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Nach Massenentführung in Nigeria Sicherheitsgipfel zu Boko-Haram-Terror beginnt in Paris


Seit einem Monat sind mehr als 200 Mädchen in der Gewalt der Terrororgruppe Boko Haram. Die nigerianische Regierung ist überfordert. Auf einer internationalen Tagung wird das Problem diskutiert.

Ein französisch-afrikanischer Sicherheitsgipfel zur Entwicklung einer Strategie gegen die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat in Paris begonnen. Der französische Präsident François Hollande empfing am Samstag den nigerianischen Präsidenten Goodluck Jonathan und Vertreter aus den Nachbarländern Nigerias - dem Tschad, Kamerun, Niger und Benin. Auch die USA, Großbritannien und die EU sind beteiligt. Die Entführung von mehr als 200 Schülerinnen in Nigeria vor einem Monat hatte internationale Empörung und Hilfsbereitschaft ausgelöst. In Paris wollen die Politiker eine Koordination zwischen den afrikanischen Ländern erreichen, um Boko Haram und andere Terrorgruppen in der Region zu bekämpfen.

Boko Haram entführt Ausländer in Kamerun

Unterdessen ist nach Behördenangaben bei einem mutmaßlich von der nigerianischen Islamistengruppe Boko Haram verübten Angriff im Norden Kameruns ein Chinese getötet worden, zehn weitere Chinesen werden vermisst. Nach Polizeiangaben überfielen Extremisten von Boko Haram in der Nacht zum Samstag ein Lager von Straßenarbeitern. Die zehn vermissten chinesischen Arbeiter seien vermutlich verschleppt worden, sagte ein Polizeisprecher. Nach seinen Angaben lieferten sich Soldaten und Extremisten ein stundenlanges Feuergefecht.

Aus chinesischen Botschaftskreisen in Kameruns Hauptstadt Yaoundé verlautete, es würden zehn Chinesen vermisst und es gebe einen Verletzten. Das Todesopfer wurde nicht bestätigt. Boko Haram kämft seit fünf Jahren im Norden Nigerias für die Errichtung eines islamistischen Staates.

ono/DPA/AFP DPA

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