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Nach Freilassung: Pussy Riot nun Speerspitze der Kreml-Gegner

Die Pussy-Riot-Frauen sagen nach ihrer Entlassung aus dem Straflager Kremlchef Putin den Kampf an. Sie machen sich zu Wortführern der Opposition. Von Chodorkowski und Nawalny ist wenig zu erwarten.

Nach dem Abgang Michail Chodorkowskis von der Bühne der Kremlgegner in Russland treten nun die Frauen der Punkband Pussy Riot ins Scheinwerferlicht. Keine Emigration und erst recht keine Kapitulation vor Kremlchef Wladimir Putin - das sind die Botschaften von Nadeschada Tolokonnikowa und Maria Aljochina. Als die beiden Frauen am Montag nach mehr als 20 Monaten in Haft im Zuge einer Amnestie ihre Straflager verlassen, sind sie kämpferisch gestimmt.

"Mit meiner Entlassung fängt alles erst an, weil die Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit sehr eng ist in Russland, in diesem autoritären Staat", sagt die 24 Jahre alte Tolokonnikowa. Es ist bitterkalt - um die minus 28 Grad, berichteten die Wartenden über den Kurznachrichtendienst Twitter, als die Wortführerin der Band Pussy Riot perfekt gestylt ins abendliche Scheinwerferlicht tritt.

Aljochina ebenfalls ungebrochen

Ihre zuvor schon an der Wolga aus dem Straflager entlassene Bandkollegin Aljochina zeigt sich ebenfalls ungebrochen. Die beiden Frauen telefonieren. Es ist das erste Gespräch, seit sie im August vorigen Jahres zu zwei Jahren Straflager verurteilt wurden. Die Band hatte ein Punkgebet in einer Kirche gegen Putin aufgeführt.

Und zumindest Aljochina sagt, dass sie es wieder tun würde - und überhaupt auf Putins Amnestie pfeife und bis zum regulären Haftende Anfang März auch noch durchgehalten hätte. Die beiden vereinbaren, dass sie sich für andere Gefangene einsetzen und den "blutigen Alltag" sowie die vielfach verbreitete Folter in den noch sowjetisch geprägten Straflagern bekämpfen wollten.

Das ist ein Ziel, das sie mit Chodorkowski - dem bis Freitag berühmtesten politischen Gefangenen des Landes - gemeinsam haben. Auch der 50-Jährige will sich für die Freiheit von "Putins Geiseln", wie er sie nennt, einsetzen. Die für ihn vorgesehene Rolle als führender Kopf der gespaltenen Protestbewegung lehnt er aber ab.

Chodorkowski in Berlin - eine Flucht

Nicht wenige in Russland hatten darauf gehofft, dass Chodorkowski im kommenden August als Held und unanfechtbare moralische Instanz das Straflager verlassen würde. "Ich gebe Chodorkowski keine Schuld. Aber das ist eine Kapitulation. Mit einer Entscheidung, nach Berlin zu fliegen, hat er seine Autorität, die er zehn Jahre lang aufgebaut hat, zerstört. Das ist eine Flucht", meint der prominente Oppositionspolitiker und Skandalautor Eduard Limonow.

Nach seiner Ankunft in Berlin hatte Chodorkowski erklärt, dass er kein Geld habe, um als Sponsor die Opposition zu unterstützen. Die Finanzen reichten zum Leben, mehr nicht. Das Wichtigste sei jetzt erst einmal seine wiedergewonnene Freiheit - nach zehn Jahren mit der Familie vereint. Verstehen könne das nur, wer dasselbe durchgemacht habe. Der einst reichste Russe und Chef des inzwischen zerschlagenen Ölkonzerns Yukos ließ durchblicken, dass eigentlich niemand gegen das Geld und die PR-Maschinerie des Kreml ankommen könne.

Freiheit praktisch erkauft

Dabei schätzen viele Andersdenkende in Russland Chodorkowskis politische Schriften zur Zukunft des Landes ohne korrupte Machtstrukturen und mit freien Wahlen als wegweisend. Der Kremlgegner und frühere Vizeregierungschef Boris Nemzow hofft, dass Chodorkowski das Internet nutzt, um weiter zumindest mit Worten Akzente zu setzen.

In russischen Kommentaren waren sich viele Experten einig, dass Chodorkowski seine Freiheit von Putin praktisch erkauft habe mit dem Versprechen, Russland zu verlassen, nicht um sein altes Vermögen zu kämpfen und die Finger von politischen Machtspielen zu lassen. Das sei ein Angebot gewesen, dass Putin nicht habe verstreichen lassen können, meint etwa der frühere Finanzminister Alexej Kudrin, dessen Wort im Kreml und bei Regierungsgegnern Gewicht hat.

"Die Machthaber haben hier sehr rechtzeitig und sehr erfolgreich etwas Gutes bekommen", sagt Kudrin. Zugleich hält Kudrin, der ein Komitee für Bürgerinitiativen leitet, eine Zusammenarbeit mit Chodorkowski für möglich. Im Moment sei nur schwer vorstellbar, wie genau diese Rolle in Russland aussehen könne.

Nawalny schon kalt gestellt

Die markantesten Köpfe der zersplitterten Opposition sind nun aber nicht nur die Frauen von Pussy Riot. Auch der charismatische Moskauer Oppositionsführer Alexej Nawalny hat Putin den Kampf angesagt - und will ihn 2018 bei der Wahl bezwingen. Doch gilt auch Nawalny für Putin nicht als Gefahr. Nach einer auf Bewährung ausgesetzten Verurteilung zu fünf Jahren Straflager wegen Veruntreuung darf der Kremlgegner an keiner Wahl teilnehmen.

Ulf Mauder, DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(