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News des Tages: Legendärer US-Komiker Jerry Lewis ist tot

Hochzeitstorte von Prinz William und Kate wird versteigert +++ Dogan Akhanli kommt in Spanien frei +++ Hamburg: Mensch erschossen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Jerry Lewis ist tot

Jerry Lewis ist im Alter von 91 Jahren gestorben

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

 +++ 20.30 Uhr: Legendärer US-Komiker Jerry Lewis ist tot +++

Nach einem Bericht des "Las Vegas Review-Journal" ist der US-Komiker Jerry Lewis gestorben. Er sei am Sonntagmorgen mit 91 Jahren in seinem Haus Las Vegas gestorben, berichtete das Branchenblatt "Variety" unter Berufung auf seinen Agenten. Seit den 1950-er Jahren hatte der grimassierfreudige Darsteller in zahlreichen Filmkomödien mitgespielt und war so zu einem der bekanntesten Komiker der USA geworden.

+++ 18.19 Uhr: Kauder warnt Türkei vor weiteren Provokationen +++

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat Ankara vor weiteren Grenzüberschreitungen gewarnt. "Die türkische Regierung will offenbar die Beziehungen zu Deutschland aus innenpolitischen Gründen systematisch zerstören", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Deutschland wird hier nicht mitmachen. Doch auch für uns gibt es klare Grenzen." Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die wahlberechtigten Deutsch-Türken zuvor aufgerufen, bei der Bundestagswahl am 24. September nicht für SPD, CDU oder Grüne zu stimmen.


+++ 18.13 Uhr: Hochzeitstorte von Prinz William und Kate wird versteigert +++

Wie schmeckt ein sechs Jahre alter Kuchen? Das wollen wahrscheinlich nicht einmal die Kaufinteressenten einer Versteigerung beim Londoner Auktionshaus Chiswick wissen. Dort soll am 27. September ein Stück der Hochzeitstorte von Prinz William und Herzogin Kate (beide 35) unter den Hammer kommen. Das Paar heiratete im April 2011 in der Westminster Abbey. Geschätzt wird das Stück Fruchttorte auf immerhin 800 bis 1200 Britische Pfund (umgerechnet 875 bis 1300 Euro). Ein Stück der Hochzeitstorte von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip aus dem Jahr 1947 erzielte Anfang des Jahres lediglich 550 Pfund (damals umgerechnet rund 660 Euro). Wer das Backwerk zum Kauf anbietet, ist nicht bekannt. Die Stücke aus dem achtstöckigen Kuchen wurden als Souvenir an Gäste verteilt, heißt es in einer Mitteilung des Auktionshauses. Der Kuchen ist in Papier eingeschlagen und kommt in einer teilweise vergoldeten Blechbüchse mitsamt Grußkarte von Prinz Charles und Herzogin Camilla.

+++ 17.58 Uhr: Fünf Tote bei Raketenangriff auf Messe in Damaskus +++

Bei einem Raketenangriff auf die Internationale Handelsmesse in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte fünf Menschen getötet worden. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle teilte mit, bei dem Raketeneinschlag in der Nähe des Messe-Eingangs seien etwa zwölf weitere Menschen verletzt worden. Die Handelsmesse wird erstmals seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011 abgehalten und soll nach den Vorstellungen der syrischen Staatsführung die internationalen Handelsbeziehungen wiederbeleben. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

+++ 17.53 Uhr: Saudische Fluglinie: Katar verhindert Flüge für Hadsch-Pilger +++

Katar verweigert der staatlichen saudischen Fluggesellschaft nach deren Angaben bislang die Landeerlaubnis, um Pilger aus dem Emirat zur Hadsch-Wallfahrt nach Mekka zu bringen. Die katarischen Behörden hätten die Landeerlaubnis noch nicht erteilt, obwohl sie bereits vor einigen Tagen beantragt worden sei, sagte der Generaldirektor der Fluglinie Saudia, Salih Dschasir, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA meldete. Der saudische König Salman hatte in der Nacht auf Donnerstag rund zwei Wochen vor Beginn der für Muslime heiligen Wallfahrt angeordnet, Pilger aus Katar trotz der diplomatischen Spannungen mit dem Emirat auch ohne die üblichen elektronischen Einreisegenehmigungen ins Land zu lassen. Er will außerdem Pilger vom Flughafen der katarischen Hauptstadt Doha auf seine eigenen Kosten einfliegen lassen. 

+++ 16.33 Uhr: UN bestätigen Massaker-Berichte aus Afghanistans Norden +++

Die Vereinten Nationen haben jetzt Berichte über ein Massaker in der Provinz Sar-i Pul im Norden Afghanistans offiziell bestätigt. In einem in Kabul veröffentlichten Bericht der UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) heißt es, dass Kämpfer der Taliban und der Terrormiliz Islamischer Staat gemeinsam ein Dorf im Mirzaolang-Tal überfallen und dabei mindestens 36 Menschen getötet hatten. Mindestens 18 Opfer seien Zivilisten gewesen. Örtliche Behörden hatten nach dem Angriff von rund 50 Toten und 25 verschleppten Dorfbewohnern berichtet.

+++ 15.35 Uhr: Air Berlin drückt beim Verkauf aufs Tempo +++

Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann will die Übernahme der insolventen Fluggesellschaft innerhalb weniger Wochen unter Dach und Fach bringen. "Wir wollen den Verkauf spätestens im September abschließen. Sonst schwindet das Vertrauen der Kunden in die Airline", sagte Winkelmann der Zeitung "Bild am Sonntag". Ein Angebot des Nürnberger Unternehmers Hans Rudolf Wöhrl sieht Air Berlin als nicht seriös an. "Wir halten das für einen PR-Gag eines Trittbrettfahrers", hieß es am Sonntag bei der Airline. Die Bundesregierung sprach sich gegen die Übernahme durch nur ein Unternehmen aus.

Bestätigt sind bislang Gespräche mit Lufthansa, die seit Freitag konkret geführt werden. Als Interessenten gelten zudem die britische Billigfluggesellschaft Easyjet, Tuifly sowie die Thomas-Cook-Tochter Condor.

+++ 14.21 Uhr: Seehofer - Obergrenze für Flüchtlinge keine Koalitionsbedingung mehr +++

CSU-Chef Horst Seehofer sieht eine Obergrenze für Flüchtlinge nicht mehr als Bedingung für eine Koalition nach der Bundestagswahl. "Die Situation hat sich verändert, der Kurs in Berlin hat sich verändert", sagte der bayerische Ministerpräsident im Sommerinterview der ARD in Berlin. Die CSU werde in einer möglichen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl dafür sorgen, dass das Erreichte für die Zukunft gesichert werde.

+++ 13.33 Uhr: Mord in Hamburg: Polizei sucht Zeugen +++

Im Mord von Hamburg-Eppendorf bittet die Polizei um die Hilfe der Bürger. Nach ersten Erkenntnissen sei es im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses "zu einem Aufeinandertreffen des Opfers, das sich in Begleitung eines Bekannten befand, mit zwei bislang unbekannten Männern" gekommen, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Offenbar fiel dann ein Schuss, ein Mann, zu dessen Identität bisher noch keine weitere Informationen vorliegen, wurde so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus starb. "Die beiden bislang unbekannten Männer flüchteten aus dem Haus. Eine Fluchtrichtung ist derzeit nicht bekannt", teilt die Polizei mit. Sie sucht deshalb Zeugen, die Hinweise geben können: 4286-56789.

+++ 13.31 Uhr: Polizei räumt von fast 1000 Migranten besetztes Haus in Rom +++

Ein von fast 1000 Migranten besetztes Haus im Zentrum Roms ist von der Polizei geräumt wurden. Viele Besetzer waren Flüchtlinge aus Eritrea und Äthiopien. Hunderte Polizeibeamte waren im Einsatz. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten und Journalisten wurden auch Schwangere und Kinder des Hauses verwiesen.
Dutzende Besetzer sollen die Nacht vor dem Haus auf der Straße verbracht haben. Das ehemalige Bürogebäude war im Oktober 2013 besetzt worden, 2015 ordnete ein Richter seine Räumung an.

+++ 12.58 Uhr: Terrorzelle von Barcelona hatte 120 Gasflaschen für Anschläge +++

Die Terrorzelle von Barcelona hat nach Angaben der Polizei mindestens 120 Gasflaschen für "einen oder mehrere Anschläge" in der katalanischen Hauptstadt gehortet. Die Gasflaschen hätten sich in einem Haus in Alcanar befunden, wo durch eine Explosion die ursprünglichen Anschlagspläne durchkreuzt worden seien, teilte die Polizei mit.  

+++ 12.53 Uhr: Katalanische Polizei auf der Spur eines Verdächtigen +++

Die katalanische Polizei ist drei Tage nach der Terrorattacke von Barcelona offenbar einem Verdächtigen auf der Spur.
"Wir sind sehr nah an einer Person dran, die mit beiden Attentaten in Verbindung steht", erklärten die Sicherheitskräfte auf Twitter mit Blick auf die Todesfahrt von Las Ramblas und den vereitelten Anschlag in der Küstenstadt Cambrils. Welche Rolle der Verdächtige gespielt habe, könne noch nicht bestätigt werden. In einem anderen Polizei-Tweet hieß es, in der Stadt Girona nördlich von Barcelona befinde sich ein Polizeiaufgebot.

+++ 12.21 Uhr: Der deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli kommt in Spanien frei +++

Der deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli kommt frei. Er dürfe Spanien aber zunächst nicht verlassen, teilte sein Anwalt Ilias Uyar auf seiner Facebook-Seite mit. Dies sei bei einer gerichtlichen Anhörung entschieden worden.

Am Samstag war der kritische Schriftsteller Akhanli auf Wunsch der Türkei in Spanien festgenommen worden. Er sollte in die Türkei ausgeliefert werden. 

+++ 11.47 Uhr: Mord in Hamburg-Eppendorf - Mehrere Täter flüchtig +++

Im Hamburger Stadtteil Eppendorf ist in der Nacht ein Mensch erschossen worden. "Die Lage ist immer noch sehr nebulös", sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Täter seien auf der Flucht. Nähere Informationen zur Identität des Opfers und den Hintergründen der Tat machte die Polizei zunächst nicht.

Nach Angaben des Hörfunksenders "NDR 90,3" soll es sich bei dem Toten um einen Mann handeln. Das Verbrechen wurde demnach im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses verübt. Die Polizei sei um 4.29 Uhr gerufen worden. Wie der Sender weiter berichtete, sollen Anwohner mehrere Schüsse gehört und einen blutüberströmten Mann im Treppenhaus gefunden haben. Der Mann sei vergeblich von den Einsatzkräften reanimiert worden. Die Polizei äußerte sich nicht zu diesen Angaben.

+++ 11.17 Uhr: 77-Jähriger rast in Autobahn-Raststätte - Vier Schwerverletzte +++

Ein 77-Jähriger ist in die Autobahn-Raststätte Wetterau Ost gerast. Er selbst und drei andere Menschen wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Der Mann hatte am Samstag während der Abfahrt auf die Raststätte an der Autobahn Darmstadt-Kassel (A5) beschleunigt statt abzubremsen, wie die Polizei in Gießen mitteilte.

Er bretterte gegen drei Pkw und einen Lastwagen und kam schließlich auf dem Grünstreifen zwischen der Rastanlage und der Autobahn zum Stehen. Warum der Mann auf das Gaspedal und nicht auf die Bremse trat, war zunächst völlig unklar.  

+++ 10.55 Uhr: Wrack des US-Kreuzers "USS Indianapolis" nach 72 Jahren entdeckt +++

72 Jahre nach dem Untergang des US-Kreuzers "USS Indianapolis" im Zweiten Weltkrieg haben Forscher Teile des seitdem verschollenen Wracks entdeckt. Sie seien in 5,5 Kilometern Tiefe im Pazifik gefunden worden, teilte Microsoft-Mitgründer Paul Allen als Leiter des Teams mit. Das US-Kriegsschiff hatte die letzten Teile für die Hiroshima-Atombombe zur Insel Tinian gebracht, als es auf dem Rückweg von japanischen Torpedos getroffen wurde.
Der riesige Kreuzer sank am 30. Juli 1945 binnen zwölf Minuten, ohne in der Lage zu sein, einen Notruf abzusetzen. Von den 1196 Mann an Bord konnten sich 800 zunächst vom Schiff ins Wasser retten, doch viele ertranken in den kommenden Tagen, wurden von Haifischen gefressen oder starben an Dehydration. Nur 316 überlebten.

+++ 09.10 Uhr: Rumänischer Bischof nach Sexvideo zurückgetreten +++

In Rumänien ist ein Bischof der orthodoxen Kirche nach der Veröffentlichung eines Sexvideos zurückgetreten. Um Schaden von der Kirche abzuwenden, ziehe er sich zurück, erklärte Corneliu Barladeanu laut Medienberichten. Er sei aber unschuldig. Das Video, das den Bischof der östlichen Stadt Husi beim Sex mit einem 17-jährigen Jungen zeigen soll, kursiert seit Mitte Juli im Internet.

+++ 08.50 Uhr: Mutter des Hauptverdächtigen von Barcelona ruft Sohn zur Aufgabe auf +++

Die Mutter des Hauptverdächtigen des Terroranschlags von Barcelona hat ihren Sohn nach einem Medienbericht zur Aufgabe aufgefordert. Younes Abouyaaquoub solle sich der Polizei stellen, zitierte das Nachrichtenportal des katalanischen Rundfunksenders Televisió de Catalunya i Catalunya Ràdio über Twitter die Frau am Samstagabend. Der 22-jährige Marokkaner soll sich auf der Flucht befinden und möglicherweise nach Frankreich abgesetzt haben.

Während einer Versammlung vor dem Rathaus der Kleinstadt Ripoll rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona distanzierten sich etwa 40 Familienangehörige sowie Bekannte der am Terroranschlag in Barcelona und der vereitelten Attacke in dem Küstenort Cambrils beteiligten mutmaßlichen Terroristen von den Taten. Sie trugen Plakate mit der Aufschrift "Nicht in unserem Namen". 

+++ 08.18 Uhr: Waldbrand führt zu Bahnchaos in Südfrankreich +++

Ein Waldbrand östlich von Marseille hat zu einem Chaos im Zugverkehr der Region geführt. Etwa 4000 Fahrgäste der Bahngesellschaft SNCF mussten in den Bahnhöfen von Marseille, Nizza oder Toulon übernachten, berichteten der Nachrichtensender Franceinfo und die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.

Die Bahnverbindung zwischen Marseille und dem südöstlich gelegenen Küstenort Cassis sei gesperrt, berichtete Franceinfo. Der Brand in Aubagne sei inzwischen unter Kontrolle gebracht und habe etwa 2,4 Quadratkilometer Wald vernichtet. 

+++ 8.09 Uhr: Auto nach Toilettenpausen-Malheur aus der Ems geborgen +++

Das während einer Toilettenpause des Besitzers in die Ems gerollte Auto ist aus dem Fluss geborgen worden. Die Feuerwehr und ein Bergungsunternehmen hätten das Wrack am Freitag an Land geholt, teilte die Polizei mit. Die Bergung dauerte rund sechs Stunden. Das Auto war am Donnerstag in die Ems gerollt, als der Besitzer gerade eine Toilettenpause einlegte.  

Auto während Toilettenpause in die Ems gerollt: Die Feuerwehr hat den Wagen geborgen

Auto während Toilettenpause in die Ems gerollt: Die Feuerwehr hat den Wagen geborgen

+++ 7.04 Uhr: Türkei-Reisen trotz Gabriels Warnung nachgefragt +++

Die verschärften Reisehinweise für die Türkei haben nach Angaben von Tourismuskonzernen bisher keine Spuren bei der Nachfrage hinterlassen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte Privatreisende vor vier Wochen zu erhöhter Vorsicht bei Trips in das Land am Bosporus aufgerufen. Das habe das Interesse Kurzentschlossener jedoch nicht gedämpft, berichteten mehrere Veranstalter der Deutschen Presse-Agentur. Die Türkei sei derzeit eines der beliebtesten Last-Minute-Ziele. Insgesamt leidet das Türkei-Geschäft aber weiterhin unter der Verunsicherung von Urlaubern nach Terroranschlägen und dem Putschversuch im vergangenen Jahr. 

+++ 6.59 Uhr: 20 Kinder nach Ferienfreizeit im Krankenhaus +++

Eine Ferienfreizeit in Nordrhein-Westfalen hat für 20 Kinder mit der Einlieferung ins Krankenhaus ein vorzeitiges Ende genommen. Sie hätten über Übelkeit und Erbrechen geklagt, teilte die Feuerwehr mit. Mehrere Rettungswagen und Notärzte waren deshalb in der Nacht im Einsatz. Sie versorgten die Kinder, die in der Schützenhalle von Lennestadt im Kreis Olpe gewesen waren. Nach Angaben der Rettungsleitstelle vom Sonntagmorgen vermutet das Gesundheitsamt, dass sich die Kinder mit einem Norovirus infiziert haben. Zu ihrem Gesundheitszustand waren keine Details bekannt.

+++ 6.58 Uhr: US-Finanzminister verteidigt Trumps Äußerungen zu Charlottesville +++

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat die Reaktion von Präsident Donald Trump auf die die rechtsextreme Gewalt in Charlottesville verteidigt und an ihn selbst gerichtete Rücktrittsforderungen zurückgewiesen. Die "Taten derjenigen, die mit Hass erfüllt sind und mit dem Vorsatz anderen zu schaden", fänden weder bei ihm Unterstützung noch beim US-Präsidenten und der übrigen Regierung, schrieb Mnuchin in einer via Twitter verbreiteten Erklärung. 

Der Finanzminister reagierte damit auf den Aufruf von mehr als 350 seiner früheren Kommilitonen an der US-Eliteuniversität Yale, angesichts der Geschehnisse in Charlottesville müsse Mnuchin "sofort" zurücktreten und damit eine "moralische Pflicht" erfüllen.

+++ 5:55 Uhr: Barcelona - Suche nach 22-Jährigem geht weiter +++

Drei Tage nach den Anschlägen in Barcelona und Cambrils geht die Suche nach dem flüchtigen 22-jährigen Marokkaner Younes Abouyaaqoub weiter. Die Polizei verstärkte auf der Suche nach ihm die Kontrollen. Er ist möglicherweise der Letzte der zwölfköpfigen Terrorzelle, der noch auf freiem Fuß ist. Spaniens Innenminister Juan Ignacio Zoido erklärte, die Terrorzelle sei inzwischen "zerschlagen". 

Nach der Terrorattacke von Barcelona fahndet Spanien nach Younes Abouyaaqoub

Nach der Terrorattacke von Barcelona fahndet Spanien nach Younes Abouyaaqoub, 22.


Der Gesuchte Abouyaaqoub könnte nach Informationen spanischer Medien der Fahrer des Lieferwagens sein, der am Donnerstag auf der Flaniermeile Las Ramblas in die Menschenmenge gerast war. Die katalanische Polizei erklärte indes, es stehe weiterhin nicht fest, wer den Lieferwagen gesteuert habe.

+++ 05.33 Uhr: Bahnstrecke Berlin-Hannover wieder befahrbar +++

Die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover ist nach einem Brandanschlag wieder befahrbar. Einige Schäden an der Signalanlage seien jedoch noch nicht behoben, sagte ein Bahnsprecher. Daher sollten zunächst nur die Fernverkehrszüge der Linie 10 (Berlin - Düsseldorf/Köln) auf der Strecke fahren. Dabei sei mit Verzögerungen von 30 bis 45 Minuten zu rechnen. Die Strecke nach Hamburg warnoch gesperrt, auch diese Züge wurden weiterhin über Magdeburg umgeleitet und brauchten nach Bahn-Angaben etwa 60 Minuten länger.

Unbekannte hatten am Samstag bei Berlin Brandanschläge auf Signalanlagen an den Strecken nach Hamburg und Hannover verübt. Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit einer Neonazi-Demo in Berlin nicht aus.

+++ 4.46 Uhr: Spanische Terrorermittler haben Imam im Visier +++

Nach dem Terroranschlag von Barcelona konzentrieren sich die Ermittlungen Medienberichten zufolge auf einen Imam, bei dem es sich um den Kopf der verantwortlichen Terrorzelle handeln soll.
Abdelbaki Es Satty predigte bis Juni in der Moschee der Ortschaft Ripoll und könnte für die Radikalisierung der Gruppe verantwortlich sein.

Es Satty verbüßte eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels und soll Kontakte zu den Verantwortlichen der Zuganschläge 2004 in Madrid gehabt haben, wie die Zeitung "El País" berichtete. Ob der Geistliche überhaupt noch am Leben ist, ist aber unklar. Die Polizei entdeckte Medienberichten zufolge die sterblichen Überreste von drei Personen in den Trümmern des Hauses in Alcanar, wo sich am Mittwoch eine Explosion ereignet hatte.

+++ 3.50 Uhr: Neonazis verpassen Demo +++

Infolge der Brandanschläge auf Signalanlagen der Deutschen Bahn sind etwa 250 Neonazis auf dem Weg nach Berlin in Brandenburg hängengeblieben und haben dort für Unruhe gesorgt.
Eigentlich wollten sie am Samstag in der Hauptstadt am Aufmarsch zum 30. Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß teilnehmen, wie die Polizei mitteilte. Die Gruppe meldete daraufhin eine Spontandemonstration in Falkensee (Havelland) an, lief zwei Stunden lang durch die Kleinstadt und beschädigte dabei das Schaufenster eines Büros der Grünen. Die Polizei sicherte die Veranstaltung mit 200 Beamten.

+++ 3.24 Uhr: Wieder Messerstecherei in Wuppertal +++

Einen Tag nach einer tödlichen Messerattacke in Wuppertal hat sich in der nordrhein-westfälischen Stadt erneut eine Messerstecherei ereignet. Nach einem Streit vor einem Bistro im Stadtteil Barmen habe ein 42-jähriger Mann ein Messer gezogen und auf einen 53-Jährigen eingestochen, teilte die Wuppertaler Polizei mit. Das Opfer sei dabei lebensbedrohlich verletzt worden.

Den Angreifer, der sein Opfer offenbar kannte, nahm die Polizei in Gewahrsam. Sie richtete eine Mordkommission ein und bat mögliche Zeugen um Hinweise.

+++ 2.32 Uhr: Zehntausende gehen gegen Rechten-Kundgebung in Boston auf die Straße +++

Der Protestzug in Boston

Der Protestzug in Boston

In der US-Metropole Boston haben sich zehntausende Demonstranten einer Kundgebung weißer Nationalisten in den Weg gestellt. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich etwa 40.000 Menschen an dem Protest, während nur ein paar Dutzend rechte Demonstranten aufmarschierten. Es gab einige Rangeleien der Gegendemonstranten mit der Polizei. US-Präsident Donald Trump lobte die Gegendemonstranten dennoch für ihren Einsatz "gegen Fanatismus und Hass".

Nach Charlottesville: Trumps Klüngelei mit den Rechten - Hillary Clinton hatte davor gewarnt


pg / AFP / DPA