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Irak-Krieg: Internationale Organisationen rufen zu Spenden auf

Zur Bewältigung der täglichen Auswirkungen des Kriegs im Irak sind internationale Hilfsorganisationen auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um die medizinische Versorgung zu sichern und Wasser und Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. Hier finden Sie die Spendenkonten aufgelistet.

Internationale Hilfsorganisationen haben sich schon vor Beginn des Irak-Kriegs auf die Hilfe für die Opfer vorbereitet. Um die Versorgung der irakischen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Medikamenten sicher stellen zu können, sind die Organisationen auf Spenden angewiesen.

Die erwarteten großen Flüchtlingsströme in die Nachbarländer sind zwar bisher ausgeblieben, doch wie das UNHCR bekannt gab, wurden solche Flüchtlingsströme innerhalb des Nord-Irak beobachtet. Wie es sich in anderen Landesteilen verhält, ist aufgrund der äußerst unübersichtlichen Lage nicht bekannt. Die Infrastruktur des Landes hat erheblich unter dem Krieg gelitten. Besonders die Versorgung mit Trinkwasser und mit Medikamenten bereitet überall im Land große Probleme.

Die Hilfsorganisationen machen darauf aufmerksam, dass auch nach dem Ende des Kampfes um Bagdad die Situation im Irak äußerst unübersichtlich und chaotisch ist. Plünderungsaktionen machten auch vor Krankenhäusern nicht halt, ein Hilfskonvoi des IKRK ist unter Beschuss geraten. Seit der 17. Kalenderwoche schicken die Organisationen, die ihre Mitarbeiter zeitweilig aus Sicherheitsgründen hinter die Landesgrenze zurückgerufen hatten, wieder ins Land.

Ärzte ohne Grenzen
Ein 6-köpfiges Team hat nach der Freilassung zweier vermisst gemeldeter Mitarbeiter am 11.04. die Versorgung der Verwundeten im Al-Kindi-Hospital in Bagdad wieder aufgenommen. Ein erster Konvoi mit Medikamenten und Verbandsmaterial war schon vorher nach Bagdad geschickt worden.

Homepage der Ärzte ohne Grenzen

medico international

Medico international arbeitet seit den 80er Jahren mit der Partnerorganisation "Kurdish Health Foundation" im Nordirak zusammen und finanziert Ambulanzen für Notoperationen. Die Teams sind auch für Chemiewaffeneinsätze ausgebildet.

Homepage von medico international

Deutsches Rotes Kreuz

Das Deutsche Rote Kreuz sammelt Spenden für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das mit zehn internationalen und über 3100 nationalen Helfern im Irak versucht, die Versorgung Verwundeter und Vertriebener zu gewährleisten, den Kontakt zu Kriegsgefangenen herzustellen, Epidemien zu verhindern und die Trinkwasserversorgung sicherzustellen.

Homepage des DRK

Handicap International

Handicap International mobilisiert Spezialisten in Orthopädie-Technik und Physiotherapie für die Hilfe Kriegsverletzter im Irak. Gemeinsam mit Unicef klären diese die Zivilbevölkerung über die Gefahren durch Munitionsreste von Streubomben auf.

Homepage von Handicap International

UNICEF

Während des Kriegs reparierten 200 Mitarbeiter Notstromgeneratoren, organisieren Wassertanks, verteilen Medikamente und Zusatznahrung. Dutzende von Lastwagen wurden in den Irak geschickt. Aus allen Nachbarländern reisen die internationalen Helfer seit der 17. KW wieder ein, um Hilfe zu leisten.

UNICEFs Spendenaufruf

humedica

Seit 21 Jahren versorgt das Hilfswerk humedica weltweit Katastrophen- und Notstandsgebiete mit Medikamenten, technischen Geräten oder Lebensmitteln.

humedicas Spendenaufruf

CARITAS

Caritas ist in 14 Zentren im Irak tätig. Über 300 Mitarbeiter versorgen Verwundete, verteilen Trinkwasser und Wasser-Reinigungstabletten. Insgesamt 260.000 Menschen in Bagdad, Basra und im Norden kann die Caritas mit Hilfsgütern versorgen, sobald der Zugang frei ist.

Caritas-Homepage

Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie hat in Bagdad, Basra, Mosul und Kirkuk 18 Hilfszentren eingerichtet, um bis zu 16.000 Menschen zu versorgen. Flüchtlingslager in Syrien und Jordanien können umgehend aufgebaut werden. Derzeit versorgt die Diakonie Umm Kasr mit Trinkwasser. Sobald sich die Lage stabilisiert, wird die Hilfe auch auf andere Städte ausgedehnt.

Homepage der Diakonie Katastrophenhilfe

action medeor

Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk leistet seit 1964 Not- und Katastrophenhilfe und verfolgt das Ziel, Entwicklungsländer mit Basismedikamenten und medizinischem Kleingerät auszustatten. Aktuell leistet ein Arzt medizinische Hilfe in Basra und Bagdad.

Spendenaufruf von action medeor

MISEREOR

Das katholische Hilfswerk verfügt über Kontakt zum Erzbischof Kassab in Basra, der einen Kindergarten, eine Armenapotheke, Lebensmittelhilfe und ein Altenheim aufgebaut hat. Auch versorgt Misereor Krankenhäuser und bereitet Hilfe für Flüchtlinge im Nordirak vor.

MISEREOR-Homepage

UNHCR

Seit der 17. Kalenderwoche reisen wieder UN-Mitarbeiter in den Irak, um Hilfe zu leisten. Priorität haben die Verteilung von Lebensmitteln und Wasser, Hygienemaßnahmen und Minenräumung. 700 Mitarbeiter warten in der Region auf ihren Einsatz.
UNHCR- Homepage

Aktion Deutschland Hilft

Die "Aktion Deutschland Hilft" ist ein Zusammenschluss von neun karitativen Diensten. Sie versorgen zahlreiche Krankenhäuser vor allem in Bagdad und im Süden des Landes mit Medikamenten und medizinischen Geräten. Deutsche Ärzteteams werden zusammengestellt, um das überlastete irakische Personal in den Krankenhäusern zu unterstützen.

Homepage der "Aktion Deutschland Hilft"