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Lafontaine an Krebs erkrankt: Ramelow hält sich möglichen Parteivorsitz offen

Der Fraktionschef der Thüringer Linken, Bodo Ramelow, hält sich eine Kandidatur für den Vorsitz der Bundespartei offen. Diesen Posten könne er auch von Thüringen aus übernehmen, sagte er am Mittwoch in Erfurt der Deutschen Presse- Agentur dpa.

Der Fraktionschef der Thüringer Linken, Bodo Ramelow, hält sich eine Kandidatur für den Vorsitz der Bundespartei offen. Diesen Posten könne er auch von Thüringen aus übernehmen, sagte er am Mittwoch in Erfurt der Deutschen Presse- Agentur dpa. Allerdings stehe diese Personalfrage im Moment nicht an. "Ich gehe davon aus, dass sich Oskar Lafontaine nach seiner Operation so gut erholt, dass er in den kommenden zwei Jahren weiterhin den Vorsitz führt." Lafontaine muss sich am Donnerstag wegen einer Krebserkrankung einer Operation unterziehen.

Lafontaine habe mit dem Vorschlag, dass die Partei eine Doppelspitze brauche, selbst die Programm- und Personaldebatte eröffnet, sagte Ramelow. "Das ist angesichts seines Alters von 66 Jahren auch vernünftig, damit er nicht wie (der Ex-SPD-Vorsitzende) Franz Müntefering auf dem Parteitag nicht mehr weiß, wie er aus der Sache rauskommt." Die Parteiführung solle aus einem Ost- und einem Westvertreter und auch einem Mann und einer Frau bestehen. Als mögliche Führungsfiguren nannte Ramelow außerdem Katja Kipping, Dietmar Bartsch, Ulrich Maurer, Petra Pau und Dagmar Enkelmann. Nach Ansicht von Ramelow braucht die Linkspartei einen Generationswechsel.

DPA / DPA