Hohe Spritpreise führen zu stärkerer Nutzung von Fahrrad, Bus und Bahn. Ein Frachter passiert unbehelligt die Straße von Hormus. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Moritz Dickentmann
Flüssigerdgas-Tanker passiert Straße von Hormus
Erstmals seit Beginn des Irankrieges passiert ein Tanker mit Flüssigerdgas aus Katar unbehelligt die Straße von Hormus. Das Schiff ist auf dem Weg nach Pakistan, wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorgeht. Insidern zufolge hatte Iran die Durchfahrt des Tankers als vertrauensbildende Maßnahme genehmigt. Katar und Pakistan vermitteln in dem Konflikt. Das Gas soll die Energieknappheit in Pakistan lindern, die dort zu Stromausfällen geführt hat.
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Moritz Dickentmann
Ungeachtet einer geltenden brüchigen Waffenruhe im Iran-Krieg sind die Vereinigten Arabischen Emirate nach eigenen Angaben vom Iran mit Drohnen angegriffen worden. Die emiratische Luftabwehr habe zwei im Iran gestartete Drohnen abgefangen, teilt das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi im Online-Dienst X mit.
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Moritz Dickentmann
Dem Weltmarkt fehlen nach Einschätzung des saudiarabischen Ölkonzerns Saudi Aramco wegen des Irankriegs rund eine Milliarde Barrel Öl aus den vergangenen zwei Monaten. Selbst wenn die Lieferungen wieder anliefen, werde es dauern, bis sich die Energiemärkte stabilisierten, sagt Aramco-Chef Amin Nasser. Die weltweite Energieversorgung ist durch die iranische Blockade der Straße von Hormus stark eingeschränkt worden, was das Angebot verknappt und die Preise in die Höhe getrieben hat.
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Moritz Dickentmann
Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Die Streitkräfte hätten dort am frühen Morgen „mehrere feindliche Drohnen“ im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details gibt es nicht. Man sei vollends bereit, die Sicherheit des Landes und der Bevölkerung zu beschützen.
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Moritz Dickentmann
Bundesnetzagentur zu Füllständen der Gasspeicher: Nicht in Hektik verfallen
Der Chef der Bundesnetzagentur hält Sorgen angesichts der aktuellen Füllstände der Gasspeicher für unangebracht. Er könne zwar emotional verstehen, „sich Mitte Mai schon volle Speicher zu wünschen“, sagt Klaus Müller den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). „Ökonomisch und auch physikalisch ist das aber nicht notwendig.“
Deutschland habe sich „glücklicherweise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine diversifiziert“, also auf eine breitere Basis gestellt, so Müller. Er verweist auf die vier Flüssiggasterminals an Nord- und Ostsee, die bereits im vergangenen Winter „stark geholfen“ hätten. Gasspeicher seien zwar immer noch wichtig, „aber diese Fixierung, wie sie in 2022/2023 noch richtig war, die ist so nicht mehr notwendig“.
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Moritz Dickentmann
Vor der Küste von Katar ist offenbar ein Frachtschiff beschossen worden. Ein Frachter habe gemeldet, dass er am frühen Morgen 23 Seemeilen nordöstlich von Doha von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden sei, teilt die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Daraufhin sei ein kleines Feuer ausgebrochen, das aber bereits gelöscht sei. Es gebe keine Verletzten, auch seien keine Umweltschäden entstanden.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem die iranischen Revolutionsgarden gedroht hatten, US-Frachter in der Region anzugreifen.
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Moritz Dickentmann
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens neun Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilt das Ministerium mit. Bei Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben drei Reservisten verletzt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, die von der Hisbollah aber nicht anerkannt wird.
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Moritz Dickentmann
Knapp Hälfte der Deutschen lässt häufiger das Auto stehen
Wegen des gestiegenen Ölpreises sparen zwei Drittel der Deutschen einer Umfrage zufolge Energie. Fast die Hälfte der Deutschen lässt zudem häufiger das Auto stehen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox zeigt, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.
Demnach nutzen 48 Prozent der Bundesbürger wegen hoher Spritpreise seltener ihr Auto und steigen stattdessen öfter aufs Fahrrad um (29 Prozent) oder fahren häufiger Bus und Bahn (24 Prozent).
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Moritz Dickentmann
Der Iran warnt vor Attacken auf seine Öltanker und droht mit Vergeltungsangriffen auf US-Einrichtungen in der Region. „Jeder Angriff auf iranische Öltanker und Handelsschiffe wird einen harten Gegenschlag gegen eine der amerikanischen Einrichtungen in der Region sowie gegen die feindlichen Schiffe nach sich ziehen“, erklären die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben von Staatsmedien.
Die USA hatten am Freitag zwei iranische Schiffe im Golf von Oman angegriffen. Das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (Centcom) erklärte, die beiden iranischen Frachtschiffe seien von US-Kampfflugzeugen mit „Präzisionsmunition“ angegriffen worden.
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Moritz Dickentmann
Großbritannien schickt Zerstörer in die Golfregion
Die britische Armee kündigt an, den Zerstörer „HMS Dragon“ aus dem Mittelmeer in die Golfregion zu schicken. Dort könne er sich an einer möglichen internationalen Mission zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus beteiligen, teilt das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt London mit.
Die Positionierung der „HMS Dragon“ sei „Teil einer umsichtigen Planung, die sicherstellen wird, dass das Vereinigte Königreich als Teil einer multinationalen Koalition unter der gemeinsamen Führung Großbritanniens und Frankreichs bereit ist, die Meerenge zu sichern, wenn die Bedingungen dies zulassen“, sagt ein Sprecher des Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Sobald die Feindseligkeiten in der Region beendet seien, könne das Schiff unter anderem bei der Minenräumung helfen.
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Moritz Dickentmann
Die israelische Armee hat libanesischen Staatsmedien zufolge nach einer Evakuierungsaufforderung für mehrere Dörfer Ziele im Süden des Libanon angegriffen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet, israelische Kampfjets hätten nach der Warnung am Morgen die Stadt Srarijeh attackiert. Auch mehrere andere Ortschaften, die am Morgen von Israel gewarnt worden seien, seien angegriffen worden. Zudem seien weitere, in der Warnung nicht genannte Gebiete, aus der Luft und mit Artillerie angegriffen worden.
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Katharina Brenner-Meyer
Die israelische Armee hat die Einwohner von neun Dörfern und Ortschaften im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Ein Armeesprecher erklärt auf der Plattform X, die Menschen müssten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit verlassen und sich mindestens 1000 Meter von den Dörfern und Ortschaften entfernt in offenes Gelände begeben. Laut Armee besteht Lebensgefahr für Personen, die sich in der Nähe von Kämpfern, Stützpunkten und Waffenlagern der Hisbollah-Miliz aufhalten.
Die Armee begründet ihren Einsatz mit Verletzungen einer geltenden Waffenstillstandsvereinbarung durch die Hisbollah-Miliz. Sie kündigte an, mit aller Härte vorgehen zu wollen.
Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist laut der Deutschen Presse-Agentur derzeit nicht möglich.
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Tim Schulze
Satellitenbilder deuten auf Ölteppich vor iranischer Insel Kharg hin
Ereignet sich eine Umweltkatastrophe im Persischen Golf? Satellitenbilder deuten auf einen möglichen Ölteppich von etwa 45 Quadratkilometern vor der iranischen Ölinsel Kharg hin. Die grau-weiße Schliere sei auf Aufnahmen der europäischen Copernicus-Satelliten vom 6. bis 8. Mai westlich der acht Kilometer langen Insel zu sehen gewesen, erklären Umweltforscher. Die Verschmutzung, etwa so groß wie der Ammersee, stimme vom Aussehen mit einem Ölteppich überein. Die Ursache und die genaue Herkunft seien unbekannt. Das US-Militär und die iranische UN-Vertretung in Genf äußern sich bisher nicht zu den Aufnahmen.
Von der Insel Kharg, etwa 25 Kilometer vor der iranischen Küste, werden 90 Prozent der iranischen Ölexporte verschifft. Die US-Streitkräfte haben seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar nach eigenen Angaben militärische Ziele auf der Insel angegriffen.
Von der Insel Kharg, etwa 25 Kilometer vor der iranischen Küste, werden 90 Prozent der iranischen Ölexporte verschifft. Die US-Streitkräfte haben seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar nach eigenen Angaben militärische Ziele auf der Insel angegriffen.
Vor der Insel Kharg soll sich ein Ölteppich gebildet haben, sagen Umweltschützer. European Space Agency via AP / Picture Alliance
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Tim Schulze
Das iranische Militär erklärt die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet. „Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig“, zitiert die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.
Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch Auslöser für die jüngste Eskalation. Darauf hatte die iranische Marine demnach auf die „Verletzung der Feuerpause“ reagiert.
In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.
Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch Auslöser für die jüngste Eskalation. Darauf hatte die iranische Marine demnach auf die „Verletzung der Feuerpause“ reagiert.
In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.
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Jacqueline Haddadian

Erneut haben iranische Medien Explosionen an der Südküste gemeldet. Nahe der Stadt Sirik in der Provinz Hormusgan seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Mehr. Der Grund dafür war zunächst unklar, wie es in dem Bericht hieß.
Zwischen den Kriegsparteien war es in der Nacht zu militärischen Spannungen gekommen. Die USA hatten Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Der Iran hatte US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Unklar war, welche Kriegspartei zuerst das Feuer eröffnet hatte. Bereits am Mittwoch hatten die USA auf einen iranischen Tanker geschossen und nach eigenen Angaben dessen Ruder außer Betrieb genommen.
Zwischen den Kriegsparteien war es in der Nacht zu militärischen Spannungen gekommen. Die USA hatten Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Der Iran hatte US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Unklar war, welche Kriegspartei zuerst das Feuer eröffnet hatte. Bereits am Mittwoch hatten die USA auf einen iranischen Tanker geschossen und nach eigenen Angaben dessen Ruder außer Betrieb genommen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
due / mod / nik / km / urb / tkr