Hintergrund Chronologie der schwersten Anschläge auf Synagogen

Weltweit wurden im letzten Vierteljahrhundert immer wieder Anschläge auf Synagogen verübt. Meist blieb es bei Sachschäden. Die Spur der Terrorakte zieht sich von Kalifornien über Frankreich, Deutschland, Russland, die Ukraine und Südafrika bis Australien.

Weltweit wurden im letzten Vierteljahrhundert immer wieder Anschläge auf Synagogen verübt. Meist blieb es bei Sachschäden. Die Spur der Terrorakte zieht sich von Kalifornien über Frankreich, Deutschland, Russland, die Ukraine und Südafrika bis Australien. Die schwersten Anschläge waren:

3. Oktober 1980:

Bombenanschlag auf Synagoge in Paris - 4 Tote. Bei der Explosion einer Bombe vor einer Synagoge werden vier Menschen getötet und zehn schwer verletzt. Zu der Tat bekennt sich eine rechtsextreme Organisation «Europäische Nationalistische Gruppen».

29. August 1981:

Bewaffneter Angriff von Terroristen auf Synagoge in Wien - 2 Tote. Kurz nach dem Ende des Gottesdienstes stürmen in der Innenstadt von Wien zwei arabische Terroristen auf eine Synagoge zu, feuern aus Maschinenpistolen und werfen Handgranaten. 30 Menschen werden zum Teil schwer verletzt.

20. Oktober 1981:

Autobombenexplosion vor Synagoge in Antwerpen - 3 Tote, 96 Verletzte. Zu der Tat bekennt sich eine «Direkte Aktion - Sektion Belgien».

9. Oktober 1982:

Handgranatenanschlag auf Menschen vor Synagoge in Rom - 1 Toter, 34 Verletzte.

6. September 1986:

Überfall auf die Neve-Schalom-Synagoge in Istanbul - 24 Tote. Während des Sabbat-Gebets überfallen Terroristen die Synagoge und töten 22 Gläubige. Auch die beiden Attentäter kommen ums Leben. Zu der Tat bekennen sich die «Islamische Widerstandsfront» und eine «Palästinensische Racheorganisation».

18. Juli 1994:

Bombenanschlag auf Jüdisches Zentrum in Buenos Aires - mindestens 86 Tote, über 300 Verletzte. Als Urheber wird die pro- iranische Hisbollah vermutet.

4. Oktober 1998:

Feuerüberfall auf Synagoge in Bagdad - 4 Tote.

11. April 2002:

Anschlag auf Synagoge in Djerba - 21 Tote. Vor der Synagoge La Ghriba auf der tunesischen Mittelmeerinsel Djerba bringt ein 24-jähriger Anhänger der Terrororganisation El Kaida einen mit Gasflaschen beladenen Kleinlaster zur Explosion. Unter den 21 Todesopfern sind 14 deutsche Urlauber.

15. November 2003:

Doppelanschlag mit Autobomben auf zwei Synagogen in Istanbul - mindestens 15 Tote, weit über 100 Verletzte.

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