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Retrospektive: Der Werdegang des Barack Obama

Barack Obama verteidigt am Dienstag sein Amt als Staatsoberhaupt der USA. stern.de zeigt den langen Weg des ersten schwarzen US-Präsidenten der Geschichte.

Barack Obama wurde 2008 zum 44. Präsidenten der USA gewählt. Am Dienstag muss er sich erneut als besserer Kandidat beweisen. Der lange Weg des halbkenianischen Jungen von den Hawaii-Inseln ins Weiße Haus:

1961

Am 4. August wird Barack Obama als Sohn eines Kenianers und einer US-amerikanischen Mutter in Honolulu auf Hawaii geboren. Dort lebt er mehrere Jahre bei seinen Großeltern mütterlicherseits.

1985

Nach dem High School-Abschluss, Studien in Los Angeles und an der Columbia University in New York zieht Obama nach Chicago, wo er in einer kirchlichen Wohltätigkeitsorganisation arbeitet.

1991

Abschluss des Jurastudiums an der renommierten Harvard University in Cambridge. Dort lernt er Michelle Robinson kennen, die er 1992 heiratet. Das Paar hat zwei Töchter.

1992

Zurück in Chicago arbeitet er als Fachanwalt für Bürgerrechte und unterrichtet als Dozent für Verfassungsrecht.

1997-2004

Demokratisches Mitglied des Senats von Illinois. Zu seinen Schwerpunkten gehören Gesundheitsfürsorge und Sozialpolitik.

2005-2008

Mitglied des US-Senats. Hier macht er unter anderem Vorschläge zum Klimaschutz, zur Einwanderung und zum Rückzug der US-Truppen aus dem Irak.

2009

Obama wird als erster schwarzer Präsident der USA vereidigt. Bei der Wahl am 4. November 2008 hatte er den republikanischen Kandidaten John McCain besiegt. Seine parteiinterne Konkurrentin Hillary Clinton wird Außenministerin.

2009

Zu Obamas ersten Amtshandlungen zählen das (nicht gehaltene) Versprechen zur Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba und ein 787 Milliarden Dollar schweres Konjunkturprogramm. Wegen seiner visionären Reden für eine atomwaffenfreie Welt und ein neues Verhältnis zum Islam erhält er den Friedensnobelpreis.

2010

Obama unterzeichnet die umstrittene Gesundheitsreform, das Herzstück seiner innenpolitischen Agenda. Sie soll 32 Millionen Amerikanern zu einer Versicherung im Krankheitsfall verhelfen.

2011

Obama kündigt im April seine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt an. Im Mai wird der Top-Terrorist Osama bin Laden in Pakistan aufgespürt und von einem US-Kommando getötet. Im Dezember verlassen die letzten US-Kampftruppen den Irak.

2012

Der Oberste Gerichtshof billigt die von den Republikanern heftig bekämpfte Gesundheitsreform Obamas als verfassungskonform.

awö/DPA / DPA