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Die Morgenlage: Impeachment: Trump erneut schwer belastet – und heute sagt ein Schlüsselzeuge aus

Spannender Tag bei den Impeachment-Anhörungen in den USA steht bevor +++ Hinweise auf Ursache für Brückeneinsturz in Frankreich +++ Prozessauftakt gegen mutmaßlichen Prepper-Polizisten +++ Die Nachrichtenlage am Mittwoch.

Impeachment-Untersuchung: Weitere Zeugen belasten Trump schwer: "Was ich gehört habe, war unangemessen"

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

bei den Impeachment-Anhörungen in den USA haben am Abend zwei Zeugen ihre Kritik an den Aussagen von Präsident Donald Trump bei einem Telefonat mit dessen ukrainischem Kollegen Wolodymyr Selenskyj bekräftigt. Der Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates, Alexander Vindman, sagte am Dienstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses: "Es war unangebracht, es war unangemessen vom Präsidenten, eine Untersuchung eines politischen Gegners zu erbitten, einzufordern." Auch die Mitarbeiterin von US-Vizepräsident Mike Pence, Jennifer Williams, erneuerte bei der Anhörung ihre Bedenken wegen des umstrittenen Telefonats vom 25. Juli, das beide mitangehört hatten. Am Mittwoch folgt nun die Aussage eines mit Spannung erwarteten Schlüsselzeugen. Dazu weiter unten mehr.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Brückeneinsturz in Frankreich: Lkw war deutlich zu schwer

Der Brückeneinsturz im Südwesten Frankreichs mit zwei Todesopfern wurde vermutlich durch einen zu schweren Lastwagen ausgelöst. Der am Montag in den Fluss Tarn gestürzte Lkw habe eine "mehr als 50 Tonnen" schwere Baumaschine transportiert, sagte Staatsanwalt Dominique Alzeari gestern. Das Fahrzeug war damit mehr als doppelt so schwer als das zulässige Höchstgewicht von 19 Tonnen. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein. Der Beschilderung der 1931 erbauten Brücke sei ausdrücklich zu entnehmen, "dass nur ein Lastwagen sie gleichzeitig benutzen kann und dass seine formale Nutzlast auf 19 Tonnen begrenzt ist", fügte Alzeari hinzu.

Eines der vom französischen Innenministerium auf Twitter geposteten Fotos zeigt gerissene Tragseile der Brücke und die in den Fluss gestürzte Fahrbahn

Hitlers Geburtshaus wird künftig von Polizei genutzt

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hat Österreich angekündigt, das Geburtshaus von Adolf Hitler in eine Polizeistation umzuwandeln. Die künftige Nutzung des Hauses durch die Polizei solle ein klares Signal setzen, dass dieses Gebäude "niemals ein Ort zum Gedenken an den Nationalsozialismus sein wird", erklärte Innenminister Wolfgang Peschorn gestern. Österreich will mit der Maßnahme verhindern, dass das gelbe Haus in Braunau, in dem Hitler 1889 geboren wurde, zu einem Wallfahrtsort wird. Das Innenministerium plant demnächst, einen EU-weiten Architekturwettbewerb für die Umgestaltung des Hauses auszuschreiben. Eine Expertenjury soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres über den besten Entwurf entscheiden.

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

USA: Zentraler Zeuge in Impeachment-Ermittlungen gegen Trump sagt aus

In den Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump sagt an diesem Mittwoch (15 Uhr MEZ) der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, öffentlich im Kongress aus. Die Befragung im US-Repräsentantenhaus wird mit Spannung erwartet. Sondland ist zunehmend zu einer Schlüsselfigur in den Untersuchungen gegen Trump geworden. Auch mehrere Zeugen rückten ihn mit ihren Aussagen ins Zentrum der Ukraine-Affäre. Sondland hatte bereits Mitte Oktober hinter verschlossenen Türen im Kongress ausgesagt und später - nachdem er nach eigenen Angaben seine "Erinnerung aufgefrischt" hatte - weitere Details hinzugefügt, die es in sich haben. Demnach hatte er selbst der ukrainischen Regierung gegenüber angegeben, dass die Auszahlung der US-Militärhilfe "wahrscheinlich" nicht erfolgen werde, solange Kiew nicht öffentlich eine "Anti-Korruptions-Erklärung" abgebe. Zentral ist die Frage, ob Sondland auf Anweisung Trumps handelte, wie andere Zeugen nahelegten.

Impeachment-Untersuchung: Weitere Zeugen belasten Trump schwer: "Was ich gehört habe, war unangemessen"

Brandenburgs Ministerpräsident Woidke stellt sich zur Wiederwahl

Zweieinhalb Monate nach der Landtagswahl stellt sich der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch (10 Uhr) im Landtag zur Wiederwahl. Die Wahl des SPD-Politikers  gilt als Schlusspunkt bei der Bildung der neuen Kenia-Koalition von SPD, CDU und Grünen. Die Wahl ist geheim. Woidke braucht mindestens 45 Stimmen, die drei Koalitionsfraktionen haben zusammen 50 Stimmen.

Prozessauftakt gegen mutmaßlichen Prepper-Polizisten

In Schwerin beginnt am Mittwochmorgen der Prozess gegen einen Polizisten und mutmaßlichen Prepper wegen illegalen Waffenbesitzes. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, unberechtigt Munition, Waffen und explosionsgefährliche Stoffe gesammelt und gelagert zu haben. 

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Ihre stern-Redaktion

fin / DPA / AFP