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stern-RTL-Wahltrend: SPD sackt nach Saarland-Wahl ab - Schulz verliert an Zustimmung

Dämpfer für Martin Schulz und die SPD: Im neuen stern-RTL-Wahltrend rutschen die Sozialdemokraten wieder unter die 30-Prozent-Marke. Auch im direkten Vergleich mit Kanzlerin Merkel muss der SPD-Chef Federn lassen.

Angela Merkel und Martin Schulz

Der Abstand wird wieder größer: Für Angela Merkel ging es in der Kanzlerpräferenz rauf, SPD-Herausforderer Martin Schulz verlor hingegen drei Punkte.

Nach dem unerwartet deutlichen Sieg der CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der saarländischen Landtagswahl rutscht die im stern-RTL-Wahltrend bundesweit wieder unter die 30-Prozent-Marke. Im Vergleich zur Vorwoche verliert sie gleich drei Prozentpunkte und kommt nun auf 29 Prozent, während die Union aus CDU und CSU zwei Punkte hinzugewinnt auf aktuell 36 Prozent. Die Linke legt um einen Punkt zu auf 9 Prozent und bleibt drittstärkste Kraft. Auch die AfD verbessert sich wieder leicht auf 8 Prozent. Die Grünen verharren weiterhin bei 7 Prozent, die FDP verliert einen Punkt und müsste mit 5 Prozent um ihren Einzug in den Bundestag bangen. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 24 Prozent.

Auch verliert an Zustimmung

Auch bei der Kanzlerpräferenz verliert SPD-Chef Martin Schulz an Zustimmung. Weil ihn nur noch 31 Prozent – drei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche – zum Kanzler wählen würden, liegt nun mit 42 Prozent elf Punkte vor ihrem Herausforderer. Ende Januar und Anfang Februar rangierten beide noch gleichauf bei jeweils 37 Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner ist vom Dämpfer für Schulz und die SPD kaum überrascht: "Als die mit Norbert Röttgen vor fünf Jahren bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ihr schlechtestes Ergebnis seit 1947 eingefahren hatte, sackte die Union auch bundesweit gleich um vier Prozentpunkte ab – und berappelte sich erst nach ein paar Wochen wieder." Diesen Effekt bekomme jetzt auch die SPD nach der Wahl im Saarland zu spüren. "In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob Schulz über einen tragfähigen Politikentwurf verfügt und die Delle wieder ausbügeln kann."

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 27. bis 31. März 2017 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische  Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

stern