Die USA haben eine Teilblockade der Straße von Hormus begonnen. Merz will nach Paris reisen, um über eine Sicherung der Wasserstraße zu sprechen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Tim Schulze
Klingbeil geht von längerem Energiepreisschock aus
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil rechnet mit stärkeren Belastungen der deutschen Wirtschaft durch die Folgen des Iran-Kriegs. Der SPD-Chef sagt am Rande der Tagung des Internationalen Währungsfonds in Washington, es müsse alles versucht werden, um zu einer tragfähigen Friedenslösung im Nahen Osten zu kommen.
„Das ist aus sehr unterschiedlichen Gründen wichtig“, sagt Klingbeil. „Und trotzdem will ich sagen, dass alles, was wir gerade an Rückmeldungen bekommen, darauf hindeutet, dass wir uns auf einen längeren Energiepreisschock einstellen müssen, dass wir uns darauf einstellen müssen, dass wir länger auch die ökonomischen Konsequenzen dieses Krieges spüren werden.“ Klingbeil erneuerte zugleich seine Kritik am US-Vorgehen im Iran.
„Das ist aus sehr unterschiedlichen Gründen wichtig“, sagt Klingbeil. „Und trotzdem will ich sagen, dass alles, was wir gerade an Rückmeldungen bekommen, darauf hindeutet, dass wir uns auf einen längeren Energiepreisschock einstellen müssen, dass wir uns darauf einstellen müssen, dass wir länger auch die ökonomischen Konsequenzen dieses Krieges spüren werden.“ Klingbeil erneuerte zugleich seine Kritik am US-Vorgehen im Iran.
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Tim Schulze
Bundeskanzler Friedrich Merz reist am Freitag zu Beratungen über einen möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus nach Paris. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin. Zu den Gesprächen haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer eingeladen.
Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region. Die Gespräche in Paris sollen am Freitagnachmittag beginnen. Macron und Starmer wollen sie gemeinsam von Paris aus leiten, die meisten Teilnehmer sollten per Videokonferenz zugeschaltet werden.
Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region. Die Gespräche in Paris sollen am Freitagnachmittag beginnen. Macron und Starmer wollen sie gemeinsam von Paris aus leiten, die meisten Teilnehmer sollten per Videokonferenz zugeschaltet werden.
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Moritz Dickentmann
Iran droht wegen Seeblockade mit Angriffen
Irans Militärführung droht angesichts der US-Seeblockade mit einer Wiederaufnahme von Angriffen. Sollte die Blockade die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen Bruch der Waffenruhe einleiten, heißt es in einer Mitteilung der Militärführung, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet.
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Moritz Dickentmann
Der Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge heimlich einen chinesischen Spionagesatelliten erworben und damit während des Krieges im Nahen Osten US-Militärstützpunkte in der Region ins Visier genommen. Die Zeitung „Financial Times“ berichtet unter Berufung auf durchgestochene iranische Militärdokumente, die Luft- und Raumfahrtkräfte der Iranischen Revolutionsgarde hätten den Satelliten TEE-01B Ende 2024 übernommen. Dieser sei von dem chinesischen Unternehmen Earth Eye gebaut und ins All gebracht worden. Die iranischen Kommandeure hätten mit dem Satelliten US-Militäranlagen beobachtet. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit Zeitangaben versehene Koordinatenlisten, Satellitenbilder und Orbitalanalysen.
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Alexandra Kraft

Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. „Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden“, teilt der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit.
Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet, erklärt Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, heißt es weiter.
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Alexandra Kraft

In einer gemeinsamen Mitteilung fordern Kanada, Großbritannien, die Schweiz und sieben weitere Staaten „ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon“. Die Länder seien „zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon“, heißt es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden. Die Länder begrüßen die jüngst zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Aber auch im Libanon müssten nun die Waffen schweigen.
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Alexandra Kraft

US-Finanzminister Scott Bessent wirft China vor, während des Nahost-Kriegs ein unzuverlässiger globaler Partner zu sein. Peking horte Ölvorräte und schränke Exporte einiger Güter ein, sagt Bessent. Dies sei bereits das dritte Mal in fünf Jahren nach ähnlichem Verhalten während der COVID-19-Pandemie und bei Seltenen Erden. China kaufe weiterhin Öl, statt bei der durch die Schließung der Straße von Hormus verursachten globalen Versorgungskrise zu helfen, so Bessent.
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Alexandra Kraft

US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagt er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: „Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.“
Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagt Trump. „Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert“, sagt der US-Präsident. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen.
Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht, für den derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt. In Pakistan „könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren“, sagt er der New York Post am Telefon, ohne weitere Details zu nennen.
Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht, für den derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt. In Pakistan „könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren“, sagt er der New York Post am Telefon, ohne weitere Details zu nennen.
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Alexandra Kraft

US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil. „Derzeit hält die Waffenruhe“, sagt der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein großes Abkommen, erklärt er weiter.
Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. „Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt“, so der US-Vize.
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Rune Weichert
Mehr als 20 Handelsschiffe haben nach Informationen der Zeitung „Wall Street Journal“ innerhalb von 24 Stunden die Straße von Hormus passiert. Das Blatt beruft sich auf US-Regierungskreise. Die Nachrichtenagentur Reuters, die aus dem „WSJ“-Bericht zitiert, kann die Angaben zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor teilte das US-Zentralkommando mit, dass kein Schiff die US-Seeblockade der iranischen Häfen und Küstengebiete durchbrochen habe. Sechs Handelsschiffe seien den Anweisungen zur Umkehr gefolgt.
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Rune Weichert
Die ersten offiziellen bilateralen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon gehen ohne greifbares Ergebnis zu Ende. Bei dem von US-Außenminister Marco Rubio in Washington ausgerichteten Treffen prallen die gegensätzlichen Interessen der beiden Nachbarstaaten aufeinander. Während die libanesische Seite bislang auf eine Waffenruhe pocht, schließt Israel dies bisher aus und forderte die Entwaffnung der pro-iranischen Hisbollah-Miliz.
Der israelische Botschafter in den USA, Jechiel Leiter, zeigt sich nach dem mehr als zweistündigen Treffen zuversichtlich. Die libanesische Regierung habe deutlich gemacht, dass sie sich nicht länger von der Hisbollah „besetzen“ lassen wolle, sagt er. Ob Israel im Gegenzug seine Angriffe auf das Nachbarland einstellen werde, lässt er offen. Die libanesische Botschafterin Nada Moawad bezeichnet das Auftakttreffen als konstruktiv.
Das US-Außenministerium teilt mit, beide Seiten hätten „produktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen“ geführt. In der Erklärung werden die jeweiligen Positionen dargelegt, von einer gemeinsamen Basis ist jedoch nicht die Rede. „Alle Seiten kamen überein, zu einem beiderseits vereinbarten Zeitpunkt und an einem beiderseits vereinbarten Ort direkte Verhandlungen aufzunehmen“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Der israelische Botschafter in den USA, Jechiel Leiter, zeigt sich nach dem mehr als zweistündigen Treffen zuversichtlich. Die libanesische Regierung habe deutlich gemacht, dass sie sich nicht länger von der Hisbollah „besetzen“ lassen wolle, sagt er. Ob Israel im Gegenzug seine Angriffe auf das Nachbarland einstellen werde, lässt er offen. Die libanesische Botschafterin Nada Moawad bezeichnet das Auftakttreffen als konstruktiv.
Das US-Außenministerium teilt mit, beide Seiten hätten „produktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen“ geführt. In der Erklärung werden die jeweiligen Positionen dargelegt, von einer gemeinsamen Basis ist jedoch nicht die Rede. „Alle Seiten kamen überein, zu einem beiderseits vereinbarten Zeitpunkt und an einem beiderseits vereinbarten Ort direkte Verhandlungen aufzunehmen“, heißt es in der Mitteilung weiter.
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Rune Weichert
Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden der Seeblockade sechs Handelsschiffe zum Umkehren angewiesen. Sie mussten demnach wieder einen iranischen Hafen am Golf von Oman anlaufen, teilt das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom in einem X-Post mit. Zugleich wird betont, dass kein Schiff von iranischen Häfen aus die Seeblockade der USA durchbrochen habe.
Zur Durchsetzung der Seeblockade setzt das Militär nach eigenen Angaben mehr als zwölf Kriegsschiffe, mehr als 100 Kampf- und Überwachungsflugzeuge sowie 10.000 Militäreinsatzkräfte ein. Die Seeblockade durch das US-Militär hatte am Montag begonnen.
Zur Durchsetzung der Seeblockade setzt das Militär nach eigenen Angaben mehr als zwölf Kriegsschiffe, mehr als 100 Kampf- und Überwachungsflugzeuge sowie 10.000 Militäreinsatzkräfte ein. Die Seeblockade durch das US-Militär hatte am Montag begonnen.
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Rune Weichert
„Wenn der Krieg länger dauert, wird es weniger Waffen für die Ukraine geben“, sagt Selenskyj in dem ZDF-Interview und ergänzt mit Blick auf das wichtige Patriot-System: „Wir haben so ein Defizit gerade, schlimmer geht es nicht mehr.“"
Selenskyj bietet zugleich die Hilfe seines Landes in der Straße von Hormus an. „Die Straße von Hormus ist gesperrt und die wollen wir entsperren, durch die Sperrung des Schwarzen Meers haben wir schon Erfahrungen“, sagt Selenskyj und fügt hinzu: „Amerika hat uns noch nicht gefragt.“
Selenskyj bietet zugleich die Hilfe seines Landes in der Straße von Hormus an. „Die Straße von Hormus ist gesperrt und die wollen wir entsperren, durch die Sperrung des Schwarzen Meers haben wir schon Erfahrungen“, sagt Selenskyj und fügt hinzu: „Amerika hat uns noch nicht gefragt.“
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Rune Weichert
Die USA haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angesichts des Irankriegs immer weniger Zeit für die Ukraine. Er sagt in einem ZDF-Interview mit Moderatorin Maybrit Illner mit Blick auf die beiden US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff: „Sie sind ständig in Kontakt mit Iran und haben keine Zeit für die Ukraine.“ Selenskyj klagt auch über Engpässe beim Patriot-Luftabwehrsystem.
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Rune Weichert
Vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise durch den Irankrieg setzt Kanada eine Bundessteuer auf Benzin und Diesel vorübergehend aus. Ab kommender Woche werde damit der Benzinpreis um bis zu zehn kanadische Cent pro Liter und der Dieselpreis um bis zu vier kanadische Cent pro Liter sinken, sagt Premierminister Mark Carney. Die Regelung solle bis zum 7. September und auch für Flugbenzin gelten. Der Benzinpreis in Kanada ist seit Beginn der Angriffe auf den Iran um rund 27 Prozent gestiegen, schreibt der Sender CBC unter Berufung auf Regierungsangaben.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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