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Neue Biografie: US-Vizepräsident Mike Pence - der "Auserwählte", der "Pinsel in Gottes Hand"

Hier der Schwerenöter US-Präsident Donald Trump, dort sein tiefgläubiger Vize Mike Pence. Eine neues Buch versucht sich dem zweitmächtigsten Mann der Welt biblisch zu nähern - und ist sich dabei für keinen noch so hochfliegendem Vergleich zu schade.

Mike Pence betend

Mike Pence und seine Frau betend beim Nationalen Tag des Gebetes

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Vermutlich lässt sich bei dem ganzen Tschingderassabumm, das der Mann im Oval Office tagein, tagaus produziert, ganz gut Vizepräsident sein. Im Schatten eines Donald Trump fällt nur selten ein Schlaglicht auf Mike Pence, die Nummer zwei im Weißen Haus. Zurzeit ist einer dieser eher seltenen Fälle: Er und sein Gefolge übernachten während ihrer derzeitigen Irland-Reise in einem der dortigen Trump-Hotels. Korruption ruft die Opposition. Der Vizepräsident tue nichts anderes, als die Reisekosten, die vom Steuerzahler übernommen würden, "direkt an seinen Vorgesetzten durchzuschleusen", sagt der Demokrat Ted Lieu.

Hat Trump die Hotelübernachtung angeordnet?

Die Angelegenheit ist auch deshalb etwas heikel, weil Donald Trump seinem Vize Gerüchten zufolge regelrecht angeordnet haben soll, in dem Golfhotel zu übernachten. Etwas, das Pence' engster Mitarbeiter Marc Short so nicht bestätigen will. "Ich würde sagen, es war mehr ein Vorschlag", sagte der Stabschef im Westküsten-Örtchen Doonbeg, wo der Vize-Präsident zusammen mit seiner Frau, seiner Mutter und Schwestern sein Quartier bezogen hat. Die Kosten für die Familie übernehme Pence privat, versicherte er. Und außer dem Trump-Resort gebe es hier nicht viel, was die Personenschützer des Secret Service als Unterkunft genehmigen würden.

Vor Journalisten und dem saftigen Grün eines irischen Spätsommergartens äußerte sich Pence unter anderem zu diesen Vorwürfen. Er holte aus und sprach über seine Familie, Vorfahren und Jugend, über Irland im Allgemeinen und die amerikanisch-irischen Bande im Besonderen und wurde dabei etwas zu weitschweifend und etwas zu süßlich. Seine Worte aber machten mal wieder eklatant den Unterschied zwischen ihm und der Washingtoner Nummer eins deutlich. Ruhig und besonnen, beinahe einschläfernd schwelgt Pence in Sentimentalitäten, wo Donald Trump vermutlich schon nach dreieinhalb Sätzen auf 180 gewesen wäre. Wie kann es sein, dass dieser tiefgläubige Christ zum "Wackeldackel" eines Mannes geworden ist, der damit prahlt, Frauen zwischen die Beine zu greifen?

Mike Pence, der Auserwählte

Eine neue Biografie versucht dieser oft gestellten Frage auf den Grund zu gehen und liefert eine etwas hochfliegende, aber zumindest biblische Erklärung. Pence, so schreibt die ebenfalls evangelikale Autorin Leslie Montgomery, sei wie Königin Esther aus dem alten Testament. Ihre Geschichte ist die der jüdischen Waise Esther, die Gattin des Perserkönigs Xerxes I. wird und es durch Vermittlung schafft, einen Völkermord an den Juden zu verhindern. Ein Freund des Vizepräsidenten soll es gewesen sein, der ihn als "Auserwählten für Zeiten wie diese" bezeichnet habe. Mike Pence, der opferbereite, der den Pakt mit dem Teufel eingeht, um das Land vor dem Schlimmsten zu bewahren?

Montgomerys Buch "Der Glaube von Mike Pence" hält noch weitere biblische Großfiguren zum Vergleich bereit: Daniel, der selbst in Gefahr treue Seher aus dem Alten Testament. Johannes aus dem Neuen Testament, Lieblingsjünger Jesu. An anderer Stelle wird der Konservative Ken Blackwell zitiert, der in Mike Pence gar den "Pinsel in Gottes Hand" erkennt. Unter heilig macht es die Autorin nicht. Einer Aussage aber dürfte niemand widersprechen: "Pence ist der einflussreichste Evangelikale in Amerikas öffentlichen Leben."

Eine Regierung nach den Gesetzen Gottes

Diese Erkenntnis ist die zentrale wie unheimliche Aussage des Buchs: Die Evangelikalen, die bis vor wenigen Jahren noch verlachten Ultraorthodoxen des Protestantismus, sind im Weißen Haus angekommen. Die beiden Pence-Biographen Michael D’Antonio und Peter Eisner schrieben unlängst, dass es das ultimative Ziel des Vizepräsidenten sei, eine Regierung auf Basis biblischer Gesetze zu erschaffen, eine Art christlicher Gottesstaat. Dass dieser Mann Präsident der Vereinigten Staaten vom Amerika werden würde, sollte Donald Trump tatsächlich seines Amts enthoben werden, wird gerne vergessen.

Spott für US-Vizepräsidenten: Donald Trump nimmt sein Wasser vom Tisch - raten Sie mal, wie Mike Pence reagiert

Eine der absonderlichsten Geschichten über den 60-jährigen machte während des vergangenen Präsidentschaftswahlkampfs die Runde. In einem Interview verriet er, dass er niemals mit einer Frau, die nicht seine ist, alleine in einem Raum sein könne. Mit solchen Aussagen zog er sich zwar hauptsächlich Spott zu, doch die evangelikalen Wähler, denen Donald Trump bis dahin eher zuwider war, hörten solche sittsamen Äußerungen gerne. Wie sie nimmt auch Pence die Bibel wörtlich und sucht in ihr auch bei weltlichen  Regierungsproblemen Rat: In seiner Freizeit "nimmt Michael gerne das Wort Gottes zur Hand, um Dinge besser zu verstehen", wird ein Vertrauter zitiert.

Nicht aufstehen und entscheiden, was ich will

Angesichts der Politik des US-Präsidenten hat er vermutlich oft das Bedürfnis, zur Bibel zu greifen. Letztich erklärt sein Glaube aber auch die ungleiche Paarung mit Donald Trump. Als junger Mann habe er einst seinen katholischen Glauben abgestreift und als Evangelikaler sein Leben in die Hände Gottes gelegt, heißt in dem Buch. Autorin Leslie Montgomery zitiert ein Interview von Pence aus dem Jahr 2006, in dem er sagt, dass er die Bibel studiere, um "herauszufinden, was Gott will, anstatt jeden Morgen aufzustehen und zu entscheiden, was ich will". So gesehen war es offenbar nicht seine Idee, Vizepräsident unter Donald Trump zu werden. Oder in einem seiner Hotels zu übernachten.

Quellen: C-Span, "USA Today", "The Atlantic", "Politico", DPA

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.