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News des Tages: Geisterfahrer kracht nach 40 Kilometern Irrfahrt in Polizeisperre

US-Geheimdienste erwähnen in Hackerbericht Schröder und Berlusconi +++54-Jähriger stirbt in Bayern +++ Sechs Verletzte bei Unfall auf Autobahn in Bremen +++ Die News des Tages im Überblick.

Dieses Verkehrsschild soll Geisterfahrer stoppen, in Spanien bedurfte es dafür nun einer Polizeisperre

Dieses Verkehrsschild soll Geisterfahrer stoppen, in Spanien bedurfte es dafür nun einer Polizeisperre

Die News des Tages im Überblick.

+++ 18.55 Uhr: Geisterfahrer nach 40 Kilometern Autobahn gestoppt +++

Rund 40 Kilometer ist ein Autofahrer in Spanien auf der Autobahn in falscher Richtung gefahren - erst eine Polizeisperre aus Fahrzeugen hat den Mann stoppen können, der dabei in einen Polizeiwagen krachte. Der 40-jährige Franko-Senegalese war am Samstag in Südspanien auf der Autobahn zwischen Almería und Granada unterwegs, wie die Polizei mitteilte.

Die Autobahn musste gesperrt werden, mit Leuchtzeichen und einer Sperre aus Fahrzeugen sollte der Mann gestoppt werden. Aber "er hat zu keiner Zeit anhalten wollten, bis er auf ein Polizeiauto geprallt ist", sagte ein Sprecher der Polizeieinheit Guardia Civil. Die Polizei konnte zunächst keine Aussage zur Ursache der Falschfahrt machen. Der Autofahrer habe "durcheinander" gewirkt. Ob er betrunken war oder Drogen genommen hatte, sollten medizinische Tests klären.

+++ 15.37 Uhr: Küstenvermessung nach Ostsee-Sturmflut unterbrochen +++

Die Küstenvermessung in Mecklenburg-Vorpommern zur Begutachtung der Schäden durch die schwere Ostsee-Sturmflut ist am zweiten Tag wetterbedingt unterbrochen worden. Die beiden mit spezieller Lasertechnik bestückten Flugzeuge hätten nach einer Stunde wegen Schneefalls und Regens kehrtgemacht, sagte ein Experte der zuständigen Milan Geoservice GmbH. Wahrscheinlich würden die Flüge am Montag fortgesetzt. In der Nacht zum Donnerstag hatte die stärkste Ostsee-Sturmflut seit 2006 den Nordosten Deutschlands getroffen.

Die beiden Maschinen sollen abschnittsweise an der gesamten Außenküste einen etwa 300 bis 500 Meter breiten Küstenstreifen aus einer Flughöhe von 600 Metern per Laserstrahl scannen. Die ermittelten Daten sollen mit der letzten Messung aus dem Jahr 2016 verglichen werden, um die Gebiete mit den größten Sturmflut-Schäden zu ermitteln.

+++ 14.32 Uhr: Autobombe tötet in nordsyrischer Stadt mindestens 43 Menschen +++

Bei der Explosion eines Tanklasters in der von Rebellen gehaltenen nordsyrischen Stadt Asas sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 43 Menschen getötet worden. Es gebe Dutzende Verletzte, viele von ihnen schwer, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten.

Aus einem Krankenhaus der Stadt hieß es, mehr als 30 Menschen seien getötet und 55 verletzt worden. Zunächst war von der Explosion einer Autobombe die Rede gewesen. 

Oppositionskreise berichteten, ein Fahrzeug mit einer großen Menge Sprengstoff sei auf einem Markt vor dem Gerichtsgebäude in Asas explodiert. Bilder im Internet zeigten massive Schäden an Gebäuden und Geschäften. 

+++ 12.57 Uhr: Betrunkener verursacht Autobahnunfall - 75-Jährige stirbt +++

Ein betrunkener Autofahrer soll auf der Autobahn 4 in Köln einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht haben. Der 26-Jährige sei am Morgen ungebremst in das Heck eines vorausfahrenden Autos geprallt, in dem zwei Frauen saßen, teilte die Polizei mit. Beide Autos schleuderten über die Fahrbahn und krachten in eine Fahrbahnbegrenzung. Die 75 Jahre alte Beifahrerin in dem vorderen Auto wurde so schwer verletzt, dass sie trotz eines Notarzteinsatzes noch an der Unfallstelle starb. Die 39 Jahre alte Fahrerin und der Unfallverursacher kamen verletzt ins Krankenhaus. Die A4 wurde in Richtung Aachen voll gesperrt. 

+++ 12.33 Uhr: Trockener Weihnachtsbaum geht in Flammen auf +++

Ein extrem trockener Weihnachtsbaum ist beim Anzünden der Kerzen so schlagartig in Flammen aufgegangen, dass das Wohnzimmer eines alten Ehepaars in München verwüstet wurde. "Die Energie war so groß, dass die Scheibe der Wohnzimmertüre zerplatzte und die gegenüberliegende Tür aus den Angeln gerissen wurde", teilte die Feuerwehr mit. Die extreme Hitze habe auch den Putz der Decke über dem Baum abspringen lassen. Schaden: mehr als 50.000 Euro. Der 90 Jahre alte Mann kam am Freitagabend mit Atemproblemen ins Krankenhaus. Seine Frau blieb unverletzt.

+++ 11.23 Uhr: Amazon-Mitarbeiter in Leipzig streiken +++

Beim Versandhändler Amazon in Leipzig haben erneut Mitarbeiter gestreikt. Wie die Gewerkschaft Verdi angibt, legten am Morgen etwa 150 Beschäftigte der Frühschicht ihre Arbeit nieder. Bis zum Ende der Spätschicht um halb zwölf abends soll gestreikt werden. Insgesamt erwartete die Gewerkschaft am Samstag etwa 300 Teilnehmer.

"Der Streik an einem Samstag ist eine besondere Kritik an der Ausdehnung der Arbeitszeit auf den Samstag. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen müssen am Samstag bei Amazon arbeiten und das soll weiter ausgedehnt werden. Ich halte Samstagarbeit bei einem Online-Händler für nicht notwendig", so der Verdi-Fachbereichsleiter für den Handel, Jörg Lauenroth-Mago.

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+++ 10.57 Uhr: SpaceX schickt wieder Trägerrakete "Falcon 9" ins All +++

Gut vier Monate nach der Explosion einer "Falcon 9"-Rakete will das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX Anfang kommender Woche wieder eine Trägerrakete in den Weltraum schicken. Die Rakete vom Typ "Falcon 9" werde am Montagabend zehn Kommunikationssatelliten vom Typ Iridium Next in ihre Umlaufbahn bringen, teilte das Unternehmen mit. Der Start sei für 18.22 Uhr (19.22 Uhr MEZ) geplant.

Anfang September war auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida eine unbemannte "Falcon 9"-Rakete bei einem Test explodiert. Mit der Rakete sollte ein Kommunikationssatellit ins All befördert werden, den der US-Konzern Facebook dazu nutzen wollte, um im subsaharischen Afrika Internetverbindungen bereitzustellen.

+++ 10.20 Uhr: Sieben Tote nach Kältewelle in Polen +++

Sieben Menschen sind seit Freitag an den Folgen einer Kältewelle mit Temperaturen von bis zu minus 25 Grad in Polen gestorben. Das teilte das Sicherheitszentrum der Regierung mit. Damit stieg die Zahl der Kältetoten seit November auf 53.

Der Frost stellt vor allem für Obdachlose eine Gefahr dar. Polnische Behörden warnten aber auch vor dem Heizen mit veralteten Öfen und Ventilationssystemen: Seit Beginn der kalten Jahreszeit starben in dem Land 24 Menschen an Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Sie hatten unter anderem giftige Gase aus Kohleöfen eingeatmet.

+++ 9.21 Uhr: Streit um kaputte Tür: Fahrgast schlägt Lokführer +++

 In einem Regionalzug in Konstanz hat ein Fahrgast den Lokführer mit einem Faustschlag verletzt. Der unbekannte Schläger hatte sich nach Angaben der Bundespolizei zuvor mit dem 50-Jährigen gestritten, als sich die Türen der Bahn wegen eines technischen Defekts nicht öffnen ließen. Etwa 150 Reisende konnten den Zug nicht verlassen. Dem Lokführer gelang es demnach, den Defekt nach etwa 20 Minuten zu beheben. Was dann den Streit verursachte, war zunächst nicht klar - ebenso der Auslöser für den Defekt. Einem Wortwechsel folgte der Schlag ins Gesicht. Der Angreifer flüchtete, von ihm fehlte nach der Attacke am Freitagabend jede Spur. Der 50-Jährige musste in einer Klinik behandelt werden.

+++ 9.13 Uhr: Messerattacke in Kölner Hotel - SEK überwältigt Verdächtigen +++

Nach einer Messerattacke in einem Kölner Hotel hat ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei den Täter überwältigt. Ein 36-Jähriger habe in der Nacht in einem Hotelzimmer einen 34-Jährigen niedergestochen, teilte die Polizei mit. Das Opfer konnte sich noch in den Flur schleppen und Hilfe rufen. Weil sich der Täter daraufhin in seinem Zimmer verschanzte, alarmierten die Beamten das SEK. Die Spezialkräfte nahmen den Mann fest. Der 34-Jährige kam mit Stichwunden am Oberkörper ins Krankenhaus.

+++ 8.44 Uhr: Schneestürme an amerikanischer Westküste +++

Nach einer Reihe von extrem trockenen Wintern wird die Westküste der USA von starken Regenfällen und Schneestürmen heimgesucht. Ein schwerer Wintersturm brachte der kalifornischen Sierra-Nevada-Bergkette in den vergangenen Tagen stellenweise mehr als zwei Meter Schnee. Für das Wochenende sagten die Meteorologen heftigen Regen voraus, die Behörden warnten vor möglichen Überschwemmungen.

Der Yosemite-Nationalpark kündigte an, den Tal-Zugang zu dem beliebten Ausflugsziel in der Sierra Nevada vorsichtshalber zu schließen. Schwere Regenfälle hatten das Gebiet im Januar 1997 unter Wasser gesetzt und Straßen und Gebäude beschädigt. Der Park blieb damals für Reparaturen mehrere Wochen geschlossen.

Das für seine steilen Granitwände und tosenden Wasserfälle bekannte Yosemite-Tal lockt jährlich über drei Millionen Besucher aus aller Welt an. 

+++ 8.36 Uhr: US-Geheimdienste erwähnen in Hackerbericht Schröder und Berlusconi +++

Die US-Geheimdienste erwähnen in ihrem Bericht zu von Wladimir Putin initiierten Hackerangriffen auf US-Ziele auch den deutschen Altkanzler Gerhard Schröder. "Putin hat viele positive Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit westlichen Staatsmännern gemacht, deren Geschäftsinteressen sie positiver für die Zusammenarbeit mit Russland gesinnt machten", heißt es in dem Bericht der US-Geheimdienste, der am Freitag in Washington veröffentlicht wurde. Als Beispiele wurden der frühere Bundeskanzler Schröder (SPD) und der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi genannt. 

Dies sei eines von mehreren Motiven für Russlands Präsidenten Putin gewesen, im US-Wahlkampf eine "klare Präferenz" für Donald Trump über Hillary Clinton zu entwickeln. Ein anderes Motiv sei die Aussicht gewesen, mit Trump leichter eine internationale Anti-IS-Koalition schmieden zu können. 

Schröder hat Putin mehrmals öffentlich als seinen Freund bezeichnet. Auf eine entsprechende Frage der "Bild"-Zeitung hatte er 2015 geantwortet: "Ja, sicher." Schröder hat nach seiner Zeit als deutscher Regierungschef mehrere Posten beim russischen Staatskonzern Gazprom angenommen. Schröder kritisierte öffentlich den Umgang des Westens mit Putin.


+++ 8.33 Uhr: Von eigener Pistenraupe überrollt - 54-Jähriger stirbt in Bayern +++

Der Fahrer einer Pistenraupe ist im bayerischen Weitnau von seinem Gefährt überrollt und getötet worden. Der 54 Jahre alte Mann war am Freitag aus dem Fahrzeug geklettert, nachdem ihn ein Skilangläufer etwas gefragt hatte, wie die Polizei mitteilte. Dabei geriet der Fahrer unter seine Pistenraupe, die sich noch immer bewegte. Dem 54-Jährigen konnte nicht mehr geholfen werden. Nach Polizeiangaben war er wohl sofort tot. 

+++ 8.21 Uhr: Sechs Verletzte bei Unfall auf Autobahn in Bremen +++

Nach einem Unfall auf der Autobahn 270 in Bremen sind sechs Menschen ins Krankenhaus gebracht worden - darunter zwei Kinder. Ein 24-Jähriger hatte seinen voll besetzten Wagen auf der rechten Spur gestoppt, weil einem vierjährigen Kind unwohl geworden war, wie die Polizei mitteilte. Eine 36-jährige Autofahrerin krachte mit ihrem Wagen ungebremst in das haltende Fahrzeug. Rettungskräfte brachten vier Erwachsene und zwei Kinder in die Klinik. Die Autobahn war am Freitagabend mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt.

kis / DPA / AFP