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Volksabstimmung im Sudan: Schwere Geburt einer neuen Nation

Der Süden des Sudans trennt sich vom Norden. Damit endet ein langer, blutiger Konflikt, doch viele Probleme bleiben. Alles Wichtige zur Gründung des neuen Staates.

Die Sudaner leiten am Sonntag die Entstehung des 53. afrikanischen Staates ein. In einer Volksabstimmung entscheidet die Bevölkerung im christlichen Süden über die Abspaltung ihrer Region vom muslimischen Norden. Seit 1952 waren beide in einem unabhängigen, aber gegrafisch willkürlich zusammengefassten Staat vereint. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sich die knapp vier Millionen registrierten Wähler mit großer Mehrheit für die Unabhängigkeit entscheiden. Eine Umfrage der "Sudan Tribune" ergab eine Zustimmung von 97 Prozent.

Wegen der großen Entfernungen und der schlechten Infrastruktur in dem seit 2005 teilautonomen Südsudan haben die 2600 Wahllokale bis zum 15. Januar geöffnet. So können auch Menschen ihre Stimme abgeben, die am Sonntag keine Wahlurne erreichen. Mit einem vorläufigen Ergebnis wird nicht vor Februar gerechnet. Im Sommer könnte dann der neue Staat gegründet werden.

Das Referendum ist der Schlusspunkt eines vor fünf Jahren begonnenen Friedensprozesses, der den mehr als zwei Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg zwischen Nord und Süd beenden soll. Mehr als zwei Millionen Menschen waren dabei getötet und vier Millionen vertrieben worden.

Doch selbst wenn die "einvernehmliche" Trennung kommt, wird die Region weiterhin vor erheblichen Problemen stehen:

Religiöse und ethnische Konflikte

Während des 2005 beendeten Bürgerkriegs dominierte der Konflikt zwischen dem arabisch geprägten muslimischen Norden und den meist christlichen Schwarzafrikanern des Südens. Jetzt sind vorsorglich viele Schwarze vom Norden weggezogen, weil sie künftig Übergriffe fürchten. Schließlich soll im Norden bald die Scharia, das fundamentalistische islamische Recht, Grundsatz der Gesetzgebung sein.

Doch auch unter den ethnischen Gruppen des Südens herrscht oft bittere Rivalität. Bei Kämpfen kamen in den vergangenen zwei Jahren mehrere tausend Menschen ums Leben - mehr als im gleichen Zeitraum in der Konfliktregion Darfur.

Kampf ums Öl

Der Südsudan gilt als eine der weltweit am wenigsten entwickelten Regionen - aber er verfügt über reiche Ölvorkommen. Bisher wurden die Einnahmen aus der Förderung zwischen Nord und Süd geteilt. Da die südsudanesische Regierung bei einer Teilung des Landes Anspruch auf die vollen Einnahmen hat, gibt es bei der endgültigen Festlegung der Grenze noch viele Streitpunkte. Das gilt besonders für die ölreiche Region Abiyej.

Rivalen

Im Mittelpunkt der Abstimmung stehen zwei Männer, die erbitterte Gegner während des Bürgerkriegs waren, denen aber in den vergangenen fünf Jahren eine friedliche Koexistenz an der Spitze des Staates gelang: Der sudanesische Staatschef Omar el Baschir und der südsudanesische Führer Salva Kiir sind die zwei Protagonisten eines Sudans am Scheideweg.

Salva Kiir

, der gläubige Christ aus dem Süden, ist mit seinem Cowboyhut unter Tausenden zu erkennen. Er hat sich immer mehr Schwarzafrika als dem muslimischen Norden zugewandt. Vom Westen wird der 60-jährige Politiker vom Volk der Dinka hoch geschätzt. Salva gilt als glühender Verfechter einer Abspaltung des Südens, was ihn jedoch nicht daran hinderte, neben seinem Amt als Präsident der halbautonomen Region Südsudan erster Vizepräsident des Sudan zu werden. Kiir geilt als ein nur wenig schillernder und kommunikativer Politiker. Ihm ist es aber trotzdem gelungen, seinen Kurs bis zur Volksabstimmung konsequent beizubehalten und sogar einige seiner Gegner für die Abspaltung zu gewinnen. Er muss ein Land aufbauen, das von 22 Jahren Bürgerkrieg verwüstet ist.

Omar el Baschir, der Araber und Muslim aus dem Norden, nennt sich patriotischer Islamist - vom Internationalen Strafgerichtshof (ICC) wird er mit einem Haftbefehl gesucht - als weltweit erster und einziger amtierender Staatschef. 1989 kam der inzwischen 67-Jährige vom einflussreichen Stamme der Dschaalijin durch einen Staatsstreich, der von den Islamisten unterstützt wurde, an die Macht. Die 22 Jahre unter seiner Führung sind geprägt von Bürgerkriegen - im Süden bis 2005, in der westlichen Region Darfur seit 2003. Die Beziehungen des dienstältesten Staatschefs des Sudan mit den westlichen Ländern sind angespannt, auf der internationalen Bühne ist er seit dem Erlass des internationalen Haftbefehls zunehmend isoliert. Baschir werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur vorgeworfen.

Innere Probleme des Südens

Der Süden wird wirtschaftlich noch lange am Tropf des Nordens hängen. "Der Südsudan mag bald der jüngste Staat der Welt sein, doch er ist auch einer der am wenigsten entwickelten", warnt die Hilfsorganisation Oxfam. Das asphaltierte Straßennetz im Südsudan ist weniger als 100 Kilometer lang und beschränkt sich auf die Hauptstadt Juba. Zum Vergleich: Das Straßennetz des sieben Mal kleineren Deutschlands umfasst 230.000 Kilometer. In den ländlichen Regionen sind viele Straßen während der Regenzeit unpassierbar.

Nach mehr als 20-jährigem Bürgerkrieg ist vor allem der Süden noch schwer von Zerstörungen gezeichnet, Bildungs- und Gesundheitswesen sind nur schlecht ausgebaut. Viele Erwachsene sind Analphabeten, da sie während des Kriegs keine Schule besuchen konnten. Die Müttersterblichkeit im Südsudan ist eine der höchsten weltweit.

Staatsgehörigkeit

Noch immer herrscht Unklarheit über die künftige Staatsangehörigkeit und den Minderheitenschutz der Südsudanesen im Norden oder der aus dem Norden stammenden Araber, die im Süden leben oder in der Grenzregion Handel treiben.

nik/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(