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Syrien-Krise US-Außenminister Kerry plant diplomatischen Vorstoß


US-Außenminister Kerry startet offenbar einen neuen diplomatischen Anlauf, um den Syrien-Konflikt zu beenden. Helfen soll ihm dabei eine internationale politische Initiative.

Die USA bereiten eine neue diplomatische Initiative zur Beendigung des Bürgerkrieges in Syrien vor, dessen Folgen durch die Flüchtlingswelle auch in Europa immer sichtbarer werden. US-Außenminister John Kerry wolle kommende Woche bei mehreren Treffen Möglichkeiten einer politischen Lösung ausloten, verlautete aus US-Regierungskreisen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York, im Zuge derer Kerry am Samstag mit dem iranischen Außenminister Mohammad Dschawad Sarif zusammentraf. In Deutschland unterstrich der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen (CDU), die Notwendigkeit von Gesprächen mit allen Beteiligten.

Friedensgespräche für die gesamte Region

"Ich erachte diese Woche als eine große Gelegenheit für die verschiedensten Länder, ein wichtige Rolle zu spielen, bei dem Versuch, einige der sehr schwierigen Fragen in Nahost zu lösen", sagte Kerry bei dem Treffen mit seinem iranischen Kollegen. Es müsse Fortschritte hin zu Frieden in Syrien, im Jemen und in der gesamten Region geben. Sarif sagte, er werde mit seinem US-Kollegen auch über die Umsetzung des Abkommens für eine Kontrolle des iranische Atomprogramms sprechen.

Kerry wolle verschiedene Ideen für einen neuen Anlauf testen, nachdem der vor drei Jahren in Gang gebrachte UN-Friedensprozess erfolglos geblieben sei, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter. "Daher wird es von Minister Kerry Bestrebungen geben, ein Rezept zu finden, das eine Rückkehr zu wirklichen, substanziellen Verhandlungen bringt."

Welche Rolle spielt Baschar al-Assad?

Dazu könnten Russland, die Türkei, Saudi-Arabien und Katar zusammengebracht werden. Iran und Russland unterstützen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. US-Präsident Barack Obama wird das Thema Syrien am Montag mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin besprechen. Am Donnerstag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel gesagt: "Ja, es muss mit vielen Akteuren gesprochen werden. Dazu gehört auch Assad." In Regierungskreisen wurde allerdings betont, dass damit keine Direktgespräche des Westens mit Assad gemeint seien, sondern - wie bisher - etwa die Einbindung der syrischen Regierung in Gespräche mit dem UN-Sondervermittler.

hev Reuters

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