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News am Wochenende Libanon steht vor Zerreißprobe - Geberkonferenz sammelt 253 Millionen Euro Soforthilfe ein

Ein Soldat geht über den Ort einer Explosion im Hafen, während im Hintergrund schwer beschädigte Gebäude zu sehen sind
Ein Soldat geht über den Ort einer Explosion im Hafen, während im Hintergrund schwer beschädigte Gebäude zu sehen sind
© Thibault Camus/AP Pool / DPA
Über 250 Millionen Euro Soforthilfe für Libanon +++ Sechs Franzosen in Niger getötet +++ Esken schließt SPD-Bündnis unter grüner Kanzlerschaft nicht aus +++ Laschet hält Anti-Corona-Demos für legitim +++ News am Wochenende im stern-Ticker.

Topmeldung: 

Libanon vor Zerreißprobe - 253 Millionen Euro Soforthilfe

Im krisenerschütterten Libanon droht nach der Explosion in Beirut mit mehr als 150 Toten und über 6000 Verletzten eine neue politische Zerreißprobe. Während internationale Geber bei einer Videokonferenz Gelder für rasche Nothilfen sammelten, gab es Anzeichen für einen weiteren schrittweisen Zerfall der Regierung. Ministerpräsident Hassan Diab will dem Kabinett an diesem Montag eine Neuwahl des Parlaments vorschlagen. Am Wochenende machten Tausende ihrem Zorn über die politische Elite bei teils gewaltsamen Protesten Luft. 250 Menschen wurden dabei verletzt, ein Polizist starb.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron forderte die internationale Gemeinschaft bei einem mit den Vereinten Nationen organisierten virtuellen Treffen zu massiver Unterstützung auf. Dabei kamen knapp 253 Millionen Euro Soforthilfe zusammen, 30 Millionen Euro davon aus Frankreich, berichteten Élyséekreise nach der Videoschalte am Sonntag. Deutschland sagte dabei 20 Millionen Euro zu, wie Bundesaußenminister Heiko Maas  (SPD) am Abend im ZDF erklärte. 

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Die weiteren Nachrichten des Tages:

+++ 20.56 Uhr: Höchste Temperatur des bisherigen Jahres mit 38,6 Grad in Trier gemessen +++ 

Mit 38,6 Grad ist in Trier am Sonntag die bundesweit höchste Temperatur des bisherigen Jahres gemessen worden. Wie es am Abend beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach hieß, wurde der Rekord an der DWD-Station Trier-Petrisberg erreicht. Auch Platz zwei ging demnach an die Stadt in Rheinland-Pfalz: Bis zu 38,2 Grad seien es in Trier-Zewen gewesen. Platz drei teilten sich den Angaben nach mit einer Höchsttemperatur von jeweils 37,5 Grad die Wetterstationen in Kahl am Main in Bayern sowie am Frankfurter Flughafen. Zuvor lag der Höchstwert für dieses Jahr bei 38,5 Grad - gemessen am 31. Juli im südbadischen Rheinfelden. Bereits das bundesweite Temperatur-Maximum am Samstag war mit 38,2 Grad auf dem Trierer Petrisberg registriert worden.

+++ 19.40 Uhr: Lukaschenko gewinnt Wahl in Weißrussland +++

Amtsinhaber Alexander Lukaschenko hat laut offiziellen Prognosen die Präsidentschaftswahl in Weißrussland klar gewonnen. Laut der am Sonntagabend veröffentlichten Prognose errang Lukaschenko 79,7 Prozent der Stimmen. Seine wichtigste Rivalin Swetlana Tichanowskaja kam demnach auf 6,8 Prozent. Die Wahl stand unter dem Eindruck beispielloser Fälschungsvorwürfe und massiver Polizeigewalt.

+++ 19.03 Uhr: Belarus-Wahl beendet - zu wenig Stimmzettel für wartende Bürger +++

Bei der Präsidentenwahl in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik Belarus (Weißrussland) haben am Sonntagabend die Wahllokale geschlossen. Viele der rund 6,8 Millionen Wahlberechtigten konnten wegen des großen Andrangs bis 19.00 Uhr MESZ ihre Stimme nicht mehr abgeben. Wahlleiterin Lilija Jermoschina sagte am Abend, dass die Anzahl der Stimmzettel nicht ausreichte. Niemand habe mit so einer hohen Beteiligung gerechnet, betonte sie. Erste Prognosen zum Abschneiden des seit mehr als einem Vierteljahrhundert regierenden Staatschefs Alexander Lukaschenko wurden später erwartet. Die Opposition hat Proteste für den Abend gegen Wahlfälschung angekündigt. Wie die Wahlkommission in der Hauptstadt Minsk am Abend mitteilte, lag die Beteiligung bei knapp 80 Prozent (Stand 18.00 Uhr). Beobachter und Oppositionelle dokumentierten massive Wahlmanipulationen. 

+++ 18.17 Uhr: Sechs Franzosen in Niger getötet +++ 

 Im westafrikanischen Niger sind nach Behördenangaben sechs Franzosen und zwei Nigrer getötet worden. Schwer bewaffnete Menschen auf Motorrädern hätten die acht in der Region Tillabéri im Westen des Landes angegriffen, sagte am Sonntag der Gouverneur Ibrahim Katiela. Bei den Franzosen handelte es sich demnach um Mitarbeiter von ACTED, einer französischen Hilfsorganisation, die allerdings touristisch unterwegs waren. Die zwei Nigrer seien der Fahrer und ein Führer der Franzosen gewesen. 

Die Sahelregion - ein Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - gilt als sehr unsicher, da dort etliche Terrorgruppen aktiv sind. Einige von ihnen haben dem Terrornetzwerk Al-Kaida oder dem Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen. Immer wieder kommt es auch in Niger zu Anschlägen mit etlichen Toten, vor allem im Westen des Landes.

+++ 17:54 Für Libanon-Nothilfe lau UN fast 100 Millionen Euro nötig +++

Nach der Explosionskatastrophe in Beirut mit über 150 Toten ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) eine internationale Nothilfe mit einem Umfang von 116,9 Millionen US-Dollar (rund 99 Millionen Euro) nötig. Das geht es aus einem Dokument der UN hervor, das der Élyséepalast am Sonntag nach einer internationalen Geberkonferenz übermittelte. Es geht laut UN um medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe oder Unterkunft für die Bevölkerung. Wieviel Geld bei der Videoschalte zugesagt wurde, blieb zunächst offen. Wie aus Kreisen des Amts von Präsident Emmanuel Macron verlautete, könnte eine Zahl noch am Abend mitgeteilt werden.

+++ 17.37 Uhr: Esken schließt Bündnis der SPD unter grüner Kanzlerschaft nicht aus +++

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken schließt ein Bündnis der SPD im Bund unter grüner Kanzlerschaft nicht aus. "Da geht es nicht um Eitelkeit. Es geht darum, gute Politik für die Menschen im Land zu machen, und die SPD ist bereit dazu, in so eine Verantwortung zu gehen", sagte Esken im ARD-"Sommerinterview". Zugleich machte sie deutlich, dass sie so wie ihr Co-Vorsitzender Norbert Walter-Borjans auch offen für eine Koalition mit der Linkspartei sei. "Wir wollen ein klares Bild einer gerechteren Zukunft aufzeichnen, das großen Respekt vor dem Menschen ausstrahlt und vielen eine bessere Zukunft verspricht." Ihrer Auffassung nach braucht es dafür ein progressives Bündnis - so wäre eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei "möglich und denkbar".

+++ 16.47 Uhr: Kind bei Bootskollision in Finnland getötet +++

Bei einem dramatischen Bootsunfall in Finnland ist ein Kind im Grundschulalter ums Leben gekommen. Wie die zuständige Polizei im Westen der Region Uusimaa am Sonntag mitteilte, starb es, als ein Rennboot während einer Veranstaltung im Hafen der Gemeinde Hanko am Samstag mit einem Freizeitboot kollidierte. Das Kind befand sich demnach ebenso in dem Freizeitboot wie eine weitere Person, die bei dem Unglück verletzt wurde. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Hanko liegt rund 120 Kilometer südwestlich von Helsinki im äußersten Süden von Finnland.

+++ 16.37 Uhr: Forscher: Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen in den USA +++

In den USA haben die Behörden seit Beginn der Pandemie bereits fünf Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen in den USA, vor allem in Bundesstaaten im Süden und im Westen des Landes, wieder stark angestiegen. Die Schwelle von vier Millionen bekannten Infektionen war erst vor zweieinhalb Wochen überschritten worden.Bislang sind in den USA mehr als 162.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, wie die Daten von Johns Hopkins zeigten. Pro Tag meldeten die Behörden zuletzt im Schnitt gut 1000 Todesfälle und rund 60.000 Neuinfektionen. In keinem Staat der Welt gibt es in absoluten Zahlen gesehen so viele bekannte Infektionen und Todesfälle wie in den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern. 

+++ 16.31 Uhr: Laschet: Corona-Demos legitim - aber nur mit Hygieneregeln +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Demonstrationen der Gegner der staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen als legitim bezeichnet. Die Demonstranten müssten sich aber wie alle anderen Bürger an die Corona-Hygieneregeln halten, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg. "Mit Abstand und Mundschutz darf jeder demonstrieren und seine Meinung sagen und die Maßnahmen auch kritisieren", sagte Laschet. "Sonst fällt auch das Land auseinander, wenn man den Eindruck vermittelt, man dürfe seine Meinung nicht sagen." Der überwiegende Teil der Menschen in Deutschland teile die Meinung der Demonstranten aber ohnehin nicht. 

+++ 16.31 Uhr: Chrupalla kann bei Kalbitz "keinen Extremismus erkennen" +++

AfD-Ko-Chef Tino Chrupalla kann bei dem derzeit aus der AfD ausgeschlossenen Brandenburger Rechtsaußenpolitiker Andreas Kalbitz nach eigenen Worten "keinen Extremismus erkennen". Er beurteile Menschen "nach ihrem Tun und ihrem Handeln", sagte Chrupalla in der ZDF-Sendung "Berlin direkt", die am Abend ausgestrahlt werden sollte. Für die Zeit, die er Kalbitz kenne, und das seien sechs Jahre, könne er bei ihm "keinen Extremismus erkennen".

+++ 16.27 Uhr: Gewalt und Fälschungsvorwürfe bei Präsidentenwahl in Belarus +++

Unter dem Eindruck beispielloser Fälschungsvorwürfe und massiver Polizeigewalt haben die Menschen in Belarus (Weißrussland) am Sonntag einen Präsidenten gewählt. Zwar erwartet Staatschef Alexander Lukaschenko, der die ehemalige Sowjetrepublik seit mehr als einem Vierteljahrhundert mit harter Hand regiert, einen hohen Sieg. Vor den Wahllokalen bildeten sich aber Schlangen wie noch nie. Die politisch nur wenig erfahrene Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja (37) wurde bejubelt. Viele riefen "Sweta, Sweta!". Ein ganz anderes Bild bei Lukaschenko, der als "Europas letzter Diktator" gilt und immer noch die Todesstrafe vollstrecken lässt. Der 65-Jährige gab seine Stimme in kleinem Kreis an der Universität in der Hauptstadt Minsk ab. Er hatte mit dem Einsatz der Armee gedroht, sollte jemand versuchen, ihm die Macht zu entreißen. Der Staatsagentur Belta zufolge sagte er: "Es kann keine Rede davon sein, dass mit dem morgigen Tag im Land Chaos und Bürgerkrieg ausbrechen. Es gerät nichts außer Kontrolle. Das garantiere ich."

+++ 15.03 Uhr: Deutsche Bahn meldet mehr Reisende am Hitzewochenende +++

Die Deutsche Bahn hat am Hitzewochenende mehr Fahrgäste befördert als zuletzt. Weil die Sommerferien in einigen Bundesländern zu Ende gingen, sei die Auslastung in den Fernverkehrszügen etwas höher gewesen, sagte ein Bahn-Sprecher. Bereits am Samstag hatte der bundeseigene Konzern von erhöhtem Reiseverkehr gesprochen - vor allem in den Regionalzügen an die Küsten. Nennenswerte Einschränkungen im Betrieb gab es demnach bis Sonntagnachmittag nicht. 

+++ 14.06 Uhr: Mindestens 30 Tote bei Erdrutschen und Überschwemmungen in Südkorea +++

Bei Erdrutschen und Überschwemmungen nach tagelangem heftigem Regen sind in Südkorea bislang mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Zwölf weitere würden noch vermisst, teilten die Behörden mit und warnten vor weiterem Niederschlag. Heftige Regenfälle haben seit Anfang des Monats im ganzen Land Verwüstung angerichtet. Insgesamt mussten fast 6000 Menschen ihre Häuser verlassen, 4600 von ihnen wurden in Notunterkünften untergebracht. In den vergangenen Tagen spitzte sich die Lage besonders zu.

+++ 10.50 Uhr: Lauenau hat wieder Wasser – für den Moment +++

Die Trinkwasserknappheit in der niedersächsischen Gemeinde Lauenau hat sich etwas entspannt. Die Lage sei im Moment beherrschbar, erst für den Nachmittag würden Verbrauchsspitzen erwartet, sagte Georg Hudalla, der Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg, zu der Lauenau gehört. Über Nacht habe sich der Speicher wieder etwas aufgefüllt - wenn auch "nicht in dem Maße wie erhofft". Dennoch erwarte er für die erste Tageshälfte "keine Dramatik". 

Bereits am Samstagnachmittag hätten die Menschen in Lauenau auf die Wasserknappheit reagiert und ihr Verhalten geändert, der Verbrauch sei um zwei Drittel gesunken. Der Gemeinde war das Wasser nach den warmen und trockenen Tagen ausgegangen, am Samstagmittag lief der Wasserspeicher leer. Das Problem: In der Corona-Pandemie seien die Menschen überwiegend daheim geblieben, statt in den Urlaub zu fahren, daher sei der private Wasserverbrauch stark gestiegen. In Lauenau leben knapp 4000 Menschen.

+++ 10.04 Uhr: Sicherheitsvertreter: Explosion in Beirut hinterließ 43 Meter tiefen Krater +++

Die Explosion von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut hat einen 43 Meter tiefen Krater in den Boden gerissen. Dies sagte ein Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf französische Experten, die derzeit den Unglücksort untersuchen.

+++ 8.38 Uhr: Ölkatastrophe vor Mauritius – UN helfen im Kampf für bedrohte Umwelt +++

Die Vereinten Nationen (UN) unterstützen den Kampf gegen eine Ölkatastrophe auf Mauritius. Zusammen mit dem UN-Umweltprogramm (Unep) und dem UN-Nothilfebüro (Ocha) stellt der UN-Vertreter in dem Inselstaat Koordinationskapazitäten und Expertise zur Verfügung, wie es in einer Mitteilung von Ocha hieß. Die UN auf Mauritius würden eng mit der Regierung zusammenarbeiten, um die Krise zu bewältigen.

Ein japanischer Frachter war vor rund zwei Wochen vor der Südostküste von Mauritius auf Grund gelaufen. Am Donnerstag begann dann einer Tanks Kraftstoff zu verlieren. Helfer versuchen nun, das Öl einzudämmen und weitere Austritte zu vermeiden. Behörden und Naturschützer warnen vor einer Umweltkatastrophe, weil sich das Schiff in der Nähe mehrerer Schutzgebiete befindet. 

+++ 1.19 Uhr: Walter-Borjans will Koalition mit Linkspartei nicht ausschließen +++

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans will eine Koalition mit der Linkspartei nicht grundsätzlich ausschließen. Die SPD wolle die führende Kraft in einem Regierungsbündnis werden, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt. "Die große Koalition ist dafür keine Grundlage. Wenn wir eine Bündnisoption mit der Linken ausschlössen, hätten die Verteidiger des "Weiter so" und damit der weitergehenden Spaltung der Gesellschaft schon gewonnen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das sähen auch Vizekanzler Olaf Scholz, Fraktionschef Rolf Mützenich und Co-Chefin Saskia Esken so. "Klärungsbedarf gäbe es dann aber sicher noch genug. Wie mit den Grünen auch", so Walter-Borjans.

+++ 0.09 Uhr: Leichtes Erdbeben in Tirol +++

Ein leichtes Erdbeben der Stärke 4,1 hat am Samstagabend  Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag bei Landeck in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern, die Erschütterungen waren in einem Umkreis von etwas 50 Kilometern zu spüren, wie die Agentur APA unter Berufung auf die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) meldete. Über eventuelle Schäden lagen zunächst keine Angaben vor.

+++ 0.06 Uhr: Umfrage: Union und Grüne legen leicht zu +++

Union und Grüne haben in einer neuen Umfrage jeweils einen Prozentpunkt zulegt. Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, lägen sie bei 38 beziehungsweise 18 Prozent. Das geht aus dem Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die "Bild am Sonntag" hervor. Die SPD würde hingegen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt verlieren und käme auf 15 Prozent. Die AfD läge bei 11 Prozent (plus 1), die Linke bei 8 und die FDP bei 6 Prozent (beide unverändert).

+++ 0.04 Uhr: Trump ordnet Teile des Konjunkturpakets ohne Parlamentsbeteiligung an +++

Nach dem Scheitern von Verhandlungen zu einem neuen Konjunkturpaket im US-Kongress hat Präsident Donald Trump Verfügungen unterzeichnet, um mehrere Maßnahmen auch ohne eine Zustimmung des Parlaments durchzusetzen. Arbeitslose sollen demnach bis zum Jahresende zusätzlich jeweils 400 Dollar pro Woche erhalten, bestimmte Zwangsräumungen sollen zeitweise verboten werden und eine Sozialversicherungsabgabe soll ausgesetzt werden, wie Trump am Samstag in seinem Golfclub im Bundesstaat New Jersey erklärte. 

+++ 0.00 Uhr: Mindestens elf Tote bei Brand in Wohnblock in Tschechien +++

Bei einem möglicherweise durch Brandstiftung ausgelösten Feuer in einem mehrstöckigen Wohnblock in Tschechien sind elf Menschen ums Leben gekommen, darunter drei Kinder. Ein Verdächtiger wurde laut Polizei am Samstag nach dem Brand in Bohumin im Osten des Landes festgenommen.

Unter den Todesopfern seien fünf Menschen, die im Panik aus einem Fenster im zwölften Stock gesprungen seien, sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstag. 13 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Das Feuer brach laut Feuerwehr in einer Wohnung in der elften Etage des 13 Stockwerke hohen Wohnturmes aus. In der betroffenen Etage kamen sechs Menschen ums Leben, darunter ein Kind. Obwohl die Feuerwehr sehr schnell vor Ort gewesen sei und mit den Löscharbeiten begonnen habe, seien während ihres Einsatzes fünf Menschen aus einem Fenster im darüber liegenden Stockwerk gesprungen.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus, wie Polizeichef Tomas Kuzel dem tschechischen Fernsehen sagte. Ein Verdächtiger wurde nach seinen Worten festgenommen. 

Nachrichten von Samstag:

+++ 21.13 Uhr: Armee räumt besetztes Außenministerium in Beirut +++

Die libanesische Armee hat die Besetzung des Außenministeriums in Beirut nach drei Stunden beendet. Soldaten räumten am Samstagabend das Gebäude, wie AFP-Reporter beobachteten. Hunderte von ehemaligen Armeeoffizieren angeführte Demonstranten hatten das Ministerium am Nachmittag gestürmt und zum "Hauptquartier der Revolution" ausgerufen.

+++ 20.11 Uhr: Französische Behörden retten 33 Menschen von Flüchtlingsbooten im Ärmelkanal +++

Auf dem Ärmelkanal sind am Samstag mehr als 30 Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Großbritannien gerettet worden. Zunächst griff ein französisches Patrouillenboot 17 Migranten auf zwei nicht seetüchtigen Booten nordöstlich von Calais auf, wie die französischen Behörden mitteilten. Bei einem zweiten Einsatz seien 16 weitere Menschen in einem Boot vor Sangatte gerettet worden. Die 33 Migranten wurden der französischen Grenzpolizei übergeben, ihre Nationalität war zunächst unklar. Seit Anfang des Jahres haben die französischen Behörden nach eigenen Angaben bereits mindestens 810 Flüchtlinge auf dem Ärmelkanal aufgegriffen. Laut britischen Medienberichten gelang bislang mehr als 3400 Menschen die Überfahrt.

+++ 20:10 Paris führt Maskenpflicht im Freien ein +++

Im Kampf gegen das Coronavirus führt nun auch die Millionenmetropole Paris eine Maskenpflicht im Freien ein. Betroffen seien besonders stark frequentierte Bereiche wie die Seineufer oder Einkaufsstraßen in mehreren Stadtbezirken, teilte das Polizeipräsidium mit. Die Vorschrift gilt von diesem Montag (08.00 Uhr) an. Experten warnen schon seit vergangenem Monat vor einer zweiten Welle der Corona-Pandemie in Frankreich. Das Land ist mit rund 30 000 Toten stark von der Epidemie betroffen. In mehreren Städten des Landes müssen in bestimmten Bereichen bereits Masken getragen werden, beispielsweise in Nizza oder in Lille.

+++ 19:37 Uhr: Zehn Tote bei Hochhausbrand in Tschechien +++

Bei einem Brand in einem Hochhaus im Osten Tschechiens sind zehn Menschen gestorben. Das berichtete die Agentur CTK  unter Berufung auf die Polizei. Das Feuer brach demnach am Nachmittag in einer Wohnung im 11. Stock des 13-stöckigen Plattenbaus in der Stadt Bohumin an der Grenze zu Polen aus. Augenzeugen berichteten, dass mehrere Menschen bei der Flucht vor Rauch und Flammen aus dem Fenster gesprungen seien. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Zur Ursache des Brandes konnten noch keine Angaben gemacht werden. Bohumin liegt knapp 300 Kilometer östlich von Prag.

+++ 19.10 Uhr: Libanons Regierungschef kündigt vorgezogene Neuwahlen an +++

Angesichts der regierungskritischen Proteste nach der Explosionskatastrophe von Beirut hat der libanesische Regierungschef Hassan Diab vorgezogene Neuwahlen angekündigt. Nur so könne die Krise in dem Land überwunden werden, sagte Diab am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Er werde seinem Kabinett daher am Montag Neuwahlen vorschlagen.

+++ 18.49 Uhr: Neue Panne - Britische Behörde ruft 740.000 Coronavirus-Tests zurück +++

Die britische Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte hat den Rückruf Hunderttausender Coronavirus-Test-Sets veranlasst. Wie die Regierung in London bestätigte, handelt es sich um bis zu 741.000 Tests der Firma Randox. Diese seien möglicherweise nicht sicher für den Gebrauch, hieß es zur Begründung. Randox hatte im März einen Auftrag in Höhe von 133 Millionen Pfund von der britischen Regierung erhalten, unter anderem für die Bereitstellung von Coronavirus-Tests. Dem "Guardian" zufolge erfolgte die Vergabe ohne Ausschreibung. Gerechtfertigt wurde das durch die hohe Dringlichkeit, die Testkapazitäten des Landes rasch zu erhöhen. Pikant ist jedoch, dass ein führender Abgeordneter der regierenden Konservativen, Owen Paterson, als Berater für die Firma tätig ist. Paterson erhält dem Register für Nebeneinkünfte des britischen Parlaments zufolge dafür jährlich 100.000 Pfund (umgerechnet rund 110.000 Euro).

+++ 18 Uhr: Demonstranten in Beirut stürmen Außenministerium +++

Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten sind in der libanesischen Hauptstadt Beirut mindestens 130 Menschen verletzt worden. 28 von ihnen seien in umliegende Krankenhäuser gebracht, 102 vor Ort behandelt worden, teilte das libanesische Rote Kreuz am Samstag über Twitter mit. 

Vier Tage nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut hatten Demonstranten zuvor versucht, die Absperrung zum Parlament zu durchbrechen. Dabei warfen sie Steine. Sicherheitskräfte setzten massiv Tränengas ein, um die Menschen aufzuhalten. Einigen Demonstranten gelang es, in das libanesische Außenministerium einzudringen, wie der Fernsehsender MTV berichtete. Auf Bildern des Senders war zu sehen, wie sie ein Bild von Präsident Michel Aoun zertrümmern. Die Aktivisten hängten ein großes Plakat mit dem Slogan "Beirut ist die Hauptstadt der Revolution" auf.

Im Zentrum Beiruts protestierten Tausende friedlich gegen die politische Führung. Sie machen die Regierung für die Explosion mit mehr als 150 Toten und mehr als 6000 Verletzten verantwortlich. 

16.35 Uhr: Demo gegen Corona-Maßnahmen in Stuttgart +++

In Stuttgart haben rund tausend Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert. Teilnehmer wandten sich auf Plakaten oder Schirmen etwa gegen die Impfpflicht oder die Maskenpflicht. Der vorgeschriebene Mindestabstand werde meist eingehalten, sagte eine Polizeisprecherin. Bei den hochsommerlichen Temperaturen würden die Abstände höchstens an den schattigen Plätzen "unterschritten".  Die Stimmung sei "entspannt", berichtete die Polizei.

+++ 15 Uhr: Timmendorf und Co.: Die meisten Ostsee-Strände sind überfüllt

Sonne satt und Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke: Zum Wochenende dreht der Sommer in Deutschland richtig auf. An Stränden aller Orten wurde bereits vor Tagen ein Ansturm erwartet. Und tatsächlich sind mittlerweile die meisten Badestellen an der Ostsee überfüllt. Auf der Website der Lübecker Bucht kann man einsehen, bei welchen Stränden die "Strandampel" schon auf rot ist. Das sind von Niendorf an der Ostsee bis Rettin derzeit alle. 

+++ 13.50 Uhr: Proteste gegen Festnahme einer LGBT-Aktivistin: 50 Demonstranten in Polen festgenommen

Bei Protesten gegen die Festnahme einer LGBT-Aktivistin in Polen sind rund 50 Demonstranten in Gewahrsam genommen worden. Den 48 Festgenommenen werde unter anderem Beleidigung von Polizeibeamten und Beschädigung eines Polizeiautos vorgeworfen, teilte die polnische Polizei am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.    

Dutzende Demonstranten hatten am Freitagabend in Warschau versucht, die Polizei an der Festnahme der Aktivistin zu hindern. Sie versperrten dem Polizeiauto mit der Festgenommenen den Weg, einige sprangen nach Polizeiangaben dabei auch auf den Wagen. Die Beamten konnten den Weg schlussendlich aber freimachen. Ein Gericht hatte zuvor eine zweimonatige Untersuchungshaft gegen die Frau verhängt. Sie wird beschuldigt, im Juni in Warschau einen Lieferwagen mit homophoben Sprüchen beschädigt zu haben. Außerdem soll sie die Besitzerin des Wagens, die als Freiwillige für eine Anti-Abtreibungs-Stiftung tätig ist, geschubst haben. Die Aktivistin taucht in den Gerichtsunterlagen offiziell als Mann unter dem Namen Michal Sz. auf, identifiziert sich jedoch als Frau und nennt sich Margo. Margo gehört einer Aktivistengruppe namens "Stoppt den Unsinn" an. Die Gruppe wird verdächtigt, mehrere Denkmäler in Warschau, darunter eine Jesus-Statue, mit LGBT-Flaggen und anarchistischen Symbolen behängt zu haben. Gegen drei mutmaßliche Täter wurde Anklage wegen Entweihung von Denkmälern und Verletzung religiöser Gefühle erhoben. Das englische Kürzel LGBT steht für lesbisch, schwul, bisexuell und transgender.

+++ 13.05 Uhr:  Elefantensterben in Botsuana: Pestizide als Ursache ausgeschlossen

Bei der Untersuchung des mysteriösen Massensterbens von Elefanten in Botsuana haben die Behörden Fortschritte erzielt. Pestizide könnten als Grund ausgeschlossen werden, teilte das Umweltministerium mit. Demnach wurde auf neun Pestizide und Agrochemikalien getestet - diese Tests seien negativ ausgefallen. Eine Vergiftung der Elefanten - auch durch natürlich vorkommende Toxine - sei weiterhin nicht ausgeschlossen. 

Die Organisation "Future for Elephants" teilte am Samstag mit, dass weitere Untersuchungen mit Proben-Entnahmen von frischen Kadavern und aus der Umgebung notwendig seien, um eindeutige Faktoren zu ermitteln. In den vergangenen Wochen wurden laut Behördenangaben 281 tote Elefanten im Okavango-Delta im Nordwesten des Landes gezählt. In anderen Berichten von Tierschützern ist sogar von mehr als 350 Kadavern die Rede. Wilderei wurde ausgeschlossen, da die Tiere mit intakten Stoßzähnen gefunden wurden.

Botsuana im südlichen Afrika hat bisher auf dem Kontinent einen guten Ruf in Sachen Natur- und Tierschutz, löste im Vorjahr aber wegen der Aufhebung des Elefantenjagdverbots Empörung aus.

+++ 13 Uhr: Mauritius ruft Umweltnotstand aus

Mauritius hat wegen eines auf Grund gelaufenen Öltankers vor seiner Küste den Umweltnotstand ausgerufen. Regierungschef Pravind Jugnauth bat Frankreich bei der Bekämpfung der drohenden Umweltkatastrophe um Hilfe. "Unser Land verfügt nicht über die Fähigkeiten und das Fachwissen, um gestrandete Schiffe wieder flott zu machen", erklärte er am Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Frankreich kam dem Hilfegesuch am Samstag nach.

Der Frachter "Wakashio", der einer japanischen Firma gehört und unter panamaischer Flagge fährt, war am 25. Juli mit rund 4000 Tonnen Treibstoff an Bord vor der Südostküste des Inselstaats auf Grund gelaufen. Die 20 Besatzungsmitglieder konnten in Sicherheit gebracht werden. Aus einem Leck in der Bordwand läuft derzeit jedoch ungehindert Öl ins Meer. Umweltschützer befürchten eine Katastrophe, die Unfallstelle liegt in der Nähe von zwei Naturschutzgebieten. Das Öl droht die Korallenriffe, Lagunen und weißen Sandstrände zu verschmutzen, für die die Insel als Touristenziel berühmt ist. Auf Luftaufnahmen war zu sehen, dass bereits weite Teile des türkisblauen Wassers verschmutzt sind.    

Laut einem Sprecher des japanischen Betreibers Mitsui OSK Lines wurde versucht, das Öl mit einem Hubschrauber von dem Frachter zu bringen. Schlechtes Wetter behindere die Arbeiten jedoch, erklärte der Sprecher in Tokio. Das Unternehmen habe zudem versucht, ein Ausbreiten des Öls durch Sperren im Wasser zu verhindern. Wegen des starken Seegangs "funktioniert das aber nicht gut". Frankreich schickte am Samstag von der Nachbarinsel La Réunion aus Experten und Ausrüstung zur Eindämmung der Umweltverschmutzung nach Mauritius. "Wenn die Biodiversität in Gefahr ist, muss dringend gehandelt werden", erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Twitter. Der Inselstaat Mauritius im Indischen Ozean ist für seine malerischen Strände berühmt. Er ist in hohem Maße abhängig von seinen Küstengebieten - nicht nur wegen des Fischfangs, sondern auch weil die Korallenriffe zu den schönsten weltweit zählen und viele Touristen anlocken.

+++ 11 Uhr: Hongkonger Regierung kritisiert US-Sanktionen gegen führende Regierungsvertreter 

Die Hongkonger Regierung hat die am Freitag verkündeten US-Sanktionen gegen führende Regierungsvertreter heftig kritisiert. Ein Regierungssprecher bezeichnete diese am Samstag als "schamlos und abscheulich" und warf den Vereinigten Staaten "Heuchelei" vor. Die Stadtregierung werde alle Gegenmaßnahmen der Zentralregierung in Peking gegen die USA unterstützen.  

Im Streit um die Einschränkung der Autonomie Hongkongs hatten die USA Sanktionen gegen die örtliche Regierungschefin Carrie Lam und zehn weitere Personen erlassen. Sie befinden sich nach Angaben des US-Finanzministeriums nun auf einer Liste von Personen, deren Vermögenswerte die US-Regierung einfriert. Amerikaner dürfen mit diesen auch keine Geschäfte mehr machen. Regierungschefin Lam war zuletzt wegen der umstrittenen Verschiebung der Wahl in Hongkong um ein Jahr heftig kritisiert worden.

Auch der Direktor des chinesischen Verbindungsbüros in der Sonderverwaltungszone, Luo Huining, der auf der Liste steht, verurteilte die US-Sanktionen. Diese seien zudem ineffektiv, weil er keine Guthaben in den USA besitze, sagte er. Er bot an, 100 Dollar in die USA zu überweisen, damit sie eingefroren werden könnten.

+++ 10.30 Uhr: Immer noch viele Vermisste in Beirut

Vier Tage nach der Explosionskatastrophe im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut werden noch immer rund 45 Menschen vermisst. Zudem seien 25 Leichen geborgen worden, deren Identität unklar sei, sagte am Samstag ein Sprecher des libanesischen Gesundheitsministeriums. Die Bergungsarbeiten gingen unterdessen weiter. Dabei sind auch Teams aus Deutschland im Einsatz. Am Samstag sollen Opfer der Katastrophe begraben werden.

+++ 9.55 Uhr: Klimaaktivisten besetzen Kraftwerke in Berlin und Mannheim +++

Klimaaktivisten haben am frühen Samstagmorgen in Berlin und Mannheim zwei Kraftwerke besetzt, um für einen schnelleren Kohleausstieg zu demonstrieren. In Berlin-Moabit befanden sich mehrere Menschen auf den Türmen des Kraftwerks, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur am Morgen berichtete. Sie hatten ein Transparent mit der Aufschrift "Wer uns räumt, ist für Kohle!" entrollt. Rund 20 Personen seien auf das Gelände eingedrungen, sagte ein Polizeisprecher.

Mit ihrer Aktion fordern die Aktivisten unter anderem "ein Ende des fossilen Kapitalismus", wie die Aktionsgruppe "Direkte Aktion Berlin" mitteilte. Im 1900 erbauten Heizkraftwerk Moabit wird Steinkohle und seit 2013 auch Biomasse verfeuert. Betreiber des Kraftwerks am Friedrich-Krause-Ufer ist der schwedische Energiekonzern Vattenfall.

In Mannheim verschafften sich fünf bis sechs Menschen Zugang zum Gelände des Steinkohlekraftwerks. Laut Polizei stiegen die Aktivisten auf das Dach einer Kohleförderanlage. Das Förderband des Kraftwerksblocks sei gestoppt worden.

+++ 8.45 Uhr: Flugzeugabsturz in Indien: 18 Todesopfer

Nach einem Flugzeugunglück in Indien ist die Zahl der Todesopfer auf 18 gestiegen. Die Opferzahl habe sich über Nacht erhöht, teilte Luftfahrtminister Hardeep Singh Puri mit. Bei dem Unglück waren am Freitag mehr als hundert weitere Passagiere verletzt worden, 15 von ihnen schwer. Die Maschine der Fluggesellschaft Air India Express war auf dem Flughafen Kozhikode im südlichen Bundesstaat Kerala bei starkem Regen über das Ende der Landebahn hinausgeschlittert und in zwei Teile zerbrochen.

Die Boeing 737 kam aus Dubai und hatte nach Angaben der Airline 191 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord. Beide Piloten kamen bei dem Unglück ums Leben. Unter den Toten waren nach Krankenhausangaben auch ein zehn Monate altes Baby und ein 18 Monate altes Baby. Der Flug war Teil einer Rückholaktion für in der Corona-Pandemie im Ausland gestrandete Inder. 

+++ 8.30 Uhr: Donald Trump sagt Teilnahme an Geberkonferenz für den Libanon zu

US-Präsident Donald Trump hat seine Teilnahme an der von Frankreich organisierten internationalen Geberkonferenz für den Libanon zugesagt. "Alle wollen helfen", schrieb Trump am Freitag nach einem Telefonat mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er werde sich am Sonntag an der Videokonferenz mit Macron sowie Vertretern der libanesischen Regierung und zahlreicher anderer Länder beteiligten. Am Dienstagabend hatten zwei gewaltige Explosionen die libanesische Hauptstadt Beirut erschüttert. Nach jüngsten Angaben der Behörden wurden dabei mehr als 150 Menschen getötet und mehr als 5000 verletzt. Dutzende Menschen werden weiterhin vermisst.    

In einem Telefonat mit seinem libanesischen Kollegen Michel Aoun bekundete Trump am Freitag seine Anteilnahme. Er sicherte Aoun die Unterstützung der USA zu. Drei Flugzeuge mit Hilfsgütern an Bord sowie medizinisches Personal und weitere Einsatzkräfte seien bereits auf dem Weg in den Libanon. Am Freitag trafen Hilfslieferungen aus dem Iran, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in Beirut ein. Zuvor waren bereits Flugzeuge aus Frankreich, Kuwait, Katar und Russland in der libanesischen Hauptstadt gelandet. Deutschland ist unter anderem mit Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks und der Bundeswehr vor Ort.     

Bei der von Macron initiierten Videokonferenz sollen Spenden für die humanitäre Nothilfe im Libanon gesammelt werden. Für die EU, die dem Libanon bereits 33 Millionen Euro Soforthilfe zugesichert hat, werden Ratspräsident Charles Michel und der Kommissar für humanitäre Hilfe, Janez Lenarcic, an der Videokonferenz teilnehmen.

+++ 7.00 Uhr: Proteste in Beirut geplant

Vier Tage nach der verheerenden Explosion in Beirut sollen am Samstag viele Opfer der Katastrophe beerdigt werden. Aktivsten haben für den Nachmittag zudem zu Demonstrationen gegen die Regierung aufgerufen, die sie für die Detonation verantwortlich machen. Rettungshelfer suchen in den Trümmern weiter nach Opfern der gewaltigen Detonation. Die deutschen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) zeigten sich schockiert vom Ausmaß der Zerstörung.

In Beirut wird am Samstag auch EU-Ratspräsident Charles Michel erwartet. Dort will er mit Präsident Michel Aoun, Regierungschef Hassan Diab und Parlamentspräsident Nabih Berri zusammentreffen.

Bei der Explosion am Dienstag waren mehr als 150 Menschen getötet worden, rund 5000 wurden verletzt. Große Teile des Beiruter Hafens wurden vollständig zerstört und auch die umliegenden Wohngebiete stark beschädigt. Bis zu 250 000 Menschen sind obdachlos. Die Explosion soll durch eine große Menge der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat ausgelöst worden sei, die nach Regierungsangaben über Jahre ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen gelagert worden war.

+++ 4.33 Uhr: Weniger islamistsche Gefährder +++

Die Zahl der in Deutschland als Gefährder eingestuften Islamisten ist seit Jahresbeginn weiter gesunken. Wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage mitteilte, zählten die Polizeibehörden Anfang Juli bundesweit 629 sogenannte islamistische Gefährder. Ein halbes Jahr zuvor waren noch 677 Menschen in diese Kategorie gefallen. Als "Gefährder" bezeichnet die Polizei Menschen, denen sie eine politisch motivierte Straftat von erheblicher Bedeutung zutraut – etwa einen Terroranschlag. Wer einmal so eingeschätzt wurde, bleibt nicht dauerhaft "Gefährder". Vielmehr wird regelmäßig überprüft, ob sich jemand immer noch entsprechend verhält oder nicht.

+++ 3.15 Uhr: Ein Toter bei Kollision zweier Kleinflugzeuge in Bayern +++

Bei einem Flugzeugunglück in Bayern ist am Freitag ein 52-jähriger Pilot ums Leben gekommen. Er sei mit seinem Segelflugzeug im Landkreis Neu-Ulm in der Luft mit einem anderen Kleinflugzeug kollidiert, teilte die Polizei mit. Der Segelflieger sei abgestürzt, das andere Flugzeug habe auf einem nahegelegenen Flugplatz landen können. In der einmotorigen Maschine saßen nach Polizeiangaben zwei Männer im Alter von 52 und 73 Jahren. Beide blieben demnach unversehrt. Die Unfallursache blieb zunächst unklar. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. Auch ein Experte der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung war vor Ort.

+++ 0.17 Uhr: Spieler aus Baden-Württemberg gewinnt 38 Millionen Euro bei Eurojackpot +++

 Zwei Lottospieler aus Baden-Württemberg und Spanien haben den Eurojackpot geknackt und jeweils 38 Millionen Euro gewonnen. Sie sicherten sich den Hauptgewinn mit den Zahlen 4, 9, 15, 24 und 28 sowie den beiden Eurozahlen 2 und 6, wie Westlotto nach der Ziehung am Freitagabend mitteilte. Für Spanien handelte es sich demnach um den höchsten Gewinn, der bei der Lotterie Eurojackpot bisher erzielt wurde.

AFP/DPA

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