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News des Tages: Dresdner Fußballprofi bei Überfall angeschossen - Kioskbesitzerin getötet

Explosionen auf Markt für Pyrotechnik in Mexiko +++ Kinder leben tagelang neben toter Mutter +++ Neue Erkenntnisse zu Flug MH370 +++ Smogalarm sprengt Messwerte in China +++ Die News des Tages.

Blaulicht eines spanischen Polizeiwagens (Symbolbild): In einer Wohnung auf Mallorca wurde eine tote Frau entdeckt

Blaulicht eines spanischen Polizeiwagens (Symbolbild): In einer Wohnung auf Mallorca wurde eine tote Frau entdeckt

Die wichtigsten News des Tages im stern-Newsticker.

Dies sind die Nachrichten des Tages vom 20.Dezember. Alle aktuellen News von heute (21. Dezember) finden Sie hier.

+++ 23.38 Uhr: Obama erschwert Trump Ölbohrungen in Arktis und Atlantik +++

US-Präsident Barack Obama hat seinem Nachfolger Donald Trump bei der Ausbeutung von Energiereserven in der sensiblen Natur der Arktis Knüppel zwischen die Beine geworfen. Gemeinsam mit dem Nachbarstaat Kanada haben die USA große Teile der arktischen Gewässer für Ölbohrungen gesperrt. Das teilte das Weiße Haus mit. Gesperrt bleiben die Tschuktensee und die Beaufort See auf der US-Seite und die kompletten Arktis-Gewässer vor Kanada. Damit sollten die einzigartigen und vielfältigen Ökosysteme sowie die Interessen der Ureinwohner geschützt werden, hieß es vom Weißen Haus. Das Risiko von Ölverschmutzungen durch riskante Bohrvorhaben in technisch schwer beherrschbaren Gefilden solle minimiert werden. Obama werde auch große Teile der atlantischen Küstenregion im Osten der USA von Neu-England bis Virginia für Ölvorhaben sperren. Bereits bestehende Lizenzen seien von den Sperrungen nicht betroffen.

+++ 23.01 Uhr: Explosionen auf Markt in Mexiko - viele Verletzte +++

Bei einer Reihe von Explosionen auf einem Markt für Pyrotechnik in Mexiko sind Medienberichten zufolge zahlreiche Menschen verletzt worden. Die sechs Explosionen ereigneten sich am Dienstag in der Ortschaft Tultepec im Bundesstaat México, wie der Zivilschutz mitteilte. Bei dem Unglück auf dem Markt San Pablito seien 70 Menschen verletzt worden, berichtete der Fernsehsender Milenio TV. Mindestens ein Mensch habe schwere Verbrennungen erlitten. Über der Ortschaft stand eine große Rauchwolke. Rettungsleute wurden an die Unglücksstelle verlegt. Die Feuerwehr versuche, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, sagte der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente. Die Verletzten kamen in Krankenhäuser. Soldaten evakuierten die Gebäude rund um den Markt. 

+++ 22.49 Uhr: Dresden-Profi bei Überfall angeschossen - Kioskbesitzerin stirbt +++

Fußballprofi Marc Wachs vom Zweitligisten Dynamo Dresden ist in einem Kiosk in Wiesbaden von einem Unbekannten angeschossen worden. Wie der Verein am Abend mitteilte, wurde der 21-Jährige nach der Attacke notoperiert, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr. Dagegen starb die Kioskbesitzerin bei dem Angriff. Die 59-Jährige ist nach Angaben der Polizei die Tante von Wachs. Ihr 63 Jahre alter Ehemann wurde ebenfalls verletzt. Die Hintergründe der Tat, ob es sich beispielsweise um einen Überfall handelte, sind der Polizei zufolge noch unklar.


+++ 22.41 Uhr: Vatileaks 2-Prozess - Papst begnadigt verurteilten Priester +++

Ein im sogenannten Vatileaks 2-Prozess verurteilter Priester kommt vorzeitig frei. Papst Franziskus habe die Freilassung des Mannes auf Bewährung bewilligt, teilte der Vatikan mit. Der spanische Priester Lucio Vallejo Balda sollte am Abend das Gefängnis verlassen. Balda war im Juli zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er Journalisten geheime Dokumente über Geldverschwendung im Vatikan zugespielt hatte. Die vorzeitige Freilassung sei ein Akt der Gnade, hieß es in der Mitteilung. In dem Prozess war neben Balda auch die PR-Expertin Francesca Immacolata Chaouqui verurteilt worden. Sie bekam eine zehn Monate lange Bewährungsstrafe. Angeklagt waren damals auch zwei Journalisten. Sie hatten auf Grundlage der Informationen Bücher veröffentlicht, in denen sie dem Vatikan unter anderem maßlose Geldverschwendung vorwerfen.  

+++ 20.32 Uhr: VW einigt sich mit US-Behörden auf Entschädigung +++

Im Volkswagen-Abgasskandal hat sich der Konzern mit den US-Behörden auf eine Entschädigung für rund 80.000 Fahrer von Autos mit Drei-Liter-Dieselmotoren geeinigt. Das teilte der zuständige Richter in San Francisco mit. Betroffen sind vor allem Wagen der VW-Marken Porsche und Audi.

+++ 19.54 Uhr: Drei Kinder leben tagelang neben toter Mutter +++

Drei Kinder haben auf Mallorca tagelang neben ihrer toten Mutter gelebt. Die Leiche der Frau sei heute in einer Wohnung von Palma, der Hauptstadt der spanischen Ferieninsel, aufgefunden worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Polizei. Bei der Toten handele es sich um eine aus Afrika stammende 40 Jahre alte Einwanderin, die nach ersten Erkenntnissen vor vier Tagen eines natürlichen Todes gestorben sei.

Das jüngste der drei elf, zehn und fünf Jahre alten Kinder war den Angaben zufolge auf die Straße gegangen und hatte einen Parkgärtner um Hilfe gebeten. Er und seine Geschwister hätten tagelang nichts gegessen, weil die Mutter im Bett liege und nicht aufwache, habe der kleine Junge gesagt. Der Gärtner habe daraufhin die Polizei benachrichtigt, die in die Wohnung gegangen sei und dort die Tote entdeckt habe. Die Kinder seien zur ersten Betreuung ins Krankenhaus gebracht worden.

+++ 19.22 Uhr: Bluttat in Arztpraxis: Opfer wurde von zehn Kugeln getroffen +++

Bei dem tödlichen Streit in einer Marburger Arztpraxis ist das 67 Jahre alte Opfer der Bluttat von mindestens zehn Schüssen getroffen worden. Dies habe die rechtsmedizinische Untersuchung ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft Marburg mit. Die Kugeln seien aus kurzer Entfernung abgefeuert worden. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte ein 53 Jahre alter Mediziner am vergangenen Donnerstag seinen Kollegen umgebracht, bevor er sich selbst erschoss. Staatsanwalt Christian Hartwig sagte, die Kugeln hätten Ober- und Unterkörper des 67-Jährigen getroffen. Innere Organe wie Herz, Lunge und Leber seien verletzt worden. Der 53-jährige Mediziner habe sich danach in den Kopf geschossen. Die Tatwaffe war eine Walther P99 (Kaliber 9 Millimeter). Der Sportschütze hatte einen Waffenschein und besaß die Pistole legal, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

+++ 19.02 Uhr: Kölner Hauptbahnhof nach Bombendrohung geräumt +++

Der Kölner Hauptbahnhof wurde nach einer Bombendrohung vorübergehend geräumt. Der Bahnhof sei geräumt und die Züge angehalten worden, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei der Nachrichtenagentur AFP. Die telefonische Bombendrohung ging demnach gegen 18 Uhr bei der Polizei ein. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab die Polizei inzwischen wieder Entwarnung. Gegen 18.58 Uhr wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Dies wurde auch von einem Polizeisprecher bestätigt.

+++ 16.34 Uhr: Österreichische Polizei nimmt Marokkaner unter Terrorverdacht fest +++

In Österreich hat die Polizei hat einen Terrorverdächtigen gefasst. Der 25-jährige Marokkaner wurde bei einem Polizeieinsatz in einer kleinen Flüchtlingsunterkunft in Fuschl unweit der deutschen Grenze festgenommen und in Untersuchungshaft genommen, wie die Staatsanwaltschaft Salzburg mitteilte. Der Asylbewerber wird demnach verdächtigt, zwischen Weihnachten und Neujahr einen Anschlag in Salzburg geplant zu haben.

Gegen den 25-Jährigen werde wegen des "Verdachtes der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung" ermittelt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen laufen demnach bereits seit November, als die Polizei "Informationen" über die mutmaßlichen Anschlagspläne erhielt. 

+++ 16.09 Uhr: Verteidiger lehnen Zschäpe-Gutachter im NSU-Prozess ab +++

Im Münchner NSU-Prozess hat sich am Dienstag die geplante Vorlage des psychiatrischen Gutachtens über die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe immer weiter verzögert. Zschäpes Pflichtverteidiger Wolfgang Heer beantragte am Mittag, den vom Gericht bestellten psychiatrischen Gutachter Henning Saß von seiner Aufgabe zu entbinden. Heer warf Saß zahlreiche "methodische" Fehler vor, die sich bereits in einer schriftlichen Vorabfassung seines Gutachtens befunden hätten. So habe Saß an zahlreichen Stellen nur "subjektive Wertungen"
wiedergegeben - etwa wenn er von einem "ablehnenden Zug um den Mund" der Angeklagten schreibe. Außerdem habe er Zschäpe nicht persönlich sprechen können, was der Angeklagten aber nicht angelastet werden dürfe. 

Das Gericht unterbrach nach Heers Antrag die Verhandlung ein weiteres Mal. Zuvor hatte es längere Auseinandersetzungen über den Umgang mit einem persönlichen Brief Zschäpes an einen ehemals in Nordrhein-Westfalen einsitzenden Neonazi gegeben. Ob und wann Saß sein Gutachten vortragen kann, war auch am frühen Nachmittag offen. 

+++ 15.27 Uhr: Navi-Fehler verursacht vermutlich Tod eines russischen Taxi-Fahrgasts +++

Der Navi-Fehler eines russischen Taxifahrers hat möglicherweise einen 77 Jahre alten Mann das Leben gekostet. Der Fahrer soll seinen Fahrgast nahe St. Petersburg im falschen Dorf abgesetzt haben. Bei starkem Frost starb der Rentner den Angaben zufolge an einem Herzinfarkt. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein, wie die Agentur Interfax meldete. Es wurden Augenzeugen, der Fahrer und Mitarbeiter des Taxiunternehmens befragt.

Der alte Mann wollte nach einem Arztbesuch in St. Petersburg in sein rund 35 Kilometer entferntes Heimatdorf Innolowo zurückkehren, wie es in dem Bericht weiter hieß. Stattdessen sei er im nahegelegenen Ort Rajkusi gelandet. Vermutlich habe das Navigationssystem zwei gleichnamige Straßen verwechselt. Die Leiche des 77-Jährigen war bereits am vergangenen Freitag gefunden worden.

+++ 15.10 Uhr: Tiere packen eigene Geschenke im Zoo Hannover aus +++

Tierische Bescherung: Im Zoo Hannover haben die Bewohner schon vor Weihnachten ihre Geschenke ausgepackt. Löwen, Erdmännchen und Eisbären durften sich in diesem Jahr über festlich eingepackte Leckerbissen freuen. "Die Löwen haben sich schnell an ihre Pakete herangewagt - die Erdmännchen waren vorsichtiger", sagte Zoosprecherin Simone Hagenmeyer. "Da musste die rote Weihnachtsmütze zwischen den Mehlwürmern erst einmal gemeinschaftlich untersucht werden." Beim Geschenkeauspacken gehe es hauptsächlich um die Beschäftigung der Tiere, erklärte Hagenmeyer. Die Tierpfleger sorgen demnach täglich für abwechselnde Beschäftigung der Zoobewohner.

+++ 15.08 Uhr: VW-Chef Müller distanziert sich von seinen Vorgängern +++

Volkswagen-Chef Matthias Müller hat seinen Vorgängern Martin Winterkorn und Ferdinand Piëch mangelnden Weitblick vorgeworfen. Beide hätten in den vergangenen zwei Jahrzehnten vieles richtig gemacht. "Aber sie haben ihren Blick letztlich zu wenig in die Zukunft gerichtet, sie waren sehr gegenwartsbezogen", sagte Müller der "Zeit". "Wir haben immer versucht, Herrn Winterkorn davon zu überzeugen, dass er Aufgaben abgeben muss und dass wir uns um die großen Themen Elektromobilität und Digitalisierung entschlossener kümmern müssen." Müller hat dem von der Abgas-Krise gebeutelten Autobauer einen neuen Kurs hin zu mehr E-Autos und mehr digitaler Innovation verordnet.

+++ 14.21 Uhr: Freispruch im Kölner Schleuserprozess +++

Im Kölner Prozess um Menschenschmuggel über das Mittelmeer sind die beiden Angeklagten freigesprochen worden. Für ihre Zeit in Untersuchungshaft steht ihnen Entschädigung zu. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft ihre Vorwürfe gegen die Angeklagten fallen gelassen. Die Aussage des Belastungszeugen sei widersprüchlich und nicht plausibel gewesen, sagte Staatsanwalt Alexander Fuchs in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Köln. Die Angeklagten, zwei Brüder im Alter von 20 und 18 Jahren, waren beschuldigt worden, für das Ertrinken von mindestens acht Flüchtlingen auf dem Mittelmeer mitverantwortlich zu sein.

+++ 12.53 Uhr: Brutale Selbstjustiz - Unbekannter attackiert 13-Jährige +++

Aus Ärger über falsches Benehmen hat ein Unbekannter in Baden-Württemberg ein 13 Jahre altes Mädchen angegriffen und verletzt. Das Mädchen hatte am Montagabend in der Nähe eines Bahnhofs in Lörrach auf den Boden gespuckt, wie die Polizei mitteilte. Demnach regte sich der Mann so sehr darüber auf, dass er die 13-Jährige beleidigte, ihr vor die Fuße spuckte und ihr eine Ohrfeige verpasste. Das Mädchen kam ins Krankenhaus, der Mann sei geflüchtet. Die Polizei sucht noch nach ihm.

+++ 11.50 Uhr: Zwei Tote nach Unwettern in Spanien - Mallorca schließt Schulen +++

Bei schweren Unwettern rund um die Stadt Murcia im Südosten Spaniens sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.
In der Ortschaft Los Alcázares, die besonders von den Regengüssen betroffen war, sei ein 47-Jähriger in seiner überfluteten Garage gestorben, berichtete die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf Einsatzkräfte. Zuvor sei ein 40-jähriger Mann in ein Schwimmbad gestürzt und von den Wassermassen fortgespült worden. Er sei ertrunken, hieß es. Die Straßen in Los Alcázares waren überflutet.

Auch auf Mallorca richteten sintflutartige Regenfälle Schäden an. Teilweise habe es auf der Baleareninsel in 24 Stunden doppelt so viel geregnet wie sonst im ganzen Dezember, zitierte das "Mallorca Magazin" eine Sprecherin des Wetteramtes Aemet. In der Hauptstadt Palma seien innerhalb von 24 Stunden 104 Liter Wasser pro Quadratmeter niedergegangen, im besonders heftig betroffenen Ort Campos im Inselinneren waren es demnach 109 Liter. Laut "Mallorca Zeitung" blieben in 15 Orten die Schulen geschlossen.

+++ 11.46 Uhr: Massenkarambolage bei Nebel in Frankreich - mindestens fünf Tote +++

Bei einer Massenkarambolage sind in Westfrankreich mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Es gab auch zahlreiche Verletzte, wie der Nachrichtensender BFM-TV und andere französische Medien mit Verweis auf die Feuerwehr berichteten. Es seien etwa 40 Fahrzeuge in den Unfall verwickelt gewesen, darunter ein Lastwagen, so BFM-TV. Der Unfall ereignete sich demnach bei dichtem Nebel in der Vendée, auf der Schnellstraße zwischen Les Sables-d'Olonne und La Roche-sur-Yon.

+++ 11.40 Uhr: Raubüberfall in Wiesbaden - Frau getötet, zwei Männer verletzt +++

Bei einem Raubüberfall auf einen Kiosk in Wiesbaden ist eine Frau getötet worden. Zwei Männer wurden dabei schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Sie kamen in Krankenhäuser. Nach Angaben der Polizei betrat ein bewaffneter Mann den Kiosk im Stadtteil Biebrich. Ein Zeuge habe beobachtet, wie der Mann schoss. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar, der Täter war auf der Flucht. Die Polizei fahndet nach einem etwa 20 bis 30 Jahre alten Mann, auch ein Hubschrauber war über dem Gebiet im Einsatz. Die Kriminalpolizei und die Spurensicherung untersuchten den Tatort.

+++ 11.26 Uhr: Waffenarsenal bei "Reichsbürger"-Rentnerpaar sichergestellt +++

Mehr als ein Dutzend Schusswaffen hat die Polizei bei mutmaßlichen "Reichsbürgern" im westfälischen Witten sichergestellt. Die Beamten fanden bei einer Durchsuchung 14 Schusswaffen, 8 Luftdruck- und Gaswaffen sowie eine große Menge dazugehörige Munition, teilte die Polizei mit. Der Rentner und seine Frau hätten als Sportschützen die Waffen zwar legal besessen, die Waffenscheine seien aber vor dem Hintergrund der "Reichsbürger"-Bewegung widerrufen worden. Im Falle des Ehemannes gebe es konkrete Beweise, dass er dieser Bewegung angehöre. Bei der Ehefrau gebe es Anhaltspunkte.

+++ 11.21 Uhr: Folter am Kanal: Richter verhängen bis zu sechs Jahre Jugendhaft +++

Drei Teenager aus dem Münsterland, die einen Auszubildenden fast zu Tode folterten, sind zu Jugendhaftstrafen von bis zu sechs Jahren verurteilt worden. Die 17, 18 und 19 Jahre alten Angeklagten hatten ihr Opfer im April unter einem Vorwand an den Dortmund-Ems-Kanal gelockt und dort zwei Stunden lang gequält. Der Auszubildende (20) wurde geschlagen, gewürgt und mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Das Urteil gegen die drei Angeklagten verkündeten die Richter des Landgerichts Münster.

Die 17-jährige Angeklagte hatte im Vorfeld der Geschehnisse gegenüber ihren Mittätern behauptet, dass der Auszubildende sie vergewaltigt habe. Daraufhin wollten ihre Freunde laut Staatsanwaltschaft Rache nehmen. Die beiden Mitangeklagten hatten dann erst im Prozess erfahren, dass es diese Vergewaltigung nie gegeben hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte bis zu siebeneinhalb Jahre Jugendhaft gefordert.

+++ 11.13 Uhr: Japan tötet wegen Vogelgrippe weitere 122.000 Hühner +++

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe werden in Japan weitere 122.000 Hühner gekeult. Beamte der betroffenen Provinz Miyazaki auf der südlichen Hauptinsel Kyushu begannen am Dienstag mit der Tötung der Tiere, wie die örtliche Verwaltung bekanntgab. Auf einem Gehöft waren rund 100 Hühner tot aufgefunden worden. Mehrere von ihnen seien bei vorläufigen Tests positiv auf Vogelgrippe getestet worden, hieß es. Um welchen Virustyp es sich genau handelte, könne man erst in zwei bis drei Tagen sagen.

In den vergangenen Wochen war auch auf Gehöften in den Provinzen Niigata, Aomori sowie auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido die Vogelgrippe ausgebrochen. Dabei habe es sich jeweils um den Virustyp H5N6 gehandelt, erklärte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Tokio. Hunderttausende Hühner wurden seither auf den betroffenen Höfen gekeult. In Deutschland grassiert der Vogelgrippe-Typ H5N8.

+++ 10.48 Uhr: Rotes Kreuz: 25.000 Menschen haben Aleppos Rebellengebiete verlassen +++

Seit Beginn der Evakuierung haben nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) etwa 25.000 Menschen die letzten Rebellengebiete der nordsyrischen Stadt Aleppo verlassen. Alleine seit der Wiederaufnahme der Transporte am Sonntagabend seien 15.000 Menschen in das Umland Aleppos in Sicherheit gebracht worden, sagte IKRK-Sprecherin Ingy Sedky. Die Evakuierung Ost-Aleppos, wo noch Tausende bei winterlichen Temperaturen auf die Busse der Regierung warten, gehe auch am Dienstag weiter.

+++ 10.42 Uhr: Zwei Tote nach Erdrutsch in vietnamesischer Touristenstadt +++

Bei einem Erdrutsch in dem vietnamesischen Küstenort Nha Trang sind einem Medienbericht zufolge mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen - darunter ein vier Jahre alter Junge. Zehn Einwohner wurden verletzt, als mehrere Häuser einstürzten, wie die Lokalzeitung "Tuoi Tre" unter Berufung auf Rettungskräfte schrieb. Der Erdrutsch habe die Bewohner des Touristenorts am frühen Morgen (Ortszeit) im Schlaf überrascht. Hunderte Polizisten und Soldaten seien im Einsatz, um Überlebende zu retten. Nha Trang war im Dezember nach starken Regenfällen bereits mehrmals von Fluten getroffen worden. Zwei Menschen starben in den Wassermassen, als ein Kanal in einem Wohngebiet auseinanderbrach. 

+++ 10.24 Uhr: Vorlage von Gutachten über Zschäpe im NSU-Prozess verzögert sich +++

Die Vorlage des psychiatrischen Gutachtens über die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe im Münchner NSU-Prozess verzögert sich. Zu Beginn des Prozesstages kam es zunächst zu längeren Auseinandersetzungen über den Umgang mit einem persönlichen Brief Zschäpes an einen ehemals in Nordrhein-Westfalen einsitzenden Neonazi. Nach einem Protest von Zschäpes Anwältin Anja Sturm gegen die Verlesung von Zitaten durch einen Nebenklage-Anwalt wurde die Hauptverhandlung unterbrochen. Ob und wann der Sachverständige Henning Saß mit der Erstattung seines Gutachtens beginnen kann, war am Vormittag offen.

+++ 10.23 Uhr: Polizei: Toter wohl der Schütze in einer Moschee in Zürich +++

Nach den Schüssen in einer Moschee in Zürich ist ein in der Nähe des Tatorts aufgefundener Toter als möglicher Schütze identifiziert worden. Es deute alles darauf hin, sagte eine Polizeisprecherin. Allerdings stünden noch letzte Ermittlungen aus. Neben dem Toten, der unter einer Brücke nur wenige hundert Meter vom Tatort lag, war auf Fotos eine Waffe zu sehen. Die Fahndung nach dem Täter war am Dienstag eingestellt worden. Über die Ermittlungsergebnisse wollen die Behörden auf einer Pressekonferenz um 14 Uhr berichten.

Ein etwa 30-jähriger Unbekannter hatte am Montagabend im Gebetsraum eines Islamischen Zentrums wahllos auf mehrere Betende geschossen und drei Menschen verletzt. Die Männer im Alter von 30, 35 und 56 Jahren wurden ins Krankenhaus gebracht.

+++ 10.18 Uhr: Russische Ermittler nach Attentat auf Botschafter in der Türkei +++

Nach dem Mordanschlag auf den russischen Botschafter in Ankara hat Moskau ein Untersuchungsteam in die Türkei geschickt. Wie der Kreml laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen mitteilte, wurden 18 Ermittler, Diplomaten und Vertreter der Sicherheitsdienste nach Ankara entsandt. Das Team werde die Ermittlungen zu dem Attentat auf Botschafter Andrej Karlow am Montagabend unterstützen, hieß es.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow teilte mit, die Experten seien in Ankara gelandet. Die Ermittlungen russischer Experten wurden am Montagabend zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem türkischen Kollege Recep Tayyip Erdogan telefonisch vereinbart, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilte.

+++ 9.30 Uhr: Anklage wegen Mordes nach Angriff mit Dönermesser +++

Knapp fünf Monate nach dem tödlichen Angriff mit einem Dönermesser in Reutlingen hat die Staatswaltschaft Anklage wegen Mordes erhoben. Wie die Behörde in Tübingen mitteilte, wertet sie die Tat vom 24. Juli, bei der noch fünf weitere Menschen verletzt wurden, zudem als versuchten Mord mit gefährlicher Körperverletzung.

Ein 21-Jähriger hatte seine Freundin Ende Juli in aller Öffentlichkeit mit einem Dönermesser umgebracht. Die beiden hatten zusammen in einem Imbiss gearbeitet. Auf seiner Flucht verletzte der anerkannte Asylbewerber die fünf Menschen. "Die Motivation für die Tatbegehung konnte bislang nicht geklärt werden", teilten die Ermittler mit. Anhaltspunkte für einen politischen oder religiösen Grund gebe es nicht.

+++ 9.22 Uhr: Smog-Alarm in Nordchina: "Airpocalypse" sprengt Messwerte +++

Trotz Fahrverboten und Fabrikschließungen hat sich der gefährliche Smog im Norden Chinas weiter ausgebreitet. 460 Millionen Menschen in sechs Provinzen sind "stark verschmutzter" oder "gefährlicher" Luft ausgeliefert, teilte die Umweltorganisation Greenpeace mit. Demnach sei die Smog-Glocke, die sich seit vergangenem Freitag über Peking und vielen anderen Städten ausbreitet, die bisher schlimmste in diesem Jahr. 

Der ausgerufene Smog-Alarm der höchsten Warnstufe "Rot" verdeutliche zwar, dass die Regierung die Verschmutzung ernst nehme. Die erneute "Airpocalypse" zeige aber auch, dass China den Verbrauch von Kohle schneller zurückfahren und den Umbau der Wirtschaft entschlossener vorantreiben müsse, sagte Greenpeace-Klimaexperte Dong Liansai. Wegen der extremen Luftverschmutzung hatten Peking und über 20 andere Städte in der Region am Freitag die höchste Smog Alarmstufe ausgerufen, die Fahrverbote, Fabrik- und Schulschließungen zur Folge hatte. Laut Pekings Umweltbehörde haben die Maßnahmen dazu beigetragen, dass die Luftqualität nicht noch schlechter ist. Dennoch ergaben Messungen für gefährlichen Feinstaub (PM2,5) in Peking am Dienstag Werte von über 450 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft - das Achtzehnfache des Grenzwertes der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

+++ 6.26 Uhr: Australien und Frankreich unterzeichnen U-Boot-Milliardendeal +++

Das Milliardengeschäft zwischen Australien und Frankreich zum Bau zwölf neuer U-Boote ist unter Dach und Fach. Der australische Premierminister Malcolm Turnbull und Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian unterschrieben den Vertrag am Dienstag in Adelaide. Der französische Industriekonzern hatte sich den Auftrag über 50 Milliarden Australische Dollar (rund 35 Milliarden Euro) bereits im April gesichert und damit den deutschen Konkurrenten ThyssenKrupp ausgestochen. Die U-Boot-Flotte vom Typ Shortfin Barracuda ist die größte militärische Anschaffung in der Geschichte Australiens. Die Boote sollen in Adelaide gebaut werden. Turnbull zufolge entstehen durch das Projekt Tausende neue Jobs. Es sei von hoher Bedeutung für die Verteidigung des Landes. Die ersten Boote sollen 2030 geliefert werden.

+++ 5.56 Uhr: Neue Erkenntnisse: Suche nach MH370 soll ausgeweitet werden +++

Die seit März 2014 verschollene Malaysia-Airlines-Maschine mit der Flugnummer MH370 liegt nach Einschätzung von Experten höchstwahrscheinlich nicht in dem seit zwei Jahren durchsuchten Gebiet im Indischen Ozean. Die Auswertung von Satellitendaten lasse vielmehr darauf schließen, dass die Boeing weiter nördlich abgestürzt sei, teilte ein Gutachterteam am Dienstag mit. Das Flugzeug wird in einem abgelegenen Seegebiet mehr als 2000 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste gesucht.

Der Bericht der australischen Verkehrssicherheitsbehörde fasst die Ergebnisse eines Treffens australischer und internationaler Experten im November zusammen. Die Gutachter prüften sämtliche Daten, anhand derer das Suchgebiet eingegrenzt worden war. Die Suche nach dem Flugzeugwrack könnte nach dem Bekanntwerden der neuesten Erkenntnisse auch über Januar 2017 hinaus fortgesetzt werden. Bis dahin sollten die Einsatzkräfte die Aktion eigentlich beenden.

+++ 5.01 Uhr: Tote und Verletzte bei Erdbeben in Ecuador +++

Bei einem Erdbeben mit Dutzenden Nachbeben sind in Ecuador drei Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Das Beben der Stärke 5,7 ereignete sich am Montag vor Sonnenaufgang (Ortszeit) an der Pazifikküste, wie die ecuadorianische Katastrophenschutzbehörde SGR mitteilte. Besonders betroffen war demnach die nordwestliche Provinz Esmeraldas. Drei Menschen starben laut SGR infolge des Erdbebens an Herzanfällen, 47 weitere wurden verletzt. Mindestens 700 Familien hätten ihre Häuser verlassen müssen. Nach dem Beben wurden mindestens 37 Nachbeben registriert.
In den Urlaubsorten Atacames und Tonsupa richtete das Beben schwere Schäden an. Viele Häuser stürzten ein, wie der staatliche Rundfunk berichtete. In einigen Gegenden von Esmeraldas fiel der Strom aus, Schulen blieben geschlossen. Staatschef Rafael Correa reiste in die Erdbebenregion.

+++ 1.10 Uhr: Trump verurteilt Attentat gegen russischen Botschafter in Ankara +++

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat das tödliche Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara scharf verurteilt. Trump drückte in Washington den Angehörigen von Botschafter Andrej Karlow, der von einem "radikalen islamischen Terroristen ermordet worden" sei, sein Mitgefühl aus. Die Ermordung eines Botschafters sei eine "Verletzung aller Regeln der zivilisierten Ordnung" und müsse weltweit verurteilt werden, hieß es in einer Erklärung Trumps.

tim / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(