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David Petraeus Ex-CIA-Chef will Geheimnisverrat gestehen


Seiner Biografin und Geliebten Paula Broadwell verriet Ex-CIA-Direktor David Petraeus Geheiminformationen und sogar Passwörter. Nun versucht er, mit einem Deal einen drohenden Prozess abwenden.

Der frühere CIA-Direktor David Petraeus will mit einem Geständnis einen Prozess wegen Geheimnisverrats abwenden. Wie das US-Justizministerium am Dienstag in Washington mitteilte, ging Petraeus auf einen Deal ein, der ein Schuldbekenntnis wegen der nicht genehmigten Weitergabe von vertraulichem Material vorsieht. Die Vereinbarung, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag, wurde am 22. Februar von Petraeus, seinen beiden Anwälten und drei US Staatsanwälten unterzeichnet.

Wegen der Weiterleitung von Geheimdokumenten, Behinderung der Justiz und Amtsmissbrauchs hatten Petraeus bis zu acht Jahre Gefängnis sowie eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Dollar (89.000 Euro) gedroht. Die Staatsanwaltschaft schlägt in dem Deal, der noch von einem Bundesgericht bestätigt werden muss, eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und eine Geldstrafe von 40.000 Dollar vor. Petraeus bleibt damit wohl erspart, dass in einem Strafprozess peinliche Details über seine Affäre mit seiner Biografin Paula Broadwell ans Licht kommen.

Petraeus hatte als streng vertraulich eingestufte Informationen an Broadwell weitergegeben. Den Gerichtsunterlagen zufolge handelte es sich um acht Dokumentensammlungen aus seiner Zeit als Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan. Dazu zählten den Unterlagen zufolge seine Terminkalender, die Identität von an Geheimaktionen beteiligten Offizieren, Passwörter und Berichte über seine Treffen mit US-Präsident Barack Obama. Die Geheiminformationen kamen in Broadwells 2012 veröffentlichtem Buch allerdings nicht vor.

Wegen der außerehelichen Beziehung mit Broadwell hatte Petraeus im November 2012 als CIA-Direktor zurücktreten müssen. Er entschuldigte sich später, betonte jedoch, dass sein Verhalten nicht die nationale Sicherheit gefährdet habe. Der Seitensprung beendete damals die außergewöhnliche Karriere des Vier-Sterne-Generals: Vor seiner Rolle als Direktor des US Geheimdiensts war er in führender militärischer Position im Irak eingesetzt und Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan.

tkr/AFP AFP

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