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News von heute: Pelosi verlangt Aufklärung über angebliches russisches Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan

Pelosi verlangt Aufklärung über russisches Kopfgeld auf US-Soldaten +++ Offenbar Namensliste bei rechtsextremen Soldaten gefunden +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi

Die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Pelosi verlangt Aufklärung über russisches Kopfgeld auf US-Soldaten (20.27 Uhr)
  • MAD findet offenbar Politikerliste bei rechtsextremen Soldaten (18.56 Uhr)
  • Blitz schlägt in Wanderstock ein - Frau sofort tot (17.11 Uhr)
  • Laschet: Lockdown wird für Warendorf aufgehoben, für Gütersloh verlängert (15.19 Uhr)
  • Blitz schlägt in Wanderstock ein - Frau sofort tot (14.11 Uhr)
  • Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach: Spuren von mehr als 30.000 Verdächtigen entdeckt (12.37 Uhr)

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 22.23 Uhr: Gantz will israelische Annexionspläne wegen Corona-Krise verschieben +++

Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz will die mögliche Annexion von Teilen des besetzten Westjordanlands wegen der Corona-Krise verschieben. "Alles, was nichts mit dem Kampf gegen das Coronavirus zu tun hat, wird warten", sagte er. Die Palästinenserführung erklärte sich derweil zu direkten Gesprächen mit Israel bereit. Die israelische Regierung hatte angekündigt, ab dem 1. Juli die Annexion jüdischer Siedlungen im Westjordanland und des strategisch wichtigen und von Israel seit 1967 besetzten Jordantals einzuleiten. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in seinem im Januar vorgelegten Nahost-Plan grünes Licht für die Einverleibung weiter Teile des Westjordanlands gegeben. Die Annexionspläne sorgen international für Kritik. Viele fürchten, dass ein solcher Schritt eine neue Welle der Gewalt auslöst.

+++ 20.55 Uhr: Reddit will Hass bekämpfen und sperrt große Pro-Trump-Gruppe +++

Die Online-Plattform Reddit will die Verbreitung von hasserfüllten Inhalten bekämpfen und hat daher eine bei vielen Unterstützern von US-Präsident Donald Trump beliebte Gruppe geschlossen. Neuen Regeln zufolge sollen Nutzer, die hasserfüllte Botschaften wie zum Beispiel rassistische Inhalte posten, künftig gesperrt werden, wie die Plattform erklärte. Zunächst würden 2000 Gruppen gesperrt, von denen die meisten inaktiv seien. 

+++ 20.27 Uhr: Pelosi verlangt Aufklärung über Kopfgeld auf Soldaten in Afghanistan +++

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat angesichts brisanter Berichte über russisches Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan Aufklärung gefordert. "Der Kongress und das Land brauchen jetzt Antworten. Ich fordere daher unverzüglich eine Unterrichtung der Nachrichtendienste für alle Mitglieder des Hauses", schrieb Pelosi in einem Brief an den Direktor der Nachrichtendienste, John Ratcliffe, sowie CIA-Chefin Gina Haspel. Der Kongress müsse wissen, was über die erhebliche Bedrohung der amerikanischen Truppen bekannt sei und welche Möglichkeiten es gebe, Russland zur Rechenschaft zu ziehen.

Mehrere US-Zeitungen hatten sich auf Geheimdienstinformationen berufen, wonach russische Agenten militanten Islamisten von den Taliban Geld für Angriffe auf US-Stellungen versprochen haben sollen. Die Belohnungen seien für die Tötung ausländischer Soldaten, darunter auch Briten, in Aussicht gestellt worden. Die Medien berichteten außerdem unter Berufung auf anonyme Quellen, dass US-Präsident Donald Trump über die Gefahr unterrichtet worden sei. 

+++ 19.54 Uhr: Macron greift Türkei wegen Rolle in Libyen scharf an +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Türkei wegen ihrer Rolle im Libyen-Konflikt scharf angegriffen. Das sei eine Bedrohung für Afrika und für Europa, sagte Macron im brandenburgischen Meseberg nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Frankreich verurteile eine Einmischung von außen. Das Nato-Mitglied Türkei unterstützt in dem Konflikt die international anerkannte Regierung in Libyen. Macron sagte, Ankara verstoße gegen Verpflichtungen, die auf der Berliner Libyen-Konferenz im Januar eingegangen worden seien. "Frankreich unterstützt nicht den Marschall Haftar", sagte Macron mit Blick auf den General Chalifa Haftar, den Rivalen des libyschen Regierungschefs Fajis al-Sarradsch. Paris setze sich hingegen für eine dauerhafte politische Lösung des Konflikts ein. 

+++ 19.22. Uhr: Broadway-Theater in New York machen in diesem Jahr nicht mehr auf +++

Wegen der Coronavirus-Krise werden die Theater am New Yorker Broadway in diesem Jahr nicht mehr öffnen. Die Sicherheit von Künstlern und Publikum hätten oberste Priorität, erklärte die Branchenvereinigung The Broadway League. "Die Alchemie von 1000 Fremden, die zu einem Publikum verschmelzen und die Künstler auf und hinter der Bühne anfeuern, wird wieder möglich sein, wenn die Broadway-Theater sichere Vorstellung vor vollem Haus bieten können."

+++ 19.21 Uhr: Erster Zertifizierungs-Flug für Boeing 737 MAX gestartet  +++

15 Monate nach Inkrafttreten eines weltweiten Flugverbots für die Boeing 737 MAX ist ein erster Testflug für eine Neuzertifizierung gestartet. Eine Maschine des Flugzeugtyps hob in Seattle an der US-Westküste ab, wie die US-Flugbehörde FAA mitteilte. In den kommenden Tagen sind mehrere Testflüge geplant.

19.13 Uhr: Merkel betont deutsch-französische Einigkeit bei Corona-Wiederaufbau +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Einigkeit von Deutschland und Frankreich als Schlüssel für eine europäische Lösung beim geplanten EU-Wiederaufbaupaket in der Corona-Krise betont. "Wenn Deutschland und Frankreich einig sind, ist nicht Europa sich einig. Aber wenn Deutschland und Frankreich sich uneinig sind, dann ist es mit der Einigkeit Europas nicht besonders gut bestellt", sagte Merkel  nach einem Gespräch mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron im Gästehaus der Bundesregierung, Schloss Meseberg nördlich von Berlin.

"Die Erwartungen sind hoch", sagte Merkel mit Blick auf die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Deutschland am 1. Juli. Berlin und Paris könnten in den Debatten über die Corona-Wiederaufbauhilfen einen Beitrag dazu leisten, "dass wir einen positiven Impuls in die richtige Richtung für die europäische Zukunft geben". Die Kanzlerin betonte: "Wir leben in einer ernsten Zeit." Berlin und Paris wollten in den nächsten Monaten gemeinsam eine Rolle spielen, die deutlich mache: "Europa ist unsere Zukunft." 

+++ 18.56 Uhr: MAD soll Politikerliste bei rechtsextremem Bundeswehr-Reservisten gefunden haben +++

Der Bundeswehrgeheimdienst MAD hat nach "Spiegel"-Informationen bei einem rechtsextremen Reservisten detaillierte Informationen über 17 Politiker und Prominente gefunden. Wie das Magazin berichtete, wurde gegen den Unteroffizier aus Niedersachsen umgehend ein Uniformtrage- und Dienstverbot verhängt. Die Ermittler stufen den Mann demnach als eindeutig rechtsextrem ein.

Der MAD sei dem Unteroffizier auf die Spur gekommen, da er sich an zwei rechtsextremen Chatgruppen beteiligt habe. Dort seien unter den Teilnehmern rechtsextremes Propagandamaterial und Hetzschriften ausgetauscht worden. Auf den Datenträgern des Verdächtigen hätten die Ermittler eine detaillierte Liste von 17 Politikern und Prominenten gefunden, die mit Handynummern und teilweise mit ihren Privatadressen aufgeführt seien. 

+++ 18.55 Uhr: Hilfsorganisationen warnen vor Hungerkrise in Syrien +++

Vor der am Dienstag beginnenden Syrien-Konferenz in Brüssel haben internationale Hilfsorganisationen vor einer verschärften Hungerkrise in dem Land gewarnt. Eine Rekordzahl von 9,3 Millionen Syrer habe inzwischen nicht mehr genügend zu essen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen. Weiteren zwei Millionen Menschen drohten dasselbe Schicksal. Sie seien mehr als je auf internationale Hilfe angewiesen.

+++ 18.54 Uhr: Neue Brücke in Genua soll am 29. Juli fertig sein +++

Die neue Brücke in Genua soll Ende Juli fertig sein. Wenn alles gut gehe, seien die Bauarbeiten am 29. Juli abgeschlossen, sagte der Bürgermeister von Genua, Marco Bucci, laut italienischen Medien. 

Die Morandi-Autobahnbrücke war im August 2018 in der italienischen Hafenstadt eingestürzt, 43 Menschen starben. Das neue Bauwerk hat Stararchitekt Renzo Piano, der aus Genua stammt, entworfen. Derzeit wird noch an Fahrbahnen, Leitplanken und Beleuchtung gearbeitet.

+++ 18.44 Uhr: Aufgaben zu schwer - Bremen hebt Mathe-Abitur-Noten um zwei Punkte an +++

Weil der Notendurchschnitt bei den Abiturprüfungen im Fach Mathematik schlechter ist als üblich, hebt die Bremer Schulsenatorin die Noten um jeweils zwei Punkte an. Die Aufgaben aus dem zentralen Abitur-Pool der Bundesländer seien offenbar wegen des Aufbaus und der Verständlichkeit der Texte sehr schwierig gewesen. "Wir gehen davon aus, dass es sich weniger um ein Corona-bedingtes Phänomen handelt, als vielmehr um die Schwere der Aufgaben", sagte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). In vielen anderen Bundesländern seien diese Aufgaben entweder nicht ausgewählt oder sprachlich erheblich modifiziert worden. Die Maßgabe, vom kommenden Schuljahr an die Pool-Aufgaben des Berliner Instituts für Bildungswesen (IQB) nehmen zu müssen, werde ausgesetzt. 

+++ 18.25 Uhr: Scholz will Grundrente auch ohne Finanztransaktionssteuer beschließen +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will die geplante Grundrente unabhängig vom Gelingen einer europäischen Finanztransaktionssteuer beschließen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Grundrente sehr bald beschließen werden", sagte Scholz den RND-Zeitungen. Sie sei "eine wichtige und überfällige Reform für sehr viele Frauen und Männer, die lange gearbeitet haben und im Alter von zu wenig leben müssen". Scholz betonte: "Finanziell kriegen wir das schon gestemmt."

+++ 18 Uhr: Abschaltung des zweiten Rektors im französischen Akw Fessenheim hat begonnen +++

Mehrere Stunden früher als erwartet hat am Montagnachmittag die Abschaltung des zweiten und letzten Reaktors im französischen Atomkraftwerk in Fessenheim nahe der deutschen Grenze begonnen. Das älteste französische Akw soll nach dem erfolgreichen Herunterfahren des Reaktors gegen 23.30 Uhr nach 43 Jahren endgültig den Betrieb einstellen, wie das Unternehmen Electricité de France (EDF) mitteilte. Der erste Reaktor des störanfälligen Atomkraftwerks war bereits im Februar vom Netz genommen worden.

+++ 17.41 Uhr: Paar tot in Wohnhaus entdeckt - Ex-Partner der Frau in Verdacht +++

In einem Einfamilienhaus in Schwandorf (Bayern) hat die Polizei zwei Leichen entdeckt. Bei den Toten handelt es sich um die 57-Jährige Hausbewohnerin und ihren 69-jährigen Lebensgefährten. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Dringend tatverdächtig sei der frühere Lebenspartner der Frau, ein 57 Jahre alter Mann, sagte ein Polizeisprecher. Nach ihm werde gesucht.

Der 69-Jährige erschien am Montag nicht zur Arbeit. Deshalb fuhren Polizisten am Vormittag zu dem Wohnhaus der Frau und fand die beiden Toten. Wo sie lagen und wie das Paar getötet worden ist, sagte die Polizei zunächst nicht. Zur Frage, wie genau der Verdacht auf den nun gesuchten Tatverdächtigen fiel und ob er möglicherweise bewaffnet ist, machte die Polizei zunächst ebenfalls keine Angaben. Sollten Zeugen den Mann sehen, bittet sie darum, ihn nicht anzusprechen, sondern die Polizei zu alarmieren.

+++ 17.11 Uhr: Blitz schlägt in Wanderstock ein - Schweizerin sofort tot +++

Eine 53-jährige Wanderin aus der Schweiz ist in Österreich durch einen Blitzschlag ums Leben gekommen. Der Blitz habe direkt in den aus Aluminium bestehenden Wanderstock der Frau eingeschlagen, wie aus den Brandmarken am oberen und unteren Ende des Stocks hervorgehe, teilte die Polizei am Montag mit. Die Frau wurde rund 20 Meter über schroffes Gelände geschleudert und starb noch am Berg. Der Notarzt eines Rettungshubschraubers konnte nur noch den Tod der Wanderin feststellen. Der tödliche Vorfall ereignete sich in waldigem Gelände in der Nähe des 1523 Meter hohen Sonnwendsteins am Semmering rund 100 Kilometer südlich von Wien. Die Frau war in Begleitung ihrer Halbschwester.

+++ 17 Uhr: Supreme Court kassiert Abtreibungsgesetz in Louisiana +++

Das höchste US-Gericht hat ein umstrittenes Gesetz für strengere Regeln bei Abtreibungen im Bundesstaat Louisiana kassiert. Der Oberste Richter John Roberts schloss sich bei der Entscheidung am Montag der Linie von vier liberaleren Richtern an, wonach das Gesetz verfassungswidrig sei. Das Gesetz in Louisiana sah vor, dass nur noch Ärzte Schwangerschaftsabbrüche durchführen dürfen, die eine Zulassung in einer nicht mehr als 30 Meilen (rund 48 Kilometer) von ihrer Einrichtung entfernten Klinik haben. Kritiker befürchteten, dass zahlreiche Abtreibungskliniken in der Folge hätten schließen müssen.

+++ 16.47 Uhr: Pelosi verlangt Aufklärung über Kopfgeld auf US-Soldaten +++

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat angesichts brisanter Berichte über russisches Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan Aufklärung gefordert. "Der Kongress und das Land brauchen jetzt Antworten. Ich fordere daher unverzüglich eine Unterrichtung der Nachrichtendienste für alle Mitglieder des Hauses", schrieb Pelosi in einem Brief an den Direktor der Nachrichtendienste (DNI), John Ratcliffe, sowie CIA-Chefin Gina Haspel. Der Kongress müsse wissen, was über die erhebliche Bedrohung der amerikanischen Truppen bekannt sei und welche Möglichkeiten es gebe, Russland zur Rechenschaft zu ziehen.

+++ 16.21 Uhr: Bundesrat beschließt Konjunkturpaket +++

Beim Einkaufen fällt ab Juli für ein halbes Jahr weniger Mehrwertsteuer an. Wie der Bundesrat außerdem einstimmig beschloss, bekommen Familien zum Anschub der Konjunktur einen Bonus von 300 Euro pro Kind.

+++ 16.19 Uhr: Neuer Umweltskandal in russischer Industrieregion +++

In der russischen Industrieregion Norilsk in der Nähe des Nordpolarmeeres mehren sich die Umweltskandale. Nach der Katastrophe mit 21.000 Tonnen ausgelaufenem Öl und der Entsorgung hochgiftiger Flüssigabfälle fing dort am Montag eine Kippe für Industriemüll Feuer. Es brannte eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern nahe der Großstadt, wie der russische Zivilschutz der Agentur Tass zufolge mitteilte. Am Sonntag war bekannt geworden, dass der Nickel-Hersteller Nornickel in Flüsse der russischen Tundra Tausende Liter hochgiftiger Flüssigabfälle entsorgt hatte.

Die regierungskritische Zeitung "Nowaja Gaseta" veröffentlichte Videos von den mit Schwermetallen und Säure belasteten Ableitungen. Die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk leitete Ermittlungen wegen des illegalen Entsorgens giftiger flüssiger Abfälle ein. Das Unternehmen Nornickel räumte einer Mitteilung zufolge Fehler ein. Die Abwasser-Entsorgung sei gestoppt, die Verantwortlichen seien von ihren Posten entfernt worden, hieß es.

+++ 16.12 Uhr: Bund will nach Wirecard-Skandal Kontrolle verbessern +++

Die Bundesregierung will nach dem Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard die Kontrolle der Unternehmensbilanzen nachbessern. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, ein "sachkundiges, wirkungsvolles und effizientes Bilanzkontrollverfahren" sei wichtig, um einen funktionsfähigen und transparenten Kapitalmarkt zu gewährleisten. Zusammen mit dem Finanzministerium werde das Ausmaß des Reformbedarfs analysiert.

In einem ersten Schritt soll der Vertrag mit der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung gekündigt werden. Die Kündigung werde gegenwärtig vorbereitet, so der Sprecher des Justizressorts. Darüber hatte zuerst die "Bild am Sonntag" berichtet. Die Linke brachte einen Untersuchungsausschuss des Bundestags oder einen Sonderermittler ins Spiel. Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte: "Die Linksfraktion wäre dazu bereit, wenn es möglich ist, mit diesen Instrumenten vor der Bundestagswahl sinnvolle Erkenntnisse zu gewinnen und dafür zu sorgen, dass ein Skandal wie bei Wirecard nicht noch einmal passiert."

+++ 16.00 Uhr: Pressekonferenz beendet +++

Zum Schluss erklärt Landrat Gericke noch einmal, dass die Corona-Tests für die Bevölkerung kostenlos bleiben, weil Tönnies die Kosten tragen werde. "Das hat er mir versprochen." Damit endet die Pressekonferenz.

+++ 15.47 Uhr: Landrat Olaf Gericke will Kosten für Tests Tönnies in Rechnung stellen +++

Der Landrat des Landkreises Warendorf wird danach gefragt, wer die Rechnungen für die 38.000 Corona-Tests zahlt. "Schicken Sie die an die Firma Tönnies?", gibt Landrat Olaf Gericke zurück: Alle Tests, die nicht von Dritten bezahlt werden, wie etwa den Krankenkassen, "packe ich in einen Umschlag und schicke sie nach Rheda-Wiedenbrück".

+++ 15.41 Uhr: Landrat sieht trotz Lockdowns Perspektive +++

Eine Journalistin fragt Landrat Adenauer aus Warendorf, was er angesichts der verlängerten Maßnahmen denkt, wenn er in Bielefeld Fußballfans den Aufstieg von Arminia feiern sieht.  Er denkt, dass die Menschen trotzdem diszipliniert genug sind, sich an die Maßnahmen zu halten. Außerdem gebe es ja mit der Verlängerung des Lockdowns um nur eine Woche eine Perspektive.

+++ 15.35 Uhr: 23 Infektionen in der Bevölkerung +++

Ein Journalist will wissen, wie viele Infektionen genau es in der Bevölkerung gibt. Die Massentests hätten 23 Infektionen in der Bevölkerung ergeben, antwortet Laschet. 

+++ 15.30 Uhr: Laschet wehrt sich gegen Stigmatisierung der Gütersloher +++

Ein Journalist fragt nach der Stigmatisierung der Bevölkerung von Gütersloh. Laschet antwortet, dass es dazu "überhaupt keinen Grund gibt." Das Virus sei im Landkreis nicht verbreitet. Er fordert auf, die Stigmatisierung der Gütersloher einzustellen. Er hofft, dass nicht nur in den Nachbarländern Urlauber aus Gütersloh herzlich willkommen sind, die einen negativen Test vorweisen kann.

+++ 15.27 Uhr: Gesundheitsminister bewertet Infektionslage in NRW +++

Nun spricht NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Er betont, dass das Infektionsgeschehen in NRW abgesehen vom Fall Tönnies positiv stimme. Daher will er vorschlagen, dass die aktuelle Regelung um zwei Wochen verlängert wird: Maskenpflicht und Veranstaltungen bis maximal 50 Personen.

+++ 15.19 Uhr: Lockdown für Warendorf aufgehoben, für Gütersloh verlängert +++

"Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich", sagt Laschet. Die Maßnahmen hätten ein Übergreifen des Virus auf die Bevölkerung verhindert. Es gebe Gemeinden im Kreis Warendorf, die keine Infizierten hätten. Trotzdem hätten sie solidarisch den Lockdown mitgetragen. Laschet will vorschlagen, dass künftig Gemeinden statt Landkreise von Lockdowns betroffen werden.
Er erklärt, dass er den Lockdown für Warendorf am morgigen 30. Juni beendet und aus Vorsicht den für Gütersloh um eine Woche verlängert. 

+++ 15.15 Uhr: Massentests in Gütersloh und Warendorf +++

In den Kreisen Gütersloh und Warendorf sei der größte Massentest seit dem Beginn der Corona-Pandemie durchgeführt worden, so Laschet. "28.000 Tests in Kreis Gütersloh und 10.000 in Kreis Warendorf". In der Bevölkerung gäbe es nur sehr wenige positive Tests – Mitarbeiter von Tönnies nicht mit einberechnet. "Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich. Es ist uns gelungen, das Infektionsgeschehen lokal zu begrenzen", verkündet Laschet. 

+++ 15.11 Uhr: Laschet erklärt die ergriffenen Maßnahmen +++

Laschet sagt, dass der Schlachtbetrieb bis auf weiteres geschlossen bleibt. Zehntausend Tönnies-Angestellte und ihre Angehörigen seien teilweise noch vor ihrem Corona-Test in Quarantäne gekommen. Am 23. Juni sei die zweite Stufe des Lockdowns für die Landkreise Gütersloh und Warendorf verhängt worden.

Vieles habe damals schon auf ein lokales Ereignis hingedeutet, so Laschet. Trotzdem habe man Maßnahmen ergriffen, um ein Übergreifen des Virus auf die Bevölkerung zu verhindern. Dabei habe man den Menschen in Gütersloh und Warendorf viel zugemutet.

+++ 15.10 Uhr: Alle Tönnies-Mitarbeiter werden getestet +++

Armin Laschet tritt vor die Kameras. "Es wurde verfügt, dass unmittelbar alle Mitarbeiter der Firma Tönnies getestet werden", sagt er. "Die Menschen wurden in eine Vortest-Quarantäne geschickt", beginnt der Ministerpräsident.

+++ 15 Uhr: Laschet informiert über aktuelle Lage in Gütersloh +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und die Landräte der Landkreise Gütersloh und Warendorf informieren bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage.

+++ 14.06 Uhr: Geringere Mehrwertsteuer ermuntert kaum zum Geldausgeben +++

Die Mehrheit der Bürger fühlt sich nach einer Umfrage durch die Mehrwertsteuersenkung nicht ermuntert, mehr Geld auszugeben. Entsprechend äußerten sich in der am Montag veröffentlichten Befragung des Yougov-Instituts 57 Prozent. 24 Prozent gaben an, sich dazu ermuntert zu fühlen. 19 Prozent machten keine Angabe. Zweck der Mehrwertsteuersenkung ist es, den Konsum anzukurbeln und damit die in der Corona-Krise leidende Wirtschaft.

+++ 13.55 Uhr: Gericht bestätigt Einschränkungen im Kreis Gütersloh +++

Der derzeit eingeschränkt geltende Lockdown im Kreis Gütersloh ist rechtmäßig. Das hat das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster entschieden. Ein Bewohner der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hatte die Überprüfung einer Landesverordnung verlangt. Die Regionalverordnung ist nach dem Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Kraft getreten und gilt im ganzen Kreisgebiet bis zum 30. Juni.

+++ 13.49 Uhr: Mindestens 23 Menschen durch Explosionen auf Markt in Afghanistan getötet +++

Durch eine Serie von Explosionen auf einem Markt im Süden Afghanistans sind nach Angaben der Behörden mindestens 23 Menschen getötet worden. 15 weitere Menschen seien verletzt worden, teilten das Büro des Provinzgouverneurs sowie die afghanische Armee in getrennten Stellungnahmen mit. Die Explosionen wurden demnach durch eine Autobombe und durch Raketen ausgelöst und trafen einen Markt im Bezirk Sangin in der Provinz Helmand.

+++ 13.21 Uhr: Macron nach Triumph der Grünen zu Klima-Referendum bereit +++

Nach dem Triumph der Grünen bei den französischen Kommunalwahlen hat Präsident Emmanuel Macron Zugeständnisse bei der Klimapolitik angekündigt. Er zeigte sich in Paris unter anderem bereit, im kommenden Jahr ein Referendum zum Klimaschutz abzuhalten und den Kampf gegen den Klimawandel in die französische Verfassung aufzunehmen. Zudem kündigte er "15 Milliarden Euro zusätzlich" für den ökologischen Umbau der Wirtschaft nach der Corona-Krise an.

+++ 13.17 Uhr: Explosion im Theater von Helsinki +++

Im Staatstheater von Helsinki ist es am Montag zu einer Explosion gekommen. Eine Person wurde dabei verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei teilte am Mittag auf Twitter mit, die Ursache der Detonation im Sprinklerraum werde nun untersucht.

Berichten des finnischen Rundfunks YLE zufolge befanden sich rund 100 Personen im Gebäude, als die Explosion eintrat. Der technische Chef des Theaters sagte, der Vorfall habe sich bei einer technischen Wartung ereignet.

+++ 13.03 Uhr: 21-Jähriger fährt im Streit Kontrahenten mit Auto an +++

Im Streit hat ein 21-Jähriger mit seinem Wagen in Neumünster einen Mann angefahren. Nach ersten Erkenntnissen handelte der Mann dabei in Tötungsabsicht, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein 19-Jähriger wurde bei dem Vorfall am Sonntag schwer verletzt. Ein weiterer 18-Jähriger konnte im letzten Moment noch zur Seite springen und verletzte sich leicht. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Nachdem er sein Opfer angefahren hatte, fuhr der Verdächtige mit seinem Kleinwagen noch einen Laternenmast um und flüchtete. Eine Stunde später stellte er sich der Polizei. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein beschlagnahmt. Dem 21-Jährigen wird versuchter Totschlag vorgeworfen.

+++12.37 Uhr: Missbrauchkomplex Bergisch Gladbach: Spuren von mehr als 30.000 Verdächtigen entdeckt +++

Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach sind die Ermittler auf Spuren von insgesamt mehr als 30.000 Verdächtigen gestoßen. Das hat NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in Düsseldorf mitgeteilt. Es gehe sowohl um die Verbreitung und den Besitz von Kinderpornografie, aber auch um konkrete Missbrauchstaten. In Foren und Messengerdiensten gingen die Kriminellen ganz unverhohlen mit ihren Missbrauchstaten um, heizten sich an und gäben sich Tipps.

+++ 12.34 Uhr: Bundestag billigt Konjunkturpaket mit Mehrwertsteuersenkung +++

Die Mehrwertsteuer wird nach einem Beschluss des Bundestags für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent gesenkt. Außerdem sollen Familien zum Anschub der Konjunktur einen Bonus von 300 Euro pro Kind bekommen. Damit die Änderungen in Kraft treten können, bedarf es am Nachmittag noch der Zustimmung des Bundesrats.

+++ 12.22 Uhr: Söder verteidigt Corona-Tests für jedermann +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Kritik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an den geplanten Corona-Tests für jedermann in Bayern zurückgewiesen. "Das ist die einzige ernsthafte Option, es wird sonst zu wenig getestet", sagte der CSU-Chef in München. Bayern erweitere das Testangebot jetzt, "wir warten nicht auf endlose Gespräche zwischen einzelnen Kostenträgern, sondern wir gehen in Vorleistung, weil wir glauben, dass neben Abstand halten Testen die einzige ernsthafte Chance ist, Infektionsketten zu unterbrechen". Die Kritik Spahns, viele Corona-Tests ohne systematisches Vorgehen seien nicht zielführend, treffe auf Bayern zudem nicht zu. "Wir haben ja genau ein System entwickelt", betonte Söder.

+++ 12.19 Uhr: Erneuter Umweltskandal in Anlage von Bergbaukonzern Norilsk Nickel in Sibirien +++

Einen Monat nach der Ölkatastrophe in der Arktis hat erneut eine Anlage des russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel eine massive Umweltverschmutzung verursacht. Tausende Kubikmeter Abwässer einer erzaufbereitenden Anlage wurden "mehrere Stunden" lang in den Boden der sibirischen Tundra geleitet, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete. Mehrere Mitarbeiter des Werks wurden nach Unternehmensangaben wegen des Vorfalls suspendiert.

Der Vorfall ereignete sich in der Anreicherungsanlage Talnach nahe der Stadt Norilsk in der Arktis. Etwa 6000 Kubikmeter einer Chemikalie zur Verarbeitung von Mineralien seien stundenlang in die Umwelt geleitet worden, berichtete Interfax unter Berufung auf eine nicht näher bezeichnete Quelle. Es sei ungewiss, wie weit sich die Abwässer in die Umwelt ergossen hätten. Das für die Verbrechenaufklärung zuständige Ermittlungskomitee leitete eine Untersuchung ein. 

+++ 12.12 Uhr: Prozess um mutmaßlichen Sechsfachmord von Rot am See begonnen +++

Vor dem Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen hat am Montagvormittag der Prozess gegen den mutmaßlichen Sechsfachmörder von Rot am See begonnen. Dem 27-Jährigen wird vorgeworfen, Ende Januar seine Eltern und vier weitere nahe Verwandte bei einem Familientreffen erschossen zu haben. Unklar ist laut Anklage bislang aber noch, ob der Mann voll schuldfähig ist.

+++ 12.01 Uhr: Arbeitsagenturen sehen leichte Stimmungsaufhellung am Arbeitsmarkt +++

Die Erwartungen der deutschen Arbeitsagenturen hellen sich langsam wieder auf: Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Arbeitsmarkbarometer, stieg im Juni um 0,8 Punkte auf 94,6. Dies sei zwar der zweite Anstieg in Folge nach dem coronabedingten Absturz, allerdings liege der Frühindikator immer noch bei einem niedrigen Wert.

+++ 11.40 Uhr: Deutsche Botschafterin: Annexion durch Israel würde Beziehung zur EU belasten +++

Eine Annexion von Gebieten im besetzten Westjordanland würde nach Ansicht der deutschen Botschafterin in Israel, Susanne Wasum-Rainer, das Verhältnis des Landes zur EU belasten. "Die Europäische Union wird Änderungen der Grenzen nicht anerkennen", sagte Wasum-Rainer dem Armee-Radio.

Die israelische Regierung könnte auf Grundlage eines Nahost-Plans von US-Präsident Donald Trump bis zu 30 Prozent des Westjordanlands annektieren. Erste Schritte dazu könnte sie am Mittwoch einleiten. Die EU und Deutschland stufen eine Annexion als Verstoß gegen internationales Recht ein. Die Palästinenser beanspruchen das 1967 im Sechstagekrieg von Israel eroberte Westjordanland für ihren künftigen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

+++ 11.34 Uhr: Zuwanderung nach Deutschland 2019 stärker als Abwanderung +++

Rund 327.000 Menschen sind im vergangenen Jahr mehr nach Deutschland gekommen als weggezogen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, ging die sogenannte Nettozuwanderung damit das vierte Mal in Folge zurück. 2018 hatte diese noch bei 400.000 gelegen. Insgesamt sind im Jahr 2019 rund 1,56 Millionen Personen aus dem Ausland zugezogen und 1,23 Millionen ins Ausland weggezogen. Den Angaben zufolge werden dabei sowohl ausländische als auch deutsche Staatsbürger erfasst.

Der Rückgang der Nettozuwanderung nach Deutschland im Vergleich zu 2018 ist vor allem auf die verringerte Zuwanderung und erhöhte Auswanderung ausländischer Personen zurückzuführen", hieß es. So wanderten 2019 rund 1,35 Millionen nichtdeutsche Staatsbürger nach Deutschland ein (2018: 1,38 Millionen). Demgegenüber standen 961.000 Fortzüge von Ausländern (2018: 924.000).

+++ 11.33 Uhr: Italien: Küstenwache befreit Pottwal aus Fischernetz +++

Die Küstenwache hat einen Pottwal vor der Küste Italiens aus einem Fischernetz befreit. Das zehn Meter lange männliche Tier habe sich mit der Schwanzflosse in dem Netz vor der Äolischen Insel Salina verfangen, teilte die Küstenwache am Sonntag mit. Ein Team von Tauchern habe die schwierige Operation in zwei Metern Tiefe gemeistert und den Wal befreit. Das Tier konnte sich dann drei anderen Walen anschließen, die die ganze Zeit in einiger Entfernung auf es gewartet hatten. Das Fischernetz wurde als "illegales Fanggerät" beschlagnahmt.

Illegaler Fischfang ist keine Seltenheit vor den Äolischen Insel, die zu Sizilien gehören. Am gleichen Tag hatte die Küstenwache ein Motorfischerboot abgefangen, das 2500 Meter illegale Treibnetze einholen wollte. Der Kapitän des Schiffes bekam eine Strafe von mehreren Tausend Euro.

+++ 10.55 Uhr: Verfassungschutz-Chef kritisiert Berufung von Linken-Politikerin Borchardt +++

Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hat die Berufung der Linke-Politikerin Barbara Borchardt an das Landesverfassungsgericht in Mecklenburg-Vorpommern scharf kritisiert. Organisationen wie die Antikapitalistische Linke AKL), der Borchardt angehört, richteten sich nicht nur gegen die bestehende Wirtschaftsordnung sondern stellten auch einzelne Grundrechte in Frage, sagte Haldenwang am Montag in Berlin bei einer öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag. Er finde es als Verfassungsschützer "unerträglich", wenn ein erwiesenes AKL-Mitglied Teil eines Verfassungsgerichts werde, sagte Haldenwang.

Die Parteigruppierung Antikapitalistische Linke wird im Bund vom Verfassungsschutz beobachtet. Borchardt war von der Linken nominiert und Mitte Mai auch mit Stimmen von SPD und CDU vom Landtag zur Richterin am Verfassungsgericht gewählt worden. Der Vorgang sorgte für Aufsehen.

+++ 10.22 Uhr: Griechenland bereitet sich auf Touristen vor +++

Athen bereitet sich auf die Öffnung seiner Regionalflughäfen, Häfen und einiger Grenzübergänge auf dem Festland für den Tourismus vor. Ärzte des griechischen Militärs werden Coronavirus-Kontrollen in den Flughäfen der griechischen Inseln ab dem 1. Juli übernehmen. In fast allen Hotels der Inseln wurden Isolierzimmer eingerichtet, wo mögliche Infektionsfälle bleiben müssen. Auch gibt es auf den Inseln eigene Corona-Test- und Isolierstationen. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen ERT) unter Berufung auf den Zivilschutz.

Zudem müssten sich alle Reisenden nach Griechenland mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und ein Formular ausfüllen, wo sie angeben müssen, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus werde errechnen, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen, berichtete das Staatsfernsehen weiter.

+++ 10.20 Uhr: Spahn kritisiert Bayerns Corona-Test für alle +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das geplante Angebot von Corona-Tests für jedermann in Bayern kritisiert. "Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend", schrieb er bei Twitter. "Denn es wiegt in falscher Sicherheit, erhöht das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität."

Bayern hatte angekündigt, als erstes Bundesland Corona-Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Dafür übernimmt das Land Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Spahn betonte: "Testen, testen, testen - aber gezielt." Das entspreche der mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelten nationalen Teststrategie. "Dies beinhaltet umfassendes präventives Testen im Gesundheitswesen und bei lokalen Ausbrüchen wie in Gütersloh." Auch wie in Nordrhein-Westfalen in Schlachthöfen zweimal die Woche zu testen, habe Sinn.

+++ 10.17 Uhr: Polen: Präsident Duda verpasst laut Prognose direkte Wiederwahl +++

Bei der Präsidentenwahl in Polen hat der nationalkonservative Amtsinhaber Andrzej Duda nach in der Nacht veröffentlichten Prognosen 42,9 Prozent der Stimmen bekommen. Er würde damit die für eine Wiederwahl nötige absolute Mehrheit verpassen. Am 12. Juli müsste er dann in einer Stichwahl gegen den oppositionellen Kandidaten Rafal Trzaskowski antreten. Für den Bewerber der liberalkonservativen Bürgerkoalition stimmten im ersten Wahlgang laut den detaillierten Wahlnachbefragungen 30,3 Prozent. Trotz Corona-Pandemie lag die Wahlbeteiligung demnach bei 64,3 Prozent.

Die staatliche Wahlkommission veröffentlicht in Polen keine Hochrechnungen, sondern Zwischenergebnisse nach Auszählung der einzelnen Wahlkreise. Wegen der starken regionalen Unterschiede bei den politischen Präferenzen der Wähler sind diese Zeitauszählungen wenig repräsentativ. Das amtliche Endergebnis wird laut Wahlkommission frühestens am Dienstagabend und spätestens am Mittwochmorgen vorliegen. Da als Schutzmaßnahme gegen eine Ausbreitung des Coronavirus die Option einer Briefwahl eingeführt wurde, könne die Auszählung der Stimmen diesmal etwas länger dauern.

+++ 9.59 Uhr: Kreis Gütersloh liegt über kritischer Infektions-Marke +++

Unmittelbar vor einer möglichen Verlängerung des regionalen Lockdowns im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen noch deutlich über einer kritischen Marke. Laut am Montag vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Daten gab es in dem Kreis 112,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Die kritische Marke liegt bei 50. Am Sonntag hatte die sogenannte 7-Tage-Inzidenz noch 132,9, am vergangenen Dienstag noch 270,2 betragen.

Der Kreis Gütersloh ist nach den RKI-Zahlen weiterhin der einzige Kreis in ganz Deutschland oberhalb der wichtigen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Hintergrund ist der massive Ausbruch des Coronavirus beim Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Bis Dienstag muss entschieden werden, ob die regionalen Einschränkungen des Alltagslebens in den NRW-Kreisen Gütersloh und Warendorf auslaufen oder verlängert werden. Der seit Mittwoch geltende Lockdown ist bis zum 30. Juni befristet.

Virologe Schmidt-Chanasit: "Diesen Impfstoff wird es nicht geben und schon gar nicht nächstes Jahr."

+++ 9.26 Uhr: Kanzlerin sagt Kabinettssitzung kurzfristig ab +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die für 9.00 Uhr geplante Sitzung ihres Kabinetts kurzfristig abgesagt. Eine Regierungssprecherin nannte am Morgen zur Begründung organisatorische Gründe. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde die Sitzung unter anderem deshalb abgesagt, weil die EU ihre Verhandlungen über die Außengrenzen am Sonntag noch nicht abgeschlossen hatte. Ursprünglich war geplant gewesen, diesen Beschluss am Montag für Deutschland umzusetzen. Weiteres Thema wäre eine mögliche Formulierungshilfe für die Fraktionen zum Kohleausstieg gewesen - auch hier liefen jedoch die Verhandlungen weiter.

+++ 8.37 Uhr: Pakistan meldet Abschuss von indischer Spionage-Drohne +++

Das pakistanische Militär hat nach eigenen Angaben eine indische Spionagedrohne abgeschossen, die inmitten der Spannungen zwischen beiden Atommächten in die Region Kaschmir eingedrungen war. Das sei der neunte Abschuss eines indischen Quadrocopters in diesem Jahr, teilte die Medienabteilung des pakistanischen Militärs am Sonntag mit. Demnach sei das kleine Fluggerät mit vier Rotoren 850 Meter ins pakistanisch kontrollierte Gebiet Kaschmirs eingedrungen. In der Region kamen erst vor etwas mehr als einer Woche vier Zivilisten bei Gefechten ums Leben.

Der Grenzkonflikt zwischen Indien und Pakistan war im August vorigen Jahres wieder aufgeflammt, nachdem Indiens Regierung ihrer mehrheitlich muslimischen Region Jammu und Kaschmir den Teilautonomiestatus entzogen hatte. Nach Angaben des pakistanischen Außenministeriums hat Indien in diesem Jahr bisher 1487 mal den Waffenstillstand entlang der 740 Kilometer langen Grenzlinie verletzt, die Kaschmir in ein indisch und ein pakistanisch kontrolliertes Gebiet teilt. Dabei seien 13 Zivilisten getötet und 106 verletzt worden.

+++ 8.36 Uhr: Spanplatte am Reichstag brennt +++

Am Berliner Reichtagsgebäude hat in der Nacht eine Spanplatte gebrannt. Gegen 0.30 Uhr fing aus bislang unbekannter Ursache eine kleine Fläche einer Spanplatte an einem Fenster an der Ostseite des Gebäudes Feuer, wie ein Feuerwehrsprecher am Morgen sagte. Der Brand wurde noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Laut Sprecher war der Einsatz, zu dem zunächst 50 Rettungskräfte gerufen wurden, nach rund 30 Minuten beendet. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache war am Morgen noch unklar. Zunächst hatten "B.Z." und "Bild" berichtet. Nach Informationen der beiden Zeitungen fahndet die Polizei nach dem Täter oder den Tätern. Die Berliner Polizei bestätigte dies am Montagmorgen zunächst nicht.

Da das Reichtagsgebäude unter einem besonderen Schutz steht, wurden zunächst mehr Feuerwehrleute gerufen, als letztendlich nötig waren, hieß es vom Sprecher weiter.

+++ 8.30 Uhr: Vier Tote bei Angriff auf Börse in Karachi +++

Bei einer bewaffneten Attacke auf die Börse in Karachi sind vier Angreifer getötet worden. Eine "unbekannte Zahl" an Schützen sei in die Börse in der pakistanischen Finanzmetropole eingedrungen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Kämpfe gab es demnach innerhalb und außerhalb des Gebäudes.

+++ 8.15 Uhr: Finaler Entwurf für Hongkongs Sicherheitsgesetz vorgelegt +++

Das umstrittene Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong steht kurz vor dem Abschluss. Der finale Entwurf wurde am Montag dem Ständigen Ausschuss des Volkskongresses in Peking zur Beratung und Abstimmung vorgelegt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Das Gesetz richtet sich vor allem gegen Aktivitäten, die Peking als subversiv ansieht oder die auf eine Unabhängigkeit Hongkongs abzielen könnten.

Wann das höchste Organ des chinesischen Parlaments das Gesetz annehmen will, war zunächst unklar. Einige Beobachter rechnen schon am Montag damit, andere spätestens am Dienstag zum Abschluss der dreitägigen Sitzung des Ausschusses. Der genaue Text wird weiter geheimgehalten. Das Gesetz dürfte den Erwartungen nach schon an diesem Mittwoch, dem 1. Juli, in Kraft treten - dem 23. Jahrestag der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie 1997 an China.

+++ 8.08 Uhr: US-Demokraten wollen John-Wayne-Flughafen umbenennen +++

Im Zuge der Rassismusdebatte in den USA wollen die Demokraten im Orange County in Kalifornien einen nach Western-Legende John Wayne benannten Flughafen umbenennen. Grund seien Interviewäußerungen, in denen der 1979 verstorbene Hollywoodstar gesagt hatte, dass er an die Überlegenheit der Weißen ("white supremacy") glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften, wie der Sender CNN am Montag berichtete. Nach einem Antrag der Demokraten, über den die Regierung des Verwaltungsbezirks nun entscheiden muss, soll der rund 65 Kilometer südöstlich von Los Angeles gelegene Flughafen einfach Orange County Airport heißen.

+++ 5.04 Uhr: Drei Deutsche tot in der Schweiz aufgefunden - Tötungsdelikt vermutet +++

Im Schweizer Kanton Thurgau sind drei tote Deutsche gefunden worden, darunter zwei Kinder. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Tötungsdelikt aus. Bei den Toten handelt es sich um einen 38 Jahre alten Mann und zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren. Am Nachmittag war bei der Notrufzentrale die Nachricht eingegangen, dass in einer Wohnung in Eschenz die drei leblosen Personen gefunden worden seien. Die Notärztin konnte nur noch deren Tod feststellen Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

+++ 4.47 Uhr: Airbus will tausende Stellen streichen +++

Wegen der Corona-Krise wird der europäische Flugzeugbauer Airbus tausende Stellen streichen. Dabei gehe es um die "notwendige Anpassung an die massiv gesunkenen Produktionszahlen", sagte Konzernchef Guillaume Faury der Zeitung "Die Welt". Nach seinen Angaben wird Airbus für zwei Jahre die Produktion und die Auslieferungen um 40 Prozent reduzieren. Alle Modelle sollten jedoch weiter gebaut werden, wenn auch "in langsamerem Tempo", sagte der Airbus-Chef. Von der meistverkauften Baureihe A320 sollen nach seinen Angaben nur noch 40 Maschinen pro Monat gefertigt werden. Derzeit seien viele fertige Flugzeuge geparkt, da sie von den Airlines wegen der Krise nicht abgenommen würden.

+++ 4.35 Uhr: 262 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland +++

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 262 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 193.761 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete (Datenstand 29.06., 0.00 Uhr).

8961 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 4 im Vergleich zum Vortag. Etwa 178.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 28.6., 0.00 Uhr, bei 0,71 (Vortag: 0,62). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

+++ 3.38 Uhr: Peking testet acht Millionen Menschen auf Coronavirus +++

Infolge des neuen Coronavirus-Ausbruchs in Peking hat die chinesische Hauptstadt millionenfach Coronatests durchgeführt. Wie die Lokalbehörden mitteilten, wurden bis Sonntag 8,3 Millionen Proben gesammelt und 7,7 Millionen Tests in der 20-Millionen-Metropole abgeschlossen. Als Reaktion auf den Ausbruch auf einem Pekinger Großmarkt hatten die Behörden vor zwei Wochen die zweithöchste Sicherheitsstufe ausgerufen, womit die chinesische Stadt teilweise abgeriegelt wurde. Wer Peking verlassen will, muss einen negativen Coronatest vorweisen und darf nicht in einem der Risikogebiete leben. Seit dem neuen Ausbruch wurden über 300 Infektionen in Peking festgestellt. Wie Chinas Gesundheitskommission mitteilte, kamen bis Montag sieben weitere Infizierte in der Stadt hinzu. Landesweit wurden zwölf neue Infektionen gemeldet. 

+++ 02.13 Uhr: US-Bundesstaat Mississippi trennt sich von umstrittener Flagge +++

Inmitten der Rassismusdebatte in den USA haben sich beide Kammern des Parlaments in Mississippi mit großer Mehrheit für eine Änderung der umstrittenen Flagge des südlichen Bundesstaats ausgesprochen. Die seit 1894 gültige Fahne erinnert an die einstigen Sklavenhalter im amerikanischen Süden, die sogenannten Konföderierten. US-Medienberichten zufolge war Mississippi der letzte Bundesstaat, dessen offizielle Fahne noch an die Konföderierten erinnerte. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai und die darauffolgenden Proteste gegen Rassismus hatten Gegnern der Flagge neuen Rückenwind verliehen.

Nach dem Repräsentantenhaus des Bundesstaats stimmte auch der Senat für eine Abschaffung der derzeitigen Flagge. Die Senatoren stimmten mit einer Mehrheit von 91 zu 23 Stimmen für die Änderung, wie zahlreiche US-Medien übereinstimmend berichteten.

Über 124.000 Corona-Tote in den USA – doch Trump spricht von einem "unglaublichen, historischen Job"

+++ 1.27 Uhr: Johns Hopkins: Mehr als eine halbe Million Corona-Tote weltweit +++

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als 500.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Sonntagnachmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Zuvor hatte die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen bereits erstmals die Marke von 10 Millionen überschritten. Ein Viertel der Infektionen wurden aus den USA gemeldet, wo sich die Pandemie weiter rasch ausbreitet. Die meisten Opfer haben demnach ebenfalls die USA zu beklagen, hier starben mehr als 125.000 Menschen. An zweiter Stelle lag Brasilien mit 57.000 Toten, gefolgt von Großbritannien mit knapp 44.000 Opfern.

+++ 1.04 Uhr: Österreich nimmt generelle Reisewarnung für NRW zurück +++

Österreich hat die nach dem schweren Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies ausgesprochene generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Das bestätigte die für Tourismus zuständige österreichische Ministerin Elisabeth Köstinger in der Sendung "Bild live". Die Warnung werde nurmehr für den Kreis Gütersloh gelten. Bewohner der betroffenen Region müssten jetzt einen negativen Corona-Test vorweisen, um "Urlaub in Österreich antreten können".

kng / DPA / AFP