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News von heute: Ermittlungen nach Brand an Gartenlaube: Mordversuch an AfD-Kommunalpolitiker?

Ermittlungen nach Brandanschlag auf Gartenlaube: Mordversuch an AfD-Kommunalpolitiker? +++ EU und USA verurteilen Festnahmen bei Kundgebung der Opposition in Moskau +++ Antisemitischer Angriff auf 25-Jährigen am Potsdamer Hauptbahnhof +++ Die News von heute im stern-Ticker. 

AfD-Fähnchen

Ob es sich tatsächlich um einen Mordversuch auf den AfD-Politiker handelte, müssen die Ermittlungen zeigen

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Ermittlungen nach Brandanschlag auf Gartenlaube: Mordversuch an AfD-Kommunalpolitiker? (17.33 Uhr)

  • EU und USA verurteilen Festnahmen bei Kundgebung der Opposition in Moskau (14.27 Uhr)

  • Tausende Demonstranten ziehen trotz Verbots durch Hongkong (13.33 Uhr)

  • Antisemitischer Angriff auf 25-Jährigen am Potsdamer Hauptbahnhof (11.08 Uhr)

  • Kanadas Luftwaffe beteiligt sich an Fahndung nach zwei mutmaßlichen Mördern (8.45 Uhrr)

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 18.04 Uhr: Toter und Verletzte nach Schüssen auf Fest in New York +++

Bei Schüssen auf ein Nachbarschaftsfest in New York ist ein Mann getötet worden. Elf weitere Menschen seien durch die Tat in der Nacht von Unbekannten verletzt worden, teilte die Polizei mit. Bürgermeister Bill de Blasio verurteilte den Angriff auf die "friedliche Nachbarschaftsveranstaltung": "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um unsere Gemeinden zu schützen und Waffen von der Straße zu kriegen."

Die Schüsse fielen am späten Abend im Viertel Brownsville in Brooklyn, wo sich zu dieser Zeit der "New York Times" zufolge Hunderte Menschen bei dem Fest aufhielten. Einige der Verletzten befanden sich demnach in kritischem Zustand. Der Polizei zufolge blieb das Tatmotiv zunächst unklar. Die relativ hohe Kriminalitätsrate in dem Problemviertel war seit letztem Jahr zurückgegangen. Brownsville wird als Positivbeispiel im Kampf gegen Gewalt gepriesen.

+++ 17.33 Uhr: Brandanschlag auf Gartenlaube – Polizei ermittelt wegen möglichen Mordversuchs an AfD-Kommunalpolitiker +++

Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes an einem AfD-Politiker aus Sachsen-Anhalt. Nach bisherigen Erkenntnissen hat ein Unbekannter am Sonntagmorgen in Arendsee versucht, eine Gartenlaube aus Holz auf einem Grundstück anzuzünden. Darin schliefen der 37 Jahre alte Politiker und eine 27 Jahre alte Frau. Beide blieben den Angaben zufolge unverletzt. 

Ein politisches Motiv werde für die Tat nicht ausgeschlossen, teilte ein Sprecher der Polizeiinspektion Stendal mit. Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt fanden einen Brandbeschleuniger. Nähere Angaben wurden unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht gemacht.

Einen Tag zuvor gab es im Bereich des Grundstücks mit der Gartenlaube ein Sommerfest der AfD für den Altmarkkreis Salzwedel. Laut Polizei war die 27-Jährige am Sonntagmorgen wach geworden, weil sie ungewöhnliche Geräusche vor der Laube bemerkt hatte. Durch ein Fester habe sie gegen 3.30 Uhr gesehen, wie eine unbekannte Person wegläuft. Unter einem Fenster der Laube bemerkte sie sogleich einen Brand. Sie weckte den 32-Jährigen. Beide konnten das Feuer selbst löschen, wie der Polizeisprecher sagte. 

Es entstand ein Sachschaden von rund 500 Euro. Die Suche der Polizei nach dem Unbekannten blieb zunächst ohne Erfolg.

AfD-Politiker sind immer wieder Opfer von Angriffen mit mutmaßlich politischem 

Frank Magnitz: Attacke auf AfD-Abgeordneten  – Polizei veröffentlicht Fahndungsvideo

+++ 16.27 Uhr: Pass- und Gesundheitsdaten von Thailand-Reisenden im Internet einsehbar +++

Pass- und Gesundheitsdaten von mehr als 2000 Thailand-Reisenden waren einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge im Internet einsehbar. Betroffen waren demnach auch etwa 130 deutsche Touristen. Nachzulesen waren demnach Details zu Krebs-Erkrankungen und Herzleiden sowie psychiatrischen Klinik-Aufenthalten.     Dem Blatt zufolge sind die Veröffentlichungen auf ein Datenleck im thailändischen Gesundheitsministerium zurückzuführen. Einsehbar seien auch Passkopien und ärztliche Verschreibungen gewesen, dazu häufig Mobilfunknummern und private Mail-Adressen der Betroffenen. 

Die thailändische Botschaft teilte der "BamS" zufolge auf Anfrage mit, sie werde die Angelegenheit prüfen. Hintergrund für das Speichern der Daten sind dem Bericht zufolge thailändische Vorschriften, wonach für die Einfuhr verschreibungspflichtiger Arzneimittel eine Bescheinigung des behandelnden Arztes erforderlich ist.

+++ 15.32 Uhr: In Gewahrsam genommener 15-Jähriger war nicht Schüler von Starnberger Gymnasium +++

Der 15-jährige Jugendliche, den Polizisten am Donnerstagabend bei einem Krawall vor einer Polizeiwache im bayerischen Starnberg in Gewahrsam genommen hatten, ist nicht Schüler des Starnberger Gymnasiums, auf dessen Gelände am Tatabend eine Schulfeier stattgefunden hatte. Dies bestätigte auf Anfrage ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord.

Zuvor hatten das Gymnasium, der Elternbeirat und die Stadt erklärt, dass das Schulfest "ohne Probleme und harmonisch" verlaufen sei, während es bei einer "privaten Parallelfeier" außerhalb des Schulgeländes im öffentlichen Raum aber Schwierigkeiten gegeben habe. Nach Polizeiangaben waren nach der Ingewahrsamnahme des 15-jährigen Randalierers aus einer Gruppe von rund 50 Jugendlichen vor der benachbarten Polizeiwache Flaschen und Steine geworfen worden.

+++ 15.14 Uhr: Zwei junge Frauen getötet - Rumänen werfen Polizei Versagen vor +++

Ein Lichtermeer von Kerzen als Mahnung gegen tödliches Polizeiversagen: In Rumänien hat die Arbeit der Ermittler zu einem Verbrechen an zwei jungen Frauen Empörung ausgelöst, weil die Polizei nicht schnell genug auf Notrufe reagiert haben soll. Ein am Freitag festgenommener Tatverdächtiger gestand am Sonntag nach Angaben seines Rechtsanwaltes, eine 15-Jährige und eine 18-Jährige getötet zu haben, nachdem beide Sex verweigert hätten.

Tausende Demonstranten in Bukarest und in anderen Orten des Landes hatten die Polizei am Samstagabend der Inkompetenz beschuldigt. Auch Staatspräsident Klaus Iohannis und Ministerpräsidentin Viorica Dancila warfen der Ermittlungsbehörde Versagen vor.

+++ 15.07 Uhr: Kremlchef Putin: Russische Marine soll stärker werden +++

Russland will seine Marine weiter modernisieren. 62 Prozent der Waffen und Ausrüstung seien bereits erneuert worden, sagte Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg anlässlich des russischen Marine-Tages. Aufgabe sei es, die Stärke der russischen Marine auszubauen. Dies sei Voraussetzung, um die Sicherheit Russlands und seiner Menschen zu verbessern, sagte der Präsident der Agentur Tass zufolge.

+++ 14.27 Uhr: EU und USA verurteilen Festnahmen bei Kundgebung der Opposition in Moskau +++

Die Festnahme von knapp 1400 oppositionellen Demonstranten in Moskau ist international auf scharfe Kritik gestoßen. Die EU und die USA verurteilten den gewaltsamen Polizeieinsatz und beklagten einen Verstoß gegen demokratische Grundrechte. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation OWD-Info waren am Samstag bei der nicht genehmigten Kundgebung für freie Kommunalwahlen in Moskau 1373 Menschen von der Polizei abgeführt worden. Auch mehrere Oppositionspolitiker wurden festgenommen.

Nach offiziellen Angaben hatten am Samstag rund 3500 Menschen an der Demonstration in der Nähe des Moskauer Rathauses teilgenommen. "Das ist unsere Stadt" und "Wir wollen freie Wahlen", riefen sie. Die Einsatzkräfte riegelten den Platz vor dem Rathaus ab und gingen mit großer Härte gegen die Demonstranten vor. Dabei setzten sie auch Schlagstöcke ein. Mehrere Menschen erlitten nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten Nasenbrüche und Verletzungen am Kopf.

+++ 14.12 Uhr: Israel und die USA testen Raketenabwehrsystem in Alaska +++

Inmitten der Spannungen zwischen Washington und Teheran haben Israel und die USA erneut ein gemeinsam entwickeltes Raketenabwehrsystem getestet. Bei dem Manöver im US-Bundesstaat Alaska seien mehrere Raketen oberhalb der Erdatmosphäre erfolgreich abgefangen worden, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Die Übung sei in Alaska vollzogen worden, um Funktionen des Arrow-3-Systems zu testen, "die in Israel nicht getestet werden können".

+++ 13.42 Uhr: Zwei schiitische Männer in Bahrain wegen Terrorvorwürfen hingerichtet +++

Im Golfstaat Bahrain sind am Samstag zwei Schiiten wegen Terrorvorwürfen hingerichtet worden. Die zwei Männer wurden zusammen mit einem zum Tode verurteilten Mörder erschossen, wie die Staatsanwaltschaft des sunnitisch regierten Landes mitteilte. Justizkreise bestätigten, dass es sich um zwei Schiiten handelte, ihre Namen wurden aber nicht genannt. Die EU verurteilte die Hinrichtungen scharf.

+++ 13.33 Uhr: Tausende Demonstranten ziehen trotz Verbots durch Hongkong +++

Einen Tag nach der jüngsten Eskalation zwischen Polizei und Regierungskritikern in Hongkong sind trotz eines Verbots erneut tausende Demonstranten durch das Zentrum der chinesischen Sonderverwaltungszone gezogen. Die Polizei hatte lediglich eine Kundgebung in einem Park genehmigt, den von den Veranstaltern beantragten Demonstrationszug jedoch verboten. In der Nähe der chinesischen Vertretung setzte die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein.

+++ 13.13 Uhr: Flugzeug-Probleme stoppen zunächst Verlegung deutscher Soldaten nach Litauen +++

Wegen Problemen an einer Maschine der Luftwaffe hat sich die Verlegung von Bundeswehr-Soldaten nach Litauen am Samstag verzögert. Da es einen Triebwerk-Defekt an dem vorgesehenen Airbus A310 gab, konnte die Einheit zunächst nicht wie geplant von Leipzig aus ins litauische Kaunas fliegen. Erst am Sonntagvormittag hob die Maschine mit den Soldaten dann wie geplant nach Kaunas ab, wie ein Luftwaffensprecher mitteilte.

Bei der Verlegung geht es um einen Einsatz des Panzergrenadierbataillons 391 der Bundeswehr aus Bad Salzungen. Dieses soll in den kommenden Monaten den Kern eines Nato-Bataillons im Rahmen der Mission Enhanced Force Presence stellen, mit der die westliche Militärallianz im Baltikum Flagge zeigen will.

+++ 13.06 Uhr: USA beschlagnahmen Kokain im Wert von 350 Millionen Dollar +++

Bei mehreren Kontrollen vor der Pazifikküste hat die US-Küstenwache in jüngster Zeit Kokain im Wert von 350 Millionen Dollar (knapp 314 Millionen Euro) beschlagnahmt. Am späten Freitagabend veröffentlichte Videoaufnahmen der Küstenwache zeigten einen der spektakulären Einsätze. Drogenschmuggler auf einem Schnellboot versuchten noch, ihre Ware über Bord zu werfen, bevor sie sich ergaben.

+++ 11.08 Uhr: Antisemitischer Angriff auf 25-Jährigen am Potsdamer Hauptbahnhof +++

Ein 25-jähriger Mann, der eine Kippa mit Davidstern trug, ist vor dem Potsdamer Hauptbahnhof angegriffen und beleidigt worden. Beamte der Bundespolizei hätten nach dem Vorfall als mutmaßliche Täter zwei syrische Staatsangehörige ermittelt, berichtete ein Sprecher des Lagedienstes der Brandenburger Polizei. Der 25-Jährige sei am Samstag angespuckt worden. Ermittelt werde gegen die beiden Syrer nun wegen eines möglichen fremdenfeindlichen Motivs.

Der 25-jährige Student sagte der Deutschen Presse-Agentur, er trage die Kippa täglich aus Familientradition. "Als ich am Hauptbahnhof aus der Straßenbahn ausgestiegen bin, habe ich hinter mir Schatten wahrgenommen", berichtete er. Im nächsten Moment sei er schon angespuckt, antisemitisch beleidigt und mit Gebärden bedroht worden. Anschließend habe er die Bundespolizei alarmiert, die die beiden Männer nach kurzer Zeit gefasst hätten.

Video zeigt antisemitische Attacke auf jüdische Gemeindevorsitzende: "Diese Vorfälle steigen rasant" 

Irina Katz wurde vor ihrer Synagoge antisemitisch beschimpft und bedroht

+++ 10.18 Uhr: BMW heuert in Amerika Elitesoldaten an +++

Der Autohersteller BMW heuert in den USA angesichts des Fachkräftemangels lau einem Medienbericht ehemalige Elitesoldaten für Autohäuser an. "Die Veteranen der Marines sind genau die richtigen Kandidaten für unsere Ausbildung", sagte ein BMW-Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Die oft mit Mitte zwanzig aus der Armee ausscheidenden Marines sollen in BMW-Autohäusern Reifen wechseln, Lichtmaschinen einstellen oder die Elektronik in den Karossen richten. 

Für die Wiedereingliederung in den heimischen Arbeitsmarkt werden Veteranen den Angaben zufolge von der Armee mit Schulungen unterstützt. An dieses Programm habe sich BMW angekoppelt, schreibt das Blatt. Seit vergangenem Jahr sei der bayerische Konzern Partner des US-Militärs, wenn es darum geht, ausscheidenden Soldaten eine Berufsperspektive zu bieten. Das Projekt solle ausgebaut werden, sagte ein BMW-Sprecher.

+++ 10.58 Uhr: Mehrere Tote bei heftigen Unwettern in Italien +++

Bei schweren Unwettern in Italien sind am Wochenende mehrere Menschen ums Leben gekommen. Eine Frau starb in der Nacht zum Sonntag in ihrem Auto, das bei Rom von starkem Wind erfasst und weggeschleudert worden war, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Bürgermeister von Fiumicino, Esterino Montino, sprach auf Facebook von einem "gewaltigen Tornado" mit großen Schäden: "Es sieht aus wie auf einem Kriegsschauplatz."

+++ 10.34 Uhr: 40.000 Liter Öl vor Chiles Südküste ausgelaufen +++

Vor der chilenischen Küste sind rund 40.000 Liter Öl ausgelaufen. Das Öl gelangte bei einem Zwischenfall in einer Einrichtung des Bergbau- und Stahlkonzerns CAP auf der Insel Guarello in Patagonien ins Meer, wie die Behörden mitteilten. Das Gebiet um die Insel ist für sein besonders klares Wasser und seinen Artenreichtum bekannt.

+++ 10.18 Uhr: BMW heuert in Amerika Elitesoldaten an +++

Der Autohersteller BMW heuert in den USA angesichts des Fachkräftemangels lau einem Medienbericht ehemalige Elitesoldaten für Autohäuser an. "Die Veteranen der Marines sind genau die richtigen Kandidaten für unsere Ausbildung", sagte ein BMW-Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Die oft mit Mitte zwanzig aus der Armee ausscheidenden Marines sollen in BMW-Autohäusern Reifen wechseln, Lichtmaschinen einstellen oder die Elektronik in den Karossen richten. 

Für die Wiedereingliederung in den heimischen Arbeitsmarkt werden Veteranen den Angaben zufolge von der Armee mit Schulungen unterstützt. An dieses Programm habe sich BMW angekoppelt, schreibt das Blatt. Seit vergangenem Jahr sei der bayerische Konzern Partner des US-Militärs, wenn es darum geht, ausscheidenden Soldaten eine Berufsperspektive zu bieten. Das Projekt solle ausgebaut werden, sagte ein BMW-Sprecher.

+++ 8.45 Uhr: Kanadas Luftwaffe beteiligt sich an Fahndung nach zwei mutmaßlichen Mördern +++

In Kanada beteiligt sich jetzt auch die Luftwaffe an der Fahndung nach zwei mutmaßlichen Mördern: Die kanadische Bundespolizei RCMP habe die Hilfe der Royal Canadian Air Force angefordert, teilte der Minister für öffentliche Sicherheit, Ralph Goodale, mit. Ein Flugzeug vom Typ C-130 Hercules traf nach Militärangaben bereits in Gillam im Nordosten Kanadas ein, um die Suchaktion aus der Luft zu unterstützen. Das Dorf Gillam in der Provinz Manitoba ist seit dem vergangenen Dienstag das Zentrum einer Großfahndung, an der bereits Suchhunde, eine Drohne und Panzerfahrzeuge beteiligt sind. Die beiden Verdächtigen, der 19-jährige Kam McLeod und der 18-jährige Bryer Schmegelsky, sind seit mehr als einer Woche auf der Flucht und gelten als gefährlich.     Die beiden Kanadier hatten zunächst als "vermisst" gegolten. Inzwischen geht die Polizei aber davon aus, dass sie hinter einem Doppelmord an dem 23-jährigen Australier Lucas Fowler und seiner 24-jährigen Freundin Chynna Deese aus den USA und einem weiteren Mord an dem 64-jährigen Kanadier Leonard Dyck stecken.

+++ 6.45 Uhr: US-Synchronsprecherin Russi Taylor gestorben - Stimme von Minnie Maus +++

Die US-amerikanische Synchronsprecherin Russi Taylor, die unter anderem Walt Disneys Zeichentrickfigur Minnie Maus ihre Stimme verlieh, ist tot. Sie starb bereits am Mittwoch in Glendale im US-Staat Kalifornien im Alter von 75 Jahren, wie die Walt Disney Company bestätigte. Auch in der Zeichentrickserie "Duck Tales" übernahm Taylor verschiedene Rollen, darüber hinaus gab sie den Zwillingen Sherri und Terri bei den "Simpsons" ihre Stimme. Verheiratet war sie laut "Variety" seit 1991 mit dem 2009 gestorbenen Wayne Allwin, dem langjährigen Sprecher von Micky Maus. 

+++ 5.30 Uhr: Nordkorea gibt russisches Fischerboot wieder frei +++

Nordkorea hat ein wegen angeblicher Grenzverletzung vor mehr als einer Woche festgesetztes russisches Fischerboot mit 17 Fischern aus Russland und Südkorea wieder freigegeben. Die russische Botschaft in Pjöngjang teilte via Facebook mit, das Schiff habe am Samstagabend den Hafen der nordkoreanischen Stadt Wonsan verlassen und sei in den südkoreanischen Hafen Sokcho gefahren, wie die russische Nachrichtenagentur Tass meldet. Dort sollten die beiden südkoreanischen Besatzungsmitglieder von Bord gehen. 

+++ 4.55 Uhr: Großbritannien bereitet "auf Hochtouren" Brexit ohne Abkommen vor +++

Die neue britische Regierung stellt sich auf einen EU-Austritt ohne Abkommen ein. Staatsminister Michael Gove, der als rechte Hand von Premierminister Boris Johnson über die No-Deal-Planungen wacht, sagte der "Sunday Times", die Regierung gehe von der Annahme aus, dass Brüssel kein neues Abkommen aushandeln werde. "Die gesamte Maschinerie der Regierung werde auf Hochtouren arbeiten", um sich auf einen No-Deal vorzubereiten. "Mit einem neuen Premierminister, einer neuen Regierung und neuer Klarheit des Auftrags werden wir die EU am 31. Oktober verlassen. Ohne Wenns. Ohne Abers. Keine weiteren Verschiebungen. Der Brexit wird erfolgen", zitierte die Nachrichtenagentur PA Gove unter Berufung auf die Zeitung. 

+++ 3.15 Uhr: Riexinger will Kommunen für Aufnahme von Flüchtlingen belohnen +++

Linken-Chef Bernd Riexinger hat sich dafür ausgesprochen, Kommunen mit finanziellen Anreizen zur Aufnahme von Flüchtlingen zu bewegen. "Ich bin für ein System der Belohnung: Städte und Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen, sollen Zuschüsse von der Bundesregierung oder der Europäischen Union bekommen", sagte Riexinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Außerdem sollen Kommunen nach dem Willen des Linken-Chefs das Recht bekommen, frei über die Aufnahme von im Mittelmeer aufgegriffenen Migranten zu entscheiden. "In Deutschland bieten sich 70 Kommunen an, gerettete Flüchtlinge aufzunehmen - aber sie dürfen das nicht. Das muss sich dringend ändern", verlangte er. 

+++ 2.55 Uhr: Bericht: Zapfenstreich für von der Leyen am 15. August +++

Die ehemalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird laut einem Medienbericht am 15. August mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet. Das habe der Sprecher der künftigen EU-Kommissionspräsidentin bestätigt, berichtet die "Bild am Sonntag". Als Lied habe sich von der Leyen die Europahymne, Ludwig van Beethovens "Ode an die Freude", gewünscht. Die anderen beiden Lieder seien noch offen. Der Große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr. Damit werden zum Beispiel Bundespräsidenten, Kanzler und Verteidigungsminister verabschiedet.

+++ 0.06 Uhr: Norwegerin bei Extremberglauf vom Blitz erschlagen +++

Eine 45-jährige Norwegerin ist während eines Extremberglaufs in den Südtiroler Alpen nahe Bozen vom Blitz getroffen und tödlich verletzt worden. Die Sportlerin wurde am Samstagabend aus rund 2100 Höhe verletzt geborgen, erlag aber später in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Rettungskräfte berichtete. Die Norwegerin war Teilnehmerin beim Südtirol Ultra Skyrace, ein Rennen über 121 Kilometer und 7554 Höhenmeter.


 Nachrichten von Samstag, den 27. Juli

+++ 20.48 Uhr Polizei: Mehr als 1000 Festnahmen bei Oppositionsprotest in Moskau +++

Bei einer Kundgebung der Opposition für freie Kommunalwahlen in Moskau sind a mehr als tausend Menschen festgenommen worden. Die Polizei sprach von 1074 Festnahmen wegen "verschiedener Vergehen" während der nicht genehmigten Demonstration. Zuvor hatten Menschenrechtsaktivisten mindestens 800 Festnahmen gemeldet.     

+++ 20.19 Uhr: Defektes Bundeswehr-Flugzeug: Soldaten konnten nicht verlegt werden +++

Wegen eines technischen Defekts an einem Flugzeug konnte die Bundeswehr nicht wie geplant Soldaten aus Thüringen nach Litauen verlegen. Die sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte der MDR Thüringen darüber berichtet. 

Der Airbus A310 der Flugbereitschaft sollte eigentlich von Köln über Leipzig nach Kaunas fliegen. Es habe jedoch bereits in Köln einen Defekt an einem Triebwerk des Truppentransporters gegeben, sagte der Sprecher. Der Flug sollte nun am Sonntagmorgen starten. Laut MDR Thüringen gehören die Soldaten zum Panzergrenadierbataillon 391 aus Bad Salzungen. Sie sollen ab August einen Großteil eine multinationalen Bataillons der Nato in Litauen stellen.

+++ 17.22 Uhr: Mehr als 600 Festnahmen bei Kundgebung in Moskau +++

Bei einer Kundgebung in der russischen Hauptstadt Moskau gegen den Ausschluss zahlreicher Oppositionspolitiker bei der bevorstehenden Regionalwahl gibt es Aktivisten zufolge immer mehr Festnahmen. Dem Bürgerrechtsportal OWD-Info zufolge kamen bis zum Nachmittag mehr als 630 Demonstranten in Polizeigewahrsam.

Die Polizei sprach wenige Stunden zuvor noch von 295 Festgenommenen. Viele von ihnen seien von außerhalb Moskaus zu der nicht genehmigten Kundgebung am Rathaus im Stadtzentrum gekommen. Den Beamten zufolge wurden insgesamt rund 3500 Teilnehmer gezählt.

Die Demonstranten fordern, dass unabhängige Kandidaten und Oppositionelle zur Wahl des neuen Moskauer Stadtparlaments am 8. September zugelassen werden. 

+++ 15.55 Uhr: Hunderttausende Menschen bei Berliner Christopher Street Day +++

Hunderttausende Menschen haben sich bei hochsommerlichen Temperaturen zum Christopher Street Day (CSD) in der Berliner Innenstadt versammelt. Nach Veranstalterangaben beteiligten sich am Nachmittag mindestens 150.000 Menschen am Demonstrationszug selbst. Dazu kam eine deutlich größere Zahl von weiteren Menschen, die den Zug als Zuschauer begleiteten.

Verkleidete Teilnehmer der CSD-Parade stehen am Nollendorfplatz in Berlin

+++ 15.47: Hunderte Festnahmen bei Demonstration in Moskau +++

In Moskau sind bei einer Demonstration gegen den Ausschluss von Oppositionellen bei der Regionalwahl in sechs Wochen Hunderte Demonstranten festgenommen worden. Rund um das Rathaus im Zentrum der russischen Hauptstadt war zu sehen, wie Polizisten Menschen abführten und in Polizeibusse zerrten. Dem Bürgerrechtsportal OWD-Info zufolge kamen mehr als 420 Demonstranten in Polizeigewahrsam. Die Beamten sprachen am frühen Nachmittag von rund 300 Festgenommenen. Reporter der Nachrichtenagentur DPA berichteten von verletzten Demonstranten.

Den Behörden zufolge wurden insgesamt rund 3500 Teilnehmer gezählt. Die Polizei hatte in einem an die Moskauer und Touristen gerichteten Aufruf davor gewarnt, an der Demonstration teilzunehmen. Die Beamten würden "alle Maßnahmen" ergreifen. Sie sicherten am Nachmittag das Rathaus mit einem großen Aufgebot und vielen Einsatzfahrzeugen sowie Linienbussen. Zu sehen war auch, wie eine Polizeiabsperrung durchbrochen wurde. Die Menge applaudierte danach.

Die Protestler fordern, dass unabhängige Kandidaten und Oppositionelle zur Wahl des neuen Moskauer Stadtparlaments am 8. September zugelassen werden.

+++ 15.14 Uhr: Nach Anschlag auf Eritreer demonstrieren 150 Menschen gegen Rassismus +++

Nach dem rassistisch motivierten Anschlag auf einen Eritreer haben nach Polizeiangaben rund 150 Menschen in Wächtersbach gegen rechten Terror demonstriert. Die Teilnehmer seien eher links orientiert, sagte ein Polizeisprecher. Die Demonstration sei absolut friedlich verlaufen. Zu der Protestkundgebung hatte die Gruppe Antifa Kollektiv 069 (AK.069) aufgerufen. Die Stadt hatte etwa 200 Teilnehmer erwartet. Start und Ziel des Aufzugs war der Bahnhof der Stadt im Main-Kinzig-Kreis. Der Weg führte die Demonstranten auch am Tatort in einem Wächtersbacher Industriegebiet vorbei.

Ein 55 Jahre alter Deutscher hatte am vergangenen Montag den 26 Jahre alten Eritreer mit einem Bauchschuss schwer verletzt und sich danach das Leben genommen.

+++ 15.07 Uhr: Münchner Flughafen-Chef: "Fliegen darf ruhig teurer werden" +++

Der Chef des Münchner Flughafens hält nichts davon, sich fürs Fliegen aus Klimaschutz-Gründen zu schämen - ist aber für höhere Ticketpreise. Michael Kerkloh sagte der "Augsburger Allgemeinen" (Montag): "Fliegen darf ruhig teurer werden." Die "Preis-Exzesse" der Billigflieger müssten nicht sein. Für denkbar hält er etwa "einen Klima-Taler". Kerkloh kritisierte, dass die Einnahmen aus der Luftverkehrsabgabe im Staatshaushalt "versickern", statt zweckgebunden zum Beispiel in die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe zu fließen, die nicht aus Erdöl gewonnen werden. Mittel aus einer höheren Belastung müssten in Klima-Projekte fließen.

+++ 15.01 Uhr: Südwest-CDU geht mit Eisenmann in nächste Landtagswahl +++

Mit Kultusministerin Susanne Eisenmann als Spitzenkandidatin will die baden-württembergische CDU 2021 wieder zurück an die Regierung. Bei dem Parteitag am Samstag in Heilbronn stimmten 95,4 Prozent der Delegierten für die 54-Jährige. Gleichzeitig übte sich die Partei schon einmal im Wahlkampf. Der nächste baden-württembergische Landtag wird im Frühjahr 2021 gewählt.

+++ 14.31 Uhr: Zug steckt in Monsunfluten fest - 700 Reisende in Indien gerettet +++

Nach heftigem Monsunregen im Südwesten Indiens ist ein Zug mit etwa 700 Reisenden im Hochwasser steckengeblieben. Die etwa 60 Kilometer östlich der Metropole Mumbai gestrandeten Passagiere, darunter auch Kinder, konnten per Boot und Hubschrauber alle in Sicherheit gebracht werden, sagte ein Sprecher der Eisenbahngesellschaft Central Railway.

Demnach war der "Mahalaxmi Express" am Freitagabend im Gebiet um Badlapur in die Fluten geraten. Reisende hatten Videos von ihrer verzweifelten Lage in den sozialen Medien gepostet und um Hilfe gebeten. An der Rettungsaktion waren Angehörige der Marine, des nationalen Katastrophenschutzes und der Bahnpolizei sowie Ärzte und Sanitäter beteiligt.

Passagiere berichteten der Nachrichtenagentur IANS, sie hätten etwa 15 Stunden lang ohne Trinkwasser in dem Zug festgesessen. Das Wasser habe um die Waggons herum 1,5 bis 1,8 Meter hoch gestanden und zu allen Seiten den Weg nach draußen versperrt.

+++ 13.55 Uhr: Viele Festnahmen bei Demonstration in Moskau gegen Wahlausschluss +++

Begleitet von einem massiven Aufgebot der Polizei haben in Moskau Hunderte Menschen gegen den Ausschluss von Oppositionellen bei der Regionalwahl in sechs Wochen demonstriert. Rund um das Rathaus gab es viele Festnahmen. Zu sehen war, wie Beamte Demonstranten abführten und in Polizeibusse steckten. Dem Bürgerrechtsportal OWD-Info zufolge wurden mehr als 200 Menschen festgenommen.

+++ 13.52: Neue Zusammenstöße in Hongkong nach verbotenem Protest +++

In Hongkong ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Beamten setzten Tränengas und Pfefferspray ein, nachdem Tausende Menschen trotz eines zuvor verhängten Verbots zunächst friedlich durch den Stadtteil Yuen Long gezogen waren. Sie trugen aufgespannte Regenschirme - das Symbol der Hongkonger Demokratiebewegung.

+++ 13.28 Uhr: Junge US-Touristen gestehen tödliche Messerattacke auf Polizisten in Rom +++

Zwei junge Touristen aus den USA haben nach Angaben der italienischen Polizei gestanden, in Rom einen Polizisten erstochen zu haben. Der 35-jährige Polizeibeamte Mario Rega Cerciello war in der Nacht zum Freitag in einem vornehmen Stadtviertel nahe des Vatikans mit acht Messerstichen getötet worden, als er einen Diebstahl aufklären wollte.

Der Fall hatte in Italien für große Bestürzung gesorgt. In ersten Berichten waren die Verdächtigen als Nordafrikaner beschrieben worden. In Online-Netzwerken gab es daraufhin viele rassistische Kommentare. Innenminister Matteo Salvini von der rechten Lega-Partei forderte, die "Bastarde" zu lebenslanger Haft und Zwangsarbeit zu verurteilen.

Medienberichten zufolge hatten die beiden US-Touristen bei einem Drogendealer in Rom vermeintlich Kokain gekauft, das sich aber als Aspirin herausstellte. Um sich zu rächen, stahlen die beiden Touristen den Rucksack des Dealers. Dann vereinbarten sie ein Treffen, bei dem er den Rucksack für hundert Euro und ein Gramm Kokain zurückbekommen sollte.

Der Dealer ging aber zur Polizei und wurde zu dem Treffen von zwei Beamten in Zivilkleidung begleitet. Als die Beamten die beiden Verdächtigen festnehmen wollte, zog einer von ihnen ein Messer. Die beiden US-Bürger wurden in der Nacht wegen Totschlags und versuchter Erpressung in Untersuchungshaft genommen.

+++ 12.24 Uhr: Riesige Heuschrecken-Schwärme suchen Las Vegas heim +++

Las Vegas wird derzeit von riesigen Schwärmen von Heuschrecken heimgesucht: Verblüffte Besucher und Bewohner der Kasinostadt im US-Bundesstaat Nevada haben schon unzählige Fotos in Online-Netzwerken veröffentlicht, die Insektenschwärme vor bunten Neonlichtern und auf dem Bürgersteig der Kasinomeile Las Vegas Strip zeigen. Nach Angaben der Behörden ist die Heuschrecken-Invasion aber harmlos.

Nach Einschätzung von Nevadas Landwirtschaftsbehörde ist der Grund für die Plage der ungewöhnliche feuchte Winter und Frühling. Der Insektenforscher Jeff Knight sagte, die knapp vier Zentimeter großen Heuschrecken seien nicht gefährlich. "Sie übertragen keine Krankheiten. Sie beißen nicht. Und sie gehören nicht zu den Arten, die wir als Problem einstufen", sagte Knight. Sie verursachten noch nicht einmal in Gärten größere Schäden.

Nach Angaben des Insektenforschers sind die Heuschrecken nur auf der Durchreise und werden Las Vegas auf dem Weg nach Norden in maximal zwei Wochen wieder verlassen haben. "Sie kommen an, machen es sich gemütlich und in der Nacht brechen sie wieder auf und fliegen weiter", sagte Knight. 

+++ 11.48 Uhr: Erdbeben-Serie auf den Philippinen - acht Tote und Dutzende Verletzte +++

Drei schwere Erdbeben in Serie haben den äußersten Norden der Philippinen erschüttert und mindestens acht Menschen das Leben gekostet. Weitere 60 Menschen wurden verletzt, vor allem durch einstürzende Gebäude, wie der nationale Zivilschutz mitteilte.

+++ 10.43 Uhr: Bericht: Kraftfahrt-Bundesamt genehmigt Abgas-Nachrüstsystem für Euro-5-Diesel +++

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat laut einem Bericht des "Spiegel" erstmals ein System zur Hardware-Nachrüstung von Euro-5-Dieselfahrzeugen genehmigt. Das Magazin berief sich auf eigene Informationen sowie auf Recherchen des Bayerischen Rundfunks. Die Genehmigung für das System zur Minderung des Schadstoffausstoßes gilt demnach allerdings zunächst nur für einige Modelle des Herstellers Volvo.

+++ 10.11 Uhr: Protestaktion gegen Angriffe von Schlägertrupps auf Demonstranten in Hongkong +++

Trotz eines Demonstrationsverbots der Polizei sind in Hongkong am Samstag tausende Menschen gegen Angriffe von Schlägertrupps auf regierungskritische Demonstranten auf die Straße gegangen. Viele Demonstranten versammelten sich am Bahnhof von Yuen Long im Nordwesten Hongkongs und in den umliegenden Straßen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, hielt sich aber zunächst zurück. Viele Geschäfte waren verbarrikadiert.

+++ 10.03 Uhr: WHO fordert Regulierung von E-Zigaretten +++

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Regulierung von E-Zigaretten gefordert. Sogenannte Elektronische Nikotinabgabesysteme (ENDS) seien "unzweifelhaft schädlich und sollten daher Vorschriften unterliegen", erklärte die Organisation in ihrem in Rio de Janeiro veröffentlichten Bericht zum weltweiten Tabakkonsum. Demnach sterben jedes Jahr mehr als acht Millionen Menschen an den Folgen direkten oder passiven Tabakkonsums.

Der Rauch von E-Zigaretten enthält zwar in der Regel deutlich weniger Schadstoffe als der normaler Zigaretten. Die batteriebetriebenen Geräte, bei denen mit Nikotin versehene Flüssigkeiten verdampft werden, bergen laut WHO dennoch Gesundheitsrisiken für die Konsumenten. E-Zigaretten enthalten demnach neben Nikotin auch metallhaltige Schwebstoffe. Diese seien "bekannt" dafür, Herz und Lungen zu schädigen, sagte WHO-Tabakexperte Vinayak Prasad.

+++ 9.28 Uhr: Polizei geht vor Demonstration in Moskau gegen Oppositionelle vor +++

Kurz vor einer nicht genehmigten Demonstration in der russischen Hauptstadt Moskau ist die Polizei gegen Oppositionelle vorgegangen. Der prominente Kremlkritiker Ilja Jaschin berichtete in der Nacht zum Samstag auf Facebook, dass er in seiner Wohnung verhört und anschließend zu einer Polizeistation gebracht worden sei. Er rief dazu auf: "Wir müssen auf diese dreiste Empörung mit massiven Straßenprotesten reagieren."

Zuvor hatten mehrere Verbündete von Oppositionsführer Alexej Nawalny von Durchsuchungen und Befragungen berichtet. Nawalny wurde am Mittwoch zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er zu Protesten gegen den Ausschluss zahlreicher Oppositioneller bei der bevorstehenden Regionalwahl Anfang September in Moskau aufgerufen hat.

Am Samstag ab 13 Uhr MESZ ist vor dem Rathaus von Moskau erneut eine Demonstration geplant. Sie wurde von den Behörden nicht genehmigt. Es wird daher mit vielen Festnahmen gerechnet.

+++ 7.34 Uhr: Verbraucher lassen sich Eis mehr als eine Milliarde Euro kosten +++

Für ein leckeres Eis greifen die Verbraucher in Deutschland an heißen Tagen gern etwas tiefer in die Tasche. Allein im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten gaben die Bundesbürger von Juni 2018 bis Mai 2019 rund 1,7 Milliarden Euro für ihre Lieblingseissorten von Vanille bis Salted Caramel aus. Das entspricht 21,25 Euro pro Kopf, wie aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervorgeht.

+++ 5.55 Uhr: Freiburger Erzbischof fordert klimafreundlichen Urlaub +++

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat zu klimafreundlichem Urlaub aufgerufen. Die globale Erderwärmung kenne keine Ferien, sagte Burger. Bei der Wahl des Urlaubsziels und der Verkehrsmittel sowie bei Urlaubsaktivitäten sollte dies bedacht werden. "Im Urlaub gilt nichts anderes als sonst: Wir müssen Gewohnheiten überdenken und vielleicht ändern, wenn es Alternativen gibt." Er selbst werde im Sommerurlaub in der Heimat bleiben. Weiter als bis zu den Alpen werde er nicht reisen.

+++ 5.37 Uhr: Johnson schließt vorgezogene Neuwahlen vor dem Brexit aus +++

Großbritanniens neuer Premierminister Boris Johnson hat Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen vor dem angestrebten EU-Austritt seines Landes zurückgewiesen. Bei einem Besuch in Birmingham schloss er am Freitag "völlig" aus, dass es auf seine Initiative hin vor dem Brexit Neuwahlen geben werde.

"Die Briten haben 2015, 2016, 2017 gewählt", sagte Johnson. "Sie wollen keine neue Wahlveranstaltung, sie wollen kein Referendum, sie wollen keine Parlamentswahlen." Die Menschen forderten vielmehr, dass die Politik "ihren Auftrag" zu einem Brexit am 31. Oktober erfülle.

+++ 5.04 Uhr: Polen schafft Einkommenssteuer für Menschen unter 26 ab +++

Rund drei Monate vor der polnischen Parlamentswahl hat die Regierung in Warschau die Einkommenssteuer für junge Arbeitnehmer abgeschafft. Wer jünger als 26 Jahre alt ist, wird von August an von der Steuer befreit – so sieht es die neue Regelung vor. Mit der Vorschrift will Polens nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) nach eigenen Angaben die Beschäftigung unter jungen Menschen erhöhen und Schwarzarbeit verhindern. Neben dem Alter ist ein Bruttojahreseinkommen bis zu etwa umgerechnet 20.000 Euro Voraussetzung für die Steuererleichterungen. Unternehmensgründer sind von der Regelung ausgeschlossen.

Nach Angaben der polnischen Regierung werden von dem Gesetz etwa zwei Millionen junge Menschen in Polen profitieren. Wirtschaftsexperten werten es außerdem als Anreiz für junge Ukrainer. Wegen Fachkräftemangels ist Polen auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen.   

+++ 4.48 Uhr: 95.000 junge Europäer bewerben sich auf kostenlose Europa-Zugticket +++

Das Jugendreise-Programm "DiscoverEU" begeistert junge Europäer. Knapp 95.000 18-Jährige hätten sich in der jüngsten Bewerbungsrunde um das kostenlose Zugticket beworben, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission der Deutsche Presse-Agentur in Brüssel. Daraus seien 20.000 Bewerber ausgewählt worden, die bald auf Europareise gehen können. In der Runde zuvor hatten sich etwa 15.000 Menschen weniger beworben.

Zwischen August und Januar können die Ausgewählten bis zu 30 Tage mit dem Zug durch Europa reisen; Unterkunft und Verpflegung müssen sie aber selbst bezahlen. Die Teilnehmer sollen als "Botschafter" von ihren Reisen berichten, etwa über soziale Medien wie Instagram oder bei einem Vortrag in ihrer Schule. Bewerben kann sich jeder 18 Jahre alte EU-Bürger.

+++ 4.25 Uhr: Marokkos Marine rettet 242 Migranten im Mittelmeer +++

Die marokkanische Marine hat im Mittelmeer 242 Migranten aus mehreren Schlauchbooten gerettet. Unter ihnen seien 50 Frauen und zwölf Minderjährige gewesen, berichtete die staatliche marokkanische Nachrichtenagentur MAP unter Berufung auf Militärangaben. Die aus Gebieten südlich der Sahara stammenden Migranten hätten sich am Freitag nahe der spanischen Küste befunden, unter anderem in der Straße von Gibraltar. Einige hätten gesundheitliche Probleme gehabt. Sie seien behandelt worden und in marokkanische Häfen zurückgebracht worden.

+++ 3.32 Uhr: USA und Guatemala unterzeichnen Migrationsabkommen +++

Die USA und Guatemala haben ein Abkommen unterzeichnet, mit dem die Migration an der US-Südgrenze begrenzt werden soll. Aus dem Weißen Haus hieß es, dass das mittelamerikanische Land damit zu einem sicheren Drittstaat erklärt werde. US-Präsident Donald Trump sagte, die guatemaltekische Regierung tue nun das, was man von ihr verlangt habe. Er hatte zuletzt massiv Druck gemacht und unter anderem mit Sonderzöllen gedroht.

+++ 3.14 Uhr: Trump verspricht Johnson "sehr umfangreiches" Handelsabkommen +++

US-Präsident Donald Trump hat dem neuen britischen Regierungschef Boris Johnson ein "sehr umfangreiches" Handelsabkommen in Aussicht gestellt. Der Handel zwischen beiden Ländern könnte deutlich ausgeweitet werden, sagte Trump nach seinem ersten Telefonat mit dem neuen Premier. Die Gespräche über eine bilaterale Handelsvereinbarung für die Zeit nach dem EU-Austritt Großbritanniens liefen bereits.

+++ 1.05 Uhr: Linken-Chef: Fluggesellschaften für mehr Klimaschutz verstaatlichen +++

Im Kampf gegen die Klimakrise und die Erderwärmung fordert Linken-Chef Bernd Riexinger die Verstaatlichung aller Fluggesellschaften. "Was so dramatische gesellschaftliche Folgen haben kann, darf nicht marktwirtschaftlich und unreguliert bleiben. Fluggesellschaften gehören in staatliche Hand – genauso wie die Energieversorgung oder die Bahn", sagte Riexinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

anb / wue / jek / DPA / AFP