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Rede zur Lage der Nation: Mit diesem Pin protestierte Alexandria Ocasio-Cortez gegen Trumps Einwanderungspolitik

Es war ein kleiner, unscheinbarer Anstecker - und doch ein starkes Zeichen. Jedenfalls fiel auf, dass die Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez so während der Rede zur Lage der Nation an ein in US-Obhut verstorbenes Migranten-Kind erinnerte.

Attacke gegen Donald Trump: Die demokratische US-Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez

Das Outfit der Kongress-Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez während der Rede zur Lage der Nation des US-Präsidenten war ein einziges politisches Statement. Nicht nur, dass die 29-jährige Hoffnungsträgerin der Demokraten wie etliche ihrer Kolleginnen weiß gekleidet zur zweiten "State of the Union-Adress" von Donald Trump erschien - und sich damit in die Tradition der Suffragetten stellte, jener kämpferischen Frauenrechtlerinnen in den USA und in Großbritannien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie trug an ihrem Blazer auch zwei Pins, darunter einen mit dem Foto eines Migranten-Mädchens.

Vor allem dieser Anstecker erregte Aufmerksamkeit, handelte es sich beim abgebildeten Mädchen doch um die siebenjährige Jakelin Caal Maquin. Sie ist eines von zwei Kindern aus Guatemala, die in der Obhut der US-Grenzschützer gestorben sind - Jakelin am 8. Dezember an einem septischen Schock. Zu spät war das Kind damals in die Notaufnahme eines Krankenhauses in El Paso, Texas, eingeliefert worden. Kurz zuvor waren Jakelin und ihr Vater in einer Gruppe von 160 Migranten an der amerikanisch-mexikanischen Grenze in New Mexico festgenommen worden. Zu dieser Zeit stand die Trump-Administration unter massiver Kritik, da sie Kinder illegaler Einwanderer von ihren Eltern trennte.

Alexandria Ocasio-Cortez: Weg mit der Einwanderungsbehörde ICE

Mit ihrem Pin erinnerten Ocasio-Cortez und ihr Gast, die Co-Direktorin des Aktionszentrums für Volksdemokratie, Ana Maria Archila, nicht nur an die kleine Jakelin, sondern die beiden Frauen drückten auf diese Weise auch ihren Protest gegen die rigide Einwanderungspolitik des Präsidenten aus. Ocasio-Cortez vertritt im US-Parlament einen New Yorker Stadtteil, der zu fast 50 Prozent von Einwanderern bewohnt wird. Sie ist in Migrationsfragen daher besonders engagiert und setzt sich für die Abschaffung der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE ein, die 2003 als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 eingerichtet worden war.

Dass sie als jüngste Frau, die je ins US-Parlament gewählt wurde, Veränderungen erreichen will, daran lässt die selbstbewusste gebürtige New Yorkerin auch im politischen Alltag keinen Zweifel. Ausdruck fand diese Haltung während der "State of the Union"-Rede im zweiten Pin an ihrem Blazer. Darauf stand: "Gut erzogene Frauen schreiben selten Geschichte."

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Quelle: "Business Insider", "Noticias Telemundo"

dho