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Ukraine-Konflikt Elf Menschen sterben bei neuen Kämpfen


Insgesamt elf Menschen sind bei neuen Kämpfen in der Ostukraine ums Leben gekommen. Wegen des Konflikts drohe die medizinische Versorgung im Osten des Landes zu kollabieren, so die WHO.

Die Kämpfe in der Ostukraine sind wieder voll entflammt. Seit Donnerstag seien elf Menschen getötet worden, teilten die ukrainischen Behörden mit. Darunter seien sechs Soldaten, 18 weitere Soldaten seien verletzt worden. Bei einem Rebellenangriff auf einen Kontrollpunkt bei Lugansk sei ein Zivilist getötet worden. Das Rathaus von Donezk meldete vier getötete Zivilisten, nachdem ein Lagerhaus nach Beschuss niederbrannte.

Zwar hatten sich die Ukraine und die prorussischen Rebellen am 9. Dezember auf eine Feuerpause geeinigt, doch nimmt die Gewalt seit Tagen wieder zu. Heftige Kämpfe gab es erneut am Flughafen von Donezk. Ein ukrainischer Präsidentenberater teilte mit, dass es am Morgen einen neuen heftigen Angriff auf das Gelände gegeben habe. "Die Situation ist die schlimmste seit September", schrieb Präsidentenberater Juri Birjukow.

Medizinische Versorgung drohe zu kollabieren

Kanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko riefen die Rebellen nach einem gemeinsamen Telefonat auf, sofort zur vereinbarten Waffenruhe zurückkehren, wie ein Berliner Regierungssprecher mitteilte. Merkel und Poroschenko drangen überdies darauf, "schnellstmöglich" ein Treffen der Kontaktgruppe abzuhalten. Diese besteht aus Vertretern der Ukraine, Russlands, der prorussischen Rebellen und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Am Donnerstag mussten OSZE-Beobachter bei einem Versuch, zum Flughafen von Donezk vorzudringen, angesichts der Kämpfe umkehren. Die OSZE warnte vor weiteren zivilen Opfern, da Angriffe in Wohngegenden gestartet und erwidert würden. Den Angaben zufolge kam eine OSZE-Patrouille nahe der Hafenstadt Mariupol unter direkten Beschuss. Opfer oder Schäden habe es aber nicht gegeben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte in Genf, wegen des Konflikts drohe die medizinische Versorgung in der Ostukraine zu kollabieren. Krankenhäuser seien von der Wasser- und Stromversorgung abgeschnitten, bis zu 70 Prozent des medizinischen Personals sei geflohen, es fehle an Medikamenten. Die WHO benötige dringend 19 Millionen Euro, um die Versorgung von rund fünf Millionen Menschen zu verbessern.

and/AFP AFP

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