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Wahlkampf online Piraten punkten auf Twitter, Grüne in Blogs


Die selbst ernannte Internetpartei Piraten ist nicht das Hauptthema im Netz. In Blogs wird vor allem über Grüne, SPD und Linke diskutiert.

Obwohl sie als sogenannte Internetpartei auftritt, sind die Piraten nicht im Zentrum der Online-Debatten zur Bundestagswahl. Laut einer Untersuchung der Universitäten München und Münster sowie des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation zur digitalen Kommunikation im Vorfeld der Wahl waren Grüne, SPD und Linke in Blogs deutlich präsenter. Sie wurden in jeweils etwa einem Viertel der untersuchten Blogeinträge genannt. "Da haben wir einen eklatanten Unterschied festgestellt", sagte Christoph Neuberger vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Uni München.

Die Piratenpartei hat dagegen auf dem Online-Netzwerk Twitter die Nase vorn: Mehr als ein Viertel der ausgewerteten Nachrichten bezogen sich auf die Piraten. "Twitter ist piratenfreundlich", heißt es in der Auswertung. Neuberger vermutet, dass Twitter als jüngeres Medium Nutzer anspreche, die den Piraten möglicherweise näher stünden. Blogs seien dagegen etablierter.

Der ARD-ZDF-Onlinestudie zufolge beschäftigen sich 16 Prozent der Internetnutzer in Deutschland mit Blogs, 7 Prozent nutzen Twitter zumindest gelegentlich.

Geht es allerdings um die Aktivität der Parteien in sozialen Netzwerken haben die Piraten wieder die Nase vorn. Überraschend war der rasante Anstieg von Facebook-Fans bei der Protestpartei Alternative für Deutschland (AfD). Seit März ist das Profil online und hat bereits mehr User als die Profile der großen Parteien.

juho/DPA DPA

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