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Guttenbergs Nachfolge CSU: "Mehrere Politiker kommen infrage"


Führungstark und klug, so hat CDU-Politiker Peter Altmaier das Handeln von Kanzlerin Angela Merkel in der Guttenberg-Affäre bewertet. Guttenbergs Nachfolger ist noch nicht bestimmt. Die CSU berät über mehrere Politiker, die das Amt weiterführen könnten.

Der parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, Peter Altmaier (CDU), hat den Umgang von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Plagiats-Affäre gelobt. "Die Kanzlerin hat sehr klug und auch sehr führungsstark gehandelt. Wir haben jetzt nämlich die Chance, dass wir ohne bleibenden Schaden für die politische Kultur und für die Demokratie in Deutschland uns wieder Sachthemen zuwenden können", sagte Altmaier am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Gleichzeitig zeigte er sich erleichtert über den Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit. Guttenberg habe damit "auch quälende Wochen der Debatte erspart". Die Politik verliere allerdings einen Sympathieträger. "Ich glaube, dass der gestrige Tag viele Menschen traurig gemacht hat - nicht nur Anhänger von CDU/CSU. Denn Karl-Theodor zu Guttenberg war ein Ausnahmetalent."

Altmaier sieht den Ruf der Wissenschaft nach der Plagiatsaffäre nicht als beschädigt an. "Wir haben alle ein Interesse daran, dass die Glaubwürdigkeit und die hohen Maßstäbe der Wissenschaft gewahrt bleiben." Auch die Guttenbergs politische Glaubwürdigkeit sei nicht beschädigt. "Karl-Theodor zu Guttenberg hat mit seinem Schritt gestern wieder zu dem Format zurückgefunden, was viele an ihm über Monate und Jahre bewundert haben."

Für die Nachfolge des zurückgetretenen Verteidigungsministers sieht die CSU mehrere geeignete Kandidaten in den eigenen Reihen. "Es gibt mehrere CSU-Politiker, die dafür infrage kommen", sagte CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich am Mittwoch im Deutschlandfunk. Seine Partei werde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "einen oder mehrere" Vorschläge zur Nachfolge Guttenbergs machen. Ob auch er selbst zu den Kandidaten gehöre, wollte Friedrich nicht sagen. "Wir werden das alles beraten in den nächsten Stunden und Tagen", antwortete er lediglich.

Friedrich verurteilte die Angriffe auf Guttenberg im ganzen als abstoßend. Er verstehe zwar die Kritik und Enttäuschung über dessen Fehler. In den Attacken seien aber auch "Maßlosigkeit und Hass" laut geworden. Dies bedeute auch eine Beschimpfung der Menschen, die Hoffnungen in Guttenberg gesetzt hätten, sagte Friedrich.

liri/Reuters/Dpa Reuters

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