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+++ News des Tages +++: EU-Parlament fordert 340.000 Euro von Rechstextremistin Le Pen zurück

Schlagerstar Roberto Blanco in Klinik +++ Ufo verzichtet vorerst auf Streiks +++ Einigung bei Gesprächen über Kaiser's Tengelmann +++ Rechtspopulist Wilders vor Gericht +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die Französin Marine Le Pen sitzt für den Front National im EU-Parlament

Die Französin Marine Le Pen sitzt für den Front National im EU-Parlament

Die News des Tages im Überblick:

+++ 20.57 Uhr: EU-Parlament fordert fast 340.000 Euro von Le Pen zurück +++

Das Europaparlament verlangt fast 340.000 Euro von der französischen Rechtsextremistin Marine Le Pen zurück. Wie am Montag aus Parlamentskreisen in Brüssel verlautete, hat die Europaabgeordnete und Chefin der rechtsextremen Front National (FN) mit den EU-Geldern zwei Parlamentsmitarbeiter bezahlt, die aber ausschließlich für ihre Partei arbeiteten. Die EU-Antibetrugsbehörde Olaf hat das Europaparlament demnach bereits im August aufgefordert, die 339.946 Euro von Le Pen zurückzufordern.

+++ 19.23 Uhr: Bus außer Kontrolle - neun Verletzte und 15 demolierte Autos +++

Ein außer Kontrolle geratener Bus hat in Gummersbach auf einer abschüssigen Straße eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Bei der Karambolage am Montag wurden neben dem 64 Jahre alten Busfahrer acht Menschen in beteiligten Autos verletzt, der Sachschaden ist beträchtlich. Der Busfahrer habe angegeben, dass er sein Gefährt plötzlich nicht mehr abbremsen konnte. Die Unfallstrecke glich einem Trümmerfeld, teilte die Polizei mit. Außer mit fünf am Straßenrand abgestellten Autos kollidierte der Bus mit zehn entgegenkommenden oder vorausfahrenden Wagen. Nach etwa 100 Metern habe nach Auskunft des Fahrers die Bremse wieder funktioniert, sagte ein Polizeisprecher. 

+++ 17.21 Uhr: Mutmaßliche IS-Sympathisantin attackiert Polizisten +++

In Mülheim/Ruhr hat eine mutmaßliche IS-Sympathisantin Polizisten mit einem Teppichmesser angegriffen und dabei "Allahu akbar" (Gott ist am größten) gerufen. Die Beamten konnten die 53-Jährige bei der Tat am Sonntagmorgen überwältigen. Sie kam in eine psychiatrische Klinik, wie die Polizei Essen berichtete. In ihrer Wohnung wurde Flaggen gefunden, die auf eine Anhängerschaft zur Terrormiliz "Islamischer Staat" hindeuten. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

Die Beamten waren am Sonntagmorgen zu der Wohnung der Frau gefahren, nachdem sie Einrichtungsgegenstände wie Lampen, Hocker und Bücher aus einem Fenster im fünften Stock auf die Straße geworfen hatte. Als sie die Wohnungstür nicht öffnete und weitere Gegenstände nach unten warf, traten die Polizisten die Tür ein. Mit stechenden Bewegungen sei sie im nächsten Moment auf die Beamten zugegangen. Die Beamten setzen Pfefferspray ein und drohten mit Schusswaffengebrauch. Sie konnten die verschleierte Frau schließlich überwältigen. Dabei wurde sie leicht verletzt.

Bei der Frau handele es sich um eine in Thüringen geborene Konvertitin, sagte ein Polizeisprecher. Sie sei bereits früher wegen islamistisch motivierter Delikte polizeilich aufgefallen. Welche dies waren, wurde zunächst nicht bekannt. Warum die Frau die Gegenstände aus dem Fenster warf, war zunächst unklar.

+++ 17.00 Uhr: Altdorfer Bürgermeister entschuldigt sich bei Muslimen +++

Nach seiner "Islamschweinerei"-Aussage hat sich der dritte Bürgermeister von Altdorf bei Nürnberg, Johann Pöllot (CSU), bei den Muslimen in seiner Gemeinde entschuldigt. In einem offenen Brief, den er heute mehreren Medien schickte, heißt es: "Sehr geehrte Altdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens, ich möchte mich auf diesem Weg auch direkt bei Ihnen für den im Streit mit meiner Kirche verwendeten verheerenden Ausdruck entschuldigen." Er sei kein Islamfeind und habe "keineswegs den Islam verunglimpfen" wollen.

Pöllot hatte eine für Montagabend geplante Veranstaltung mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, in der Altdorfer Stadtkirche als "Islamschweinerei am Reformationstag" bezeichnet. Er hatte das auf den Anrufbeantworter des evangelischen Dekans Jörg Breu gesprochen, der die Veranstaltung organisiert.

+++ 16.28 Uhr: Mädchen sollen Jungen mit Messer attackiert haben +++

Zwei Mädchen sollen in Berlin mit einem Messer auf zwei Jungen eingestochen haben. Bei der Auseinandersetzung am Sonntagabend im Stadtteil Neukölln wurde ein 14-Jähriger am Kopf verletz, wie die Polizei jetzt mitteilte. Ein 15-Jähriger erlitt Verletzungen im Gesicht, an der Schulter und am Bein. Beide mussten ins Krankenhaus.

Zwei Gruppen aus je sieben bis neun jungen Menschen waren zuvor aneinandergeraten. Einsatzkräfte nahmen die beiden Verdächtigen, eine 16-Jährige und eine 19-Jährige, fest. Die Ältere hatte ein Messer dabei, möglicherweise die Tatwaffe. 

+++ 15.30 Uhr: Kaiser's Tengelmann: Gabriel bestätigt Einigung +++

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat die Einigung im Fall Kaiser's Tengelmann bestätigt. Für mehr als 15.000 Beschäftigte der angeschlagenen Supermarktkette gebe es nun gesicherte Arbeitsplätze, sagte Gabriel in Berlin. "Ich gehe nicht davon aus, dass es noch irgendeinen Stolperstein für den Vollzug der Schlichtungsvereinbarung geben kann." Grundlage bilde ein durch die Schlichter verhandelter Interessenausgleich, über den allerdings Stillschweigen vereinbart worden sei.

Teil der Einigung ist es, dass Rewe bis zum 11. November seine Klage gegen die Ministererlaubnis Gabriels für eine Fusion von Edeka mit Kaiser's Tengelmann zurückzieht. Norma und Markant hatten ihre Beschwerden bereits zurückgezogen. Ebenfalls in den nächsten Tagen müssten alle Beteiligten die finanziellen Fragen klären, hieß es.

+++ 15.25 Uhr: Tote Frau in Chemnitz entdeckt +++

Ein Hausmeister hat in einem Mehrfamilienhaus in Chemnitz die Leiche einer Frau gefunden. Die Polizei geht laut einem Sprecher davon aus, dass die Frau getötet wurde. Nähere Angaben machte er nicht. Nach einem Bericht von "Bild online" soll die Frau erstochen worden sein. Ob sie in dem Altbau im Stadtteil Sonnenberg wohnte, ist noch unklar, ebenso wie mögliche Hintergründe der Straftat. "Ihre Identität ist noch nicht zweifelsfrei geklärt", sagte der Polizeisprecher. Eine Mordkommission ermittelt.

+++ 15.08 Uhr: Roberto Blanco in Klinik +++

Schlagersänger Roberto Blanco

Sorge um Roberto Blanco: Österreichischen Medien zufolge erlitt der Schlagersänger einen Schwächeanfall.

Schlagerstar Roberto Blanco ist seit Sonntag zur Behandlung in einem Krankenhaus in Österreich. Das teilte der Sprecher des Kepler-Universitätsklinikums in Linz, Clemens Kukacka, der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Sänger und Schauspieler sei in der Abteilung für Allgemeine und Viszeralchirurgie. Blanco werde von einem Spezialisten betreut. Der Chirurg sei "der Arzt seines Vertrauens, mit dem er bereits seit Längerem auch persönlich befreundet ist". Angaben zur Erkrankung oder zum Befinden des 79-Jährigen machte das Krankenhaus nicht. In österreichischen Medien hieß es, Blanco habe einen Schwächeanfall erlitten. Seine Frau habe ihn nach Linz begleitet.

Der in Tunesien geborene Unterhaltungskünstler war 1956 nach Deutschland gekommen, wo er im Showgeschäft zahlreiche Erfolge feierte. Zu seinen populärsten Songs gehören Hits wie "Ein bisschen Spaß muss sein", "Ich komm' zurück nach Amarillo" und "Der Puppenspieler von Mexiko". Blanco wirkte auch in zahlreichen Kinofilmen und vielen Fernsehshows mit.

+++ 15.00 Uhr: Berlin besorgt über türkischen Umgang mit Pressefreiheit +++

Die Bundesregierung hat die Bedeutung der Pressefreiheit in der Türkei betont, auf den aktuellen Konflikt um die regierungskritische Zeitung "Cumhuriyet" jedoch zurückhaltend reagiert. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin: "Die Bundesregierung hat wiederholt - und das will ich hier auch noch einmal tun - ihrer Sorge Ausdruck gegeben über das Vorgehen gegen Presse in der Türkei und gegen Journalisten in der Türkei."
Pressefreiheit sei "zentral für jeden Rechtsstaat". Auch eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sprach von "Sorge" über den Umgang mit der Pressefreiheit in der Türkei, "aber darüber reden wir offen". Es geben "keinen Grund, den Dialog nicht zu suchen"

"Cumhuriyet"-Chefredakteur Murat Sabuncu und weitere Journalisten waren am Montag festgenommen worden, wie die Zeitung berichtete. Die Staatsanwaltschaft habe die Festnahme von 14 Mitarbeitern des Blattes wegen angeblicher Unterstützung terroristischer Organisationen angeordnet.

+++ 14.30 Uhr: Flugbegleitergewerkschaft Ufo verzichtet vorerst auf Streiks bei Eurowings +++

Im Tarifstreit mit den Lufthansa-Billigtochter Eurowings verzichtet die Flugbegleitergewerkschaft Ufo in dieser Woche auf Streiks. Das sagte der Gewerschaftsvorsitzende Nicoley Baublies am Montag. Stattdessen strebe Ufo Gespräche mit dem Konzernvorstand der Mutter Lufthansa über eine Lösung in dem Konflikt an.

+++ 14.25 Uhr: Polizei: Mussten Verdächtige in Silvesternacht in Köln laufen lassen +++

Die Bundespolizei hatte nach Darstellung ihres Behördenleiters kaum Möglichkeiten, Straftäter in der Kölner Silvesternacht festzunehmen. Teilweise hätten die Beamten Verdächtige stehenlassen müssen, um Opfern anderswo zu helfen, berichtete Bundespolizeipräsident Dieter Romann im Untersuchungsausschuss Silvesternacht des Düsseldorfer Landtags. "Die Abwehr unmittelbarer Gefahr hat Vorrang vor der Strafverfolgung", sagte Romann. Mit 67 Beamten habe die Bundespolizei Silvester 2015 bereits deutlich mehr Kräfte am Kölner Bahnhof eingesetzt als in den Jahren zuvor. Eine weitere Verstärkung sei nicht möglich gewesen, erklärte Romann. Am Kölner Hauptbahnhof waren Hunderte Frauen überwiegend von Männergruppen aus dem nordafrikanisch-arabischen Raum eingekesselt, ausgeraubt, sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt worden.


+++ 14.20 Uhr: Immer mehr Kriegsflüchtlinge in Afghanistan +++

In Afghanistan flüchten immer mehr Menschen vor dem Krieg. Bis zum 30. Oktober seien 411.327 Menschen aus ihren Dörfern vertrieben worden, heißt es in einem Bericht der Vereinten Nationen. Zu Anfang des Jahres hatten die UN noch mit 250.000 Kriegsvertriebenen in dem Land gerechnet. Die meisten Menschen sind demnach vor Kämpfen aus der Nordprovinz Kundus geflohen, in der bis 2013 die Bundeswehr stationiert war. Zehntausende Binnenflüchtlinge haben die Vereinten Nationen auch in der Nachbarprovinz Baghlan sowie den heftig umkämpften Südprovinzen Helmand und Urusgan registriert. 20 Prozent der Menschen seien nun in Gegenden, zu denen Helfer keinen Zugang hätten, hieß es.

+++ 13.22 Uhr: Bericht: Durchbruch bei Gesprächen über Kaiser's Tengelmann +++

Im Schlichtungsverfahren um die Zukunft der verlustreichen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann ist eine Einigung auf mehrere Eckpunkte erzielt worden. Das verlautet aus Verhandlungskreisen. Die Märkte von Kaiser's Tengelmann in Berlin sollen demnach an den Handelskonzern Rewe gehen, die in Bayern an Edeka; eine Abmachung für die Filialen in Nordrhein-Westfalen steht demnach noch aus.

+++ 13.05 Uhr: Merkel hat "selbstverständlich" volles Vertrauen in Oettinger +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat trotz des Ärgers um abfällige Äußerungen Günther Oettingers volles Vertrauen in den EU-Kommissar. Das sei "selbstverständlich", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Der ehemalige Ministerpräsident Baden-Württembergs habe seine Bemerkungen inzwischen eingeordnet. Auf den Inhalt der Rede, in der Oettinger unter anderem Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnet hatte, ging Seibert nicht ein. Oettinger steht zudem wegen Äußerungen über Frauen, die Homo-Ehe und die belgische Region Wallonie in der Kritik.


+++ 13.01 Uhr: 43 Länder nehmen am ESC 2017 in Kiew teil +++

Am Eurovision Song Contest 2017 in der Ukraine nehmen 43 Länder teil. Nach einer einjährigen Pause seien im kommenden Jahr auch Portugal und Rumänien wieder beim ESC mit von der Partie, teilte die European Broadcasting Union mit. Die Halbfinals sollen am 9. und 11. Mai in Kiew stattfinden, das Finale steigt am 13. Mai. Unter den Teilnehmern ist auch der Nachbar Russland, der einen Boykott erwogen hatte. Gegen viele russische Künstler besteht ein Einreiseverbot in die Ukraine, weil sie die russische Krim-Politik unterstützten. Die prowestliche Führung in Kiew hat gedroht, russische Künstler nicht einreisen zu lassen, wenn sie auf der Verbotsliste stehen. 

+++ 12.35 Uhr: Zwei Tatverdächtige nach Messerstecherei in Frankfurt gefasst +++

Nach einer Messerstecherei in Frankfurt mit vier Verletzten sind zwei Tatverdächtige gefasst worden. Ein 43 Jahre alter Mann und sein 15-Jähriger Sohn seien am späten Sonntagabend festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Insgesamt gehen die Ermittler von vier mutmaßlichen Tätern aus. Die Identität der anderen sei noch nicht bekannt, die Suche nach ihnen laufe. Laut Zeugenaussagen soll es sich um zwei junge Männer im Alter von etwa 17 bis 20 Jahren handeln. Die Opfer sind ebenfalls junge Männer, sie sind zwischen 16 und 18 Jahre alt. Die Auseinandersetzung spielte sich in der S-Bahnstation Hauptwache ab. Zuerst hätten sich die Männergruppen gestritten, danach seien die Messer gezückt worden. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus. Ein 18-Jähriger war leicht verletzt, die anderen hatten schwere Verletzungen. Nach Angaben der Polizei schwebt keiner von ihnen in Lebensgefahr.

+++ 12.06 Uhr: Unterlassene Hilfeleistung: Polizei kennt jetzt Namen der Bankkunden +++

Im Fall der unterlassenen Hilfeleistung für einen hilflosen Mann in einer Essener Bankfiliale hat die Polizei am Montag Namen und Wohnorte der in Frage kommenden Bankkunden erhalten. Von dem Kreditinstitut habe man eine Liste derjenigen bekommen, mit deren Karten im betreffenden Zeitraum Geldgeschäfte erledigt wurden, sagte Polizeisprecher Christoph Wickhorst. Die Ermittler gehen davon aus, dass alle auf dem Video zu sehenden Personen mit ihren eigenen Karten am Geldautomaten waren. Die vier würden jetzt zu einer Vernehmung geladen. Der Sprecher vermutete, dass die schriftlichen Ladungen noch am Montag verschickt werden.

Der 82 Jahre alte Mann war Anfang Oktober in Essen in einem Bankvorraum zusammengebrochen. Eine Videoaufnahme zeigt, wie sich anschließend vier Kunden nicht um den Mann kümmerten und auch keine Hilfe riefen. Erst der fünfte Kunde rief 20 Minuten nach dem Zusammenbruch den Rettungsdienst. Der Mann kam nicht wieder zu Bewusstsein und starb einige Tage später.


+++ 11.16 Uhr: Läufer bricht zusammen: Todesfall bei Frankfurt Marathon +++

Beim Frankfurt Marathon hat es am Sonntag einen Todesfall gegeben. Wie die Veranstalter erst am Montagvormittag bestätigten, ist einer der Läufer nach etwa 39 Kilometern auf der Strecke zusammengebrochen und trotz einer sofortigen ärztlichen Versorgung sowie mehrerer Wiederbelebungsversuche später in einem Krankenhaus gestorben. Es ist der erste Todesfall in der 35-jährigen Geschichte der zweitgrößten deutschen Marathon-Veranstaltung.

+++ 11.14 Uhr: Große Mehrheit der Deutschen schließt Sterbehilfe für sich nicht aus +++

Eine große Mehrheit der Männer und Frauen in Deutschland schließt Sterbehilfe für sich nicht aus. Wie eine am Montag veröffentlichte repräsentative Umfrage im Auftrag des Magazins "Apotheken Umschau" ergab, können sich 77,6 Prozent der Befragten gut vorstellen, als unheilbar oder tödlich erkrankter, leidender oder sterbender Mensch das eigene Leben mit ärztlicher Hilfe beenden zu wollen. Für 79,1 Prozent zählt es zur Menschenwürde, als leidender oder sterbender Mensch selbst über Todesart und Todeszeitpunkt bestimmen zu können. Fast jeder Dritte (30,8 Prozent) ist hingegen gegen jede Art von Sterbehilfe. Für sie ist es laut der Umfrage viel zu schwierig zu sagen, wo die Grenzen liegen sollen und wer entscheiden darf.

+++ 11.06 Uhr: Bundesagentur: Zahl der offenen Stellen weiter auf Rekordniveau +++

In deutschen Betrieben ist die Zahl der offenen Stellen weiterhin so hoch wie selten zuvor. Im Oktober habe die Nachfrage nach Arbeitskräften dort ein Rekordniveau erreicht, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA). Sie verweist dabei auf ihren monatlich ermittelten Stellenindex BA-X. Dieser setzte zuletzt seine Rekordjagd fort und stieg auf den Wert von 223 Punkten. Dies sind zwei Punkte mehr als im September.

Zu der anhaltend großen Zahl offener Stellen trägt nach Einschätzung der Bundesagentur weiter die stabile wirtschaftliche Lage bei. Zudem macht sich inzwischen das Weihnachtsgeschäft bemerkbar. So suchten derzeit Speditionen und Kurierdienste verstärkt nach Saisonkräften, der Einzelhandel nach Verkäufern. Etwas verzerrt werde die Nachfrage nach Arbeitskräften dadurch, dass Beschäftigte die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt nutzten und in der Hoffnung auf einen besser bezahlten Job häufiger als sonst die Stelle wechselten. Dadurch würden Arbeitsplätze öfters frei und blieben länger als sonst unbesetzt.

+++ 11.01 Uhr: Internationaler Schulterschluss gegen "reisende" Einbrecherbanden +++

Im Kampf gegen international agierende Einbrecherbanden haben deutsche, niederländische und belgische Polizeibehörden eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Einzelheiten regelten die zuständigen Minister von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit ihren Kollegen aus Belgien und den Niederlanden in ihrer "Aachener Erklärung". Geplant sind unter anderem der Informationsaustausch zu international agierenden Tätergruppen, gemeinsame Ermittlungsgruppen und abgestimmte Kontrollmaßnahmen.

+++ 10.55 Uhr: Prozess gegen Rechtspopulist Wilders in den Niederlanden begonnen +++

In Abwesenheit des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders hat der Prozess gegen ihn begonnen.
Der Politiker muss sich in Amsterdam wegen Diskriminierung und Anstachelung zum Hass gegen Marokkaner verantworten. Wilders sprach in einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung von einem "politischen Prozess". Im Mittelpunkt des Prozesses steht eine Rede von Wilders, bei der er 2014 seine Anhänger gefragt hatte, ob sie "mehr oder weniger Marokkaner" in den Niederlanden haben wollten. Nachdem die Menge "Weniger, weniger!" gerufen hatte, erklärte Wilders: "Dann werden wir das regeln." Daraufhin wurden mehr als 6000 Anzeigen erstattet.


+++ 10.55 Uhr: Spezialeinsatzkommando befreit Tochter aus Gewalt des Vaters +++

Ein 38-Jähriger ist in Südhessen von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei festgenommen worden, weil er seine Familie bedroht hatte. Der Mann hatte nach Angaben der Polizei am Sonntagabend seiner Frau am Telefon damit gedroht, ihr und der gemeinsamen einjährigen Tochter etwas anzutun, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die 25 Jahre alte Ehefrau verließ daraufhin die Wohnung, das Kind war zu der Zeit mit dem Vater unterwegs. Die Polizei schickte eine Spezialeinheit zur Wohnung des Mannes in Beselich. Dort nahmen die Beamten in der Nacht auf Montag den Mann fest und übergaben das Kind unverletzt wieder an die Mutter.

+++ 10.53 Uhr: Bartsch fordert Abzug von Oettinger nach rassistischer Rede +++

EU-Kommissar Günther Oettinger steht wegen abfälliger Äußerungen über Chinesen und Homosexuelle weiter in der Kritik. Für Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch ist Oettinger in seinem Amt nicht mehr tragbar. "Es ist peinlich, dass ein solcher Rassist und Sexist EU-Kommissar für Deutschland ist", sagte er der "Nordwest-Zeitung" aus Oldenburg. Bartsch rief Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, Oettinger aus Brüssel abzuziehen. Auch Linken-Vorstandsmitglied Jan Korte sprach Oettinger die Eignung zum EU-Kommissar ab. "Sein Humor ist einfach nur plump und unangebracht", sagte Korte der "Passauer Neuen Presse". Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt nannte Oettingers Wortwahl in der Zeitung "mehr als befremdlich". Seine Rechtfertigung, er habe ein Signal gegen Selbstzufriedenheit senden wollen, damit die EU besser auf Krisen vorbereitet sei, klinge "reichlich absurd", sagte sie.

In einem Vortrag in Hamburg soll Oettinger mit Blick auf die Konkurrenz aus China von "Schlitzohren und Schlitzaugen" gesprochen haben. In der Zeitung "Welt" wehrte sich der EU-Kommissar gegen Rassismus-Vorwürfe. Das Wort "Schlitzauge" sei nicht anstößig oder respektlos gemeint gewesen, sagte er. "Das war eine etwas saloppe Äußerung."

+++ 10.43 Uhr: Bundespolizei stellt erste illegale Böller sicher +++

Zwei Monate vor Silvester hat die Bundespolizei in Sachsen illegale Böller und Raketen sichergestellt. Die verbotene Pyrotechnik wurde aus Polen eingeführt, wie die Behörde mitteilt. Sie warnte ausdrücklich vor dem auf Märkten im Nachbarland angebotenen Feuerwerk. Tests des Bundesamtes für Materialforschung zeigten, dass "Menschen, die mit diesen Böllern hantieren, ihre Gesundheit oder gar ihr Leben aufs Spiel setzen". Zudem droht für die Einfuhr eine Strafanzeige, hieß es.

+++ 10.28 Uhr: Irakische Armee rückt weiter auf IS-Hochburg Mossul vor +++

Zwei Wochen nach Beginn der Großoffensive auf die IS-Hochburg Mossul rücken irakische Sicherheitskräfte weiter auf die Großstadt vor. Einheiten der Armee näherten sich Mossul aus drei Richtungen, teilte das irakische Militär am Montag mit. Ein Offizier der irakischen Eliteeinheiten sagte, östlich der Stadt sei der Ort Baswaja eingenommen worden. Dafür gab es zunächst keine unabhängige Bestätigung. Die kurdische Nachrichtenseite Rudaw berichtete unter Berufung auf einen Armeekommandeur, der Ort werde belagert. Baswaja liegt unmittelbar vor der Stadtgrenze Mossuls. Die Armee, kurdische Peschmerga-Kämpfer und lokale Milizen hatten vor zwei Wochen die Großoffensive auf Mossul begonnen. Die Stadt ist die letzte Bastion des IS im Irak.

+++ 10.21 Uhr: Affäre in Südkorea: Ermittler vernehmen Vertraute von Präsidentin +++

Südkoreas Staatsanwaltschaft hat mit der Vernehmung einer Vertrauten von Präsidentin Park Geun Hye wegen des Verdachts der Korruption und unbefugter Einmischung in die Regierungsgeschäfte begonnen. Die 60-jährige Choi Soon Sil habe sich nach der Ankunft bei der Staatsanwaltschaft in Seoul entschuldigt, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. "Ich habe ein unverzeihliches Verbrechen begangen." Was Choi, die zuvor Vorwürfe der Korruption bestritten hatte, damit meinte, war unklar. Sie war am Sonntag nach einem längeren Aufenthalt in Deutschland nach Südkorea zurückgekehrt.

+++ 10.16 Uhr: Mutter und zwei Töchter tot in Eisschrank gefunden +++

Die dänische Polizei hat in Aabenraa die Leichen einer 27-jährigen Frau und ihrer zwei Töchter in einem Gefrierschrank gefunden. Die Kinder sollen sieben und neun Jahre alt gewesen sein, berichtet die Agentur Ritzau. Nach dem Ehemann und Vater werde gefahndet. Verwandte der Frau hatten die Polizei alarmiert, weil sie seit Tagen nichts von ihr gehört hatten. Die Beamten fanden die drei Leichen dann am Sonntagabend.

+++ 10.05 Uhr: China bestellt deutschen Gesandten ein - Protest vor Gabriel-Besuch +++

Nur einen Tag vor dem Besuch von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Peking hat Chinas Außenministerium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den deutschen Gesandten einbestellt. Dem Vernehmen nach beschwerte sich die chinesische Seite über die negative Berichterstattung in deutschen Medien im Vorfeld der Visite. Die chinesische Seite beklagte sich auch besonders über die Nicht-Genehmigung chinesischer Investitionen in Deutschland auf Druck der USA hin. Nach dpa-Informationen steht der Termin des Vizekanzlers mit Premierminister Li Keqiang aber nicht in Frage. Die Botschaft wollte die Einbestellung nicht bestätigen.

+++ 9.58 Uhr: Neuer Vertrag für Bundestrainer Löw bis 2020 perfekt +++

Die Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw ist wohl perfekt. Der Deutsche Fußball-Bund hat zu einer Pressekonferenz "aus aktuellem Anlass" um 12.30 Uhr in die Verbandszentrale in Frankfurt eingeladen. Dann dürfte die vorzeitige Ausweitung des Kontraktes mit dem Weltmeistertrainer offiziell verkündet werden. Löw soll einen neuen Vertrag bis zur EM 2020 erhalten. Bislang galt die Vereinbarung bis zur WM 2018 in Russland, bei der der 56-Jährige mit Manuel Neuer, Mesut Özil und Co. die historische Titelverteidigung schaffen will. Löw arbeitet seit 2004 für den DFB. 2006 übernahm er von seinem Chef Jürgen Klinsmann den Job als Bundestrainer.


+++ 9.55 Uhr: Diebes-Trio fährt mit Auto in Juweliergeschäft +++

Drei maskierte Männer sind mit einem Wagen in das Schaufenster eines Luxusuhren-Geschäfts in Frankfurt gefahren und haben Armbanduhren im Wert von mehreren Hunderttausend Euro mitgenommen. Mit Äxten schlugen die dunkel gekleideten Männer auf Vitrinen ein, um an die teuren Uhren zu kommen, wie die Polizei in Frankfurt mitteilte. Mit einem zweiten Wagen flüchteten die Diebe danach vom Tatort. Zuerst hatte der Hessische Rundfunk darüber berichtet. Von dem Trio fehlte zunächst noch jede Spur.

+++ 9.27 Uhr: Dutzende Flüchtlings aus Griechenland nach Finnland umgesiedelt  +++

Die Umverteilung von Flüchtlingen aus Griechenland in andere EU-Staaten nimmt Fahrt an: Am Montagmorgen flogen 111 Flüchtlinge aus Athen nach Finnland ab. Wie die griechische Migrationsbehörde mitteilte, handelte es sich um 16 Familien sowie 52 Minderjährige. In ihrer Mehrheit warens sie Syrer und Iraker, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Die Umsiedlung von Migranten aus Griechenland in andere EU-Staaten hatte vor gut einem Jahr begonnen. Sie geht aber bislang mühsam voran.

+++ 7.57 Uhr: Nachbeben halten Erdbebenopfer in Italien in Atem +++

Nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien haben Nachbeben die Menschen weiter verunsichert. Das stärkste hatte in der Nacht zu Montag eine Stärke von 4,2, teilte die italienische Erdbebenwarte INGV mit. Das Zentrum lag wie das am Sonntag in der Nähe der Kleinstadt Norcia in Umbrien. Tausende Menschen waren bei dem heftigen Erdstoß am Sonntag obdachlos geworden. Viele verbrachten die Nacht in Notunterkünften oder in ihren Autos, weil das Beben historische Ortschaften verwüstet hatte. Selbst im rund 110 Kilometer Luftlinie entfernten Rom entstanden Schäden. Zwei Kirchen wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt, darunter nach Informationen der Nachrichtenagentur Ansa die Kirche San Francesco in der Nähe des Forums und die Kirche am Platz Sant'Eustachio, der bei Touristen sehr beliebt ist.

+++ 7.55 Uhr: Bei wegweisender Wahl in Moldau zeichnet sich zweite Runde ab +++

Über die richtungweisende Präsidentenwahl in der Ex-Sowjetrepublik Moldau muss nach vorläufigen Ergebnissen eine Stichwahl entscheiden. Der prorussische Kandidat Igor Dodon führte nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen deutlich mit mehr als 48 Prozent, wie die Wahlkommission mitteilt. Die prowestliche Konkurrentin Maia Sandu kam demnach auf rund 38 Prozent. Die Beteiligung lag bei knapp 49 Prozent der fast 3 Millionen Stimmberechtigten. Der zweite Wahlgang solle am 13. November stattfinden, hieß es aus Kreisen der Wahlleitung. Sollte sich bei der Stichwahl der Sozialist Dodon durchsetzen, steht Moldau, dem Nachbarland des EU-Mitglieds Rumänien, ein Kurswechsel bevor.

+++ 7.14 Uhr: Medien: Türkische Polizei nimmt Chefredakteur von "Cumhuriyet" fest +++

Die türkische Polizei hat laut Medienberichten den Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", Murat Sabuncu, festgenommen. Die Ermittler fahndeten außerdem nach dem Zeitungsvorstand Akin Atalay und dem Autoren Güray Öz, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Der Fernsehsender CNN Türk berichtete, es seien insgesamt 13 Haftbefehle gegen Mitarbeiter der Zeitung ausgestellt worden.


+++ 6.35 Uhr: Rauchmelder in immer mehr Wohnungen +++

In immer mehr Wohnungen werden lebensrettende Rauchmelder installiert. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gilt die Rauchmelderpflicht ab 1. Januar 2017 für alle Wohnungen. Auch im Saarland läuft eine Übergangsfrist für ältere Wohnungen Ende 2016 aus. Damit bestehen dann vom neuen Jahr an in elf der 16 Bundesländer Einbaupflichten. Weitere Länder ziehen nach. Für Neubauten gibt es die Verpflichtung zum Rauchmeldereinbau schon jetzt bundesweit. Die Rauchermelderpflicht ist in den jeweiligen Landesbauverordnungen geregelt. Deshalb gibt es keinen bundeseinheitlichen Stichtag und unterschiedliche Details. "Es geht darum, Menschenleben zu retten. Deshalb sollen die Rauchmelder in den Wohnungen eingebaut werden", sagte ein Sprecher des NRW-Bauministeriums.

+++ 5.50 Uhr: Bundeswehrband: Truppe braucht Milliarden mehr als geplant +++

Der Bundeswehrverband fordert sechs Milliarden Euro höhere Ausgaben für die Streitkräfte bis zum Jahr 2021. Es gebe weiterhin enorme Lücken in der Ausstattung, bei den Waffensystemen und beim Personal, sagte Verbandschef Andre Wüstner der "Welt". Ausreichend gerüstet seien die Streitkräfte "noch lange nicht". Wüstner erinnerte daran, dass die Regierung sich auf dem Nato-Gipfel und in ihrem neuen Weißbuch dazu bekannt habe, international mehr Verantwortung übernehmen zu wollen. "Wenn man diesen Versprechungen glaubwürdig nachkommen will, dann wird der Verteidigungsetat bis 2021 nicht wie geplant von derzeit 36,6 auf 39 Milliarden Euro anwachsen müssen, sondern auf rund 45 Milliarden Euro." Tatsächlich sei die Bundeswehr materiell weiter am untersten Limit. Neben Großgerät mangele es auch an Munition: "Die Depots sind fast leer."

+++ 4.20 Uhr: Staat erbt 10.000 Häuser +++

Der Staat ist der größte Erbe von Wohnhäusern in Deutschland. Die 16 Bundesländer sind auf dem Wege der Erbschaft mittlerweile Allein- oder Miteigentümer von rund 10.000 Wohnhäusern und privaten Liegenschaften geworden, wie eine bundesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Länderverwaltungen und Bezirksregierungen ergeben hat. Den Rekord hält mit weitem Abstand Bayern, wo sich nach Angaben des Münchner Finanzministeriums derzeit 7251 Wohnhäuser im Besitz des Freistaats befinden - 3857 davon im Alleineigentum, bei den restlichen Gebäuden als Miteigentümer.

+++ 3.24 Uhr: US-Demokraten halten Vorgehen des FBI bei Clinton-E-Mails für rechtswidrig +++

Parteifreunde von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton haben ihre Angriffe gegen den Chef der Bundespolizei FBI verschärft. Mit der Ankündigung einer neuen Untersuchung von Clintons E-Mails kurz vor der Wahl habe FBI-Direktor James Comey möglicherweise gegen Gesetze verstoßen, erklärte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, am Sonntag. Reid bezog sich auf den "Hatch Act" - ein Gesetz, das dem FBI ausdrücklich die Beeinflussung von Wahlen verbietet. In einer Erklärung richtete Reid schwere Vorwürfe an Comey: "Durch Ihr parteipolitisch motiviertes Vorgehen haben Sie womöglich das Gesetz gebrochen", schrieb der einflussreiche Senator. "Kaum kamen Sie in Besitz von vagen Unterstellungen gegen Hillary Clinton, haben Sie diese in einem maximal negativen Licht an die Öffentlichkeit getragen."

Die Substanz der neuen Wendung in der E-Mail-Affäre war am Wochenende weitgehend unklar geblieben. Comey hatte am Freitag überraschend angekündigt, sich nochmals mit der Affäre zu befassen, da neue Mails aufgetaucht seien, die für die Clinton-Untersuchung anscheinend "relevant" seien, erklärte Comey. Ob Clinton daraus ein Vorwurf gemacht werden könne, blieb offen.

+++ 3.05 Uhr: Italien berät über Lage nach Erdbeben - Menschen verlassen Region +++

Nach dem neuen heftigen Erdbeben in Mittelitalien haben die Behörden die Menschen aufgerufen, die betroffenen Orte zu verlassen. "Woanders hinzugehen heißt nicht, nicht zurückzukehren", sagte der Chef des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio. Die betroffenen Menschen sollten vorübergehend an die Adria-Küste oder in Unterkünfte in der Umgebung gebracht werden. Viele entschieden sich dazu, die Nacht im Auto zu verbringen. Etwa 8000 Menschen wurden laut Zivilschutz in Notunterkünften versorgt.

Das stärkste Beben in Italien seit 36 Jahren hatte am Sonntag historische Ortschaften wie Norcia und zahlreiche Kulturgüter zerstört. Viele Gemeinden lagen in Schutt und Asche, Straßen waren nicht passierbar. Allein in der Region Marken sind 25.000 Menschen obdachlos. Die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi will am Montag in einer Kabinettssitzung über die Lage beraten. Der Ministerpräsident hatte schnelle Hilfe versprochen. Seismologen warnten vor Nachbeben.

jen / DPA / AFP