindern, zu einem Mann, den ich seit vielen Jahren kenne und zu dem ich Vertrauen habe, zu sagen: Ich glaube Dir", sagte Schulz in einem am Donnerstag (Ortszeit) bei Facebook verbreiteten Video im brasilianischen Curitiba, wo Lula in Haft sitzt. Schulz sagte in dem Video, er sei "heute hier, um den Präsidenten zu unterstützen, um ihm meine Solidarität, aber auch die Solidarität der deutschen Sozialdemokraten und der europäischen Sozialisten zu übermitteln". Die Verfahren gegen Lula "werfen weltweit Fragen auf", sagte Schulz. Lula stehe für dieselben Werte wie er selbst.

Lula trat im April eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Korruption und Geldwäsche an. Lula bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe und erklärt seine Verurteilung für politisch motiviert. Trotz seiner Inhaftierung hat ihn Brasiliens Arbeiterpartei (PT) für die Präsidentschaftswahl im Oktober als Kandidaten aufgestellt. Er führt in den Umfragen.

+++ 2.21 Uhr: USA: Mindestens sechs Tote bei Busunglück in New Mexico +++

Bei einem schweren Busunglück im US-Staat New Mexico sind am Donnerstag (Ortszeit) nach Medienberichten mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Rund 40 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, als der Greyhound-Reisebus auf dem Highway 40 in der Nähe von Thoreau im Nordwesten von New Mexico mit einem Sattelschlepper zusammenstieß. Die Behörden befürchteten, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war bei dem Sattelschlepper ein Vorderreifen geplatzt, das tonnenschwere Fahrzeug geriet daraufhin über den Grünstreifen in den Gegenverkehr und prallte dort frontal gegen den Bus. Bilder vom Unfallort zeigten den Bus, dessen Vorderteil vollständig eingedrückt war, während auf dem Highway der Inhalt des Aufliegers des Trucks verstreut war.

USA: Lkw kollidiert mit Greyhound-Bus: Mehrere Fahrgäste sterben in New Mexico

+++ 1.19 Uhr: Neuseeland: Whistleblowerin Chelsea Manning darf einreisen +++

Im Gegensatz zu Australien hat Neuseeland den Weg für die ehemalige WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning zu einer Vortragsreihe geebnet. Die Immigrationsbehörde in Wellington bestätigte, dass Manning für ihren Besuch ein besonderes Einreisevisum beantragen könne. Australien hatte Manning dagegen am Vortag die Einreise verweigert, wie die Veranstalter mitteilten. Die US-Amerikanerin war vom australischen Innenministerium informiert worden, dass sie vermutlich keine Einreiseerlaubnis erhalten werde, teilte der Tour-Veranstalter Think am Donnerstag mit. Vom Ministerium gab es zunächst keinen Kommentar. Erste Station der Reise sollte am Samstag das Opernhaus in Sydney sein.

Die Ex-Soldatin soll - damals noch unter dem Namen Bradley Manning - mehr als 700.000 teils geheime Dokumente an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergegeben haben. In den USA wurde die "Whistleblowerin" deshalb zu 35 Jahren Haft verurteilt. Auf Initiative des damaligen US-Präsidenten Barack Obama kam sie nach sieben Jahren vorzeitig frei. Manning ist Transgender und lebt seit einigen Jahren als Frau.

+++ 0.38 Uhr: USA: Vier Tote bei Flugzeugabsturz in Florida +++

Vier Menschen sind am Donnerstag beim Absturz eines Kleinflugzeugs in der Nähe des Militärflughafens Eglin im US-Staat Florida ums Leben gekommen. Die zweimotorige private Beechcraft BE-60 sei beim Landeanflug auf einen nahe gelegenen Zivilflughafen auf dem Gelände des Militärstützpunkts abgestürzt und in einem Wald am Boden zerschellt, berichteten lokale Medien. Über die Unglücksursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.

+++ 0.08 Uhr: Sachsens Innenminister dankt Sicherheitskräften +++

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat den Polizeieinsatz beim Diskussionsforum der Regierung mit Einwohnern von Chemnitz als Erfolg verbucht. "Ich danke alle Sicherheitskräften für ihren Einsatz. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Bürgergespräch und die Versammlungen ohne größere Störungen verliefen", sagte Wöller am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur. 

Laut Wöller hatten 1200 Polizisten aus fünf Bundesländern und der Bundespolizei in Chemnitz für Sicherheit gesorgt. Am Rande des Dialogforums versammelten sich nach Polizeiangaben rund 900 Demonstranten der rechtspopulistischen Bewegung "Pro Chemnitz". Die Stadt steht seit Tagen im Fokus. Am Sonntag war hier am Rande des Stadtfestes ein 35 Jahre alter Deutscher erstochen worden. Zwei Männer aus dem Irak und Syrien sitzen als Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Später hatte es in Chemnitz ausländerfeindliche Ausschreitungen gegeben.

+++ 0.07 Uhr: Bericht: Kaum Korruption in der Bundesregierung +++

Gegen 23 Beamte und Angestellte der Bundesregierung sind im vergangenen Jahr Ermittlungen wegen Korruption eingeleitet worden. Das geht nach Angaben der "Bild"-Zeitung aus einem Untersuchungsbericht des Innenministeriums für den Bundestag hervor. Demnach wurden rund 470.000 Beschäftigte in 929 Behörden auf Korruption überprüft. Nur in 0,005 Prozent der Fälle gab es "Treffer".

Die meisten Fälle wurden im Auswärtigen Amt gemeldet. Dabei geht es um Hinweise auf unrechtmäßig vergebene Einreise-Visa und um den Verdacht der Schleuserkriminalität. Drei Mitarbeiter des Ministeriums sollen zudem teure VIP-Tickets für eine Sportveranstaltung angenommen haben. Im Verkehrsministerium wird wegen Bestechung bei einem Straßenbau-Auftrag ermittelt.

+++ 0.06 Uhr: Libyen: 30 Tote und Dutzende Verletzte bei Gewalt in Tripolis +++

Bei Zusammenstößen rivalisierender Milizen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind seit Anfang der Woche mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten wurde von den Gesundheitsbehörden mit 96 angegeben. Die meisten Opfer seien Zivilisten, die zwischen die Fronten geraten waren.

Ein Grund für den Ausbruch der Gewalt, in dessen Verlauf neben Schusswaffen auch Granatwerfer zum Einsatz kamen, wurde nicht genannt. Die Milizen, die sich bekämpft hatten, waren demnach als Unterstützer der Regierung in Tripolis bekannt. Die Konfliktparteien einigten sich am Mittwoch auf Feuereinstellung, die seitdem nach Regierungsangaben weitgehend respektiert wurde.

tkr / DPA / AFP