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News des Tages: Tödlicher Überfall auf Kiosk: Polizei sucht nach Verdächtigem

Verdächtiger nach Überfall in Wiesbaden gesucht +++ Flugzeugentführung in Malta +++ Terror-Anschlag in Melbourne vereitelt +++ Neuer Ebola Impfstoff entdeckt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Überfall in Wiesbaden: Mit diesem Bild sucht die Polizei nach dem Verdächtigen

Überfall in Wiesbaden: Mit diesem Bild sucht die Polizei nach dem Verdächtigen

Die wichtigsten News des Tages im stern-Newsticker.

Alle aktuellen Entwicklungen rund um den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt finden Sie hier.

+++ 21.35 Uhr: Minister: Frankreich durchkreuzt 17 mögliche Terroranschläge +++

Frankreich hat im zu Ende gehenden Jahr 17 potenzielle Terroranschläge vereitelt. "Unsere gesamten Sicherheitskräfte sind voll mobilisiert im Kampf gegen den Terrorismus", erklärte der französische Innenminister Bruno Le Roux in Paris.
Nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt seien die Kontrollen der Straßen- und Schienenverbindungen an den Grenzen zu Deutschland, Luxemburg und der Schweiz verstärkt worden.

+++ 21.10 Uhr: Wütender Autofahrer erschießt Kleinkind - Mordanklage +++

Ein 33-jähriger Amerikaner, der aus Wut über eine Autofahrerin in deren Fahrzeug gefeuert und ein Kleinkind getötet hatte, ist am Freitag wegen Mordes angeklagt worden. Wie der Sender NBC News und andere Medien berichteten, hatte sich der Mann am Donnerstag der Polizei gestellt - fünf Tage nach dem tödlichen Vorfall.  

Nach Polizeiangaben hatte eine Großmutter in Little Rock (Arkansas) am vergangenen Samstag ihren dreijährigen Enkel Acen und dessen einjährige Schwester mit auf eine Einkaufstour genommen. An einem Stoppschild habe der Fahrer im Auto hinter ihr zunächst gehupt, weil sie nicht rasch genug angefahren sei. Nachdem sie zurückgehupt habe, sei der Mann ausgestiegen und habe in das Auto der Frau gefeuert.
Diese habe erst später auf dem Parkplatz eines Ladens gesehen, dass ihr Enkel von einer Kugel getroffen worden sei.

+++ 19.30 Uhr: Papst Franziskus feiert Christmette im Petersdom +++

Papst Franziskus feiert an Heiligabend (21.30 Uhr) die traditionelle Christmette im Petersdom. Der argentinische Pontifex leitet die Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan in diesem Jahr zum vierten Mal. In Bethlehem findet an Heiligabend ebenfalls eine Mitternachtsmesse statt

Am Sonntag (12.00 Uhr) richtet das 80-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche von der Loggia des Petersdoms aus seine Weihnachtsbotschaft an die Welt und spendet den feierlichen Papstsegen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis).

+++ 17.25 Uhr: Julian Draxler wechselt für 47 Millionen nach Paris +++

Fußball-Nationalspieler Julian Draxler wechselt vorbehaltlich letzter Formalitäten vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg zu Paris St. Germain. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA erzielten alle Parteien am Freitagabend grundlegende Einigkeit. Demnach bekommt der VfL inklusive Bonuszahlungen bis zu 47 Millionen Euro für den 23 Jahre alten Offensivspieler. Draxler erhält beim Club des deutschen Torhüters Kevin Trapp einen Vertrag bis 2021. Der Weltmeister war vor anderthalb Jahren für rund 36 Millionen Euro vom FC Schalke 04 nach Wolfsburg gewechselt, konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen.

+++ 16.30 Uhr: Polizei fahndet nach tödlichen Schüssen in Kiosk nach 25-Jährigem +++

Nach tödlichen Schüssen in einem Wiesbadener Kiosk sucht die Polizei nach einem 25-jährigen Verdächtigen.
Zeugenaussagen, Videoaufnahmen und DNA-Spuren am Tatort hätten auf die Spur des mutmaßlichen Täters geführt, berichtete die Polizei. Gegen ihn sei Haftbefehl erlassen worden.

Dem 25-Jährigen wird vorgeworfen, am Dienstag im Stadtteil Biebrich die 59-jährige Kiosk-Besitzerin erschossen und zwei ihrer Angehörigen angeschossen zu haben. Darunter befand sich der Fußball-Profi Marc Wachs vom Zweitligaverein Dynamo Dresden.

Spezialkräfte der Polizei durchsuchten eine Wohnung in Biebrich, trafen den 25-Jährigen dort aber nicht an. Deshalb wird nun öffentlich nach ihm gefahndet. Das Motiv für die Tat sei weiter völlig unklar, sagte der Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft, Oliver Kuhn.

Der Fußballer Wachs, der aus Wiesbaden stammt, ist der Neffe der Toten. Er wurde gemeinsam mit dem Mann der 59-Jährigen schwer verletzt. Der bewaffnete Täter hatte nach Polizeiangaben am Dienstag um 8.40 Uhr den Kiosk betreten und Schüsse abgefeuert.

+++ 15.48 Uhr: Flugzeugentführung in Malta beendet +++

Die Flugzeugentführung in Malta ist unblutig beendet. Die Entführer und die letzten Crewmitglieder verließen das Flugzeug, wie der maltesische Regierungschef Joseph Muscat auf Twitter mitteilte.

+++ 15.25 Uhr: Passagiere verlassen entführtes libysches Flugzeug +++

Nach der Entführung eines libyschen Flugzeugs nach Malta haben 109 Insassen die Maschine verlassen können. Nachdem die Entführer zunächst 25 Frauen und Kinder laufen ließen, konnten dutzende weitere Menschen aussteigen, wie Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat berichtete. Insgesamt waren 118 Menschen an Bord der Maschine der libyschen Gesellschaft Afriqiyah, die auf einem Inlandsflug entführt und nach Malta umgeleitet worden war.

Muscat zufolge befanden sich wahrscheinlich noch zwei Entführer und mehrere Crewmitglieder an Bord.

+++ 14.35 Uhr: Frauen und Kinder aus entführtem Flugzeug in Malta freigelassen +++

Ein libysches Passagierflugzeug mit 118 Menschen an Bord ist am Freitag auf einem Inlandsflug entführt und nach Malta umgeleitet worden. Nach der Landung auf dem Flughafen der maltesischen Hauptstadt Valetta ließen der oder die Entführer 25 Frauen und Kinder frei, wie Maltas Regierungschef Joseph Muscat über den Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter mitteilte. Über Täter und Tatmotive war zunächst nichts bekannt.

Unklarheit herrschte über die Zahl der Entführer. Maltas Regierung sprach von einem Entführer, der der Crew mit einer Handgranate gedroht habe. Vertreter der libyschen Fluglinie Afriqiyah Airways, der die entführte Maschine gehört, sprachen von zwei Luftpiraten. Die Maschine stand am frühen Nachmittag umringt von Militärfahrzeugen auf dem Rollfeld in Valetta. Die Flughafenverwaltung erklärte, Rettungsteams seien im Einsatz. Der Flugbetrieb wurde eingestellt. Nach maltesischen Angaben wurden Verhandlungen mit dem Entführer aufgenommen. Er habe versprochen, alle Passagiere freizulassen, wenn seine Bedingungen erfüllt würden. Welche Forderungen er stellte, wurde zunächst nicht bekannt.


+++ 14.16 Uhr: UN besorgt über Lage im Kongo +++

Nach den blutigen Zwischenfällen bei Demonstrationen gegen den kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila sind die Vereinten Nationen besorgt über die Lage im Land. Den UN zufolge haben Sicherheitskräfte bei Protesten 40 Menschen getötet, 460 wurden verhaftet. Solche Berichte würden für eine zunehmende Instabilität des zentralafrikanischen Landes sprechen, sagte UN-Menschenrechtskommissar Said Raad al-Hussein am Freitag in Genf.

Kabilas zweite und laut Verfassung letzte Amtsperiode als Präsident war am Montag ausgelaufen - die Neuwahl wurde aber verschoben. Sicherheitskräfte waren mit Tränengas und Schusswaffen gegen Demonstranten vorgegangen, die danach den Rücktritt Kabilas gefordert hatten. Die UN hatten die unverhältnismäßige Gewalt gegen die Proteste bereits kritisiert.

+++ 14.00 Uhr: Mehrere Menschen verlassen entführtes libysches Flugzeug +++

Nach der Entführung eines libyschen Flugzeugs haben mehrere Menschen die Maschine in Malta verlassen. Auf Bildern des maltesischen Fernsehens war zu sehen, wie mehrere Menschen die Treppe hinabgehen. 

+++ 13.54 Uhr: Räuber verliert bei Überfall Handy mit Selfies +++

Seine Handy-Selfies könnten einem Räuber nach einem Überfall in Gelsenkirchen zum Verhängnis werden. Bei einem brutalen Überfall auf ein junges Pärchen im September hatte einer der drei Täter sein Handy verloren. Es enthielt mehrere Selbstporträts. Jetzt geht die Suche mit einem Fahndungsfoto weiter. Ein Gericht hatte die Veröffentlichung freigegeben, wie die Polizei am Freitag in Gelsenkirchen mitteilte. Die Männer hatten im September das Pärchen im Stadtpark überfallen, geschlagen und der Frau ganze Haarbüschel ausgerissen.

+++ 13.14 Uhr: Flugzeugentführer drohen angeblich mit Sprengung +++

Der oder die mutmaßlichen Entführer des libyschen Flugzeuges auf Malta sollen mit der Sprengung der Maschine gedroht haben. Darüber habe der Kapitän des Flugzeuges den Tower auf Malta informiert, berichtete die libysche Nachrichtenseite Alwasat, ohne eine Quelle zu nennen. Nach Informationen der "Times of Malta" behauptet der Entführer, eine Handgranate zu besitzen. Über mögliche Forderungen sei noch nichts bekannt. 

+++ 12.56 Uhr: Sigmar Gabriel war drei Tage im Krankenhaus +++

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sich drei Tage lang in einem Krankenhaus behandeln lassen. "Er befand sich in einer dreitägigen stationären Überprüfung und Behandlung, die bereits wieder abgeschlossen ist", sagte ein Parteisprecher. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Der Sprecher sagte weiter: "Den Termin hatte er extra in die unmittelbare Vorweihnachtszeit gelegt, weil seine Anwesenheit in Berlin dann normalerweise nicht zwingend erforderlich ist. Laut der "Bild"-Zeitung habe sich Gabriel einer zweistündigen Magen-OP unterzogen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, der Minister sei wieder zuhause. Es gehe ihm gut.

+++ 12.49 Uhr: Flughafen Malta leitet Flüge um +++

Wegen der möglichen Flugzeugentführung auf der Mittelmeerinsel Malta hat der dortige Flughafen zahlreiche Maschinen umgeleitet - das hat auch Auswirkungen in Deutschland. Fünf Flugzeuge auf dem Weg nach Malta seien zum Flughafen Catania auf Sizilien geleitet worden, schreibt der Flughafen auf seiner Internetseite. Für weitere acht Flieger wurde kein Alternativ-Ziel angegeben, darunter fünf Maschinen aus Frankfurt/Main, eine davon von der Lufthansa. Ein Lufthansa-Flug von Malta nach München wird als verspätet oder gestrichen gemeldet. Vier weitere Flieger nach Frankfurt/Main - darunter eine Lufthansa-Maschine - werden als verspätet angegeben.

+++ 12.47 Uhr: Innenministerium plant "Abwehrzentrum" gegen Fake News +++

Das Bundesinnenministerium will der Verbreitung von Falschnachrichten mit einem "Abwehrzentrum gegen Desinformation" begegnen. "Da der Schwerpunkt bei der Öffentlichkeitsarbeit liegt, sollte die Federführung für diese zu schaffende Bündelungseinheit beim Bundeskanzleramt angesiedelt werden", berichtet der "Spiegel" und beruft sich auf einem "aktuellen Vermerk" von Beamten von Minister Thomas de Maizière (CDU), der dem Nachrichtenmagazin vorlieg. "Mit Blick auf die Bundestagswahl sollte sehr schnell gehandelt werden." Ein Ministeriumssprecher teilte mit, er kommentiere vermeintliche oder tatsächliche Überlegungen, die selbst nach Medienberichten rein internen Charakter haben sollen, grundsätzlich nicht. Als besonders anfällige Bevölkerungsgruppen hebt das Papier demnach Russlanddeutsche sowie türkischstämmige Menschen hervor, bei denen eine "Intensivierung der politischen Bildungsarbeit" erfolgen solle.

Anis Amri erschossen: Die Bilder der Polizei-Ermittlungen in Mailand
Wie Italiens Innenminister Marco Minniti am Freitagvormittag mitteilte, wurde der mutmaßliche islamistische Terrorist Anis Amri in Mailand erschossen.

Wie Italiens Innenminister Marco Minniti am Freitagvormittag mitteilte, wurde der mutmaßliche islamistische Terrorist Anis Amri in Mailand erschossen.

+++ 12.34 Uhr: Keggelrobbenrekord auf Helgoland +++

Die Kegelrobben auf Helgoland vermehren sich nach Angaben der Naturschutzgesellschaft Verein Jordsand prächtig. Aktuell wurden dort rund 350 Jungtiere gezählt. Damit wurde der bisherige Rekord-Winter 2015 mit 317 Kegelrobben-Babys bereits übertroffen. Die Geburtssaison dauert noch bis Ende Januar. Deutschlands größtes Raubtier nutzt die Hochseeinsel seit 1996 als Kinderstube.

+++ 12.31 Uhr: Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft +++

In Deutschland leuchten in diesem Jahr etwa 29,5 Millionen Weihnachtsbäume. Damit würden zum diesjährigen Fest rund 200.000 Bäume mehr als im Vorjahr verkauft, prognostizierte der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie. Als Gründe nannte er die Zunahme von Single-Haushalten und den "Trend zum Zweitbaum" für Balkon oder Terrasse. Zudem würden in diesem Jahr mehr Weihnachtsbäume an Städte und Gemeinden verkauft. Auch private Einzelhandelsinitiativen schmückten vermehrt Straßen und Fußgängerzonen mit Weihnachtsbäumen.

+++ 12.28 Uhr: Noch nie wurden so viele Geldautomaten gesprengt wie 2016 +++

Die Zahl der in Deutschland gesprengten Geldautomaten hat sich einem Bericht zufolge im zu Ende gehenden Jahr nahezu verdoppelt. Insgesamt seien 286 Sprengungen gezählt worden - mehr als je zuvor, berichtete die Zeitung "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die Landeskriminalämter und weitere Polizeiquellen. Im Vorjahr 2015 waren demnach nur 149 Fälle registriert worden. Allein in Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei dem Bericht zufolge einen Anstieg von 67 auf 132 Sprengungen. In Niedersachsen waren es demnach 34 Fälle nach 28 im Vorjahr, in Brandenburg 28 nach nur neun Fällen 2015. Erstmals seien auch in Süddeutschland reihenweise Automaten gesprengt worden. Auf zusammen 39 Angriffe kamen demnach Baden-Württemberg und Bayern. Im gesamten Vorjahr sei es ein einziger gewesen.

+++ 12.01 Uhr: Offenbar libysches Flugzeug Richtung Malta entführt +++

Ein libysches Flugzeug ist Medienberichten zufolge möglicherweise entführt worden und in Malta gelandet. Wie die "Times of Malta" meldete, war die Maschine der libyschen Afriqiyah Airways mit 118 Menschen an Bord auf einem Inlandsflug von Sabha nach Tripolis. Der maltesische Regierungschef Joseph Muscat schrieb auf Twitter, er sei über die mögliche Flugzeugentführung informiert worden. Sicherheits- und Rettungskräfte stünden bereit. Medienberichten zufolge drohten ein oder zwei Entführer mit einem Sprengsatz. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.


+++ 11.58 Uhr: Lokführergewerkschaft leitet im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn Schlichtung ein +++

Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn setzt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein Schlichtungsverfahren in Gang. Aufgrund der "dauerhaften Verweigerungshaltung" des Unternehmens erkläre die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen für gescheitert, teilte GDL-Chef Claus Weselsky am Freitag mit. Die Gewerkschaft werde nun einen Schlichter ihrer Wahl benennen.

+++ 11.49 Uhr: Von S-Bahn überrollt - Betrunkener bleibt unverletzt +++

Erst Fusel, dann Dusel: Ein Betrunkener ist in Nürnberg von einer S-Bahn überrollt worden und hat den Unfall unverletzt überstanden. Der 21-Jährige lag nach Polizeiangaben "stark nach Alkohol riechend" im Gleis des Nürnberger Hauptbahnhofes. Der Lokführer einer einfahrenden S-Bahn konnte am Freitag nicht mehr rechtzeitig bremsen und überrollte den längs zu den Schienen liegenden Mann. Rettungskräfte brachten ihn unversehrt in eine Klinik. Nun erwartet ihn eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

+++ 11.27 Uhr: Mann hortet 250 Kilogramm Feuerwerkskörper in Wohnung +++

Mehr als 250 Kilogramm Feuerwerkskörper hat ein 39-Jähriger in Bruchsal in Baden-Württemberg gehortet. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, handelte es sich größtenteils um in Osteuropa und China hergestellte Sprengkörper für Großfeuerwerke. Größere Mengen nicht zugelassener Feuerwerkskörper habe der Mann bereits im Frühjahr illegal von einem Berliner Händler gekauft. Auch Zubehör wie mehrere Meter Zündschnur, Kleber, Folien und Leerhülsen wurde bei der Durchsuchung seiner Wohnung gefunden. Was der Mann damit anfangen wollte, habe er nicht gesagt. Die Polizei ermittelt noch, ob er damit handeln wollte. Es gebe jedenfalls keinerlei Hinweis auf einen geplanten Anschlag, hieß es auf Anfrage. Der Mann ist auf freiem Fuß, ihn erwartet zumindest eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

+++ 10.58 Uhr: Arme und Ungebildete sind anfälliger für Demenz +++

Arme und weniger gebildete Männer erkranken durchschnittlich sechs Jahre früher an Demenz als diejenigen mit höherem Bildungsstand und besserem Einkommen. Das berichtete die "Welt" am Freitag unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie der AOK Rheinland/Hamburg. Aussagen über Frauen wurden in dem Bericht nicht getroffen. Demnach waren Männer mit einem Monatseinkommen von weniger als 800 Euro bei ihrer ersten Demenzdiagnose durchschnittlich 75 Jahre alt, Männer mit einem Einkommen von mehr als 1600 Euro dagegen 81 Jahre. Ähnliches gilt auch für die Pflegebedürftigkeit, die demnach bei ärmeren und weniger gebildeten Männern durchschnittlich sieben Jahre früher eintritt als bei reicheren und gebildeteren.

+++ 10.29 Uhr: 400 Cyberangriffe täglich auf das Regierungsnetz +++

Im ersten Halbjahr hat es einem Medienbericht zufolge täglich 400 Cyberangriffe auf deutsche Regierungsnetze gegeben. Von diesen seien je 20 "hochspezialisiert" gewesen, berichtete die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf eine ihr vorliegende Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Eine Attacke pro Woche habe einen nachrichtendienstlichen Hintergrund. Der Verfassungsschutz hatte zuletzt vor Versuchen gewarnt, die Bundestagswahl im kommenden Jahr durch Cyberspionage und -angriffe zu beeinflussen. In den vergangenen Monaten war demnach ein "eklatanter Anstieg" sogenannter Spear-Phishing-Attacken gegen Parteien und Bundestagsfraktionen zu verzeichnen.

+++ 10.16 Uhr: Australiens Polizei fasst nach 20-jähriger Jagd mutmaßlichen Frauenmörder +++

Nach 20 Jahren hat eines der aufwändigsten Ermittlungsverfahren in der australischen Geschichte zur Festnahme eines mutmaßlichen Frauenmörders geführt. Der 48-Jährige sei am Donnerstag in seinem Haus in der westaustralischen Stadt Perth festgenommen und am Freitag offiziell wegen Mordes an zwei Frauen in den Jahren 1996 und 1997 beschuldigt worden, teilte die Polizei mit. Der Mann stehe zudem im Verdacht, noch eine dritte Frau umgebracht zu haben.

+++ 9.26 Uhr: Kairo vertagt israelkritische UN-Resolution nach Trumps Intervention +++

Die ägyptische Regierung hat ihren Vorstoß für eine israelkritische Resolution im UN-Sicherheitsrat nach einer Intervention des designierten US-Präsidenten Donald Trump vertagt. Der am Donnerstag verkündeten Entscheidung Ägyptens zur Verschiebung des Votums in dem UN-Gremium sei ein Anruf Trumps bei Präsident Abdel Fattah al-Sisi vorausgegangen, erklärte das Präsidialamt in Kairo.

Trump und al-Sisi seien sich in dem Gespräch einig gewesen, dass der künftigen US-Regierung "eine Chance zu einer ausführlichen Befassung mit allen Aspekten der Palästinenserfrage zu geben, um eine umfassende Einigung zu erzielen", hieß es in der ägyptischen Erklärung. Ägypten bat daraufhin bei der UNO um mehr Zeit für Beratungen über den Antrag.

+++ 8.52 Uhr: Istanbuler HDP-Abgeordnete von Polizei festgenommen +++

Nach der Verhaftung zahlreicher HDP-Abgeordneter hat die türkische Polizei eine weitere Parlamentarierin der pro-kurdischen Oppositionspartei festgenommen. Pervin Buldan sei am Freitagmorgen aus ihrer Wohnung in Istanbul heraus abgeführt worden, berichteten sowohl die HDP als auch die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die HDP kritisierte die Maßnahme als unrechtmäßig. Ein Grund für die Festnahme wurde zunächst nicht bekannt.  Gegen die meisten der 59 HDP-Abgeordneten ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Terrorverdachts. Zwölf HDP-Parlamentarier sitzen inzwischen wegen Terrorvorwürfen in Untersuchungshaft, darunter die Parteichefs Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hält die HDP für den verlängerten Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

+++ 8.14 Uhr: Verdi weitet Weihnachtsstreik bei Amazon aus +++

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat ihren Weihnachtsstreik beim Online-Versandhändler Amazon ausgeweitet. Seit Freitag werde auch in den Verteilzentren in Leipzig und im hessischen Bad Hersfeld gestreikt, erklärte die Gewerkschaft. Die Ausstände würden bis einschließlich Heiligabend fortgesetzt. Bereits am Mittwoch hatten Arbeitsniederlegungen in den nordrhein-westfälischen Logistikzentren Rheinberg und Werne sowie im bayerischen Graben begonnen, seit Montag wird schon in Koblenz gestreikt. Die Gewerkschaft will Amazon zum Abschluss eines Tarifvertrags bewegen. Die Beschäftigten wollten "verbindlich garantierte, existenzsichernde und gute Arbeitsbedingungen", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. 

+++ 7.38 Uhr: US-Hypothekenstreit kostet Credit Suisse 5,3 Milliarden Dollar +++

Nach der Deutschen Bank hat auch die Credit Suisse kurz vor Weihnachten ihren Hypothekenstreit in den USA mit einem Milliardenvergleich beendet. Die Schweizer Großbank zahlt knapp 2,5 Milliarden Dollar (rund 2,37 Mrd Euro) an Zivilbuße. Dazu kommen noch Erleichterungen für amerikanische Kreditnehmer in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar, wie die Credit Suisse am Freitag in Zürich mitteilte. Der Vergleich führe im vierten Quartal zu einer Ergebnisbelastung von rund 2 Milliarden Dollar. In der Nacht auf Freitag hatte auch die Deutsche Bank ihren lange erwarteten Vergleich im Hypothekenstreit bekanntgeben. Sie zahlt 3,1 Milliarden Dollar an Buße und stellt 4,1 Milliarden Dollar für die Verbraucher zur Verfügung.

+++ 7.03 Uhr: BAMF-Chef Weise: Auch ich sehe manche Asylentscheidung kritisch +++

Der Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, hat eingeräumt, selbst die eine oder andere Asyl-Entscheidung der vergangenen Monate kritisch zu sehen. Von den insgesamt 700 000 entschiedenen Fälle im Jahr 2016 seien es aber vergleichsweise wenige gewesen. Inzwischen seien erhebliche Fortschritte bei der Bearbeitung der Asylverfahren gemacht worden, sagte Weise in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur zum Ende seiner Amtszeit als BAMF-Leiter. "Die Herausforderung hatte darin bestanden, in sehr kurzer Zeit die Asylanträge sehr vieler Menschen in einem geordneten rechtsstaatlichen Verfahren zu bearbeiten", sagte Weise weiter

+++ 6.41 Uhr: Sigmar Gabriel am Magen operiert +++

SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel hat sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung den Magen verkleinern lassen. Grund hierfür sei eine seit Jahren andauernde Diabetes-Erkrankung. Der Eingriff diene zur Stabilisierung des Insulin-Haushalts des Politiker und wurde in einer hessischen Klinik durchgeführt. Die Operation soll zwei Stunden gedauert haben. Aufgrund des Terroranschlags in Berlin, habe er aus dem Krankenhaus  Kontakt zum Kanzleramt und zum Bundesinnenministerium gehalten.

+++ 5.33 Uhr: Dobrindt rechnet mit höheren Fahrpreisen bei Fernbussen +++

Nach mehreren Übernahmen auf dem deutschen Fernbusmarkt dürften die Tickets aus Sicht von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt teurer werden. "Die Preise bei den Fernbussen werden in einen realistischeren Bereich kommen", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Derzeit sei das Angebot in weiten Teilen nicht kostendeckend, was langfristig nicht aufrechterhalten werden könne. "Abgesehen davon, halte ich es für sachgerecht, dass die echten Kosten sich auch in den Fahrpreisen widerspiegeln." Im Konkurrenzkampf auf dem wachsenden Markt werben Fernbusanbieter weiterhin mit Lockangeboten von wenigen Euro.

+++ 5.12 Uhr: 24 Verletzte bei Hochhaus-Brand in New York +++

Bei einem Brand in einem Hochhaus in New York am Donnerstagabend (Ortszeit) sind 24 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten waren auch vier Feuerwehrleute, berichteten die örtlichen Medien. Das Feuer war in einer Wohnung in der dritten Etage des 33-stöckigen Gebäudes in Manhattan ausgebrochen. Innerhalb kürzester Zeit hatte dichter Rauch die oberen Stockwerke erfasst. Starker Wind erschwerte die Löscharbeiten, die dann nach über zwei Stunden erfolgreich abgeschlossen wurden.

+++ 4.22 Uhr: DGB-Chef kritisiert unzureichende Kontrollen beim Mindestlohn +++

Nach Einschätzung des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann wird der Mindestlohn auch zwei Jahre nach seiner Einführung nur unzureichend kontrolliert. "Es gibt noch genügend Nachbesserungsbedarf", sagte Hoffmann der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag). Viele Unternehmen würden die Bezahlung nach Mindestlohn "trickreich unterlaufen". Deshalb brauche es "endlich wirksame Kontrollen, um den schwarzen Schafen das Handwerk zu legen".

+++ 4.07 Uhr: Volkswagen erzielt in den US Vergleich mit Privatklägern +++

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte hat Volkswagen in den USA einen weiteren Vergleich mit Privatklägern ausgehandelt. Dies betrifft Fahrer von Dieselfahrzeugen mit Drei-Liter-Motoren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Es sei eine "Grundsatzvereinbarung über die Zahlungen und Leistungen" erzielt worden. Das Gericht habe die Parteien angewiesen, die erforderlichen Unterlagen bis Ende Januar einzureichen und die Inhalte der Vereinbarung vertraulich zu behandeln. Die Klägervertreterin Elizabeth Cabraser erklärte, die Kunden könnten über eine Umrüstung oder einen Rückkauf ihres Fahrzeuges hinaus mit einer bedeutenden Entschädigung rechnen. 

+++ 3.52 Uhr: Deutsche Bank legt Hypotheken-Streit mit den USA bei +++

Die Deutsche Bank hat nach eigenen Angaben den Hypotheken-Streit mit den USA beigelegt. Die Bank teilte in der Nacht zum Freitag mit, sie habe sich mit dem US-Justizministerium grundsätzlich auf einen Vergleich geeinigt. In der Vereinbarung habe sich die Deutsche Bank verpflichtet, eine Zivilbuße in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar zu zahlen und 4,1 Milliarden US-Dollar an Erleichterungen für Verbraucher in den USA bereitzustellen.

+++ 3.14 Uhr: WHO-Experten: Womöglich wirksamer Impfstoff gegen Ebola entdeckt +++

Im Kampf gegen die Infektionskrankheit Ebola könnte nach Einschätzung von WHO-Experten ein "fast hundertprozentig" wirksamer Impfstoff gefunden sein. Der in kanadischen Labors entwickelte Impfstoff rVSV-ZEBOV wurde im vergangenen Jahr im westafrikanischen Guinea getestet, wie Marie-Paule Kieny von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mitteilte. Von den 6000 Menschen, die damit geimpft wurden, sei im vergangenen Jahr niemand an Ebola erkrankt. Hingegen habe es in Guinea 23 Ebola-Erkrankungen bei nicht geimpften Menschen gegeben. "Das legt nahe, dass der Impfstoff sehr effizient ist und eine bis zu hundertprozentige Wirksamkeit erreichen könnte", sagte Kieny.

+++ 2.38 Uhr: Italiens Regierung erlässt Notfall-Dekret für Bankenrettung +++

Die italienische Regierung hat ein Notfall-Dekret für die Rettung der angeschlagenen Bank Monte dei Siena di Paschi erlassen. Das Ziel der Intervention des Staates sei, die Ersparnisse von Bürgern so weit wie möglich zu schützen und Italiens Bankensektor zu stärken, sagte Ministerpräsident Paolo Gentiloni in der Nacht zu Freitag. Zuvor war bekannt geworden, dass die geplante Kapitalerhöhung von Monte dei Siena di Paschi gescheitert war. Die Bank braucht aber bis Ende des Jahres 5 Milliarden Euro, um Verluste bei der Auslagerung fauler Kredite auszugleichen. Eine Intervention des Staates bedeutet die faktische Verstaatlichung des Geldhauses, das 1472 gegründet als älteste Bank der Welt gilt.

+++ 2.03 Uhr: Terror-Anschlag in Melbourne zu Weihnachten vereitelt +++

Die Polizei in Australien hat nach eigener Darstellung einen drohenden Anschlag am Weihnachtstag in Melbourne verhindert. Bei einem Großeinsatz von rund 400 schwer bewaffneten Polizisten seien sieben Verdächtige festgenommen worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Nach Angaben von Polizeichef Graham Ashton waren Anschläge auf touristische Ziele in Melbourne geplant, unter anderem auf den Bahnhof Flinders Street. Dabei sollte dabei auch Sprengstoff eingesetzt werden. "Wenn uns dies durchgerutscht wäre, wäre es sicherlich ein folgenschwerer Anschlag geworden."

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+++ 1.11 Uhr: Bundesregierung stellt Regeln für automatisiertes Fahren auf +++

Die Bundesregierung will das automatisierte Fahren in Deutschland mit einer Änderung des Straßenverkehrsgesetzes vorantreiben. Ein Gesetzentwurf befinde sich derzeit in der Ressortabstimmung, teilte das federführende Bundesverkehrsministerium nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) mit. Das Gesetz soll erstmals den Einsatz solcher Computer-Autos regeln und so die Bedingungen für den Alltagseinsatz auf deutschen Straßen schaffen.

Die Pläne sehen laut "Süddeutsche" vor, dass "das technische System in bestimmten Situationen die Fahrzeugsteuerung übernehmen kann". Allerdings soll der Mensch demnach auch beim Einsatz des Computers grundsätzlich die letzte Verantwortung behalten. Automatische Systeme müssten "jederzeit durch den Fahrzeugführer übersteuerbar oder deaktivierbar" sein. Die Technik solle ihre eigenen Grenzen erkennen und dazu in der Lage sein, "optisch, akustisch oder haptisch" anzuzeigen, dass der Fahrer eingreifen muss. Das könnte etwa bei technischen Problemen oder bei schlechtem Wetter gelten. 

amt / DPA / AFP