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Furcht vor Blackout "Katastrophenhilfe auch innerhalb der EU" – Brüssel fürchtet internationale Stromausfälle

Blackout Stromausfall
Blackout in Hannover: Szenen wie diese vor mehr als zehn Jahren fürchtet die EU-Kommission in den kommenden Monaten europaweit. 
© Julian Stratenschulte / DPA
Ein Blackout in mehreren Staaten wäre ein schlimmer Katastrophenfall. In der EU-Kommission laufen konkrete Planungen, was bei massiven Stromausfällen zu tun ist.

Die Furcht vor dem Blackout wächst: Angesichts des Kriegs in der Ukraine und der Energiekrise bereitet sich die EU-Kommission auf mögliche Stromausfälle und andere Notlagen innerhalb der Europäischen Union vor. "Es ist gut möglich, dass Katastrophenhilfe auch innerhalb der EU nötig wird", sagte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarcic, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In dem Fall könnte die EU-Kommission unter ihrem Programm für Katastrophenschutz Hilfen koordinieren und weiterleiten.

Reaktion auf Blackout ähnlich wie bei einer Naturkatastrophe

"Wenn nur eine kleine Zahl an Mitgliedsstaaten von einem Zwischenfall wie einem Blackout betroffen ist, können andere EU-Staaten über uns Stromgeneratoren liefern, wie es während Naturkatastrophen geschieht", sagte der Kommissar. Wäre eine große Zahl an Ländern gleichzeitig betroffen, so dass die EU-Länder ihre Nothilfe-Lieferungen an andere Mitgliedsstaaten deckeln müssten, könne die Kommission den Bedarf aus ihrer strategischen Reserve bedienen.

Zu dieser Reserve für Krisenfälle zählen Löschflugzeuge, Generatoren, Wasserpumpen und Treibstoff, aber auch medizinisches Gerät und inzwischen auch Medizin, sagte Lenarcic dem RND. "Schon vor dem Krieg haben wir uns auch gegen chemische, biologische, radiologische und nukleare Notfälle gewappnet", so Lenarcic. Bei dem EU-Programm für Katastrophenschutz können alle EU-Mitgliedsstaaten, aber auch alle anderen Länder der Welt Hilfe im Fall von Waldbränden, Überschwemmungen, Erdbeben und ähnlichen akuten Krisen beantragen.

anb DPA

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