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News des Tages: Polizeichef wegen Entführung von 43 Studenten in Mexiko festgenommen

+++ Philippinischer Präsident Duterte will sich von den USA "trennen" +++ Zug mit Gefahrgut in Leipzig entgleist +++ Weinernte besser als erwartet +++ Die Nachrichten des Tages.

Mexiko

Seit der Entführung von 43 Studenten in Mexiko im September 2014 gibt es immer wieder Proteste gegeben - wie hier im September in Guadalajara

Die News des Tages im Überblick:

+++ 21.29 Uhr: Staatsmedien: 53 Tote bei Zugunglück in Kamerun +++

Bei einem Bahnunglück in Kamerun sind nach Angaben der Staatsmedien am Freitag 53 Menschen ums Leben gekommen. Der Zug sei nahe der Stadt Eseka im Zentrum des Landes entgleist, sagte Verkehrsminister Edgar Alain Mebe Ngo'o am Abend dem amtlichen Rundfunksender CRTV. Der überfüllte Passagierzug war auf dem Weg von der Hauptstadt Jaunde in die Hafenstadt Doula an der Westküste Kameruns. 

+++ 19.45 Uhr: Dirk Nowitzki wird wieder Vater +++

Basketballer Dirk Nowitzki wird zum dritten Mal Vater.
"Fast am Ziel!" sagte der NBA-Star der Dallas Mavericks den "Dallas Morning News". "Das ist klasse. Unsere Große ist gute drei, der Kleine ein bisschen über anderthalb. Einfach eines nach dem anderen... Zuhause ist einiges geboten, aber ich genieße das wirklich. Sie drehen total durch, wenn Papa nach Hause kommt", sagte Nowitzki. Ob das dritte Kind Mädchen oder Junge wird, wollte Nowitzki nicht sagen. Seine Frau Jessica erwartet das Kind in den nächsten Wochen. Die große Schwester heißt Malaika, der Bruder Max. Auch die Zeitschrift "Bunte" hatte berichtet, dass Nowitzki zum dritten Mal Vater wird. 

+++ 19.05 Uhr: Polizeichef wegen Entführung von 43 Studenten in Mexiko festgenommen +++

Mehr als zwei Jahre nach der Verschleppung und mutmaßlichen Tötung von 43 Studenten in Mexiko ist der frühere Polizeichef der Stadt Iguala gefasst worden. Nach einer gemeinsamen Fahndung von Polizei, Streitkräften und dem Geheimdienst sei Felipe Flores am Freitag festgenommen worden, teilte die Nationale Sicherheitskommission mit.

Örtliche Polizisten hatten im September 2014 die jungen Männer in Iguala im Bundesstaat Guerrero verschleppt und sie der kriminellen Organisation Guerreros Unidos übergeben. Bandenmitglieder räumten ein, die Studenten getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Experten äußerten zuletzt allerdings erhebliche Zweifel an den offiziellen Ermittlungsergebnissen.

+++ 18.11 Uhr: Flüchtlingslager von Calais wird ab Montag geräumt +++

Das Flüchtlingslager im nordfranzösischen Calais, auch "Dschungel" genannt, wird ab Montag geräumt. Die Vorbereitungen sollen am Sonntag beginnen, wie die zuständige Präfektur am Freitag mitteilte. In dem Lager in der Nähe des Ärmelkanals halten sich nach letzten offiziellen Schätzungen rund 6500 Menschen mit Ziel Großbritannien auf.

+++ 17.25 Uhr: Terrorverdächtiger in London nach U-Bahn-Fund festgenommen +++

Die Londoner Polizei hat einen 19-jährigen Terrorverdächtigen festgenommen - einen Tag, nachdem ein "verdächtiger Gegenstand" in einer U-Bahn entdeckt worden war. Der Gegenstand sei von Experten unschädlich gemacht worden und werde derzeit untersucht, teilte die Polizei weiter mit. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt. Die Bevölkerung solle wachsam sein, hieß es.  

Die Polizei sprach allerdings nicht von einem vereitelten Anschlag. Der Verdachtige wurde in Nordlondon von Anti-Terrorspezialisten mit Hilfe eines Elektrschockers überwältigt, hieß es. Bei der Festnahme seien keine Feuerwaffen eingesetzt worden. 

Dem Mann werde vorgeworfen, Terrorakte vorbereitet, in Auftrag gegeben oder dazu angestiftet zu haben. Die Polizei suche nach möglichen Motiven. Sie gehe aber nicht von weiteren Verdächtigen aus.

+++ 16.59 Uhr: Wieder drei Tote bei Gefängnisrevolte in Brasilien +++

Die Gewaltasusbrüche in brasilianischen Haftanstalten nehmen kein Ende. Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden in einem Gefängnis in Río Branco, der Hauptstadt des westbrasilianischen Bundesstaates Acre, wurden drei Häftlinge getötet. Weitere 20 Insassen der Haftanstalt Francisco D'Oliveira Conde wurden verletzt, wie das Nachrichtenportal G1 am Freitag berichtete.   

In der vergangenen Woche waren bei mehreren Gewaltausbrüchen in brasilianischen Gefängnissen bereits mindestens 18 Häftlinge getötet worden. In einer Haftanstalt bei São Paulo kam es bei einer Meuterei am Montag zu einer Massenflucht von Dutzenden Gefangenen.

+++ 15.35 Uhr: Südafrika kündigt Rückzug aus Internationalem Strafgerichtshof an +++

Südafrikas Regierung hat erste Schritte für den Rückzug des Landes vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) eingeleitet. Wie Justizminister Michael Masutha mitteilte, seien die Verpflichtungen gegenüber dem Strafgericht in Den Haag nicht mit dem Einsatz Südafrikas für Frieden in Afrika vereinbar. 

Wie die Zeitung "Daily Maverick" meldete, hatte Südafrika die Vereinten Nationen in New York am Vortag von diesem Schritt unterrichtet. Hintergrund für den Konflikt mit dem IStGH war die Weigerung der südafrikanischen Regierung, den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir bei einem Besuch in Johannesburg im Jahr 2015 festzunehmen. Al-Baschir wird vom IStGH unter anderem wegen Kriegsverbrechen per Haftbefehl gesucht.

+++ 15.29 Uhr: Nicht zur Toilette gelassen - Polizisten verurteilt +++

Nachdem sie einen Autofahrer bei einer Kontrolle nicht auf die Toilette ließen, sind zwei Polizisten wegen Körperverletzung im Amt verurteilt worden. Die beiden Beamten hatten dem heute 59-Jährigen den Gang zur Toilette verweigert, obwohl dieser darauf gedrängt hatte.

Das Landgericht Mosbach in Baden-Württemberg verhängte dafür eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten gegen den einen und eine Geldstrafe von 9000 Euro gegen den anderen Polizisten. Beim Versuch, dem Mann Handschellen anzulegen, hatte dieser laut Anklage seinen Stuhlgang nicht mehr halten können. In seiner Urteilsbegründung sagte der Vorsitzende Richter, den Beamten sei es um eine Disziplinierung des Fahrers gegangen und nicht um Strafverfolgung. Der Autofahrer sei außerdem kooperativ gewesen. Die Polizisten hätten zeigen wollen, "wer der Chef ist". 

+++ 15.02 Uhr: Deutsche Helfer: Bewaffnete greifen Flüchtlingsboot vor Libyen an +++

 Bei einem bewaffneten Angriff auf ein Flüchtlingsboot vor der Küste Libyens sind nach Angaben einer deutschen Hilfsorganisation mindestens vier Menschen getötet worden. 15 weitere würden noch vermisst, teilte die Organisation Sea-Watch am Freitag in Rom mit. Demnach kamen die Angreifer mit einem Schiff mit Abzeichen der libyschen Küstenwache in der Nacht zum Freitag zu dem Flüchtlingsboot, von dem die Helfer gerade versuchten, die Flüchtlinge zu retten.

+++ 14.03 Uhr: Naturschützer fordern mehr Hilfe für bedrohte Schneeleoparden +++

Zum besseren Schutz von Schneeleoparden fordert die Naturschutzorganisation WWF mehr Unterstützung für Bauern in Asiens Bergregionen und härtere Maßnahmen gegen Wilderei. Denn die Großkatze mit dem langen weißgrau-gepunkteten Fell, die in den Hochgebirgsregionen Zentralasiens und im Himalaya lebt, ist in ihrem Bestand bedroht. Nach WWF-Angaben gibt nur noch rund 4000 freilebende Tiere, rund ein Fünftel weniger als noch vor 20 Jahren. Für Sonntag haben die Vereinten Nationen den "Tag des Schneeleoparden" ausgerufen, teilte der WWF am Freitag mit. Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) prüfe zur Zeit Maßnahmen zum besseren Schutz der seltenen Großkatzen.

+++ 13.16 Uhr: Pakistan bestätigt Todesstrafe für geistig behinderten Mann +++

Ein geistig behinderter Mann soll entgegen internationalen Konventionen in Pakistan hingerichtet werden. Der Oberste Gerichtshof des Landes entschied, dass Schizophrenie keine dauerhafte geistige Behinderung sei und machte den Weg frei für die Exekution. Das bestätigte ein Beamter am Gericht, Shahid Hussain. Der Angeklagte, Imad Ali, war 2002 zum Tod verurteilt worden, weil er einen Mullah ermordet hatte. Später war bei ihm laut der Menschenrechtsorganisation "Gerechtigkeits-Projekt Pakistan" Schizophrenie diagnostiziert worden. 

Pakistan hat im Dezember 2014 ein langjähriges Moratorium der Todesstrafe aufgehoben und seitdem mehr als 420 Menschen hingerichtet. Schätzungsweise 8000 Menschen sitzen in Todeszellen. 

+++ 12.25 Uhr: Menschenfressende Tigerin in Indien erlegt +++

Eine menschenfressende Tigerin ist nach einer wochenlangen Jagd in Indien erschossen worden. Die Raubkatze war in Dörfern im Norden des Landes für ihre versteckten Angriffe in Zuckerrohrfeldern gefürchtet: Bei den Attacken hatte das Tier zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt.

Die Angriffe versetzten eine Gegend mit 20 Dörfern in Aufruhr - Kinder gingen nicht mehr zur Schule, die Bewohner trauten sich nachts kaum aus dem Haus. Hunderte Forstbeamte hatten in den vergangenen eineinhalb Monaten mit Hilfe eines Helikopters und Drohnen Jagd auf die sechs Jahre alte "Sugarcane Tigress" gemacht, sagte der regionale Försterei-Chef, Parag Dhakate. Mit elf Schüssen sei das Tier erlegt worden - in einem Zuckerrohrfeld.

+++ 12.02 Uhr: Kletterer findet Leiche in der Sächsischen Schweiz +++

Ein Kletterer ist in der Sächsischen Schweiz auf eine Leiche gestoßen. Die Identität des toten Mannes sei unklar und werde geprüft, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Wie und warum der Mann starb, war noch unklar. Laut Polizei liegt kein Straftatverdacht vor, es gehe um einen Unfall oder Suizid. "Dort kann man schon abstürzen", sagte ein Sprecher der Bergwacht. Der Kletterer hatte den grausigen Fund am Donnerstag unterhalb der alten Postelwitzer Steinbrüche bei Bad Schandau gemacht. Die Leiche lag schon länger unterhalb der Königsnase, dem Aussichtspunkt eines Wanderweges. "Sie war teilweise skelettiert", sagte der Sprecher der Bergwacht.

+++ 11.11 Uhr: Bundestag billigt neues BND-Gesetz +++

Für das Agieren des Bundesnachrichtendienstes gibt es künftig genaue gesetzliche Vorgaben: Der Bundestag billigte am Freitag das neue BND-Gesetz, das Regeln für die Beobachtung von Ausländern im Ausland festlegt. Dazu gehört die Überwachung von Telefon- und Internetverbindungen durch den deutschen Auslandsgeheimdienst. Die Erhebung von Daten deutscher Staatsbürger ist grundsätzlich unzulässig.

Mit der Neuregelung werde Rechtssicherheit für den BND geschaffen, argumentierten Vertreter der großen Koalition in der Debatte. Die Opposition verwies darauf, dass Experten die Neuregelung als verfassungswidrig kritisiert hätten. Mit der Reform reagiert der Gesetzgeber auch auf die Affäre um den US-Geheimdienst NSA, in die der BND verwickelt war.

+++ 11.01 Uhr: Philippinen rudern zurück: Keine "Trennung" von den USA +++

Nach einer neuen Breitseite des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte gegen die USA bemüht sich die Regierung in Manila um Schadensbegrenzung. Der Präsident mit dem lockeren Mundwerk hatte bei einem Besuch in Peking die "Trennung" seines Landes von dem langjährigen engsten Verbündeten, den USA, angekündigt. Washington verlangte daraufhin befremdet eine Erklärung.

"Wir werden weiter Beziehungen zum Westen unterhalten, aber wir wollen engere Integration mit unseren Nachbarn", teilte die Regierung am Freitag mit. Handelsminister Ramon Lopez sagte dem Sender CNN: "Natürlich werden will nicht Handel und Investitionen mit dem Westen stoppen, vor allem nicht mit den USA."

Duterte hatte bei dem Staatsbesuch in China gesagt: "Ich gebe an diesem Ort meine Trennung von den Vereinigten Staaten bekannt." Vor Wirtschaftsvertretern in Peking sprach Duterte dem Redemanuskript zufolge von einer sowohl "militärischen" als auch "wirtschaftlichen Trennung, führte aber nicht weiter aus, was damit gemeint ist.

+++ 10.30 Uhr: Clown mit Kettensäge erschreckt Hundehalterin +++

Mit einer Kettensäge hat ein Unbekannter im Clownskostüm eine 48-jährige Frau in Nordrhein-Westfalen erschreckt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, führte die Frau am Donnerstagabend in Wesel einen Hund aus, als der Clown plötzlich aus einem Busch trat. Mehrfach habe der Verkleidete versucht, die Kettensäge zu starten. Erschrocken rannte die Frau zurück in ihre Wohnung und alarmierte die Polizei. Eine Fahndung nach dem Unbekannten blieb zunächst erfolglos.

In den vergangenen Tagen ist es in Deutschland mehrfach zu Vorfällen mit sogenannten Grusel-Clowns gekommen, bei denen Passanten zum Teil auch Verletzungen davon trugen. Auch in Wesel hatte schon am vergangenen Samstag ein vermeintlicher Clown zwei Männer mit Messer und Pistole erschreckt. In den USA ist bereits seit einigen Wochen von unheimlichen Clowns die Rede.

+++ 10.16 Uhr: Ein Toter bei Zugunglück in Baden-Württemberg +++

Bei einem schweren Unfall mit einem Zug und einem Lastwagen im baden-württembergischen Königsbronn hat es mindestens einen Toten gegeben. Der Zug habe den Lastwagen erfasst, teilte die Polizei am Freitag in Ulm mit. Die Polizei hatte anfangs von zwei Toten gesprochen, die Angaben dann aber korrigiert. Nähere Auskünfte gab es zunächst nicht. Der Unfallort liegt zwischen Aalen und Heidenheim.

+++ 9.53 Uhr: Feuerwehr rettet 220 Kilogramm schwere Frau mit Kran +++

Die Feuerwehr hat eine 220 Kilogramm schwere Frau mit einem Kran aus ihrer Wohnung in Hamburg gerettet. Die Frau sei krank gewesen und habe deswegen am Donnerstagabend den Notruf gewählt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag. Mehr als 20 Helfer rückten daraufhin mit dem Kran zur Höhenrettung an. Die Frau kam in ein Krankenhaus.

+++ 9.13 Uhr: Hund zieht Frauchen auf Straße - 60-Jährige schwer verletzt +++

Ein Hund hat seine 60 Jahre alte Besitzerin auf eine Straße gezogen - die Frau wurde daraufhin in Sachsen-Anhalt von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Sie war am Donnerstagabend in Bitterfeld-Wolfen mit dem Hund unterwegs, sagte ein Polizeisprecher in Dessau-Roßlau am Freitagmorgen. Plötzlich habe der Hund an der Leine gezogen und sei auf die Straße gerannt, die Frau dahinter. Ein 20 Jahre alter Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr die Frau an. Die 60-Jährige kam ins Krankenhaus.

+++ 8.41 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Selbstmordanschlag auf Kraftwerk im nordirakischen Dibis +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Kraftwerk sind im Nordirak mindestens 16 Menschen getötet worden. Drei Selbstmordattentäter attackierten demnach am Freitagmorgen die von einem iranischen Unternehmen in Dibis errichtete Anlage, wie der Bürgermeister und Sicherheitskräfte mitteilten. Bei den Toten handele es sich um zwölf Iraker und vier iranische Techniker, wie der Bürgermeister von Dibis, Abdullah Nureddin al-Salehi, der Nachrichtenagentur AFP sagte.

In der ebenfalls nordirakischen Stadt Kirkuk attackierten zudem Männer mit Sprengstoffwesten mehrere öffentliche Gebäude, wie Sicherheitskräfte mitteilten. Die nächtlichen Angriffe galten demnach der Polizeizentrale sowie Kontrollpunkten und Sicherheitspatrouillen in der Stadt. Kirkuk liegt 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad.

+++ 7.33 Uhr: Hannover - Grusel-Clown verletzt 19-Jährigen mit Baseballschläger +++

Ein Täter in einem Clownskostüm hat einen 19-Jährigen in Rostock-Dierkow angegriffen und mit einem Baseballschläger verletzt. Wie die Polizei in der Nacht zum Freitag mitteilte, habe der Unbekannte den Mann bei der Tat am Donnerstagmorgen zudem zu Boden geschubst und bedroht. Auch ein 15-Jähriger wurde am Donnerstagmorgen in Rostock von einem Grusel-Clown bedroht. Der Verkleidete sei mit einem Messer in der Hand auf den Jugendlichen zugelaufen. Daraufhin flüchtete der 15-Jährige unverletzt.

+++ 06.15 Uhr: Grüne fordern besseren Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt +++

Die Grünen haben einen besseren Schutz von Kindern vor Übergriffen und Missbrauch gefordert. "Kinder müssen vor Vernachlässigung, emotionaler und körperlicher Misshandlung oder sexualisierter Gewalt umfassend geschützt werden", sagte die Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, Franziska Brantner, der Nachrichtenagentur AFP. "Nötig ist hierfür eine verbindliche Zusammenarbeit aller Akteure, die mit Kindern- und Jugendlichen zu tun haben." Einen entsprechenden Antrag bringen die Grünen am Freitag in den Bundestag ein.

+++ 6.03 Uhr: Duterte will "Trennung" von USA - Washington fordert Erklärung +++

Nach der Ankündigung des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, sein Land von den USA trennen zu wollen, fordert Washington eine Erklärung. Es sei nicht klar, was dies mit all seinen Auswirkungen bedeute, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. "Wir wollen eine Klarstellung."

Duterte hatte diesen Schritt am Donnerstagabend im Rahmen seines viertägigen Staatsbesuchs in China angekündigt: "Ich gebe an diesem Ort meine Trennung von den Vereinigten Staaten bekannt", sagte Duterte. Vor Wirtschaftsvertretern in Peking sprach Duterte laut Redemanuskript von einer sowohl "militärischen" als auch "wirtschaftlichen" Trennung, führte aber nicht weiter aus, was damit gemeint ist.

+++5.16 Uhr: Leutheusser-Schnarrenberger kündigt Klage gegen BND-Gesetz an +++

Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat Klage gegen das neue BND-Gesetz angekündigt. Eine solche Verfassungsbeschwerde sei "dringend geboten", sagte Leutheusser-Schnarrenberger dem "Handelsblatt". "Wir beraten in der FDP konkret, wie wir eine Klage gegen das BND-Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht auf den Weg bringen."

Der Bundestag stimmt am Freitag abschließend über die parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste und die Reform des Bundesnachrichtendienstes ab. Die umstrittene Reform wurde durch die Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA angestoßen.

 +++ 4.58 Uhr: Weinernte besser als erwartet +++

Die deutschen Winzer holen in diesem Jahr mehr Trauben aus ihren Weinbergen als noch zum Erntebeginn erwartet. Die neuen Schätzungen gingen für Deutschland von einem Ertrag von neun Millionen Hektolitern aus, teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) mit Sitz in Bodenheim (Rheinland-Pfalz) mit. Das sei ein durchschnittlicher Wert. Sowohl das DWI als auch die Weinbauverbände waren zunächst von leicht unterdurchschnittlichen Erträgen ausgegangen.

Allerdings seien die Ernten regional und sogar lokal sehr unterschiedlich ausgefallen. In Rheinland-Pfalz sticht 2016 das Anbaugebiet Mittelrhein hervor. Dort wird 17 Prozent mehr Ertrag erwartet als im Fünf-Jahres-Mittel. Die Pfalz hingegen liegt genau im Durchschnitt. In Rheinhessen wird mit 4 Prozent weniger gerechnet, an der Ahr mit 3 Prozent weniger. Schlechter sieht es an der Mosel und an der Nahe aus: Dort liegt die Ernteschätzung bei 7 beziehungsweise 9 Prozent weniger.

+++ 4.30 Uhr: Mehr als 100 Migranten aus Notlage in Lastwagen in Mexiko gerettet +++

Die mexikanischen Behörden haben im Süden des Landes 121 Migranten aus einem Lastwagen gerettet. Die 66 Erwachsenen und 55 Kinder seien in dem Bundesstaat Tabasco im Laderaum eines Lkw entdeckt worden, teilte die Einwanderungsbehörde am Donnerstag mit. Die Migranten stammten aus Honduras, Guatemala, El Salvador und Ecuador. Nach eigenen Angaben zahlten sie den Schleppern zwischen 3000 und 5000 US-Dollar für den Transport bis an die US-Grenze.

+++ 1.42 Uhr: Zug mit Gefahrgut in Leipzig entgleist +++

In einem Bahnhof in Leipzig ist ein mit Gefahrgut beladener Zug entgleist und gegen ein Stellwerkhaus geprallt. "Ein Mitarbeiter der Bahn kam schwer verletzt ins Krankenhaus", sagte eine Sprecherin der Polizei am Freitagmorgen. Die Rettungskräfte fuhren am Donnerstagabend mit einem großen Aufgebot zum Güterbahnhof Engelsdorf im Osten der sächsischen Stadt. "Die Lok und das Haus sehen ziemlich ramponiert aus", so die Sprecherin.


anb/kis/tim / DPA / AFP