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News des Tages: Lombok: Wieder erschüttern heftige Erdbeben die Ferieninsel

Neue Gewalt in Chicago: Mehr als 40 Menschen angeschossen +++ Genua: Vermisster Deutscher meldet sich bei Behörden +++ Dürre hält an, kein Landregen +++ News des Tages im stern-Ticker

Lombok Erdbeben

Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben in Gangga

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Zwei heftige Erdbeben erschüttern Ferieninsel Lombok (17.58 Uhr)
  • Dürre hält an, kein Landregen in Sicht (12.40 Uhr)
  • Genua: Vermisster Deutscher meldet sich bei Behörden (12.02 Uhr)
  • Dramatischer Lehrermangel an Grundschulen (10.52 Uhr)
  • Habeck: Machtoption jenseits von nationalistisch und antieuropäisch schaffen (8.36 Uhr)
  • DFB-Chef gibt Fehler zu - Abkehr von Begriff "Der Mannschaft"? (4.40 Uhr)
  • Einwanderungsgesetz: Vize-Kanzler Scholz plädiert für "Spurwechsel" (0.09 Uhr)
  • Verkehrsminister Scheuer kündigt Brücken-Tüv an (0.05 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 18.18 Uhr: Erpresser fordern Geld von Gymnasium im Vogtland +++

Erpresser haben einem Gymnasium im sächsischen Auerbach mit ungewollten Bestellungen gedroht. Der Polizei über eine Internetseite Hinweise "zu unbefugten Warenbestellungen" bekannt geworden, teilte ein Sprecher in Zwickau mit. "Auf dieser Seite werden weitere Warenbestellungen für den Fall angekündigt, dass nicht innerhalb von einer Frist die Zahlung einer Geldsumme erfolgt." Eine Gewalttat gegen die Schule sei aber nicht angedroht worden, sagte ein Polizeisprecher. "Im Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen und der vorliegenden Erkenntnisse sind nach wie vor keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer konkreten Gefährdungslage gegeben", lautete die Einschätzung der Polizei. Die Ermittler kündigten an, mehr Präsenz rund um das Schulgelände im Vogtland zu zeigen, um die "subjektiv empfundenen Unsicherheiten" abzubauen.

+++ 17.58 Uhr: Zwei heftige Erdbeben erschüttern Ferieninsel Lombok +++

Zwei schwere Erdbeben haben binnen 24 Stunden erneut die indonesische Ferieninsel Lombok erschüttert. Der jüngste Erdstoß am Sonntag um 15.56 Uhr (MESZ) hatte nach Angaben des Geophysischen Instituts des Landes eine Stärke von 7,0. Das Zentrum des Bebens habe in etwa zehn Kilometern Tiefe rund 30 Kilometer vor der Küste von Ost-Lombok gelegen. Über mögliche Schäden oder Opfer lagen zunächst keine Angaben vor. Einige Stunden zuvor hatte bereits ein Erdbeben der Stärke 6,5 die Insel getroffen. Es sei auch auf Bali und Sumbawa zu spüren gewesen, hieß es. Bei einem schweren Beben am 5. August waren auf Lombok etwa 460 Menschen ums Leben gekommen, fast 7800 wurden verletzt.

+++ 17.35 Uhr: Neue Gewalt in Chicago: Mehr als 40 Menschen angeschossen +++

Die US-Großstadt Chicago hat ein weiteres Gewalt-Wochenende erlebt: Zwischen Freitagnachmittag und Sonntagmorgen wurden nach einer Zählung der Bürgerinitiative "Coalition for a New Chicago" mehr als 40 Menschen angeschossen. Zwei starben. Zwei Wochen zuvor waren über das erste August-Wochenende mehr als 70 Menschen von Kugeln getroffen worden und zwölf starben. Fast alle Vorkommnisse der vergangenen Wochen ereigneten sich in den ärmeren Vierteln im Süden und Westen der Millionenmetropole, die vorrangig von Minderheiten bewohnt werden.

+++ 16.33 Uhr: ZDF fordert Aufklärung nach Zwischenfall bei Merkel-Besuch in Dresden +++

Das ZDF pocht auf die Aufklärung eines Vorfalls beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Dresden. Am Rand des Besuchs sei ein Kamerateam, das im Auftrag des ZDF unterwegs war, etwa eine Dreiviertelstunde lang von der Polizei festgehalten worden, kritisierte der Sender. Das Team wurde demnach vorher von einzelnen Pegida-Demonstranten verbal angegriffen. "Es handelt sich um eine klare Einschränkung der freien Berichterstattung", erklärte ZDF-Chefredakteur Peter Frey. "Das Team hat sich korrekt verhalten. Das ZDF verlangt eine Aufklärung des Vorgangs." Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte sich hinter die Polizei gestellt. "Die einzigen Personen, die in diesem Video seriös auftreten, sind Polizisten", schrieb Kretschmer auf Twitter.

+++ 15.18 Uhr: Nahrungsmittelhilfe erreicht ostafghanisches Ghasni +++

In der ostafghanischen Provinzhauptstadt Ghasni sind erste Hilfslieferungen eingetroffen. Nach Angaben des afghanischen Roten Halbmonds sollten 800 Familien Reis, Speiseöl, Bohnen und Tee bekommen. Weitere 1200 Familien sollten demnach am Montag versorgt werden. In Ghasni waren zuvor bei tagelangen heftigen Gefechten zwischen Regierungssoldaten und Talibankämpfern nach UN-Schätzungen mindestens 200 Zivilisten getötet worden. Gebäude brannten nieder, die Infrastruktur wurde zerstört. Die Einwohner leiden unter Nahrungsmittel- und Wassermangel, die Preise für die Grundversorgung stiegen.

+++ 15.07 Uhr: Hungerstreikender Kreml-Kritiker Udalzow im Krankenhaus +++

Der hungerstreikende russische Kreml-Kritiker Sergej Udalzow ist in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach fünf Tagen im Hungerstreik wiesen Ärzte ihn wegen Flüssigkeitsmangels in ein Krankenhaus ein, wie es auf seiner Facebook-Seite hieß. Ein Behördensprecher bestätigte diese Angaben gegenüber der Nachrichtenagentur Tass. Udalzow verbüßt in einer Moskauer Haftanstalt eine einmonatige Haftstrafe, nachdem er bei Protesten Bilder von Regierungsmitgliedern verbrannt hatte. Ende Juli hatte er an den Demonstrationen gegen die Rentenpläne der Regierung teilgenommen. Zehntausende Menschen hatten gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters demonstriert. Erst im vergangenen Jahr war Udalzow nach viereinhalb Jahren aus einem Straflager entlassen worden. Ein Moskauer Gericht hatte ihn im Sommer 2014 wegen Protesten gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin verurteilt. Bereits damals war er im Gefängnis mehrfach in Hungerstreik getreten.

+++ 14.15 Uhr: Malta schiebt in Viehställen hausende Flüchtlinge nach Italien ab +++

Malta will rund 120 Migranten nach Italien abschieben, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in ehemaligen Viehställen auf einem Bauernhof untergebracht sind. Sie seien zwar legal nach Malta gereist, verfügten aber nicht über die notwendige Arbeitserlaubnis, sagte Regierungschef Joseph Muscat in einem Interview des Labour-Senders One Radio. "Sie sind in Italien angekommen, konnten dort aber keine Arbeit finden. Also kamen sie nach Malta", sagte Muscat. Ihre Gepäckstücke hätten bei der Ankunft noch die Etiketten italienischer Flughäfen getragen. Die Behörden hatten erst am Montag den Bauernhof in der Kleinstadt Qormi geräumt, wo die überwiegend aus Afrika stammenden Migranten gehaust hatten.

+++ 12.40 Uhr: Dürre hält an - Kein Landregen in Sicht +++

Die Dürre in Deutschland hält auch in der nächsten Woche an. Niederschlag bleibt die Ausnahme: "Im Norden fallen allenfalls wenige Tropfen und über den Bergen im Süden kann vereinzelt am Nachmittag ein kurzes Gewitter entstehen", sagte Meteorologe Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Die Waldbrandgefahr bleibt vor allem in Süd- und Ostdeutschland deutlich erhöht. "Die Pegelstände vieler Flüsse sind sehr niedrig und sinken weiter." Und: "Landregen ist weiterhin nicht in Sicht." "Mehr Bewegung in die Wetterküche kommt wahrscheinlich erst im Laufe der zweiten Wochenhälfte", sagte Hansen. Dann sei voraussichtlich mit kräftigeren Kaltfronten zu rechnen, die von Nordwesten bis nach Süddeutschland vordringen.

+++ 12.02 Uhr: Vermisster deutscher Tourist meldet sich nach Brücken-Einsturz in Genua +++

Die Zahl der Todesopfer nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua wird nunoffiziell mit 43 angegeben. Ein deutscher Tourist, der nach dem Unglück vermisst worden war, hat sich inzwischen bei den Behörden gemeldet. Laut dem italienischen Innenministerium sind unter den Toten 13 Ausländer. Dabei handle es sich um vier Franzosen, drei Chilenen, zwei Albaner, zwei Rumänen sowie einen Kolumbianer und einen Peruaner. Neun Verletzte befänden sich derzeit noch im Krankenhaus.

+++ 10.52 Uhr: Wegen Lehrermangel dramatische Lage an den Grundschulen +++

Der Lehrermangel hat nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu einer "dramatischen Lage" an den Grundschulen geführt. An "allen Ecken und Enden" fehlten Lehrer, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Man kann dabei schon von einem Bildungsnotstand sprechen." Das Problem werde sich noch verschärfen, warnte die Gewerkschaftschefin. Gut ausgebildete Lehrer würden an gute Schulen abwandern, während Schulen in Brennpunktvierteln unerfahrenere Lehrer bekämen. Auch blieben nicht alle Lehrer in dem Beruf, die jetzt anfingen. Vielmehr halte eine Reihe von Quereinsteigern den Beruf nicht lange durch.

+++ 10.44 Uhr: Zahl der Todesopfer nach Brückeneinsturz offiziell bei 43 +++

Die offizielle Zahl der Todesopfer nach dem Brückeneinsturz in Genua ist auf 43 gestiegen. Die örtliche Präfektur bestätigte damit am Sonntag inoffizielle Angaben vom Vorabend. Die
sterblichen Überreste der letzten drei Vermissten seien in der Nacht
aus den Trümmern geborgen worden, teilte die Feuerwehr bei Twitter
mit. Dabei handle es sich wie vermutet um ein 9-jähriges Mädchen und
seine Eltern. Man wolle die Unglücksstelle aber noch weiter
untersuchen, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Menschen
unter den Trümmern befänden, die eventuell nicht als vermisst
gemeldet worden seien.

+++ 10.42 Uhr: Beilattacke von Kerpen - Haftbefehl gegen 43-Jährigen +++

Nach der Beilattacke in Kerpen hat ein Kölner Richter Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen den mutmaßlichen Angreifer erlassen. Der 43-Jährige soll seine Ex-Freundin und ihren neuen Partner schwer verletzt haben. "Es ist völlig klar, dass es sich um eine Beziehungstat handelt", sagte eine Polizeisprecherin in Köln. Der türkischstämmige Mann hat nach den ersten Ermittlungen am Freitag seine Ex-Freundin auf einem Supermarktparkplatz in Kerpen bei Köln mit einem Beil angegriffen, als sie gerade das Geschäft verließ. Die aus Thailand stammende Frau erlitt schwere Verletzungen. Danach soll der Angreifer auf den 44-jährigen neuen Freund losgegangen sein und den Mann polnischer Herkunft ebenfalls schwer verletzt haben.

+++ 10.33 Uhr: Neonazi-Aufmarsch zum Heß-Todestag - 45 Ermittlungsverfahren +++

Im Zusammenhang mit einem Aufmarsch von Neonazis zum Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß hat die Berliner Polizei 45 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei gehe es um Körperverletzung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, sagte eine Polizeisprecherin. Tausende Menschen hatten gegen den Aufzug protestiert. Dabei kam es auch zu Stein- und Flaschenwürfen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben 29 Menschen vorübergehend fest. Sechs Polizisten wurden verletzt.  

+++ 9.54 Uhr: Lindner - Klimaschutz durch Schutzkäufe im Regenwald +++

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner regt an, dass Deutschland in Südamerika und Asien Regenwald kauft, um das Klima zu schützen. "Wir geben rund 28 Milliarden für die Förderung der erneuerbaren Energien hierzulande aus, die dem Klima nichts bringen", sagte er dem Nachrichtenportal T-Online.de. "Für einen Bruchteil kann man eine Menge Wald kaufen." Es gehe dabei um den Klimaschutz, mit Kolonialismus habe das nichts zu tun. Bäume nützen dem Klima, weil sie das klimaschädigende Kohlendioxid speichern.

+++ 9.27 Uhr: Israel schließt einzigen Personenübergang zum Gaza-Streifen +++

Israel hat den einzigen Personenübergang zum Gazastreifen geschlossen. Der Grenzposten Erez im Norden des Küstenstreifens wurde als Reaktion auf die erneuten Palästinenser-Proteste vom Freitag mit zwei Toten abgeriegelt, wie eine Sprecherin der israelischen Zivilverwaltung für die besetzten Gebiete (Cogat) im Verteidigungsministerium mitteilte. "Humanitäre Fälle" und Kranke dürften die Grenze jedoch weiterhin passieren. Wie lange die Sperrung andauern soll, blieb zunächst offen.

+++ 8.36 Uhr: Habeck: Machtoption, die nicht national und antieuropäisch ist, schaffen +++

Knapp ein Jahr nach der Bundestagswahl stehen die Grünen nach Ansicht ihres Bundesvorsitzenden Robert Habeck vor einer strategischen Herausforderung. "Wir müssen das politische Spektrum in die liberale, demokratische Mitte zurückkämpfen. Wir müssen eine erkennbare Machtoption schaffen, die nicht national oder antieuropäisch ist", sagte der scheidende schleswig-holsteinische Umweltminister der Deutschen Presse-Agentur in Kiel. Für ein Jamaika-Bündnis mit Union und FDP sieht er derzeit aber keine Chance, da die CSU in ihrem jetzigen Zustand kein Koalitionspartner sein könne. "Mit Ansagen wie "Wir brauchen ein Germany first und weniger Europa" und "Wir wollen AfD-Politik selber machen" ist das ausgeschlossen."

+++ 8.03 Uhr: US-Präsident Trump erlaubt Mitarbeitern Zusammenarbeit mit Sonderermittler Mueller +++

US-Präsident Donald Trump hat seinem Rechtsberater Don McGahn und weiteren Mitarbeitern des Weißen Hauses nach eigenen Worten die umfassende Kooperation mit dem Sonderermittler in der Russlandaffäre, Robert Mueller, erlaubt. "Zusätzlich übergaben wir bereitwillig Dokumente von mehr als einer Million Seiten", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Damit handle das Weiße Haus "so transparent wie nie in der Geschichte". Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, McGahn habe "umfangreich" mit Mueller kooperiert. Demnach unterzog sich Trumps Rechtsberater mindestens drei Befragungen einer Länge von insgesamt 30 Stunden.

+++ 6.56 Uhr: Lombok wieder von Erdbeben betroffen +++

Die indonesische Insel Lombok ist erneut von einem schweren Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens lag nach Berechnungen der US-Erdbebenwarte USGS in einer Tiefe von knapp acht Kilometern im Nordosten der Insel. Über mögliche Schäden oder Opfer lagen zunächst keine Angaben vor. Lombok ist in den vergangenen Wochen bereits von mehreren schweren Beben erschüttert worden. Beim jüngsten Beben am 5. August starben rund 460 Menschen.

+++ 6.20 Uhr: Mafia-Boss tauchte in Deutschland unter - Festnahme in Kalabrien +++

Die italienische Polizei hat einen Mafia-Boss gefasst, der zeitweise in Deutschland untergetaucht war. Das Mitglied der kalabrischen Mafia-Organisation 'Ndrangheta sei drei Jahre lang auf der Flucht gewesen, davon die meiste Zeit in Deutschland, teilten die Beamten mit. Der 28-jährige Luigi Abbruzzese sei in einem Wohnhaus in Kalabrien, in der Spitze des italienischen Stiefels, aufgegriffen worden. Bei der Festnahme hätten die Beamten zwei Schusswaffen, Munition und gefälschte Papiere gefunden, sagte die Polizei. Die Behörden hätten ihn dingfest machen können, nachdem sie festgestellt hätten, dass er aus Deutschland in seine Heimat zurückgekehrt sei. Abbruzzese ist in Abwesenheit wegen Drogendelikten zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt worden.

+++ 5.49 Uhr: Sturm vor Konzert der Backstreet Boys - mehrere Verletzte +++

Bei einem heftigen Sturm unmittelbar vor einem Konzert der Backstreet Boys in Thackersville im US-Staat Oklahoma sind am Samstag 14 Menschen verletzt worden. Die Windböen hatten mehrere Markisen am Eingang zu dem Kasino, neben dem das Konzert geplant war, niedergerissen und auf wartende Fans geweht. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht, berichtete der Sender CBS. Die Backstreet Boys sagten daraufhin das Konzert sowohl wegen der Verletzten als auch wegen des schlechten Wetters ab."Das Wichtigste ist, dass jeder sicher nach Hause kommt und wir werden uns alle bald sehen", twitterte die Boygroup.

+++ 4.40 Uhr: DFB-Chef Grindel gibt Fehler im Umgang mit Mesut Özil zu +++

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Fehler im Umgang mit Mesut Özil eingeräumt, einen eigenen Rücktritt aber ausgeschlossen. "Ich hätte mich angesichts der rassistischen Angriffe an der einen oder anderen Stelle deutlicher positionieren und vor Mesut Özil stellen müssen. Da hätte ich klare Worte finden sollen. Solche Angriffe sind völlig inakzeptabel. Dass er sich da vom DFB im Stich gelassen fühlte, tut mir leid", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes in einem Interview der "Bild am Sonntag". Im Zuge der angemahnten Reformmaßnahmen kündigte Grindel an, dass der Begriff "Die Mannschaft" abgeschafft werden könnte. Dieser werde an der Basis "als sehr künstlich empfunden".

+++ 4.05 Uhr: Muslime aus aller Welten beginnen jährliche Pilgerfahrt +++

Muslime aus aller Welt beginnen heute im saudiarabischen Mekka die jährliche Pilgerfahrt Hadsch. Die Behörden des erzkonservativen Königreichs erwarten gut zwei Millionen Teilnehmer. Zehntausende Sicherheitskräfte sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Das fünftägige religiöse Großereignis an den heiligsten Stätten des Islam findet auch in diesem Jahr vor dem Hintergrund schwerer regionaler Spannungen statt. Riad und seine Verbündeten werfen dem Emirat Katar vor, islamistische Extremisten zu unterstützen und sich dem schiitischen Iran anzunähern. Sie haben deswegen alle Beziehungen zu Katar abgebrochen. Teheran ist der regionale  Rivale Saudi-Arabiens und sein Erzfeind. Die Pilger aus Katar und dem Iran sollen aber nach Angaben der saudiarabischen Behörden am Hadsch teilnehmen können.

+++ 3.29 Uhr: Über 100 tote Schildkröten an der Pazifik-Küste Mexikos +++

Die mexikanischen Umweltbehörden haben besorgt auf den Tod von mindestens 113 Schildkröten vor der Küste des Bundesstaats Chiapas im Süden des Landes reagiert. Nach einer Mitteilung waren die Tiere in einem Zeitraum von knapp einem Monat an der Pazifikküsten angeschwemmt worden. Nunmehr sollen die Kadaver untersucht werden, um die Todesursache festzustellen - von Ersticken bis zu Auswirkungen von schädlichen Algen sei alles möglich.

+++ 2.48 Uhr: Heftiges Erdbeben erschüttert die Fidschi-Inseln +++

Ein Erdbeben der Stärke 8,2 hat die Fidschi-Inseln erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag etwa 280 Kilometer östlich von Levuka in einer Tiefe von 570 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS berichtete. Über eventuelle Opfer oder Schäden lagen keine Angaben vor. Die zuständigen Behörden gaben keine Tsunami-Warnung.

+++ 2.07 Uhr: Lager mit venezolanischen Flüchtlingen in Brasilien abgefackelt +++

Ein Lager mit Flüchtlingen aus Venezuela in Brasilien ist angegriffen, angezündet und teilweise zerstört worden. Verletzt wurde bei der Attacke von wütenden Anwohnern nach ersten Erkenntnissen niemand, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Der Vorfall ereignete sich im nördlichen Bundesstaat Roraima an der Grenze zum Krisenland Venezuela. Medienberichten zufolge war zuvor angeblich ein Einwohner der Stadt Pacaraima von venezolanischen Flüchtlingen angegriffen worden. Die Lage sei eskaliert, Einwohner hätten gegen die Migranten protestiert und deren Lager zerstört, berichtete die Website des Senders Globo. Venezuela steckt infolge von Ölpreisverfall und Misswirtschaft in einer tiefen Wirtschaftskrise, die Inflation ist außer Kontrolle geraten. Seit 2017 haben mehr als 127.000 Venezolaner ihr Land verlassen und die Grenze nach Brasilien passiert.

+++ 1.07 Uhr: Nahles bringt deutsche Hilfe für wirtschaftlich angeschlagene Türkei ins Spiel +++

SPD-Chefin Andrea Nahles hat deutsche Hilfe für die wirtschaftlich in Bedrängnis geratene Türkei ins Gespräch gebracht. "Es kann die Situation entstehen, in der Deutschland der Türkei helfen muss - unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen mit Präsident Erdogan", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die Türkei ist ein Nato-Partner, der uns nicht egal sein kann. Es ist in unser aller Interesse, dass die Türkei wirtschaftlich stabil bleibt und die Währungsturbulenzen eingedämmt werden."

+++ 0.09 Uhr: Vize-Kanzler Scholz plädiert für "Spurwechsel" im Einwanderungsgesetz +++

In der Debatte um ein Einwanderungsgesetz plädiert Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) dafür, abgelehnten Asylbewerbern dann eine Arbeitsperspektive zu eröffnen, wenn sie ein langes Verfahren hinter sich haben. Die CSU und Teile der CDU lehnen das ab, weil sie fürchten, dass dadurch mehr Asylbewerber angelockt würden. "Der Einwand ist nicht per se falsch, berücksichtigt aber nicht, dass die Asylverfahren bei uns immer noch viel zu lange dauern", sagte Scholz der "Bild am Sonntag". Nötig seien schnellere und effektivere Verfahren. "Wer innerhalb weniger Monaten abgelehnt wird, kann und soll das Land auch wieder verlassen." Voraussetzungen für einen sogenannten "Spurwechsel" abgelehnter Asylbewerber vom Asyl- ins Zuwanderungsrecht sollen nach Vorstellungen der SPD gute Integration, gute Deutschkenntnisse und ein Arbeitsplatz sein.

+++ 0.05 Uhr: Verkehrsminister Scheuer kündigt Brücken-Tüv an +++

Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ein verbessertes Kontrollsystem für die Brücken in Deutschland angekündigt. "Unabhängig von den Ereignissen in Genua werden wir Ende 2018 einen neuen weiterentwickelten Prüfungsindex für Brücken vorlegen", sagte Scheuer der "Bild am Sonntag". Bislang gelte eine Brücke schon dann in schlechtem Zustand, "wenn sie kleine Schlaglöcher hat oder Sprossen an Brückengeländern fehlen, ohne dass dies eine Gefahr darstellt", erläuterte Scheuer. Künftig habe "die Tragfähigkeit oder die Bauwerkssituation Vorrang". "Mit dieser Art Brücken-Tüv können wir noch genauer den aktuellen Zustand der Brücken abbilden", sagte der CSU-Politiker.

+++ 0.05 Uhr: Werder-Aufsichtsrat Bode: Zuviel Fußball bei ARD und ZDF +++

Marco Bode hat als Aufsichtsratschef von Werder Bremen ARD und ZDF für ihre Fokussierung auf Fußball kritisiert. "Ich denke, dass die öffentlich-rechtlichen Sender sich stärker um andere Sportarten kümmern müssten", sagte Bode der "Welt am Sonntag". "Der hoch kommerzialisierte Fußball macht andere Sportarten klein." Der frühere Werder-Spieler appellierte an den gesellschaftlichen Auftrag der Sender. "ARD und ZDF sollten anders als die privaten Sender nicht so sehr auf die Quoten schauen", sagte Bode dem Blatt.