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Amoklauf in München: Täter erschoss sich schon um 20.30 Uhr - nach Kontakt mit Polizisten

Eine Stadt in Angst: Ein Mann schießt an einem Einkaufszentrum in München um sich, tötet neun Menschen und richtet sich später selbst. Inzwischen gibt es erste Informationen über den mutmaßlichen Täter. Die aktuelle Lage im stern.de-Nachrichtenticker.

SEK-Polizisten in einem Pkw mit Blaulicht während des Amoklaufs

Münchner Polizisten im Einsatz während des Amoklaufs am Freitagabend. Wie die Polizei nun mitteilt, hat sich der Täter bei einem Kontakt mit Beamten unvermittelt erschossen.

München unter Schock: Neun Menschen werden am Olympia-Einkaufszentrum erschossen, 16 weitere verletzt. Am Freitagabend spricht die Polizei zunächst von einer Terrorlage. 2300 Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Busse und Bahnen stellen den Betrieb ein. München ist im Ausnahmezustand. Über Stunden ist unklar: Wieviele Täter gibt es und wo sind sie? Die Entwarnung kommt in der Nacht: Die Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Schütze, ein 18-jähriger Deutsch-Iraner, allein gehandelt hat. Er hat sich selbst getötet. Die aktuellen Ereignisse im stern.de-Nachrichtenticker.

+++ 19.48 Uhr: Täter erschoss sich bei Kontakt mit Polizeistreife +++

Der Todesschütze von München hat sich nach neuen Angaben der Polizei nach einem Kontakt mit Streifenbeamten unvermittelt erschossen. Am Samstag seien weitere Details zum Tatablauf zusammengetragen worden, teilte das Polizeipräsidium München am Abend mit. Dabei seien auch viele Beamte befragt worden, die während der Bluttat vom Vorabend im Dienst gewesen seien. "Gegen 20.30 Uhr hatte demnach eine Streife der Münchner Polizei nördlich des Olympia-Einkaufszentrums Kontakt zum mutmaßlichen Täter", heißt es in der Mitteilung. "Als Reaktion auf die Ansprache der Beamten zog er unvermittelt seine Schusswaffe, hielt sie sich an den Kopf und erschoss sich." Die Warnhinweise an die Bevölkerung seien danach trotzdem aufrecht gehalten worden, weil es Zeugenhinweise zu weiteren möglichen Tätern gegeben habe, erläuterte die Polizei. Auch hätten zahlreiche "Anrufe beim Polizeinotruf zu zusätzlichen Ereignissen im Stadtgebiet erst genau überprüft und mit Sicherheit ausgeschlossen werden" müssen.

+++ 17.42 Uhr: Innenminister - Kein Gefühl der Erleichterung +++

Angesichts der Erkenntnis, dass die Tat von München sich nicht als islamistisches Attentat herausgestellt hat, spürt Bundesinnenminister Thomas de Maizière keine Erleichterung. Auf die entsprechende Frage antwortete der CDU-Politiker am Tatort: "Wenn Sie als Vater am Sarg ihres Sohnes weinen, dann sind ihnen die Umstände des Todes völlig ergal, da kann von Erleichterung keine Rede sein." Dennoch sei es wichtig, eine Tat einordnen zu können, insofern sei die jetzt gewonnen Klarheit hilfreich. Schon seit geraumer Zeit beklage die Politik die zunehmende Verrohung in der Gesellschaft. Sollte die Tat von München zu einer Art Weckruf werden, wieder respektvoller miteinander umzugehen, wäre dies zu begrüßen.

+++ 17.40 Uhr: DeMaizière vor dem Olympia-Einkaufszentrum +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich am Olympia-Einkaufszentrum ein Bild gemacht und danach vor dem Gebäude ein Statement abgegeben. Er drückte das Mitgefühl der Bundesregierung mit den Opfern und ihren Familien aus. "Das Leid der Angehörigen geht ans Mark." Respket zollte er den Münchnern, die in der Krise besonnen reagiert und Ruhe bewahrt hätten. Ganz besonders dankte er der Polizei und den Sicherheitskräften für ihren Einsatz während der Amoktat. Auch anderen Tagen sollte man nicht vergessen, dass diese ständig für Sicherheit sorgten. "Denken Sie daran, wenn sie sich vielleicht einmal über die Polizei ärgern", sagte der Minisiter.

+++ Von der Leyen: Einsatz der Bundeswehr in München wurde erwogen +++

Nach Angaben von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist während des Amoklaufs ein Einsatz der Bundeswehr im Inland erwogen worden. "Solange das Ausmaß des Anschlages am Freitag nicht klar war, war eine Feldjäger-Einheit der Bundeswehr in München in Bereitschaft versetzt", sagt von der Leyen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Über einen möglichen Einsatz hätten die zuständigen Polizeibehörden zu entscheiden, fügte von der Leyen hinzu. "Sie beobachten die Entwicklung einer Terrorlage und wissen genau, wann die eigenen Kräfte an ihre Grenzen kommen oder spezielle Fähigkeiten gefragt sind, über die nur die Bundeswehr verfügt."  

+++ 15.30 Uhr: Polizei will weiter keine Opfer-Nationalitäten nennen +++

Die Münchner Ermittler wollen vorerst keine Nationalität der Opfer nennen. "Ich halte mich an die Grundsatzlinie, dass wir die Nationalitäten erst angeben, wenn dies abschließend mit den Familienangehörigen abgesprochen ist", so Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Samstag. "Opferschutz hat hier allerhöchste Priorität." Möglicherweise spielt die Nationalität der Getöteten bei den Ermittlungen noch eine Rolle.

+++ 15.14 Uhr: De Maizière: Täter vorher nicht polizeilich in Erscheinung getreten +++

Der Amokläufer von München war nach Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) für die Sicherheitsbehörden zuvor ein unbeschriebenes Blatt. "Gegen ihn waren bisher keine polizeilichen Ermittlungen bekannt", sagt er in einer Pressekonferenz. Deswegen habe es auch keine staatsschutzrelevanten Informationen gegeben. "Und es gibt auch keine Erkenntnisse der Nachrichtendienste über diese Person." De Maizière bestätigt, dass der 18-jährige Deutsch-Iraner nach bisherigen Informationen "mit hoher Wahrscheinlichkeit" als Einzeltäter gehandelt habe.

+++ 14.32 Uhr Bundeskanzlerin Merkel tritt vor die Presse +++

Nachdem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Chefs der Bundessicherheitsbehörden beraten hat, äußert sie sich jetzt erstmals zu dem Amoklauf.

"Hinter uns liegen ein Abend und eine Nacht des Schreckens (...) Neun Menschen, die am Freitagabend noch etwas essen oder Einkäufe erledigen wollten, sind tot (...) Wir alle (...) trauern mit schweren Herzen um die, die nie mehr zu ihren Familien zurückkehren werden. Zu ihnen (...) sage ich, wir teilen ihren Schmerz, wir denken an sie, wir leiden mit ihnen (...) mögen sie rasch wieder gesund werden (...) So ein Abend, so eine Nacht, sind schwer zu ertragen (...) Da war der Anschlag von Nizza, der Amoklauf von Würzburg (...) Die genauen Motive (...) werden weiter intensiv aufgeklärt (...) Gestern dann München (...) was kann uns in solchen Momenten Zuversicht geben? Ich denke als erstes an unserer Sicherheitskräfte (...) sie haben besonnen kommuniziert sind im wahren Sinne Helfer und Beschützer der Bürger (...) Besonderer Dank auch an die Münchener (...) Es ist gut zu wissen, dass es auch unter Völkern diese Solidarität gibt (...) 

+++ 14.07 Uhr: Bayerische Politiker legen am Tatort des Amoklaufs Kranz nieder +++

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) haben am Tatort einen Kranz zum Gedenken an die Opfer niedergelegt. "Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, die noch um ihr Leben kämpfen", sagte die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (beide CSU) nahmen an der kurzen Zeremonie teil. 

+++ 13.53 Uhr: Innenminister Herrmann: Polizei überprüft Fehlalarme +++

Die Polizei ermittelt, ob auch absichtliche Fehlalarme und Falschinformationen aus der Bevölkerung eingingen. Dies gibt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach einer Sondersitzung des Kabinetts bekannt: "Wir müssen schon auch überprüfen, inwieweit hier Leute meinten, sie würden etwas Witziges tun, indem sie solche Behauptungen ins Netz stellen oder deswegen die Polizei anrufen." Jeder, der Verdächtiges wahrnehme, solle die 110 wählen, betont Herrmann. "Lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Aber wenn jemand das missbraucht, ist das natürlich schändlich." Ein bewusst falscher Anruf könne fatale Folgen haben: "Nur weil einer einen dummen Scherz macht und dann stehen die Polizeibeamten nicht da zur Verfügung, wo sie vielleicht fünf Minuten später wirklich gebraucht werden, da muss sich jeder bewusst sein, der meint, solche Scherze machen zu müssen, dass er damit womöglich das Leben anderer gefährdet."

+++ 13.43 Uhr: Mobilfunknetz während Attentat in München zeitweise überlastet +++

Während des Anschlagswar das Mobilfunknetz zeitweise überlastet. Es sei ab etwa 19 Uhr für etwa anderthalb Stunden sehr stark beansprucht worden, teilt ein Sprecher vom Mobilfunkanbieter Telefonica mit. Auch im Netz der Telekom habe es vereinzelt Überlastungen gegeben, sagt ein Sprecher. Bei Vodafone habe es nach Unternehmensangaben keine Störungen gegeben. Zwischen 18 und 24 Uhr habe die Münchener Polizei 4310 Notrufe gezählt, sagt Polizeipräsident Hubertus Andrä. Das sei das Vierfache eines normalen Tages gewesen.

+++ 13.23 Uhr: Merkel berät mit Kabinetts-Mitgliedern und Chefs der Sicherheitsbehörden +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzt zurzeit mit Mitgliedern ihres Kabinetts und den Chefs der Sicherheitsbehörden zusammen, um über die Bluttat zu beraten. Im Anschluss will sich die Kanzlerin gegen 14.30 Uhr öffentlich zu dem Angriff äußern.

+++ 13.18 Uhr: Schweigeminute für Opfer vor Start der vorletzten Tour-Etappe +++

Die Radprofis der Tour de France gedenken vor dem Start der 21. Etappe der Opfer. Der deutsche Meister André Greipel steht während der Schweigeminute in Megève neben Tour-Spitzenreiter Chris Froome aus Großbritannien in der ersten Reihe. Danach wird die vorletzte Etappe der Frankreich-Radrundfahrt gestartet. Sie führt über 146,5 Kilometer nach Morzine-Avoriaz. Die Tour hatte bereits nach dem Anschlag in Nizza der damaligen Opfer gedacht. 

+++ 13.15 Uhr: Kardinal Marx betroffen über Todesschüsse +++

Der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx ruft zum Gebet für alle von Gewalt und Terror Betroffenen auf. "Diese schreckliche Tat erschüttert mich und erfüllt mich mit tiefer Trauer", sagt Marx, der auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist. "Meine Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen." Weltweit habe der Anschlag die Menschen aufgerüttelt. "Fast täglich werden wir Zeugen einer beispiellosen Entfesselung der Gewalt und des Hasses. An vielen Orten vergiften Gewaltakte unser gesellschaftliches Klima mit Angst und Schrecken", sagt Marx. Es komme nun darauf an, dagegen Zeichen der Hoffnung, des Friedens und des Zusammenhalts zu setzen.

Amoklauf in München: Video dokumentiert wirres Gespräch mit mutmaßlichem Täter

+++ 12.31 Uhr: Horst Seehofer tritt vor die Presse +++

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wendet sich an die Presse: "Was gestern in München geschehen ist, erfüllt uns mit Entsetzen.(...) Sie sind ein schwerer Schicksalsschlag für ganz Bayern (...) Ich sage den Angehörigen, wir sind in Trauer mit Ihnen vereint (...) Wir kennen zur Stunde noch nicht die Hintergründe der Morde. Unsere Sicherheitsbehörden arbeiten derzeit an der Aufklärung (...) Die Menschen sind verunsichert (...) Verunsicherung und Angst dürfen nicht Oberhand über unser Leben bekommen.(...) Wir müssen alles dafür tun, unsere Freiheit zu verteidigen. (...) Rettungskräfte haben einen vorbildlichen Dienst geleistet. (...) Für diesen vorbildlichen Dienst möchte ich meinen Dank sagen (...) Bei aller Panik auch Danke an die Bevölkerung (...) Absolute Sicherheit kann es nicht geben, aber wir müssen bestmöglich vorbeugen, stehts wachsam und handlungssicher sein (...) Auch im Namen der Bundeskanzlerin möchte ich Danke sagen.(...) Ich werde gemeinsam mit dem Oberbürgermeister den Tatort für eine Gedenkminute aufsuchen. (...) Wir haben heute im Kabinett und mit dem Landtag festgelegt, am nächsten Samstag einen Trauerakt durchzuführen. (...) Wir haben gerade entschieden, dass wir aus Respekt vor den Opfern und Angehörigen unsere Veranstaltungen, die überall in Bayern stattfinden, abzusagen. (...) Ich sage auch den Staatsempfang zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele ab (...)

+++ 11.51 Uhr: Polizei gibt Pressekonferenz +++

Die Polizei München gibt jetzt eine Pressekonferenz. Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä und Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins informieren über den aktuellen Ermittlungsstand zur Bluttat. Hier die Aussagen (in der Reihenfolge von oben nach unten): 

"Es gibt keinerlei Hinweise, dass mehr als der sich selbst getötete Täter aktiv waren"

"Tat und Täter haben überhaupt keinen Bezug zum Thema Flüchtlinge"

"Aus Sicherheitsgründen gibt es keine Veranlassung München nicht zu besuchen"

"Täter ist 18 Jahre alt, in München geboren und aufgewachsen und Schüler"

"Sein Zimmer wurde durchsucht. Es gibt keinen Bezug zum IS."

"Täter hat sich mit dem Thema Amok intensiv beschäftigt"

"Zehn Tote und 27 Verletzte, darunter auch ein 13-Jähriger. 17 Leichtverletzte"

"Tatort ist in Teilbereichen wieder freigegeben"

"Wann das Einkaufszentrum wieder den Betrieb aufnimmt, ist derzeit unklar"

"Verkehr läuft wieder planmäßig"

"Ermittlungen basieren auf Vernehmungen aus dem persönlichen Umfeld"

"2.300 Einsatzkräfte zu Spitzenzeiten. Derzeit sind wir mit etwa 800 Einsatzkräften im Dienst - inklusive Kriminalbeamten"

"Zivilbeamte hatten Kontakt zum Täter. Einer hat auf ihn geschossen, ihn aber nicht getroffen"

"Sind intensiv dabei, die Tatumstände abzuklären. Täter hatte eine 9mm-Waffe der Marke Glock. Offenbar Illegal, weil die Nummer ausgefeilt ist. Woher sie stammt, ist unklar. Es befand sich noch Munition im Magazin und im Rucksack hatte er eine größere Anzahl an Patronen. Über 300 Schuss."

"Es wurden keine IS-Bezüge im Zimmer gefunden, aber Zeitungsartikel und ein Buch, welches sich mit Amoklagen beschäftigt hat"

"Es findet ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes statt"

"Wir stehen im ständigen Austausch mit der Generalbundesstaatsanwaltschaft"

"Gehen davon aus, dass es sich um einen klassischen Amokläufer handelt"

"Aus der Obduktion geht hervor, es gibt eine Schussverletzung im Kopfbereich. Wir gehen von einem Suizid aus."

"Er soll sich wegen einer Erkrankung aus dem depressiven Formenkreis in ärztlicher und psychiatrischer Behandlung befunden haben."

"Er ist weder strafrechtlich oder in staatsrechtlicher Hinsicht aktenbekannt"

"Ein großes Dankeschön geht an alle Einsatzkräfte"

"Die Unterstützung und die Zusammenarbeit haben hervorragend funktioniert"

"Von 18 bis 24 Uhr gingen 4310 Notrufe ein. Normal sind etwa 1300" 

"Es gibt wohl erste Erkenntnisse, dass der Täter einen Facebook-Account gehackt hat und darin zum Schnellrestaurant eingeladen hat. Er würde dort spendieren, was sie wollen"

Amoklauf in München: Amateurvideo zeigt Schüsse auf Passanten

"Zu den toten Personen kann ich Ihnen sagen, dass es sich um Personen handelt, die aus München und Umgebung stammen. Zwei waren 15, drei 14 Jahre alt." Weitere Opfer seien 17, 19, 20 und 45 Jahre alt gewesen. Unter den Toten sind drei Frauen."

"Ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden"

"Die Eltern waren nicht mehr vernehmungsfähig. Sie haben schließlich auch ihren Sohn verloren"

"Haben viele Hinweise aus der Stadt bekommen, dass da geschossen wird, weshalb wir uns dazu entschieden haben, den Nahverkehr einzustellen"

"Man kann nicht auf Anhieb erkennen, warum es zu einer Situation kommt"

"Bevölkerungsängste nehmen wir wahr"

"Es hat im Stadtgebiet mehrere dieser Örtlichkeiten gegeben, die hier angeblich betroffen waren. Wenn wir eine Erstmeldung bekommen, dass es eine Schießerei gegeben hat, dann reagieren wir. Alles andere wäre unprofessionell. Deshalb war es wichtig und richtig, in dieser hohen Stufe einzusteigen"

+++ Was wir über den Anschlag wissen und was nicht +++

"Wir haben daher die höchste Einsatzstufe ausgelöst, die wir zur Verfügung haben"

Zum Täter: "Er ist Schüler und das Umfeld wird ermittelt"

"Ob er unter Drogen und Alkohol stand muss die toxikologische Untersuchung zeigen"

"Zur Schule wollen wir keine Auskunft geben"

Zur Waffe: "Es handelt sich um eine Pistole der Marke Glock. Woher er sie hatte, ist unklar. Eine waffenrechtliche Erlaubnis hatte er jedenfalls nicht"

Zur Winnenden-Verherrlichung: "Haben entsprechendes Material gefunden, das sich mit Amoklauf beschäftigt. Aber was auf den Computeranlagen genau drauf ist, wissen wir derzeit nicht. Aber wenn ich mich mit dem Thema Amok beschäftige, ist dies natürlich nicht auszuschließen"

"Ob schon alle ihre Kinder oder Angehörigen sehen konnten, weiß ich nicht"

Täter-Bezug zu den Opfern: "Ist Teil der Ermittlungen. Sobald die Opfer vernehmungsfähig sind, wird das gemacht. Wir sind wenige Stunden nach dem Vorfall, da können wir noch nicht alle Ermittlungsergebnisse haben"

Zum Tatablauf: "Auch da muss ich Sie um Geduld bitten. Wir haben versucht, den Weg nachzuvollziehen. Aber auch das ist noch Gegenstand der Ermittlungen"

Zur Familie: "Es gibt einen Bruder. Aber über ihn liegen uns auch noch keine Informationen vor"

Bezug zum Würzburg-Attentat: "Ob er sich damit beschäftigt hat, wissen wir nicht. Objektive Anhaltspunkte gibt es nicht"

"All diese Vernehmungen müssen jetzt erst durchgeführt werden. Die unmittelbaren Angehörigen sind derzeit nicht vernehmungsfähig"

"Die GSG 9 ist von uns angefordert worden Ihr Einsatz wurde uns vom Bundesinnenministerium zugesagt. Sie haben uns zum Beispiel bei Betreten der Wohnung geholfen"

"Es sind keine Personen unter Polizeischutz gestellt worden und es gab auch keine weiteren Festnahmen"

"Gehen davon aus, dass das Video den Täter zeigt, wie er mit einem Anwohner kommuniziert"

Bezug zu Anders Breivik: "Es ist Fakt, dass gestern der fünfte Jahrestag des Falls Breivik war. Und wenn sich jemand so intensiv mit dem Thema Amok beschäftigt, wird Breivik bestimmt eine Rolle gespielt haben"

"Die Nationalitäten müssen im Rahmen der Ermittlungen geklärt werden. Ob das der Täter gezielt gemacht hat, muss erst geklärt werden"

Zur Twitter-Aktion Offene Tür: "Haben einhundert Personen im Präsidium aufgenommen, die in einem Raum betreut wurden"

"Können nicht sagen, wie oft der Täter geschossen hat oder ob er ein geübter Schütze war"

"Die getöteten Personen wurden im Schnellrestaurant und auf der Straße aber auch im Einkaufszentrum gefunden"

+++ 11.35 Uhr: Münchner Oberbürgermeister: Tag der Trauer - Kranzniederlegung +++

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) äußert sich entsetzt über den Anschlag vom Freitagabend geäußert. "Wir alle sind entsetzt und schockiert über die schreckliche Tat", sagt er. "Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern und ihren Familien und Freunden." Reiter dankt der Polizei und allen am Einsatz beteiligten Kräften, "die Herausragendes geleistet haben". "Heute ist ein Tag der Trauer - nicht des Feierns", so der Rathauschef weiter. Deshalb seien alle städtischen Feste und Feiern für dieses Wochenende abgesagt. Viele private Veranstalter hätten sich dem angeschlossen. "Es sind schwere Stunden für München. Ich bin beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft und Solidarität der Münchnerinnen und Münchner. Unsere Stadt steht zusammen." Am Nachmittag wollte Reiter zusammen mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Tatort einen Kranz niederlegen.

+++ 11.18 Uhr: Attentäter soll Amokläufer von Winnenden verherrlicht haben +++

Der Attentäter von München soll sich viel mit Computer-Ballerspielen beschäftigt und den Attentäter des Amoklaufs von Winnenden verherrlicht haben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. 2009 hatte ein 17-Jähriger an seiner früheren Realschule in Winnenden bei Stuttgart und auf der Flucht 15 Menschen und sich selbst getötet. Aus den Sicherheitskreisen hieß es weiter, der Attentäter von München soll Probleme in der Schule gehabt haben. Er sei in Deutschland groß geworden, seine Eltern seien in den 90er Jahren in die Bundesrepublik gekommen. Die Motive für die Bluttat seien noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen sei der junge Mann bislang nicht im Zusammenhang mit politisch motivierter Kriminalität in Erscheinung getreten. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt.

+++ 11.09 Uhr: Polizeigewerkschaft lobt Einsatz und Öffentlichkeitsarbeit +++

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, lobt den Einsatz der Sicherheitskräfte in München gelobt. "Die Münchner Polizei hat einen großartigen Job gemacht. Sie hat nichts außer Acht gelassen, was sie hätte tun müssen", sagt Wendt dem Sender NDR Info. Sie habe alle Hinweise ernst genommen und zugleich alles getan, um die Menschen zu schützen. Er würdigt auch explizit die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei. "Sie hat vor allen Dingen auch ein Musterbeispiel an Öffentlichkeitsarbeit abgeliefert, nicht nur in den sozialen Netzwerken, sondern auch vor den Kameras."

+++ 11.01 Uhr: Medien berichten von jungen Opfern +++

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, soll es sich bei den Opfern um überwiegend junge Menschen handeln. So sollen zwei Mädchen und sechs Jungen und junge Männer im Alter zwischen 14 und 21 Jahren ums Leben gekommen sein sowie eine Frau im Alter von 45 Jahren. 

+++ 10.48 Uhr: Kauder warnt vor Verrohung - Sprache Beginn der Spirale +++

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) warnt vor einer Verrohung der Gesellschaft. Unabhängig davon, was die Motive für die Tat gewesen sein mögen, "müssen wir aber noch mehr darauf achten, dass sich Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft generell nicht weiter ausbreiten", erklärt Kauder. "Wir erleben in verschiedenen Bereichen seit langem beispielsweise eine entsetzliche Verrohung der Sprache.
Die Herabwürdigung von Menschen ist oft der Beginn von Spiralen der Gewalt." Dem müsse in Deutschland als erstes entgegengetreten werden.

+++ Anschlag in München: Die Fakten der Nacht +++

+++ 10.42 Uhr: Münchner Forum für Islam "entsetzt" über Anschlag +++

Der Vorsitzende des Münchner Forums für Islam, Imam Benjamin Idriz, zeigt sich "entsetzt" über den Anschlag im Münchner Olympia-Einkaufszentrum. "Wir stehen jetzt zusammen in Trauer über die Opfer, wünschen den Angehörigen Kraft und unserer ganzen Stadt München Mut und Besonnenheit", sagt Idriz. Nach seinen Angaben hatten die Moscheen über Nacht allen Hilfesuchenden offen gestanden - ein Paar aus Frankreich habe im Münchner Forum für Islam (MFI) übernachtet. Idriz ruft dazu auf, dass der "Geist der Mitmenschlichkeit" die Botschaft dieser "schrecklichen Nacht" sein soll.

+++ 10.39 Uhr: Nachbarin über Täter von München: "Er hat gelacht wie ein normaler Mensch" +++

Eine Nachbarin des mutmaßlichen Täters von München beschreibt den 18-Jährigen als "guten Menschen". "Er war eine gute Person, ein guter Mensch", sagt die 40-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. "Ich habe ihn nicht einmal sauer gesehen, niemals habe ich Probleme mit der Polizei oder Nachbarn gehört." Die aus Mazedonien stammende Frau fügte hinzu: "Er hat gelacht wie ein normaler Mensch." Die Motive des Täters sind bislang unklar. Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigt offenbar den mutmaßlichen Täter in einem Wortwechsel mit Anwohnern während der Tat. Darin sagt der 18-Jährige "Ich bin Deutscher", während er von den Anwohnern unter anderem als "Kanake" beschimpft wird. Er sei in Deutschland geboren und komme aus einer "Hartz-IV-Gegend", fügt er hinzu und sagt, er sei "in Behandlung" gewesen. Der Nachbarin zufolge ist der Vater des 18-Jährigen ein aus dem Iran stammender Taxifahrer, die Mutter habe früher bei der Warenhauskette Karstadt gearbeitet. Der mutmaßliche Täter hat demnach zudem einen jüngeren Bruder.

+++ 10.30 Uhr: Bayerische Staatsregierung kündigt Pressekonferenz an +++

Die bayerische Staatsregierung gibt heute um 12 Uhr eine Pressekonferenz

+++ 10.26 Uhr: Hongkong mahnt Bürger bei Reisen in Deutschland zur Vorsicht +++

Hongkong hat eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen. Angesichts der jüngsten Lage sollten Hongkonger in Deutschland vorsichtig sein und Plätze mit großen Menschenansammlungen meiden, heißt es in einer Mitteilung der Regierung. Die Regierung der autonomen chinesischen Sonderverwaltungsregion werde die Lage in Deutschland weiter beobachten.

+++ 10.23 Uhr: Tsipras: Gewalt darf nicht die Zukunft Europas werden +++

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ruft dazu auf, gegen Gewalt in Europa vorzugehen. "Wir dürfen es nicht zulassen, dass Gewalt zur Zukunft Europas wird. In diesen schweren Zeiten stehen wir solidarisch an der Seite der Deutschen", schreibt Tsipras auf Twitter. Auch der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos zeigt sich entsetzt, berichtet der Radiosender Athina 984. Über den deutschen Botschafter in Athen ließ er Bundespräsident Joachim Gauck sein Beileid für die Opfer und die Hinterbliebenen übermitteln.

+++ stern-Reporter berichtet live aus München +++

+++ 10.21 Uhr: Bundessicherheitskabinett berät am Mittag in Berlin +++

Das Bundessicherheitskabinett wird am Mittag in Berlin zusammentreten. Die Runde unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft sich um 12.30 Uhr, wie ein Regierungssprecher mitteilt. Mit dabei sind außerdem die Chefs von Bundesverfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst, Bundeskriminalamt und Bundespolizei. Merkel will sich um 14.30 Uhr zu dem Angriff äußern. Neben ihr werden Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), sowie die Ressortschefs für Inneres, Thomas de Maizière (CDU), für Auswärtiges, Frank-Walter Steinmeier (SPD), Justiz, Heiko Maas (SPD), Verteidigung, Ursula von der Leyen (CDU, sowie Verkehr, Alexander Dobrindt (CSU) an der Sitzung des Bundessicherheitskabinetts teilnehmen. 

+++10.03 Uhr: Spekulationen um Identität des mutmaßlichen Täters +++

Es gibt widersprüchliche Meldungen über die Identität des mutmaßlichen Täters. Laut "Spon" handelt es sich um David S., einen 18-jährigen Deutsch-Iraner aus München. Die "Daily Mail" gibt den Namen mit Ali S. an, was auch vom stern-Korrespondenten in München bestätigt wird.

+++ 9.51 Uhr: Estlands Präsident erschüttert über Anschlag in Ex-Heimat +++

Der estnische Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves zeigt sich erschüttert vom Anschlag in München. Er fühle mit dieser wunderschönen Stadt, in der er fast ein Jahrzehnt gelebt habe und wo sein Sohn geboren sei, schreibt er auf Twitter und ergänzt: "Schrecklich." Ilves hatte in den 1980er Jahren vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Journalist für Radio Free Europe in der bayerischen Landeshauptstadt gearbeitet. "Meine persönliche Verbindung ist Weißwurst und Weißbier. Ich hatte eine tolle Zeit in Deutschland", sagte er einmal der Deutschen Presse-Agentur in einem Interview. 

+++ 9.43 Uhr: Trotz Anschlag in München: CSD-Parade soll durch Berlin ziehen +++

Ungeachtet des Anschlags in München soll der Christopher-Street-Day heute in Berlin gefeiert werden. "Die Sicherheitsmaßnahmen sind auf einem hohen Niveau", sagt eine Polizeisprecherin. Ob das Konzept mit Blick auf die Ereignisse in Bayern verändert wurde, wollte sie nicht sagen. "Das wäre kontraproduktiv." Auch zur Anzahl der Polizisten machte die Sprecherin keine Angaben. Die Organisatoren rechnen mit rund 750 000 Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung aus aller Welt, die für ihre Rechte und Forderungen einstehen wollen. 

+++ 9.23 Uhr: Netz feiert Polizei-Pressesprecher +++

Das Netz feiert Polizei-Pressesprecher Marcus da Gloria Martins.  Souverän, sachlich und locker, ohne das geringste Zeichen von Anspannung stand er in der Nacht TV-Sendern und Radiostationen Rede und Antwort. Im Internet wird er für seine Arbeit gelobt. Fans errichteten für ihn in der Nacht sogar eine eigene Seite auf Facebook.

+++ 9.12 Uhr: Täter soll ein "ruhiger Typ" gewesen sein +++ 

Die "Bild" zitiert einen Nachbarn des Todesschützen: "Er wohnte genau neben mir. Ich habe ihn nur ab und zu gesehen und kannte ihn nicht wirklich", so der Mann. "Ein Freund von mir war sein Klassenkamerad und sagt, dass er eher ein ruhiger Typ war. Er hat ihn in den Tatvideos erkannt."

+++ 8.52 Uhr: Busse und Bahnen fahren wieder +++

Busse und Bahnen sind wieder im Einsatz. Das meldet die Münchner Verkehrsgesellschaft via Twitter. Die Polizei ergänzt, dass die U 3 sowie Busse, Tram etc. nicht die Haltestelle Olympia Einkaufszentrum anfahren.

+++ 8.50 Uhr: Polizei bestätigt Wohnungsdurchsuchung +++

Nach dem Anschlag von München hat die Polizei am Morgen eine Wohnung im Stadtteil Maxvorstadt durchsucht. Das mehrstöckige Wohnhaus wurde weiträumig abgesperrt, Ermittler trugen Kartons aus dem Haus. Nicht bestätigen wollte die Polizei zunächst, dass der Einsatz der Wohnung des Täters oder der Wohnung von dessen Vater gegolten habe. Das hatte zuvor die  "Bild"-Zeitung gemeldet.

+++ 8.39 Uhr: Bundesinnenministerium ordnet Trauerbeflaggung an +++ 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière ordnet für heute bundesweite Trauerbeflaggung an. Er wird sich am Vormittag in Berlin mit den Spitzen der Sicherheitsbehörden Verfassungsschutz, BND und BKA zu einer Lagebesprechung treffen. An dem Gespräch im Innenministerium wird nach Angaben eines Ministeriumssprechers auch Staatssekretärin Emily Haber teilnehmen. Anschließend nimmt de Maizière an einem Treffen des Bundessicherheitskabinetts im Kanzleramt teil. De Maizière kommt wegen des Anschlags aus New York zurück und hatte sich den Angaben zufolge am Vortag noch auf dem Flughafen in New York beim bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) telefonisch über die Lage in München informiert.

+++ 8.35 Uhr: Iran verurteilt Angriff in München +++

Der Iran verurteilt den tödlichen Angriff in München. Die iranische Regierung verurteile "die Ermordung von schutzlosen Unschuldigen", sagt der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghassemi laut den Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Es gebe keine Alternative zum "totalen und unterschiedslose Kampf" gegen den Terrorismus. Die Regierung sage "der deutschen Bevölkerung und der Regierung ihre Solidarität" zu, sagt der Außenamtssprecher.  

+++ Der Anschlag in München im Minutenprotokoll +++

+++ 8.25 Uhr: Polizeigewerkschaft warnt vor Veröffentlichung von Tatvideos +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft dazu auf, aus Sicherheitsgründen bei Gefahrenlagen nicht vorschnell Foto- und Filmmaterial zu veröffentlichen, sondern der Polizei zu übermitteln. "Es kann möglich sein, dass eben über eine kleine Videosequenz, und sei der Schnipsel noch so klein, eine Information über den möglichen Täter oder die Hintermänner preisgegeben wird", sagt der stellvertretende GdP-Vorsitzende Jörg Radek im Deutschlandradio Kultur.

Amoklauf in München: Video dokumentiert wirres Gespräch mit mutmaßlichem Täter

+++ 8.21 Uhr: Seehofer "tief erschüttert" +++

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zeigt sich "tief erschütter". Die "brutale und menschenverachtende Tat" erfülle alle "mit Trauer und Schrecken", sagt er in einer Mitteilung. Die Gedanken seien bei Opfern und Angehörigen. Weiter betonte Seehofer: "Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit". Das bayerische Kabinett will heute über Konsequenzen aus dem Anschlag beraten.

+++ 7.45 Uhr: Nach Anschlag: Gewerkschaft will Polizei sichtbarer machen +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine stärkere Präsenz von Sicherheitskräften. "Sicherheitskräfte müssen verstärkt im öffentlichen Raum sichtbar, ansprechbar und aktionsfähig sein", sagt der GdP-Vorsitzende Oliver Malchow.

+++ 6.35 Uhr: Bundesregierung im Krisenmodus +++

Die Schießerei verstezt die Bundesregierung in den Krisenmodus. Das Bundessicherheitskabinett werde heute in Berlin zusammenkommen, teilte Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) noch am Abend mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werde "fortlaufend" unterrichtet. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) mahnte zur Besonnenheit und warnte vor Spekulationen.

+++ 5.15 Uhr: Wohnung des Täters gestürmt +++

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat ein Sondereinsatzkommando noch in der Nacht die Wohnung des Täters gestürmt. Dieser wohnte im Bezirk Maxvorstadt noch bei seinen Eltern. Der Vater sei nun auf dem Polizeipräsidium.

+++ 4.48 Uhr: Polizei kündigt weitere Pressekonferenz an +++

Die Polizei kündigt auf Twitter eine weitere Pressekonferenz für den Mittag an. 

+++ 3.15 Uhr: Infotelefon für Angehörige +++

Die Polizei hat ein Infotelefon für Bürger eingerichtet. Die zentrale Auskunfts- und Vermisstenstelle für Angehörige ist unter 0800/7766350 zu erreichen, wie die Polizei München noch am Abend über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Schüsse in Einkaufszentrum: Die Bilder des Amoklaufs von München
Zwischenzeitlich war die Polizei von drei Tätern ausgegangen, weil Zeugen von zwei Männern berichteten, die sich in einem Auto schnell vom Tatort entfernten. Diese hatten aber nichts mit der Tat zu tun.

Zwischenzeitlich war die Polizei von drei Tätern ausgegangen, weil Zeugen von zwei Männern berichteten, die sich in einem Auto schnell vom Tatort entfernten. Diese hatten aber nichts mit der Tat zu tun.

+++ 3.03 Uhr: Polizei beendet Pressekonferenz +++

Die Pressekonferenz ist beendet. Die wichtigsten Erkenntnisse:

- Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner aus München.

- Er hatte wohl keine Komplizen, die Nachrichten von drei Tätern beruhten auf einem Missverständnis.

- Er wurde bereits um 20:30 Uhr tot in einer Seitenstraße beim Einkaufszentrum gefunden.

- Er hatte sich selbst mit seiner Pistole gerichtet. Berichte über Langwaffen bestätigten sich nicht.

- Inklusive Täter sterben zehn Menschen, 16 Menschen werden verletzt, drei schweben noch in Lebensgefahr.

- Unter den Opfern sollen auch Jugendliche sein, unter den Verletzten auch Kinder.

- Der Täter schoss bei einem Schnellrestaurant um sich, zog dann ins Einkaufszentrum.

- Die Motive der Tat sind noch unklar.

jek / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(