Nachfolgerin von Boris Johnson Thatchers Erbin oder Boris Johnson ohne Charisma: Das ist die neue britische Premierministerin Liz Truss

Sie hofft auf das Premierministeramt: Liz Truss
Im Kabinett von Boris Johnson war Liz Truss noch Außenministerin. Nun zieht sie selbst in die Downing Street ein.
© Jacob King / DPA
Die Nachfolgerin von Boris Johnson steht fest: Liz Truss hat die parteiinterne Stichwahl gewonnen und wird britische Premierministerin. Was treibt sie an? Und was ist ihre Vision für das Königreich?

Neulich, auf einem dieser zehn Wahlkampf-Duelle, die sich die Premierminister-Kandidaten im Sommer vor ihren Tory-Parteimitgliedern lieferten, wurde Rishi Sunak und Liz Truss folgende Frage gestellt: Ist Emmanuel Macron Freund oder Feind? "Freund", antwortete Sunak ohne zu zögern. "Das Urteil steht noch aus", sagte hingegen Truss über den Präsidenten des Nachbarn und NATO-Partners Frankreich. Wohlgemerkt war sie zu jenem Zeitpunkt offiziell noch Außenministerin und damit höchstrangige Diplomatin des Königreichs. Sie schob dann noch ein sinngemäßes "ich werde ihn nicht nach seinen Worten, sondern Taten beurteilen" nach, was möglicherweise besänftigend gemeint war, aber alles nur noch schlimmer machte.

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